Lehrer bewertet mich aufgrund einer NPD- Mitgliedschaft schlechter als andere - was tun?

23 Antworten

Ich kann dir nur zu deiner Annahme, deine Klausuren würden abgestuft werden- trotz guter Leistung- raten.

Oft kann ein Schüler sich selbst nicht einschätzen. Der Lehrer hat gerade in der Sek 2, die Pflicht die Notenvergabe transparent zu halten.

Du kannstDich an einen anderen Politiklehrer wenden und um Prüfung deiner Klausur bitten oder herausfinden, wer der Fachleiter  für Politik ist und sich an ihn wenden.

Wenn du z.B. in der Erörterunsaufgabe eine eigene Meinung mit qualifizierten Argumenten begründest, dann ist das auch eine gute Leistung. Sollten sich deine Aussagen aber gegen unsere freiheitlich- demokratische Grundordnung wenden, ist ein Punkteabzug gerechtfertigt. Bei Sachfragen dürftest Du bei angemessener Leistung auch angemessen bewertet werden.

Hole Dir eine zweite Meinung zur Klausur. Dass, dein Lehrer dich so anschaut, ist für mich verständlich- auch wenn er zur Neutralität verpflichtet ist- ich wäre auch nicht begeistert, würde aber versuchen Deine benotung sachlich anzugehen.

Hallo fabianausberlin,

ich kann dein Problem gut verstehen, denn bei mir war es genau andersherum.

Das einzige was du machen kannst ist ...

a) Weiter machen. Solange du objektiv und messgenau an Themen herangehst und dabei sachlich, freundlich und diskret formulieren kannst, kann dir niemand die Meinung verbieten.

b) Mit dem Vertrauenslehrer sprechen. Schildere deine Probleme offenkundig und objektiv der nächsthöheren Instanz NACHDEM du ganz offiziell mit dem entsprechenden (Problem-)Lehrer gesprochen hast.

c) Respektiere Meinungen und Erfahrungen. Meist resultiert eine Einstellung aus "gewaltigeren" Aktionen heraus. In meinem Beispiel war es so, dass die rechtsorientierten in NRW gewalttätig ggü. jeder Person waren, die Frieden angestrebt hat. Ich habe die Meinung, wer gutes als Ziel hat, darf nicht dafür betraft werden und vor allem dann nicht, wenn bei dem Versuch kein Mensch zu schaden kommt.

d) Kompromisse finden und eingehen. Ich prophezeihe, dass mindestens von deinem Lehrer keine Findung in die Mitte geben wird. Ihr werdet euch auf der Diskussionsebene gegenseitig versuchen mit Argumenten zu überlagern. Versuche dahingehend es nicht eskalieren zu lassen. 

... im Endeffekt läuft es darauf hinaus, dass Du deine Meinung nach dem Grundrecht immer und offenkundig darstellen kannst, solange du das in gesitteter Art und Weise tust.

Sobald man anfängt mit einer Einstellung die Aktionen andere zu torpedieren wird die Diskussion nicht mehr sachlich, gerade bei einem Thema wie der NPD nicht.

Ich finde es höchst erfrischend einen bekennenden NPD'ler zu treffen, der eine intelligente und sachlich formulierte Frage stellen kann.

Die Meinung kann man sehr wohl unterbinden, wenn sie denn in bloße Nazi-Propaganda ausartet.

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Für die Beurteilung in der Schule sollte in jedem Fach gelten: Hast Du Deine Meinung gut/logisch/... begründet? Bist Du mit den Aussagen eines Textes, einer Karikatur... sachgerecht umgegangen? Ist Deine Argumentation in sich stimmig? Gründet Deine Argumentation auf Tatsachen oder auf Meinungen/Vorurteilen? . . .

An diesen Maßstäben muss sich die Bewertung des Lehrers halten. Bist Du anderer Meinung, kannst/solltest Du mit dem Lehrer diskutieren. Ansonsten bleibt der Weg zu Fachkollegen Deines Lehrers, zum Vertrauenslehrer.

(Solltest Du allerdings mit Äußerungen kommen wie "Die Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg", "Die Ausländer sind kriminell." u.ä., musst Du Dich m.E. nicht über eine schlechtere Note wundern, da solche verallgemeinernden Aussagen von keiner Statistik, von denen ich in den letzten Monaten/Jahren gehört habe, stimmen.)

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Also was haltet ihr von seinem Verhalten? Ich finds ungerechtfertigt und unfair.

EDIT: Ich sehe ihn nur als Lachfigur, weil er weder schreiben kann (er macht immer Rechtschreibfehler an der Tafel, die ich ihm jedesmal aufzähle) noch reden kann (er lispelt, nuschelt und verspricht sich stetig) noch Körperhygiene betreibt.

Das hab ich eben gefunden auf Berlin.de: " (3) 1Die Lehrkräfte müssen unbeschadet ihres Rechts, im Unterricht die eigene Meinung zu äußern, dafür sorgen, dass auch andere Auffassungen, die für den Unterrichtsgegenstand im Rahmen des Bildungsauftrags der Schule erheblich sind, zur Geltung kommen. 2Jede einseitige Beeinflussung der Schülerinnen und Schüler ist unzulässig. " Könnte mir dieser Absatz aus dem Schulgesetz über Aufgaben und Stellung eines Lehrers hilfreich sein, wenn ich mich nächstes Mal bei ihm beschweren gehe?

Freue mich auf eure, hoffentlich sachlich verfassten, Antworten!

PS: Alle weiblichen Schüler haben bessere Noten erhalten als die männlichen.

PPS: Ich glaube, das Mädchen, das auch 12P bekam, findet er besonders attraktiv.

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