Kann mir jemand helfen diese Definition zu verstehen?

11 Antworten

Mein Verständnis, ohne Hesses Intention zu kennen: Die Kunst allgemein und gerade die Literatur sind nicht wörtlich und rein logisch zu nehmen, sondern als Versuche Unsagbares, also Vorgänge, die nicht mit Worten erklärt oder gar beschrieben werden können, auszudrücken, zu sehen. Das bedeutet, dass auch eine Dekodierung dieser Metaphern und Allegorien in keinem Fall rein rational und zu nah am Text geschehen darf, da dabei dessen Essenz verloren gehen muss. Am Beispiel der Bibel: Die Brotvermehrung möchte uns bezüglich der Sinnhaftigkeit des Teilens belehren. In keinem Fall wird dies aber jemand verstehen, der versucht Gleichungen aufzustellen, mit denen er die Brotmenge pro Person zu berechnen plant.

Religionen, Mythen und Dichtung versuchen in ihrer eigenen, bildhaften Sprache, das Unerklärliche auszudrücken. Dieses Unerklärliche ist nicht rational zu erfassen, sodass auch Religionen, Mythen und Dichtung rein rational nicht zu erfassen sind.

Hesse sagt, dass wir Religion in das flache Rationale übersetzen. Das heißt, dass wir jedes Geheimnis, das wir nicht verstehen, aus der Religion entfernen und nur das behalten, was unserem Verstand einleuchtet. Und was mit dem Verstand nicht zusammenpasst, wird eben passend gemacht, so dass nichts Wunder-haftes mehr übrigbleibt. Als Beispiel:

  • Man sagt, Jesus hat den Menschen liebevolle Aufmerksamkeit geschenkt, dadurch wurden bei den Menschen ihre Selbstheilungskräfte aktiviert und sie wurden spontan gesund.

  • Man sagt, Jesus ist zwar über das Wasser gegangen, aber er wusste, wo die Steine lagen.

  • Bei der Brotvermehrung blieb zwar hinterher mehr übrig als vorher überhaupt da war, aber das lag daran, dass jeder von zu Hause was mitgebracht hatte und jetzt auf die Idee kam, mit den anderen zu teilen.

Bei einer solchen Deutung bliebe das Ganze doch relativ flach und banal. Das Unsagbare, das stattdessen mittels dieser Geschichten und Bilder ausgedrückt werden sollte, versteht man gar nicht mehr. Man denkt, es kann keine Wunder geben, also macht so eine Erzählung keinen Sinn. Es widerspricht den Naturgesetzen, dass ein Mensch über das Wasser laufen kann, also ist das ein frommes Märchen.

Wenn man diesen Schluss zieht, dann verpasst man, was eigentlich ausgesagt werden sollte.

Man kann genauso gut sagen: Weil es unmöglich ist, über das Wasser zu laufen, und weil das doch alle wissen, dass das nicht geht, muss diese Geschichte, wenn sie ernstgemeint ist, doch was ganz anderes sagen wollen. Dann ist das Wasser ein Bild für etwas Abstraktes, vielleicht für etwas Bedrohliches, vielleicht für jeden Menschen etwas anderes Bedrohliches, und weil man mit dieser Geschichte jedem die Möglichkeit geben will, seine eigenen Ängste dort hineinzulesen, belässt man es bei dem Bild des Wassers.

So bleibt das Geheimnisvolle, das uns trotz der voranschreitenden Wissenschaften umgibt, erhalten, zumal jeder Mensch an sich ein Geheimnis bleiben wird, das man nicht mit Gen-Entschlüsselung und normierten Psycho-Tests enträtseln kann. Noch weniger können wir das verstehen, was jenseits von allem ist.

Ab wann ist etwas homophob?

Hey there!

In letzter Zeit lege ich mich in YouTube-Kommentaren oft mit Leuten an, die etwas gegen die LGBT Community haben, weil ich selbst teilt davon bin (I'm the T) und mir fällt da was auf. Viele sind dagegen, weil sie denken, dass Homosexualität z.B. die Werte und Normen der Familie wie wir sie traditionell kennen zerstören würden, das Homosexualität eine Krankheit wäre und vieles mehr. Am schlimmsten sind diese Pseudo-Gläubigen die mit ihrem Bibel/Koran Mist ankommen, und von wegen "Gott hat Adam und Eva geschaffen und Adam und Bla bla bla", obwohl sie die Religionen, in denen sie hineingeboren wurden, höchst wahrscheinlich gar nicht wirklich praktizieren.

George Weinbergs (der das Wort "homophobia" glaube ich erstmals verwendete) Definition von "Homophobie" ist folgende:

„Ich prägte das Wort „homophobia“ um auszudrücken, dass es eine Furcht vor Homosexuellen war. Es war eine Furcht vor Homosexuellen, welche mit einer Furcht vor Verseuchung verbunden zu sein schien, einer Furcht davor, die Dinge, für die man kämpfte - Heim und Familie - abzuwerten. Es war eine religiöse Furcht und es hatte zu großer Unmenschlichkeit geführt, wie es die Furcht immer macht."

Das Wort Homophobie stellt sich ja aus den Wörtern "Homo" (griech. "Gleich") und "Phobie" (griech. "Angst") zusammen.

Also: Ab wann haben Menschen Angst (!) vor Homosexuellen? Wann unterscheidet man diese Angst von denen, die es für eine Krankheit halten, und denen, die es aus religiösen Gründen ablehnen?

Ich blicke da selber nicht mehr durch. Denn viele, denen ich vorgeworfen habe, homophob zu sein, und das man mit einer Therapie ja eher mehr gegen seine "Angst" machen kann, als mit der sexuellen Orientierung eines anderen, bekomme ich ständig Sachen zu hören von wegen: "Ja öh, ich hab keine Angst vor schwulen, ich toleriere die nur nicht und mag sie auch nicht, weil ich es für falsch halte!"

Könnte mal jemand aufklären? :/

Danke schonmal! <3

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Wenn die ersten Menschen (Adam & Eva) wirklich die ersten Menschen waren, hätte sich die Menschheit nur mit Inzucht weiterentwickelt, aufgrund von Genetik hätten dann fast alle Menschen eine Behinderung...

Wenn Gott das Universum erschaffen hat, muss Gott ja unendlich Energie zur Verfügung haben, weil z.B. Lichtgeschwindigkeit die ja nur das Licht besitzt, unendlich Energie benötigt, wenn Gott existiert und von vielen als Menschlich dargestellt wird, dann muss Gott eine Masse haben, somit wäre Gott auch von der Gravitation der schwarzen Löcher auch betroffen und beim „erschaffen“ der schwarzen Löcher müsste er eingesogen werden.

Bitte kommt auch nicht, „Du bist Dumm.“, „Jaaaa, es gibt Gott trotzdem“, ihr könnt ja konstruktiv und argumentic dagegen argumentieren.

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