Kann man einem Welpen das Bellen abgewöhnen. Wenn ja, wie am besten?

Das Ergebnis basiert auf 19 Abstimmungen

"Schluss" und "Nein" konsequent durchsetzen, bei uns hat es geholfen 74%
Das Beste ist Ignorieren! Irgendwann wirkt es wirklich! 21%
das gibt sich irgendwann von selbst 5%
Antibell kaufen, das hat bei uns geholfen 0%

22 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Das Beste ist Ignorieren! Irgendwann wirkt es wirklich!

Es ist spannend wie einfach man sich ein Urteil über einen Welpen bilden kann, den man noch nie gesehen hat.

Liebe Hundehalterin ich hoffe, dass solche Vorschläge wie Antibell nicht wirklich in Erwägung gezogen werden. Allen Fans von solchen Geräten empfehle ich einmal "Köpfchen statt Knöpfchen zu googeln". Der (unsachgemässe)Gebrauch solcher Halsbänder kann grosse Schäden verursachen. Bitte denkt immer daran, dass ein Welpe noch ein Baby ist... würdet ihr ein Menschenbaby schlagen nur weil es sich nicht so verhält wie es euch passt? Nein, ich vermenschliche Hunde nicht. Aber ich übernehme als Hundehalterin die Verantwortung und weigere mich ein mir anvertrautes Lebewesen zu erschrecken oder zu bestrafen. Es gibt andere Wege, die zum Ziel führen.

Nun zu meinen vielleicht hilfreichen Tipps. Grundsätzlich würde ich diesen Hund genau beobachten um heraus zu finden weshalb er/sie bellt. Was unternehmt ihr während einer Woche? Kannst du beobachten, dass nach ermüdenden Aktivitäten das Bellen vermehrt gezeigt wird? Oft muten wir unseren Hunden mehr zu als wir denken. Du könntest versuchen die Aktivitäten zu verringern und alles ruhiger anzugehen. Das alleine vollbringt manchmal Wunder. Wusstest du, dass Welpen sogenannte Angstphasen durchleben? Hier etwas Informationen dazu http://www.hundetraining.spirit-of-animals.ch/category/welpen/. Informiere dich und suche gegebenenfalls jemand, der dir helfen kann. Ich rate dir zu einer Person, die sich mit der Thematik Stress auskennt und keine Hau-Ruck-Methoden anwendet. Ich denke, dass in Deutschland animal-learn Trainer am nächsten dieser Beschreibung entsprechen. Nein, ich habe nichts mit animal-learn zu tun und lebe nicht einmal in Deutschland. Da ich aber selbst Trainerin bin, kenne ich mich mit den derzeitigen Ausbildungsangeboten aus.

Ich wünsche dir und deiner kleinen Pelznase alles Gute!


lolaaaa 
Fragesteller
 12.01.2011, 10:34

Danke für mal eine hilfreichere und vor allem nettere Antwort!

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Keine deine Umfragepunkte sind zutreffend. Deine Welpe ist 4 Monate, also gerade einmal 16 Wochen alt. Die Grundsozialisierungsphase ist gerade herum und er wird zu einem Junghund.

Dass er alles und jeden anbellt - auch andere Hunde, sowie deine Bemerkung, dass dann andere Hunde angeneigt sind gibt zu denken. Dein Welpe durfte dann also nicht in Kontakt treten?

Dass dein Welpe bei allem bellt was sich bewegt könnte darauf hindeuten, dass er noch großen Bedarf hat alles noch kennen zu lernen. Mit Beuteschema hat das weniger zu tun. Ebensowenig mit beginnender Territorialität oder Schutzinstinkt. In diesem Alter sind solche Beweggründe zum Bellen noch kein Thema.

Es kommt also nur in Frage Unsicherheit oder Kontaktbedürfnis.

Mit Schluss und Nein ist bei beiden Auslösern nicht gedient, sondern dieses Verhalten würde immer schlimmer bis hin zum völligen Verlust der Selbstsicherheit. In dem Alter kannst du mit ungeeigneten Methoden alles an dem Hund zerstören was er später für sein Leben braucht.

Schon allein aus diesem Grund und wegen der Wirkungslosigkeit scheidet Antibell-Halsband völlig aus.

Es gibt sich weder von selbst noch hilft das Ingnorieren von wichtigen Bedürfnissen weiter!

Bitte suche dir eine sehr gute, fachlich versierte Hundeschule oder Hundegruppe. Dein Gerade-Junghund sollte seine Bedürfnisse nach Kontakten und Sozialisierung erfüllt bekommen bei gleichzeitiger behutsamer und konsequenter Erziehung.

Es geht darum seine Anlagen zu fördern und zu nutzen und nicht durch völliges Fernhalten und Unterdrücken mit ungeeigneten Methoden seine mitgebrachten Anlagen zu zerstören.

Informiere Dich bitte hier: http://www.dog-inform.de Dort werden dir auch geeignete Möglichkeiten in deiner Nähe genannt. Viel Erfolg!


YarlungTsangpo  13.01.2011, 11:19

Zum Link: Das ist ein Animal-learn Trainer welcher dir alle - auch außerhalb dieses Systemes arbeitenden - fachlich versierten Möglichkeiten in deiner Umgebung nennt!

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4 Monate und welpe, nix fuer ungut kopfschuettel
Schoen, dass gelesen hast und die theorie beherrscht, schon mal ein anfang, aber eigentlich genau der fehler. Du meinst aufgrund eines (oder mehrerer) Buches kennst Dich aus. Ein ratschalg im forum und dau kannst das alleine? Nix fuer ungut, die so ausgebildetetn hund und menschen kenne ich und umgehe weitraeumig, aus gutem grund.
Wenn Du lernen willst mit Deinem hund umzugehen, dann wende Dich an leute, die sich damit auskennen und Dich mit dem hund in interaktion sehen und beurteilen um dann ein vorgehen zu entwickeln. Es wird sich doch ein hundesportverein oder ein gewinnorientierter anbieter in Deiner umgebung finden, der Dir hilft. Nutze das, denn allein Deine Auswahl ist voll daneben. Allein der vorschlag mit einem hilfsmittel, was alles noch schlimmer macht, zeigt unwissenheit


bienemaja79  11.01.2011, 13:59

Naja, wir haben bis jetzt nie Hilfe gebraucht unsere Hunde zu erziehen, die haben trotzdem immer alle gehört und gemacht was man gesagt hat.. Nicht immer ist es von Vorteil für alles und jeden Speziallisten ans Werk zu lassen.. Ich finde es reicht wenn ein Hund "sitz", "Platz" und "Aus" versteht, alles andere macht das Tier ja sonst nur noch zur Marionette seines Herrchens..

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lolaaaa 
Fragesteller
 11.01.2011, 14:05

Ich hab mir schon gedacht, dass solche Antworten hier kommen- hätte es lieber lassen sollen. Ansich wollte ich auch nur eine Umfrage starten, um zu sehen, wie denn da so die Erfahrungen sind. Natürlich ist mir klar, dass wir in eine Hundeschule gehen werden - aber bis wir einen Platz gefunden haben (und das haben wir leider noch nicht, ist ein bißchen schwierig im Winter) ist es wohl eher besser sich zu informieren und nicht nur doof zuzugucken, oder? Und gerade dadurch, dass sich die "erfahrenen" Leute in Ihren Büchern oder die Infos hier im Netz so krass unterscheiden ist man doch irritiert. Das Antibell würde ich nie einsetzten, keine Angst - ich hab es nur mal so mit reingenommen - und bin glücklich, dass es bis jetzt noch niemand angegeben hat. 16 Wochen ist für dich also schon ein ausgewachsener Hund?

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James131  11.01.2011, 14:10
@lolaaaa

Ein junghund ist aber nicht schlimm.
Ich verstehe im winter kannst keinen menschen finden, der sich damit auskennt, sicher weil es zu kalt ist, im Sommer dann nicht, weil es zu warm ist und fruehjahr und herbst wegen regen nicht ........ das ist eine ausrede.
Ohne jemanden in echt mit seinem hund zu erleben und genau das problem zu erkennen, ist jeder ratschlag nix wert und das in den buechern ist meist richtig, nur generalisiert oder anhand eines beispieles erklaehrt. Es sind ideen, ansatzpunkte um etwas eigenes zu entwickeln. Jedenfalls, bei mehr als kochbuechern

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xxCosixx  11.01.2011, 15:56
@James131

Also ich finde es nicht in Ordnung, dass hier die Dame mit ihrem Problem so angegriffen wird. Der Hund ist 4 Monate alt d.h. gerade mal 4 Wochen von der Mutter weg. Malt den Teufel nicht an die Wand. Man muss Zeit und Geduld investieren aber man muss nicht immer gleich einen Hundetrainer rufen. Meine Hündin war nie auf einem Hundeplatz ebenso wenig bei einem Hundetrainer und sie spurte aufs Wort. Man muss seine eigene Erziehung durchführen und nicht die von einem Menschen der den Hund nicht kennt. Wohlbemerkt ohne Schläge und Sonstiges

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James131  12.01.2011, 18:16
@xxCosixx

Wenn Dir nicht passt, was ich schreibe, ueberlese oder beanstande es, ansonsten sind es klare fakten. Es geht nicht darum am hund zu arbeiten oder dass der hund drangsaliert wird, sondern, dass der hundehalter und der hundefuehrer versteht mit dem hund umzugehen. Das ist nicht theoretisch moeglich, sondern durch praxis und eine gute anleitung.
Wenn ich etwas als ausrede empfinde, dann benenne ich das auch so. Wenn es jemandem nicht passt, dann ueberlese derjenige es.
Ich weiss nicht, was Du fuer wirre aufassungen von hundeausbildung und hundesort hast, aber ein guter ausbilder fasst einen fremden hund zum ausbilden nicht an, die ausbildung erfolgt durch den hundefuehrer. Was Du da bemaengelst ist einfach nur Dein unwissen zund Deine vorbehalte und hat mit der realitaet nichts zu tun.

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James131  12.01.2011, 18:16
@xxCosixx

Wenn Dir nicht passt, was ich schreibe, ueberlese oder beanstande es, ansonsten sind es klare fakten. Es geht nicht darum am hund zu arbeiten oder dass der hund drangsaliert wird, sondern, dass der hundehalter und der hundefuehrer versteht mit dem hund umzugehen. Das ist nicht theoretisch moeglich, sondern durch praxis und eine gute anleitung.
Wenn ich etwas als ausrede empfinde, dann benenne ich das auch so. Wenn es jemandem nicht passt, dann ueberlese derjenige es.
Ich weiss nicht, was Du fuer wirre aufassungen von hundeausbildung und hundesort hast, aber ein guter ausbilder fasst einen fremden hund zum ausbilden nicht an, die ausbildung erfolgt durch den hundefuehrer. Was Du da bemaengelst ist einfach nur Dein unwissen zund Deine vorbehalte und hat mit der realitaet nichts zu tun.

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Ich würde auch aktiv dagegen angehen, aber nicht mit "eins auf die Schnauze geben". Besser und recht wirkungsvoll wirken Klapperrasseln oder ein Stück Kette. In dem Moment zum Hund (nicht auf den Hund) werfen, wenn er loslegt. Am besten würde ich das mit einem persönlichen Hundetrainer üben, der genau weiß, wann und wie man solche Hilfsmittel einsetzt.


Melinrossini  12.01.2011, 12:06

Vorsicht der Hund ist zu jung für die Wurfkette oder Ratterdose. Das könnte sich schnell abnutzen und dann hast du kein Mittel mehr.Ausserdem muss das von einem Hundetrainer richtig konditioniert werden nicht einfach irgendwie rum rasseln oder klappern das hilft nicht.

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"Schluss" und "Nein" konsequent durchsetzen, bei uns hat es geholfen

Dein Hund will auf irgendeine Art und Weise Aufmerksamkeit auf sich ziehen - er hat es bisher erreicht, weil er braucht nur zu bellen, dann "bellt" ihr mit. Hier hilft nur hartes Durchgreifen, die Leine kurz halten, notfalls kurz aber bestimmt daran ziehen, Kommando "Aus", evtl. "Sitz" geben, und wenn er gehorcht, dann belohnen. Immer etwas dabei haben zum Belohnen, damit er das mit den Kommandos verknüpft - dauert je nach Wesen des Hundes ein wenig, aber es lohnt sich konsequent dranzubleiben, sonnst kommt er bei den anderen Hundehaltern, bei eurer Umgebung im Verruf, das ist nicht angenehm, kann ich dir aus Erfahrung berichten. LG, Nx.