Kann als Atheist Konfuzianist, Daoist oder Buddist sein?

11 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Als Atheist kannst du Anhänger des Konfuzianismus werden, denn Konfuzius kannte keinen Gott. Seine [hochmoralischen] Lehren sind nicht auf einen Gott als Urheber bezogen, sondern aus der Tradition und der Vernunft erschlossen worden. Über Gott kann man nichts sagen, meinte Konfuzius, deshalb
schenkte er seine Aufmerksamkeit nur dem Irdischen, erfand Lehren, die das Zusammenleben der Menschen auf moralischer Basis regeln. Für ihn ist das Ideal der „Edle“. Nur den Ahnenkult befürwortet er.

Hegel lehnte den Konfuzianismus als Religion ab. Er sagte, der Konfuzianismus habe nur ein System von Morallehren aufgestellt. M.E. handelt es sich beim Konfuzianismus um eine Philosophie. Es fehlt – wie bei einer Religion erforderlich – der Bezug zum Göttlichen.

Buddha kennt zwar auch keinen Gott, er kennt aber ein kosmisches Bewusstsein, eine Weltseele: das Nirwana.

Der Hinduismus kennt das „Brahman“, in das die Seele (Atman) eingehen kann, wenn sie den Kreislauf der Wiedergeburten verlassen hat.

Laotse spricht immerhin vom Tao als etwas dem Menschen Übergeordnetes.


Grundsätzlich ja aber ich sehe da trotzdem ein Problem: In allen diesen Glaubensrichtungen gibt es Wahrheiten, Autoritäten, Prinzipien, Lehrer... auf die man sich einlassen muss, wenn man diese Lehren ernsthaft praktizieren will. Damit haben aber offensichtlich viele Atheisten Probleme.

Deine Frage ist etwas seltsam. Konfuzianismus, Daoismus und Buddhismus sind doch dem Wesen nach atheistisch, insofern in diesen Lehren keine Götter vorkommen. Dementsprechend sind die Anhänger dieser Lehren in aller Regel Atheisten. Damit ist doch Deine Frage beantwortet!

Umgekehrt: Ob in konfuzionistischen oder daoistischen Kreisen theistische Lehren willkommen oder verpönt sind, entzieht sich meiner Kenntnis. In buddhistischen Kreisen jedenfalls wird man sich so wenig daran stören, dass ein aktives Tempel-Mitglied an Götter glaubt, wie an dessen Neigungen zu Malerei oder Musik.

4

Was sollte an meiner frage so seltsam sein? Ich stütze mich halt nicht auf eine Annahme von mir und nehme dies einfach so an ohne vorher mich nochmal zu informieren.

0

Buddhismus: wie und wo fange ich an?

Ich war noch nie im Leben gläubig oder religiös, ich fand, dass Religionen die Menschen dazu bringen, andere Menschen und sich selbst zu hassen weil sie Dinge getan haben die irgendjemand der so ein Buch geschrieben hat, nicht so gut findet. Allerdings bin ich letztens auf Buddhismus gestoßen. Eine Freundin sagte zu mir, dass ich wie ein Buddhist rüberkomme, da ich so friedlich, warmherzig und tolerant bin. Daraufhin habe ich mehr über den Buddhismus recherchiert und mir ist aufgefallen, dass ich tatsächlich den Buddhisten sehr ähnlich bin (auch was andere Aspekte betrifft). Ich war erst skeptisch, da ich Religionen und Kulte die übernatürliche Wesen wie Götter anbeten vermeide. Dann habe ich herausgefunden, dass man im Buddhismus keine Götter anbetet. Da wird keiner angebetet - da soll es darum gehen seinen inneren Frieden zu finden und wie man sich selbst helfen kann indem man anderen hilft. Ich bin total begeistert vom Konzept der Buddhisten und würde gerne mehr darüber erfahren und eventuell sogar einer werden.

Gibt es da ein spezielles Buch welches für Buddhisten gedacht ist? Und wie es in der Frage oben steht: wie und wo fange ich an?

...zur Frage

Liegt die geringe Anzahl von Selbstmorden daran, dass es Religiöse nicht dürfen und Nichtreligiöse nicht wollen?

Religiöse Menschen, die an irgendeine Form von Jenseits glauben, dürfen sich ja nicht selbst umbringen, da sie ansonsten übelste Konsequenzen in einem eventuellen Jenseits erwarten könnten (Ich spreche jetzt zumindest für die abrahamitischen Religionen, die ja in unserem Kulturkreis sehr weit verbreitet sind). Und Menschen, die nicht religiös sind, finden es offenbar immer noch besser, zu existieren, als nicht zu existieren, sind also irgendwie immer noch lebensfroh, auch wenn es ihnen schlecht geht , oder denken zumindest, Selbstmord wäre noch schlimmer als ein Leben in Leid. Ist das so ? Ich persönlich würde das nämlich wohl auch früher oder später in Betracht ziehen, wenn ich Atheist wäre, da ich aber von Gott überzeugt bin, darf ich es nicht und sollte es auch nicht wollen, denn ansonsten würde ich meine einzige Chance auf Erlösung für ein und alle Male unumkehrbar und für immer verwirken. Da ich jedoch ein überzeugter Christ bin, muss ich mich dem Weg fügen, den Gott für mich auserkoren hat, ich hoffe also, er wird mir das Diesseits noch halbwegs erträglich gestalten und mich zu gegebener Zeit heimholen in sein Reich. Dieses Leben muss ich also noch irgendwie ertragen, ansonsten wäre ich ohnehin komplett verloren. Wäre ich jedoch Atheist, würde ich möglicherweise anders denken, da ich dann auch vielleicht meinen würde, schlecht und miserabel zu existieren, wäre immer noch besser, als gar nicht zu existieren. (Um das klarzustellen : Ich bin nicht klinisch selbstmordgefährdet, oder so !) Allerdings wünschte ich mir einfach manchmal, ich wäre schon tot, weil für mich das Leben vor allem aus Leiden besteht, selbst, wenn es mir besser ginge. Ich war auch noch nie ein lebensfroher Mensch, höchstens als Kleinkind, zumindest laut dem, was meine Mutter mir erzählt. Spätestens, seitdem ich in den Kindergarten gekommen war, ging es mir nicht mehr wirklich gut. Jedoch wollte ich auch schon als Kind manchmal einfach lieber tot sein. Das führt aber jetzt schon wieder zu weit von meiner eigentlichen Frage weg, die eher statistischer oder auch philosophischer Natur ist.

...zur Frage

ist buddhismus etwas für mich?

hi,

ich bin atheist und glaube an keinen gott oder höheres Wesen.

Ich glaube lediglich an wissentschaftliche Fakten. Für mich sind Religionen nichts als Erfindungen von Menschen, um der Wahrheit nicht ins Auge schauen zu müssen.. Doch ich finde es sehr wichtig, sich selbst zu beherrschen und ruhig zu sein..Deshalb zählt z.B. meditieren für mich nicht als religiöser Akt, sondern vielmehr, um über sich selbst nachzudenken usw..

Da dies ja im Buddhismus getan wird, hab ich daran gedacht das diese "Religion" etwas für mich sein könnte. Doch auch hier gibt es das Nirwana, woran ich überhaupt nicht glaube...

Meine Frage: Gibt es so eine "Religion" in der dies gemacht wird wie ich beschrieben habe? Oder eine "Unterreligion" des Buddhismus?

Danke

...zur Frage

Referat über die Germanen in Religion - bitte anschaun! :/

Hallo Community,

mein Referat ist endlich fertig und ich wollte euch fragen, wie ihr es findet! Bitte ehrlich sein

Referat in Religion: Die Germanen

  • Dazu zählen ehemalige Stämme in Mitteleuropa und im Süden Skandinaviens

  • Der Begriff ist eine völkerkundliche Einteilung in antiker Tradition für eine Gruppe zwischen Kelten und Skythen

  • Im Verlauf der Völkerwanderungen kam es zu weitreichenden Zügen von mehreren germanischen Stämmen

  • Die Religionen waren polytheistisch und dezentral

  • Man kann nicht von einer Religion sprechen, sondern je nach Kultstätte gab es regionale Unterschiede

  • Drei große Zentren: Nordgermanisch, Südgermanisch und Angelsächsisch

  • Der religiöse Kult und die dazugehörigen Rituale mussten immer im Bezug auf die Politik und Kultur betrachtet werden

  • Grundlegende Merkmale der germanischen Religion sind aus anderen historischen europäischen Religionen (z.B. Römer, Kelten, Griechen) übernommen worden.

  • Unter den verschiedenen Stämmen wurden Opferhandlungen durchgeführt um einen gemeinsamen Götter- und Ahnenkult zu begründen (Tier- und Menschenopferungen)

  • Odin, Thor und Frejya sind die bekanntesten germanischen Götter

  • Die Götter wurden an Waldlichtungen, heiligen Hainen und Gewässern sowie Mooren verehrt, Tempel wurden nicht erbaut

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?