Jesus und die Evangelien?

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5 Antworten

Du findest dazu zwei klärende Hinweise warum, bzw. aus welchem Motiv die Evangelien geschrieben wurden.

Johannes 20, 30.31 und Lukas 1, 1-4.

  1.Sie haben den Sinn zu begründe warum
  Christus der verheißene Messias gewesen ist.

  2. Das Fundament der christlichen Lehre zu vermitteln.

Sie sind Glaubenszeugnisse, die sich gleichzeitig auf deri Fakten dabei stützen:

  1. Die Vorhersagen der Propheten vom kommenden
      Messias.  Lukas 24, 44-48

  2. Seine gewirkten Zeichen und Wunder. 
      Apostelgeschichte 2, 22.

  3. Seine angekündigte Auferstehung von den
      Toten. Darauf wird dreimal in besonderer
      Weise hingewiesen und die auch bereits
      prophetisch angekündigt wurde.

Petrus hat in seiner ersten öffentlichen Rede (Predigt) an das Volk in Jersusalem auf diese Fakten hingewiesen.

Indem er darauf hinweist, dass Christus durch seine vielen zeichen und Wunder und durch seine Auferstehung als der angekündigte Messias bestätigt wurde.

Diese Vorgansweise (Rechtfertigung) finden wir in der öffentlichen Rede des Stephanus, bevor er von den fanatischen Juden gesteingt wurde.

Die gleiche Vorgangsweise finden wir auch in den öffentlichen Reden des Paulus, die in der Apostelgeschichte berichtet werden.

 Letztlich stellt die Auferstehung Jesu von den Toten
 das entscheidende Faktum dar, das für die
 Glaubwürdigkeit Christi als Messias immer
 wieder vorgebracht wird.

In 1. Korinther 15 geht Paulus in aller Offenheit und gleichzeitig schonungslos auf diesen Tatbestand ein, um gibt unumwunden zu, dass mit der Auferstehung Jesu der christliche Glaube steht oder fällt.

Wenn Christus nicht von den Toten auferstanden ist, dann fehlt dem christlichen Glauben jede Existenzberechtigung und dann gibt es auch keine Hoffnung auf die eigene Auferstehung, weil diese an die Auferstehung Christi gebunden ist.

Die Kritiker unserer Tage scheinen diesen Tatbestand völlig zu übersehen, wenn sie nicht wahrnehmen, dass sich die Menschen damals mit dem Zeugnis über die Auferstehung Jesu schonungslos auseinander gesetzt und auch nichts beschönigt haben.

Ohne der Realität der Aufesrtehung Jesu wäre niemals die christliche Gemeinde und auch nicht das NT entstanden, bzw. die Evangelien geschrieben worden.

Was hätten sie berichten, bzw. bezeugen sollen, wenn es diese Auferstehung nicht gegeben hätte.

Nur durch die wirkliche und erfahrene Auferstehung Jesu wird das Zeugnis der Zeitgenossen verständlich.

Ihr Zeuignis gründet sich nicht auf das Hörensagen, sondern auf die persönliche Erfahrung, die sie mit den Auferstandenen Jesus gemacht haben.

Erst die befähigte sie in die Öffentlichkeit zu treten, ohne Angst und Furcht vor den Konsequezen, um Jesus als den Auferstandenen zu verkündet.

Apostegeschichte 2, 32:

    "Er ist auferstanden, dessen sind wir Zeugen."

Darum ist das Zeugnis der Evangelien mehr als nur ein formales oder frommes Glaubensbekenntnis, sondern es gründet sich auf die existenzielle Lebenserfahrung der Apostel, die sie persönlich mit Jesus gemacht haben und etliche haben ihr Zeugnis über Jesus sogar mit ihrem Leben bezahlt.

   Sie waren deshalb ihr ganzes Leben hindurch 
   so engagiert, weil sie aufgrund ihrer persönlichen
   Erfahrung nicht schweigen konnten, was sie mit 
   Jesus erlebt haben.

Darum ist es absurd, wenn heute Kritiker behaupten, dass Jesus es viel später zum Messias und zum Auferstanden gemacht wurde.

Dem widerspricht der offene Umgang mit der Auferstehungsfrage, die von den damaligen Menschen selber gestellt und auch konsquent beantwortet wurde.

Ohne dieser, so schreibt Paulus, hätte es keinen Grund gegeben Jesus den Menschen nahe zu bringen oder über ihn etwas zu schreiben.

Die Evangelien gegebn nur dann Sinn, wenn das, was sie berichten auch der Realität entspricht.

Darum konnte Johannes schreiben:

   "Wir schreiben euch das, damit auch ihr glaubt,
    dass Jesus der Christus(Messias), und dass
     ihr durch den Glauben an ihm das Leben habt."
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Hans Küng ist auch nur Theologe, kein Philosoph. Daher kocht er wie jeder Theologe nur mit dem Wasser, dass er zuvor selbst geschöpft hat. Es gibt drei synoptische Evangelien und ein weiteres: das Johannes-Evangelium. Vielleicht kannst Du mit diesem Hinweis etwas anfangen. Ostern ist das eigentlich wichtigste Fest der Christen, wegen der Auferstehung Christi. Mehr fällt mir zu dieser etwas merkwürdigen Aufgabe nicht ein - allerdings kenne ich ja im Gegensatz zu Dir auch nicht den kompletten Text von Küng.

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Kommentar von Sonnenschnauz
05.10.2011, 18:51

Mehr fällt mir zu dieser etwas merkwürdigen Aufgabe nicht ein

Dann sollte man sich auch nicht dazu äußern!

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Hi, was Jesus verkündete, war das Reich Gottes. Und was kam, war die Kirche (Alfred Loisy). Markus hat die älteste Überlieferung geschrieben. Er kannte Jesus nicht mehr, hat Aussagen von Petrus über Jesus sowie allgemeine Überlieferungen niedergeschrieben - nach Petri Tod (etwa 80 n. C.). Somit hat Markus in redaktioneller Freiheit überlieferte Zitate von Jesus in eine bestimmte Rahmenhandlung integriert und ergänzt. Seitdem "wissen2 wir, wann Jesus wo zu wem was gesagt hat (haben soll). Etwa 15 bis 20 Jahre (100 n.C.) später wurden die Matthäus und Lukas zugeschriebenen Evangelien erstellt, die sich voll des Materials ihres Vorschreibers bedienten. Kein Wunder, daß eine ähnliche Sichtweise dabei herauskam. Deswegen : die Synoptiker. man kann also sagen, die Evangelien sind eine biographisch gefärbte Anekdotensammlung zu Jesus. Sie sollen vor allem aufzeigen: Jesus ist reinrassig, direkt von Abraham abstammend (dies deshalb, weil Jesus nahe Samaria aufwuchs, die Samariter wegen ihres Mischlingsblutes nicht als Juden anerkannt wurden). Dennoch vertaten sich die Evangelisten auffällig in Jesu Ahnenliste. zumal ja Jesus nicht von Joseph abstammte, sondern parthenogenetisch nur von Maria (+ Hl. Geist) stammte. Der Stammbaum Mariens aber ist nicht weiter bekannt. Nietzsche bezeichnet das Christentum daher als Heiliges Lügen. Weiters sollen die Evangelien beweisen, daß Jesus Wunder wirkte und nach seinem schmählichen Tode wiederauferstand (Ostern als Kernpunkt des christl. Glaubens). Die synchrone Handlung sollte den Gläubigen Authentizität vermitteln. Es gab ein paar Jahrhundert nach Chr. unzählige Bibeln, von denen auch nicht 2 in längeren Abschnitten identisch waren. Erst Hyronimus (so um 390 n.C.) übersetzte aus vielen Quellen die "Vulgata" neu, wobei er behutsame 3500 Stellen änderte. Erst 1600 wurde die Vulgata im Trienter Konzil als authentisch erklärt. Insofern sind die Evangelien von engagierten Judenchristen geschrieben worden, um Gläubige und noch zu Missionierende zu engagierendem (vorbildlichem) Verhalten anzuregen. Zum Schaubild siehe Link. Gruß Osmond http://www.dober.de/jesus/evangelien1.html

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Kommentar von mayya77
07.10.2011, 22:29

Deine Datierungsversuche sind falsch:

Das Evangelium nach Markus wurde um das Jahr 70 herum (Tempelzerstörung) verfasst, abgesehen von den später hinzugefügten Begegnungen des auferstandenen Christus in Mk 16,9-20.

"Matthäus" (um 80) und "Lukas" (spätestens um 90) haben außer "Markus" noch die (hypothetische) Logienquelle "Q" als Vorlage, bringen aber auch eigenen Stoff (v. a. die Geburtslegenden, Lukas auch viele Geschichten auf dem Weg zwischen Galiläa und Jerusalem.

Beide bedienten sich also nicht "voll" bei "Markus".

Die Rassenlehre hier mit hineinzubringen, das ist absurd. Die Zeit der "Deutschen Christen" ist seit 1945 vorbei.

Es geht im Stammbaum nicht um biologische Abstammung sondern um rechtliche Dinge. "Matthäus" hat das Geschlechtsregister Josephs aufgeführt, "Lukas" das von Maria. Joseph war leiblicher Sohn Jakobs (Mt 1,16) und Schwiegersohn Elis (Lk 3,23). Als Mann einer Erbtochter (Num 27,8) musste Joseph sich in das Geschlecht seines Schwiegervaters eintragen lassen.

Nietzsche hat vom Christentum ungefähr so viel Ahnung wie ein Stadtmensch vom Landleben. Nur durch äußere Anschauung gewinnt man keine Erkenntnis.

Die Passionsgeschichte ist älter, alle drei Synoptiker bedienten sich aus dieser Quelle.

Warum hast Du die verlinkte Seite nicht selbst gelesen? Dann hättest Du Deine Behauptungen überprüfen können!

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Evangelien sind Dokumente von überzeugten Glaubenden, die zum Glauben an Jesus Christus aufrufen wollen; sie haben deshalb eine interpretierende, ja bekenntnishafte Form. Sie sind engagiertes und engagierendes Zeugnis oder, wie so oft mit dem entsprechenden griechischen Wort gesagt wird, Kerygma: Verkündigung, Ankündigung, Botschaft. Sie sind engagiert (= vom Glauben angeregt) weil sie von den vorösterlichen Ereignissen um Jesus berichten, und engagierend (= zum Glauben anregend), weil sie uns, die wir Jesus nur aus ihren Erzählungen kennen, ihren Glauben vermitteln.

Zwischen beiden liegt das Osterereignis. Mit aller Vorsicht war das eine Annäherung.

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Kommentar von Sonnenschnauz
05.10.2011, 18:53

Mit aller Vorsicht war das eine Annäherung.

Aber eine sehr gute! DH

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inwieweit wir die Evangelien als "engagierte und engagierende Glaubensbekenntnisse" verstehen sollen.

Ja, da hätte ich auch so meine Schwierigkeiten, denn schließlich gibt es ca. 20 Evangelien und mehr, wovon erst nach ca. 300 Jahren n.C. die vier Evangelien nach Matthäus, Markus, Lukas und Johannes zu den allein seelig machenden erklärt wurden.

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