Was ist besser? Lokführer für Güter oder Personen werden?

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3 Antworten

Sind beides undankbare Jobs.

Im Güterverkehr kann es sein, dass du mehrere Stunden an einem Bahnhof stehen musst und nicht nach Hause kommst. Bin auszubildender Fahrdienstleiter und habe dementsprechend täglich mit allerlei Lokführern zu tun. Es kommt nicht selten vor, dass ein Güterzug für 20-30 Minuten im Bahnhof steht und der Lokführer dann nachfragt wann es denn weitergeht und ich ihm einfach keine Auskunft geben kann, weil die Strecke dicht ist. Und es ist möglich, dass man verrutschte oder nicht mehr gesicherte Ladung erneut sichern darf, was wieder Zeit in Anspruch nimmt.

Das hat man im Reiseverkehr normalerweise nicht. Aber auch hier muss man zwischen Nah- und Fernverkehr unterscheiden. Im Fernverkehr ist man weitgehend von den Reisenden abgeschottet, während man im Nahverkehr häufig nur eine Tür in Reichweite der Fahrgäste als "Trennung" hat - und viele Fahrgäste MÜSSEN einfach bei jeder Kleinigkeit dem Lokführer auf die Nerven gehen. Dafür hat man hier einen geregelten Fahrplan, hat Vorrang vor dem Güterverkehr und muss nur den "Schnellen" Platz machen.

Aber an für sich ist Lokführer ein schöner Beruf. Würde ich wählen, würde ich den Fernverkehr nehmen.

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Kommentar von D3ath1st
12.11.2015, 14:00

ABER! Ich muss dem ursprünglichen Kommentar recht geben! Ich für meinen Teil könnte mir keinen besseren Beruf für mich vorstellen als den den ich nun habe. Selbst wenn wir es oft schwer haben und die Unzufriedenheit existiert, sind wir alle noch immer eine Eisenbahnerfamilie. Ich glaube daran. 

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Ich hoffe du bedenkst bei der Berufswahl, dass führerlose Züge heute technisch ohne Probleme möglich sind und man nicht vorhersagen kann, ob Lokführer in 15-25 Jahren überhaupt noch existieren, auch wenn zumindest die DB aktuell noch hinter ihren Lokführern steht und die Implementierung und Durchführung entsprechender Zulassungsverfahren einige Jahre dauert.

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Kommentar von Fishkeeper99
28.10.2015, 14:19

Naja die einzigen Züge die bisher führerlos fahren sind ja U-Bahnen. Und wenn man bedenkt dass die Bahn sogar an Bahnübergängen und am Lärmschutz spart, glaube ich nicht, dass die normalen Züge in 40 Jahren führerlos fahren. Das Schienennetz ist ja auch ganz anders als bei der U-Bahn. Und die Autopiloten die Daimler jetzt bei LKW testen, brauchen trotzdem einen Fahrer.

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Güter gibt nicht so viel Ärger vor allem beim Fußball oder Verspätungen.

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Kommentar von abibremer
29.10.2015, 19:22

ausser bei manchen Nahverkehrszügen kommen Lokführer mit ihren Fahrgästen doch gar nicht in Berührung.

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