können Kühe auch weiterhin Milch geben auch wenn sie kein Kalb mehr zu säugen haben?

11 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Eine Kuh gibt auch noch einige Zeit (bis zu mehreren Jahren), nachdem sie gekalbt hat, Milch. Allerdings gibt sie mit der Zeit immer weniger Milch, da das Kalb in der Natur ja auch irgendwann aufhören würde Milch zu trinken. D.h., um Milch zu geben, muss die Kuh eigentlich nicht jedes Jahr ein Kalb bekommen, das würde auch alle 2-3 Jahre (oder noch seltener) reichen.

Allerdings gibt sie im Laufe der Zeit, wie gesagt, immer weniger Milch. Nach einem Jahr ist es bei den normalen Milchkühen nicht mehr wirtschaftlich lohnend, die Kuh zu melken, da sie zu wenig Milch gibt (im Verhältnis zum Aufwand von Melken, Kosten von Futter, etc). Deswegen bekommen die heutigen Milchkühe (vor allem in großen Betrieben, in kleineren Betrieben gibt es eher Ausnahmen) jedes Jahr ein Kalb.

Wie lange eine Kuh nach dem Kalben noch Milch gibt, ist natürlich unterschiedlich und kommt auf die Milchleistung (und damit auch auf die Rasse) an. Wenn die Kuh glücklich ist, gibt sie laut Studien mehr Milch, deswegen würde sie auch etwas länger Milch geben - aber eben nicht unbegrenzt.

Wie pecudis schon sagte - Vegetarismus ist in dieser Hinsicht relativ sinnlos, da für die Milchproduktion auch Kälber geschlachtet werden. Bei der Eierproduktion ist das im Übrigen ähnlich.

DH - bis auf den Teil mit dem Jahrelangen Melken, das seh ich anders. Auch die HF und andere Milchleistungsrassen haben immer noch einen deutlich "saisonalen Einschlag" (sieht man zB an der Konzeptionsrate), und eine längere ZKZ macht sich ziemlich schnell in nachlassender Eutergesundheit bemerkbar, steigende Zellzahlen, zunehmende Mastitiden.

Im Vergleich zur Natur (wo Rinder tatsächlich jedes Jahr abkalben!) kann halt auch ein Euter, das viel Milch gibt, deswegen nicht auch gleich "länger genutzt" werden, es ist sogar eher das Gegenteil der Fall: die Eutergesundheit leidet schon unter der Milchmenge, kommt dann auch noch eine unnatürlich viel längere Nutzung dazu, wird es davon nicht besser.

Mutterkühe setzen ihre Kälber von selber ja auch mit unter einem Jahr ab!

Ansonsten sind wir aber wie meist einer Meinung :)

1
@pecudis

Ja natürlich, das geht natürlich auch nicht bei jeder Kuh. Grade die Milchleistungsrassen sind meiner Erfahrung nach sehr anfällig in punkto Eutergesundheit. Zweinutzungsrassen haben da nicht ganz so oft Probleme (wie gesagt - meiner Erfahrung nach). Wir haben da einige, die mehrere Jahre ohne Probleme recht konstant Milch gegeben haben (wenn auch nicht sehr viel ;) und das ohne Euterprobleme.

0

aber damit ein lebewesen milch erzeugt muss es gebären, sonst hat das alles mit dem milch geben doch keinen sinn ! freilebende rinder geben ja auch nicht aus spaß an der freude rund um die uhr milch ohne den sinn der trächtigkeit dahinter

was ist mir Hormonen? Ich habe mal gehört dass den Kühen auch Hormone gespritzt werden damit sie (mehr) Milch geben.

0

oh man oh man... hier wird soo viel mist geschrieben... fastlink z.B.... wie kommst du da drauf, dass die milch 60 (!) tage für das kalb genutzt wird...? und kutscher... es wird nicht vom ersten moment nach dem kalben alles aus der kuh rausgeholt...son mist... wie lange und wie viel ein kalb von der milch seiner mutter oder meistens eben generell die milch irgendeiner kuh bekommt,und wie lange es bei der mama bleiben darf, häng ganz vom landwirtschaftlichen Betrieb ab, v. a. von der größe... es gibt betriebe, die füttern nur "echte" milch, es gibt aber auch betriebe, die füttern austauscher... jetzt haltet euch fest... es gibt auch betriebe, bei denen wird beides gemischt... ;-)es ist auch einfach sinnig allein praktisch gesehen, das kalb nicht tagelang mit der kuh laufen zu lassen... die erste milch bekommt das kalb... die muss es haben, da es sonst keinen immunschutz entwickeln kann... das macht man mindestens so lange, bis man die milch an die molkerei liefern kann... das hängt auch meist, vor allem bei kühen, die mind. das zweite mal kalben, von den sogenannten hemmstoffen ab, die sich in der milch befinden... die sind da deshalb drin, da die kuh, bevor sie trockengestellt wurde, zum schutz des euters, antibiotika in die zitzen, also ins euter injiziert bekommen hat... die müssen dann erst wieder "rausgemolken" werden...die milch darf so lang, ca. 5 tage, eh nicht geliefert werden... eine kuh wird auch erst nach ein paar tagen richtig ausgemolekn, auch um ihren stoffwechsel zu schonen... dann allerdings ist es sogar wichtig, dass sie immer komplett ausgemolken wird, weil sie sonst eine euterentzündung bekommen kann... und das wär echt scheiße... wenn das kalb nun ständig immer noch bei der kuh laufen würde, würde das euter unregelmäßig besaugt... bei den heutzutage hochleistenden kühen ist das aber ziemlich mistig, da sie, nicht wie mutterkuhrassen, die milchmenge einfach mal anpassen können, sondern immer weiter milch produzieren und dann eine euterentzündung bekommen...ich kene dieses problem, habe selber eine HF-Kuh und bei der laufen die Kälbchen bei Fuß... es ist echt anstrengend, sie so zu melken, dass sie keine entzündung bekommt... also, wenn man vernünftig mit den tieren umgeht, kuh wie kalb, dann ist das auch keine tierquälerei, wie ja gern geschrieben wird... wir wollen ja alle gern milch und milchprodukte zu uns nehmen ( jaja, nicht alle, aber viele... ;-)) und wir wissen ja alle, die nachfrage regelt das angebot ;-)

LG

An sich richtig, aber nicht alle Kühe bekommen beim Trockenstellen Antibiotika, bei Betrieben mit eutergesunden Tieren ist das nicht notwendig. Das Kolostrum darf dann aber trotzdem nicht geliefert werden, unabhängig vom Antibiotika. Außerdem wird auch oft in den ersten Tagen schon komplett ausgemolken.

0

Was möchtest Du wissen?