Löscht die Feuerwehr in D. bzw. der EU mit Trinkwasser?

10 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

So viel Schwachsinn und Halbwissen hier.

Wenn ihr keine Ahnung habt lasst es doch einfach sein.

Zu den Fragen:

Wenn kein Löschwasserteich vor Ort ist, wird dann grundsätzlich Wasser aus dem Hydranten genommen?

Ja. Die Wasserentnahme aus dem öffentlichen Trinkwasserleitungsnetz ist zwar gängige Praxis, jedoch ist der Wasserentnahme aus einem hydranten stets die Wasserentnahme aus Löschwasserbehältern oder offenen Gewässern vorzuziehen, da jede Wasserentnahme die Gefahr einer kontamination des Trinkwassernetzes birgt.

Der Hydrant fördert Grundwasser? Frischwasser?

Nein, Trinkwasser.

Wenn die Fahrzeuge befüllt werden, geschiet das auf der Wache?

Kommt drauf an...; in der Regel werden die Fahrzeuge direkt an der Einsatzstelle wieder befüllt um die Einsatzbereitschaft schnellstmöglich wiederherzustellen. Sollte dies nicht möglichs ein (weil sämtliche Schläuche nass sind, Material verbraucht wurde, ...) reichte s auch aus den Tank an der Wache aufzufüllen. Der genaue Ablauf kann in jeder Gemeinde durch Dienstanweisungen geregelt sein.

Hat jede Wache einen eigenen Anschluss und das ist eine regionale Regelung oder ist das bereits EU-Recht?

Nicht jede Wache hat einen eigenen Anschluss, es kommt, wie schon gesagt, darauf an welche Verfahrensweisen vor Ort gelten. EU-Recht hat damit nichts zu tun.

Muss die FW für das entnommene Wasser bezahlen?

Rein formal ja, der Einsatzleiter soll auch über die Leitstelle eine Meldung an den Wasserversorger geben, wenn er Wasser aus deren Leitungsnetz entnimmt (auch damit die den Druck erhöhen können). In der Praxis wird das jedoch eher seltener gemacht. Dafür zahlen die Gemeinden dann einen pauschalbetrag an den Wasserversorger zur Verfügungstellung des Wassers.

Zu dem ganzen Schwachsinn hier von wegen Tanks dürfen nur mit Leitungswasser befüllt werden oder man kann über die Tanks auch Menschen mit Trinkwasser versorgen: Blödsinn!

Tanks können mit allen Arten von Wasser befüllt werden, was zählt ist nur dass die Pumpe das Zeug pumpen kann! Viele gemeinden scheuen sich aber in regelmäßigen Abständen die Tanks zu säubern (Schlick rausholen, welcher bei der Wasserentnahme aus einem Teich mit angesaugt wurde), darum kommen vielleicht solche Aussagen zustande.

Viel wichtiger ist aber: Sobald Trinkwasser einen Feuerwehrschlauch berühert (und erst recht einen Feuerwehrtank) gilt es als Brauchwasser und darf somit nicht von Menschen konsumiert werden. Wer dagegen verstößt handelt mit Vorsatz und macht sich mindestens der Körperverletzung schuldig!
Ausnahmen bilden spezielle Trinkwasserschläuche und desinfizierte Edelstahltanks (Beispiel Milchlaster).

Eine Richtige Antwort. Im Einsatz ist es egal, was für Wasser aus dem Schlauch kommt. Hauptsache es löscht. Und klar nimmt man Trinkwasser aus dem öffentlichen Netz wenn es da ist, bleibt der Tank sauberer. Trinken würde ich das Zeug auch nicht mehr.

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Sehr gut!

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Sehr schöne und gute Antwort! Liest man leider viel zu selten hier.

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Zum einen bezahlt die Feuerwehr nichts für das Wasser. Das "Trinkwasser" wird aus dem Hydrant entnommen und der Hydrant ist nichts anderes wie eine Wasserentnahmestelle für die Trinkwasserversorgung.
Wir befüllen unser Fahrzeug meist direkt nach dem Einsatz (im besten Fall steht die Zuleitung zum Fahrzeug noch), ansonsten an der Wache. Dort gibt es keinen "Extraanschluss" sondern wir bedienen uns eines normalen Hydranten.

Des Weiteren ist Wasserhygiene ein ganz wichtiges Thema. Druckstöße und Verschmutzungen des Trinkwassersystems sind unbedingt zu verhindern! Der Tank/ Tankinhalt eines Feuerwehrfahrzeuges  soll im Katastrophenfall auch als Trinkwasservorrat genutzt werden können. Ich persönlich würde darauf aber Verzichten.

Bis darauf dass der Tankinhalt im K-Fall als Trinkwasser genutzt werden soll ist alles richtig. Aber den Unfug vergiss mal bitte ganz schnell.

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In den Brandschutzgesetzen der Länder ist als Aufgabe der Träger des Brandschutzes (Ämter, amtsfreie Gemeinden, kreisfreie Städte bei uns in Brandenburg) festgelegt, dass sie entsprechend der örtlichen Gefahrenlage eine ausreichende Löschwasserversorgung zu gewährleisten haben. Sind in einem Gebiet Flüsse, Seen o.Ä., die als Löschwasserentnahmestellen in Frage kommen, dann kann das unter Umständen reichen. Wenn nicht, können z. B. Zisternen oder Löschwasserteiche angelegt werden, die mit Regenwasser gefüllt sind. Ist das alles nicht ausreichend, z. B. in Wohngebieten, wo schnell Löschwasser verfügbar sein muss, wird ein Hydrantennetz verlangt und das wird an die Trinkwasserversorgung angeschlossen. Ist zwar teuer aber eben eine sichere Möglichkeit der Bereitstellung.

Im Übrigen wird auch das Wasser, das nicht aus der Trinkwasserleitung kommt (Fluss- oder Regenwasser) über den Fahrzeugtank geleitet. 

ach? Das ist interessant. Danke für deine ausführliche Antwort. Extern gewonnenes Wasser (Löschteich, Fluss o.ä.) wird in den Fahrzeugtank gepumpt und von dort aus zur "Spritze"? Dann dient der Tank als Puffer / Zwischenspeicher?

Wenn dem so ist, wird der Tank also gereinigt, sollte mit dem Fahrzeug Trinkwasser befördert werden müssen?

Das kann man doch gerade von einer FFW nicht verlangen?

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@jenshiller

Der Tank muss natürlich gründlich gereinigt werden und es ist meist die Ausnahme. Aber eben nicht undenkbar. Dass im Anschluss eines Einsatzes Folgearbeiten durchgeführt werden, ist doch ohnehin erforderlich. Zum Beispiel müssen Schläuche getauscht werden, Fahrzeuge und Armaturen gereinigt werden. Und eben auch der Tank gereinigt werden, wenn es erforderlich ist. 

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Man kann das Pauschal nicht sagen.

Ich kann es nur für die Landkreise Cloppenburg, Ammerland, Stadt Oldenburg, lks. Vechta (Versorgunggebiet des Oldenburgisch Ostfr. Wasserverbands. Hier sind flächendeckend  Trinkwasserrohleitungen auch für die Bandbekämpfung verlegt. Nach einem Festgelegten Plan sind  Hydranten zur Wasserentnahme vorhanden.  Im Sommer wird such von der Feuerwehr Beete Blumen, und Rabatte von der Feuerwehr begossen. Auch Straßenbäume werden bewässert. Früher wurde für das entnommene Wasser eine Pauschale vereinbart . Heute haben die Wasserentnahmestandrohre eine Wasseruhr. Wenn plötzlich  viel  Wasser entnommen werden muss wird das Wasserwerk informiert (Meistens schon von Leitstelle um den Wasserdurchfluss zu gewährleisten. Ansonsten würden die Entnahmestellern von einem Rohrbruch ausgehen. Der Wasserdruck wird auch durch Doppelleitungen konstant gehalten. Doppelleitungen sind 2 Leitungen bzw. Ringleitungen das von alles Seiten  Wasser zugepumpt werden kann. Das befüllen eines Tankwagens dauert nur wenige Augenblicke. Bei der Wache in meinem Wohnort ist ein Groß-abnehmeranschluß. Direkt in Ortsnähe da hier die größeren Gebäude sind. Die Feuerwehrwagen können auch als Relais-Station arbeiten, also saugen und drücken. (Bei Wald oder Moorbränden)

Ich hoffe es interessiert einigen.

Mit Gruß aus dem Oldenburger Münsterland

Bley 1914

 

Also aus Hygiene Gründen darf in den Tank des Feuerwehrfahrzeuges nur Trinkwasser!

Wenn kein Hydrand da ist nimmt man einen fluss dan darf man aber nicht den Tank mit füllen!

Trinkwasser aus dem Hydrant ist eine Billige investition der Gemeinde/Stadt um riesen Sachwerte (gebäude) zu retten.

Also Feuerwehr zahlt nix wenn sie wasser nutzen ist ja auch eine Öffentliche Einrichtung die zahlen auch kein Strom für Heitzung oder Kraftstoff das zahlt alles die Gemeinde.

Woher ich das weiß:Beruf – Maschinist /Servicetechniker für Feuerwehr Einsatzfahrzeuge

....das mit dem Flusswasser und der Umgehung des Tanks leuchtet ein, danke dir.....super Antwort

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