Kann Strom überspringen

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Die Antwort von jenna sollte man bitte ignorieren, wenn die Leitung betriebsbereit ist, ist sie natürlich nicht geerdet. Und wenn der Gegenpart (also zum Beispiel der Mensch) geerdet ist, ist es ja umso schlimmer.

Ich hatte beruflich (Gutachter) mal mit einem Unfall zu tun, bei dem ein Bahnmitarbeiter in einer Reparaturhalle die Oberleitung gerade NICHT geerdet hat (obwohl es dort natürlich Vorschrift ist) und dann auf das Dach gestiegen ist. Konsequenz: nach einem Jahr (!) konnte er - immer noch mit schwersten Schmerzen und heftigen Behinderungen - aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Naja... also Strom im Zusammenhang mit "springen" zu nennen ist merkwürdig, aber ich weiß, was du meinst. Ein ICE fährt mit einer Spannung von 15kV. Wenn du also zu nah rankommst (und damit meine wenige Zentimeter) kann es einen Lichtbogen geben, der dich dann mehr oder weniger grillt. Wenn es regnet sollte man etwas weiter abstand halten. Allerdings ist es so, dass du bequem unter einer Oberleitung durchlaufen kannst ohne dass was passiert. die Dinger hängen hoch genug ;)

Mit der Formulierung "wenige Zentimeter" wäre ich etwas vorsichtig. Es gab bereits Fälle, bei denen ein Überschlag von einer Fahrleitung auf das Dach eines (recht hohen) Doppelstock-Waggons erfolgte (ohne Person oder sonstigem Material dazwischen). Und da waren ca. 30 cm Abstand …

Eine Person sollte immer mindestens 3 Meter Abstand zu einer Bahn-Fahrleitung einhalten. Ab ca. 1 Meter wird's dann schon extrem riskant.

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An den Oberleitungs-Fahrleitungen liegen oft Spannungen von einigen tausend Volt an. Diese Spannung kann durchaus auf einen geerdeten Menschen überspringen, wenn er zu nahe an die Leitung kommt. Auch Luft kann ein elektrischer Leiter werden. So ein Überschlag wäre selbst im Vakuum möglich.

Pro 1000 Volt kann eine Spannung 1 cm über die normale Atmosphäre Luft zurücklegen. Bestes Beispiel das jeder kennt "Blitze"^^..
An einer normalen Schuko - Steckvorrichtung liegt gewöhnlich eine Spannung von 230 Volt an, d.h., dass die Spannung schon überschlagen kann, wenn der möglicherweise Zukünftige Patient nicht an der leitfähigen Kontaktbuchse direkt, sondern ab einer Entfernung von 2,3 mm [230V] einen Stromschlag bekommt.
Bei Bahnoberleitungen liegt eine Spannung von 15.000 Volt an. Also kann es zu einem Überschlag kommen, wenn man nur 15 cm entfernt ist.

Mein Statement ist, es gibt nichts was keine Spannung übertragen kann!!! (Die frage ist nur wie viel Spannung brauche ich, um von Punkt A zu Punkt B über das was dazwischen liegt einen Stromüberschlag zu erreichen.

Leuchtstofflampen haben auch ein Gas das erst ab einer gewissen Spannung leitfähig wird. Deshalb gibt es für KVG Leuchten auch Lampenstarter, die für das Flattern einer Leuchtstofflampe beim anschalten verantwortlich ist (So viele Startversuche bis das Gas leitet.)


Meine Praxiserfahrung bei der mir das ganze mit dem (Wlan-Strom) mein Witz begriff und der Unterrichtsstunde meiner Ausbildung durchs Gehirn schoss^^

[Ich musste eine Backlightlampe in einem Fliegenbrutzler mit 10.000 Volt wechseln. Eine Lampe der zwei Blacklight Lampen ging nicht. Ich wollte die Lampe dann einfach kurz unter anliegen der Spannung drehen und auf einmal spürte ich ein sehr intensives und ebenfalls bekanntes  elektrisches Gefühl
(bin Prolektriker^^), das mir an dem Morgen den Kaffee ersparte^^.] Naja wie sagt man so schön "Studieren geht über probieren".

Na dann Leute viel Spaß beim Studieren von Bahnoberleitungen u.ä.^^

Und VORSICHT je nach Luftfeuchtigkeit in der Atmosphäre können sich der Faustwert [1cm pro 1000 V] ruck zuck ändern^^

Ich hoffe doch, dass ich mich deutlich genug ausgedrückt habe und mögliche falschausagen mit erklährung/ begründung korrigiert werden können.

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ja sicher kann der auf eine person überspringen wenn ein gewisser abstand unterschritten wird.als laie gilt als sicherheitsabstand bis 1000 volt ein meter und darüber 3m zu offenen stromführenden teilen und die müssen sogar noch abgeschrankt sein damit zufälliges berühren ausgeschlossen ist.wenn du auf zügen rumturnst auf eigene gefahr und ist verboten

Kann ich nur bestätigen! Habe Große Trafoanlagen mitinstalliert und angeschlossen. Bei der Abnahme hatte der nette Herr eine Schutzausrüstung an: Gesichtshelm, Kittel, und einen meterlangen "Prüfstab" an die 22000/560000 Volt gehalten! Wir Arbeiter mußten aber sehr weit weg!!!

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