Können Rückkopplungen Lautsprecher zerstören?

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7 Antworten

die maximale Eingangsleistung der Lautsprecher muss im Regelfall größer sein als der Ausgang der Endstufen. Damit wird die Rückkopplung von der Endstufe limitiert und die Boxen bleiben heil

Das ist die richtige Antwort ... DH

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@linuxopa

... aber der Verstärker geht dann in die ewigen Jagdgründe ein!

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@newcomer

woher weiß man, ob der Verstärker "gut" ist. Das weiß vielleicht nicht mal der Verkäufer.

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Ob der Ton eine reine oder eine unreine Sinusform hat spielt keine Rolle. Wie hier schon erläutert kann eine Rückkopplung Lautsprecher überlasten. Bei dynamischen Systemen gibt es zwei verschieden Formen der Überlastung: 1. Die Spule wird zu heiß und brennt durch, weil zu viel Strom fließt. 2. Der Hub der Membran samt Schwingspule und Träger wird zu groß. Entweder fliegt das Zeug weg oder, wahrscheinlicher, der Schwingspulenträger stößt mechanisch an und verbiegt sich.

Variante 2 (anstoßen) betrifft meistens Tieftöner, Variante 1 (durchbrennen) Mittel- und Hochtöner sowie Breitbandsysteme.

Damit kommen wir zu einem weiteren Punkt: Werden Mehrweglautsprecher benutzt (2-Weg = ein keines und ein großes System pro Kiste, 3-Weg = ein kleines und ein mittleres sowie ein großes pro Kiste) oder Breitbandlautsprecher (1 System oder nur gleich große Systeme in einer Kiste)? Letztere sind gegenüber Rückkoppelungen relativ unempfindlich, wenn die maximale Verstärkerausgangsleistung niedriger als ihre Belastbarkeit ist (siehe weckmannu).

Anders bei Mehrweglautspechern. Da sorgt eine Weiche dafür, daß die einzelnen Frequenzbereiche (zum Beispiel 2-Weg tief und hoch) auf die dafür bestimmten Systeme verteilt werden. Bei durchnittlicher Musik verteilt sich die Leistung (entsprechend der Amplitudenstatistik) dann etwa zu 80% tief und 20% hoch. Dementsprechend sind die System dimensioniert. Kommt jetzt ein hoher Pfeifton, dann leitet die Weiche ihn mit der gelieferten Verstärkerleistung an den kleinen Hochtonlautsprecher. Der wird das nicht lange vertragen! Deshalb ist das pfeifen nicht nur unangenehm, sondern auch gefährlich.

Dem Mikrofon tut Rückkoppelungspfeifen nichts, eher den Ohren der Anwesenden. Das kann bis zum dauerhaften totalen Hörverlust (Gehörschaden, Taubheit) gehen, wenn Jemand direkt vor dem Lautsprecher steht.

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newcomer hat zwar recht: Es passiert nichts, wenn die Lautsprecher eine höhere Leistung vertragen als die Endstufen. Wenn aber die Bedingung nicht erfüllt ist, gehen sie kaputt. Ich würde es also nicht ausprobieren. Wenn man Pech hat, trifft der Pfeifton eine Resonanzstelle der Lautsprecher, und sie gehen doch kaputt. Die Leistungsangaben sind ein Mittelwert und gelten eventuell nicht für hohe Frequenzen. Auch die Endstufen sind nicht absolut sicher.

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