Kann das Gefühl Liebe sich in Gleichgültigkeit umwandeln?

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Da Liebe nichts ist, dem man hilflos ausgeliefert ist, sondern das Ergebnis eigener Entscheidung, kann sie sich tatsächlich in Gleichgültigkeit umwandeln.

Allerdings nicht einfach so und von selbst, sondern eben wiederum als Ergebnis eigener Entscheidung!

Wir sind nicht Opfer sondern Meister unserer Gefühle, denn sie resultieren aus unseren freien Entscheidungen!

LG, Martin

...dass es immer auch "Entscheidungen" sind, dessen muss man sich allerdings erst einmal bewusst sein (bzw. werden!) - und das sind (zumindest zunächst mal) sicherlich die wenigsten.

Und als ein "Meister" dessen dürften sich noch mal sehr viel weniger sehen (und bezeichnen).

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@mia68

Hi Mia68,

stimmt schon was Du sagst. Ändert aber nichts daran, dass trotzdem so ist. Und ich sage es auch aus dem Grund, den Du nennst, immer wieder gerne, damit sich mehr Menschen anfangen dessen bewusst zu werden.

Wir alle sind Meister unserer Entscheidungen, selbst wenn wir Opfertypen sind. Denn auch dieses Opfer-sein-Wollen ist eine Entscheidung. Je klarer man sich dessen wird, desto mehr akzeptiert man sein unweigerliches Meister-Dasein. :)

LG, Martin

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@Mannimanaste

...wissen tu ich all das - die Umsetzung dessen gelingt (mir zumindest und noch) dennoch nicht immer.

Aber ich bleib dran. ;-)

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@mia68

ja so sehe ich das auch. Aber dass sich Liebe schnell in Hass umwandeln kann ist mir klar, aber kann man jemandem gegenüber den man wirklich Geliebt hat (und ich rede nicht von ein paar monaten beziehung, generell geht es mir hier nicht um irgendeine Beziehung) , ob man demjenigen gegenüber so gleichgültig werden kann dass man nicht mal eine Träne über den tot der Person vergießen würde. Ich bin nämlich der Meinung, dass es keine wahre Liebe war/ist wenn man demjenigen gegenüber irgendwann mal gleichgültig sein kann :) ich hoffe ihr versteht was ich meine

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@Leela1234

...verstehe zunächst sehr gut, was du meinst - und stimme dem da oben auch erstmal "nur" insofern zu, als ich ebenso meine, dass man sich (grundsätzlich!) für eine Emotion (!) auch entscheiden kann.

Für mich nämlich gibt es noch einen Unterschied zwischen "Gefühlen" und "Emotionen"; Ersteres erscheint mir mehr nach innen gerichtet, Letzteres richtet sich vielmehr ins Außen (und insofern passt dazu auch "der Hass" in den Bereich der Emotionen).

Und mit der Gleichgültigkeit ist das entsprechend so´ne Sache; es heißt, dass das Gegenteil (!) von Liebe nicht Hass sei, sondern Gleichgültigkeit. Und insofern ließen sich Liebe und Gleichgültigkeit sehr wohl miteinander vereinbaren...

Hier ist ein ganz schöner Link noch dazu:

http://www.spiriforum.net/artikel/a48-gefuehl-emotion.php

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@mia68

Hallo Leela1234 und Mia68,

erst mal von hinten angefangen:

@Mia: das Gegenteil von Liebe ist meiner Meinung nach Angst. Wo Angst ist, bleibt kein Raum für Liebe, und wo Liebe ist, bleibt kein Raum für Angst.

@Leela: erst mal als Denkanstoß für Dich bezüglich der "wahren Liebe": Sobald Liebe irgend jemand oder etwas ausgrenzt, ist sie aussuchend und beschränkend. Es kann sich dann meiner Meinung nach nicht um "wahre Liebe" handeln, sondern es ist dann um es ganz unromantisch (oder doch romantisch...?) auf den Punkt zu bringen, nicht lieben sondern bevorzugen. Ich denke Du fragst Dich, ob man einer Person gegenüber Gleichgültigkeit empfinden kann, die man irgendwann mal sehr stark bevorzugt hat.

Ich denke dass das tatsächlich möglich ist, wenn die Bevorzugung lange her ist, und die Gründe für die Bevorzugung schon lange nicht mehr bestehen.

Noch mal zurück zur wahren Liebe: Diese bevorzugt nicht, sucht nicht aus und ist allumfassend. Wenn sie Grund dafür wäre, dass wir Tränen beim Tod einer Person vergießen, müssten wir logischerweise 24 Std. täglich weinen, denn es sterben zu jeder Zeit Menschen auf der Erde. Tatsächlich würden wir vielleicht sogar auf Grund der wahren Liebe viel öfter darum weinen , wenn wir diese Tode jeweils hautnah miterleben würden/müssten.

Auf alle Fälle halte ich es für äußerst verwirrend für uns, wenn wir die Ideale der wahren Liebe (allumfassend, nicht aussuchend, nicht bevorzugend) mit der persönlich-familiären Liebe und deren Ideale unkontrolliert vermischen. Wir sollten so klar wie möglich wissen, dass es diese beiden grundsätzlichen und verschiedenen Arten von Liebe gibt, wobei zur persönlich-familiären Liebe natürlich übergeordnet auch noch die wahre Liebe hinzu kommen kann (umgekehrt nicht).

LG, Martin

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@Mannimanaste

"Angst" und "Liebe" wiederum sind für mich die beiden stärksten Triebfedern in unser aller Leben; heißt: entweder tut (oder lässt) man etwas aus Angst, oder eben aus Liebe.

Auf einer Art gemeinsamen "Skala" aber, sozusagen (polar gegenübergestellt) seh ich dies beides eher nicht.


Letztlich aber sind dies alles doch auch Haltungen und Sichtweisen, die man ganz persönlich nur einnehmen kann (weil sie mit einer Erfahrung dessen immer auch einhergehen, im optimalen Falle). Sind nicht wirklich "übertragbar", denk´ ich...

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Natürlich. Jede 3. Ehe wird geschieden. Was glaubst du denn, warum? Es kann aber auch umgedreht sein. Aus Abneigung gegenüber eines Menschen kann sich Liebe entwickeln.

Bestimmt sogar. Aber wenn Du den Begriff "Gleichgültigkeit" als Gelassenheit sehen könntest, entsteht vielleicht Vertrauen und Liebe...

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