LED-Licht in Backofen?

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3 Antworten

Wie Anna (Peppie85) schon schreibt: Im Backofen ist der Einsatz von LED sinnlos.

Die Entwicklung von LED- und Energiesparleuchten basiert auf dem Wunsch, die eingesetzte elektrische Energie effizient in Licht und nicht in Wärme umzuwandeln.

Herkömmliche Leuchtmittel (Allgebrauchslampen) haben ein Verhältnis von Licht zu Wärme von ca. 10% : 90%, bei Halogen sind es ca. 15% : 85%. Energiesparleuchten benötigen bei gleicher Lichtausbeute zwar rund 1/5 der Energie einer Allgebrauchslampe, dennoch liegt das Leistungsverhältnis bei ca. 25% : 75% - die LED-Technik ist da nicht viel besser.

Die wenigen Vorteile der LED-Technik:

● Kein UV-Anteil (hält Mücken fern) ● für die Herstellung werden weniger Schadstoffe wie Quecksilber benötigt ● längere Lebensdauer

Problem im Backofen: Die Hitze steigt nach oben - also dort hin, wo i.d.R. das Leuchtmittel sitzt. Lötzinn wird bei Hitze erst porös, dann flüssig. Die Bauteile auf den Platinen von LED- und Energiesparleuchten würden sich also irgendwann lösen oder "kalte" Lötstellen bekommen, außerdem würden etliche verbaute Materialien ausgasen.


Was die "Energieverschwendung" durch eine Allgebrauchslampe innerhalb des E-Backofens betrifft:

Ein 40W-Leuchtmittel hat ca. 36W Abwärme. Die eingestellte Temperatur wird aber durch die Summe aller Verbraucher im Backofen erreicht. Die "restliche" Wärme wird also durch die Heizelemente zugeführt - in der Aufheizphase um die 2kW. Was das Leuchtmittel nicht leistet, leisten die Heizelemente. Energieeinsparung bei alternativen Leuchtmitteln: 0%.

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LEDs vertragen keine hohen temperaturen, daher also nein. außerdem würde es keinen sinn machen. wenn die backofenlampe nicht warm wird, dann müssten die heizschlangen im Ofen mehr arbeiten. von daher: mach eine normale backofenglühlampe rein...

lg, Anna

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Kommentar von franzius007
18.12.2015, 20:45

Ich heize doch nicht mit der Backofenlampe.... ;)

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Die üblichen zulässigen Sperrschichttemperaturen von LED-Chips liegen bei 85°C, 100°C oder 125°C je nach Typ und Halbleitermaterial. Man könnte sich Materialien vorstellen, die höhere Temperaturen vertragen, aber Backofentemperaturen bis 300°C, wie die speziellen Glühlampen das klaglos aushalten, sind für LEDs heute außerhalb jeder Reichweite.

Die andere Frage ist, ob es überhaupt Sinn macht, Entwicklungsarbeit in einen so kleinen Markt wie für den Lampenmarkt für Backöfen (oder generell Hochtemperaturlampen) zu investieren, bezweifle ich. Da wären ja nicht nur die Chips sondern auch die ganze Aufbau- und Gehäusetechnologie zu entwickeln.

Eine Alternative wäre es, die LEDs außerhalb des Backofens zu positionieren und mit Glaslichtleitern das Licht in den Backofen zu bringen. Es stellt sich hier aber die Frage, welchen Nutzen in Form von Kosten und Lebensdauervorteilen man hat. Ob man das je kostengünstiger hinkriegt als die simple Glühlampe ist fraglich.

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Kommentar von franzius007
18.12.2015, 21:05

Vielen Dank für die Erklärung. Hintergrund meiner Überlegung war der Umstand, dass ich regelmäßig die Lampen im Kühlschrank und im Backofen neu kaufen muss, weil diese irgendwann kaputt sind. Beim Kühlschrank habe ich nun ein LED-Leuchtmittel und es ist deutlich heller, was ich als angenehm empfinde. Aus diesem Grund hatte ich gefragt, ob es da auch was Passendes für den Ofen gibt. Die Lampe ist dort hinter einem Schutzglas, aber ich bezweifle, dass das Glas diese Temperaturen so zurückhält, so das es dahinter "normale" Temperaturen ergibt. Genau deswegen gibt es ja solche Backofenleuchtmittel.

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