Kupplung kommen lassen bei Benziner?

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12 Antworten

Na, da ist ja wieder so eine Frage die gefühlt wöchentlich gestellt wird. Schuld an dieser Problematik ist natürlich der böse Benziner weil der Diesel so ein grosses Drehmoment hat (lach).

Das eigentliche Problem sind die Fahrschulen die heutzutage immer häufiger ihren Fahrschülern nicht mehr beibringen anzufahren! Das machen die indem sie "Bescheisserautos" verwenden, die Technik machts möglich.

Der Diesel hat wegen seiner Fliehkraftregelung in der Einspritzpumpe immer schon eine Art von Drehzahlstabilisierung gehabt worüber die damaligen Benziner nicht verfügten. Noch dazu hatten Diesel früher gegenüber den Benzinern der gleichen Leistung weitaus mehr Hubraum. Früher war anfahren mit einem Diesel wirklich weitaus leichter als mit einem Benziner, mittlerweile ist dies aber völlig überholt! Mittlerweile wird die Drehzahl bei praktisch allen Autos elektronisch stabil gehalten, Diesel gibt es mit verhältnismäßig wenig Hubraum, man kann nicht mehr pauschal sagen dass Anfahren mit einem Diesel besser geht, es gibt sogar einige Fahrzeuge die als Diesel schneller abwürgen.

Worin mittlerweile der Unterschied besteht ist dass die Autos der Fahrschulen vermehrt mit elektronischen Helferlein ausgestattet sind. So haben die oft einen Anfahrassistent (gibt selbsttätig Gas wenn man die Kupplung kommen lässt) und eine Berganfahrhilfe (hält die Bremse betätigt bis man anfährt). Während man in der Fahrschule die Ausbildung macht ist das ganz toll, aber später haben die armen jungen Leute ihr eigenes Auto das meist nicht über diese Extras verfügt. So kommt es dass hier sogar schon Mal Einer Selbstmordgedanken hatte weil er es einfach nicht schaffte anzufahren.

Das Gefühl musst Du nun selbst entwickeln, auch einen Benziner bekommt man angefahren ohne Gas zu geben. Man muß nur das Gefühl dafür aufbringen, man sollte aber immer auch etwas Gas geben damit es nicht zu lange dauert. Die Kupplung lässt man los bis zum Schleifpunkt, wie gewohnt. Den Schleifpunkt bemerkt man indem das Auto vibriert und sich auch das Motorengeräusch verändert. Ganz wichtig nun die Kupplung da zu halten! Den rechten Fuss von der Bremse aufs Gas und ganz leicht treten. Da kommt nun wirklich eine kleine Tücke des Benziners, der reagiert sensibler auf das Gaspedal und dreht schnell unangenehm hoch. Da muß ein Gefühl entwickelt werden den Motor in einer angenehmen Drehzahl zu halten. Durch weiteres Loslassen des Kupplungspedals wird die Drehzahl runtergedrückt, macht man es aber zu schnell würgt man den Motor ab. Durch Betätigen des Gaspedals erhöht man die Drehzahl, betätigt man zu stark dreht der Motor hoch, lässt man es beim Anfahren zu sehr los kann der Motor auch abwürgen.

Was Du auch dringend üben solltest wäre an einer Steigung anzufahren, dazu brauchst Du die Handbremse. Handbremse ziehen damit der Wagen nicht zurückrollt, anfahren wie gewohnt nur muß der Motor dann schwerer ziehen und man muß daher etwas mehr Gas geben, sobald das Fahrzeug hinten einfedert die Handbremse lösen.

Schwierig an Allem ist dass man die einzelnen Dinge unabhängig voneinenader koordinieren muss, zunächst tendiert man dazu Etwas zu machen und macht gleichzeitig was Anderes (zB lässt man das Gas los und gleichzeitig dann die Kupplung).

Bin wieder genau deiner Meinung! Mit diesen schick schnack vollen Autos lernt man nie richtig fahren!

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da ist schon ein grosser Unterschied, ein Diesel hat mehr Kraft aus dem Drehmoment. Schleifpunkt suchen und leicht Gas geben. Kupplung kommen lassen und mehr Gas. Da musst dich drann gewöhnen, das wird schon. 

Bei einem Diesel kannst du erst die Kupplung kommen lassen, bis der Wagen anfährt und dann erst Gas dazu geben, bei einem Benziner funktioniert das nicht, denn dann würdest du den Wagen abwürgen, bevor er losfahren würde.

Bei einem Benziner suchst du auch zuerst den Schleifpunkt. Bevor du diesen gefunden hast, gibst du Gas hinzu. Am Anfang passiert es, dass du zu früh Gas gibst und dadurch heult der Motor auf, aber du fährst ein bisschen ruckartig an, aber das legt sich mit der Zeit.

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