Ist sich betrinken?immer nur schlecht?
Ausser bei positiven Ereignissen, wie etwa Hochzeiten, Geburtstagsfeiern, Betriebsfeiern, Weihnachtsfeiern ect... Doch warum auch nicht bei negativen Ereignissen, wie etwa Todes-Fällen und/oder Beerdigungen von ganz Nahestehenden, wie etwa Ehepartner, Eltern, Kindern, engsten Freunden, geliebten Haustieren, usw.?
6 Antworten
Ach, das ist eine super Frage, die sich sicher viele stellen. Man muss sagen, sich zu betrinken, ist nicht grundsätzlich nur schlecht. Das kommt total darauf an, warum und wann man trinkt.
Wenn man an Hochzeiten, Geburtstagen oder Weihnachtsfeiern denkt, ist es ja fast schon normal, dass der eine oder andere ein bisschen mehr trinkt. Da geht's ja darum, die Stimmung zu lockern. Man stößt an, lacht zusammen, tanzt, und der Alkohol hilft dabei, die Hemmungen fallen zu lassen und das Ganze ausgelassener zu machen. Da ist das Trinken eher ein Teil der Feier und wird als soziales Schmiermittel gesehen. Es geht darum, das Glücksgefühl zu verstärken und eine gute Zeit zu haben.
Aber bei traurigen Anlässen wie Beerdigungen oder nach einem schweren Verlust sieht die Sache ganz anders aus. Klar, der Gedanke liegt nahe, sich mit Alkohol zu betäuben, um den Schmerz nicht zu fühlen. Das ist eine Art Kurzschlussreaktion, weil man mit der Trauer überfordert ist. Ein Glas nach der Trauerfeier, um auf den Verstorbenen anzustoßen, kann in manchen Familien ein Ritual sein, um gemeinsam zu gedenken.
Aber sich richtig zu betrinken, ist oft nicht hilfreich. Trauer ist harte Arbeit, und man muss sie fühlen, um sie zu verarbeiten. Alkohol betäubt nur, aber er löst das Problem nicht. Man schiebt die Gefühle nur auf. Außerdem kann es sein, dass man in dem Moment die Kontrolle verliert, Dinge sagt oder tut, die man später bereut, oder sich emotional von den Leuten um einen herum entfernt, obwohl man gerade jetzt Unterstützung bräuchte.
Unterm Strich: Ob Trinken gut oder schlecht ist, hängt wirklich vom Anlass und von der Absicht dahinter ab. Bei Feiern kann es die Freude steigern, bei Trauer kann es die Verarbeitung behindern. Es ist immer wichtig, ehrlich zu sich selbst zu sein, warum man trinkt und wie es einem wirklich dabei geht.
Betrinken ist immer schädlich, ohne wenn und aber! Früher ging man davon aus, dass hoher und dauerhafter Alkoholkonsum zu gesundheitlichen Risiken führt, wie Fettleber, erhöhtes Krebsrisiko etc.
Mittlerweile ist das widerlegt:
"Auch geringe Mengen Alkohol erhöhen Erkrankungsrisiken – News – Deutsches Ärzteblatt" https://www.aerzteblatt.de/news/auch-geringe-mengen-alkohol-erhoehen-erkrankungsrisiken-7019b0d2-91c3-40bf-9a1d-34d809087617
Bei öfteren Alkoholkonsum sollte vor allem diagnostiziert werden, ob die Leber schon geschädigt ist oder nicht. Dazu ist eine Kontrolle der Leberparameter > Gammagt. + Transaminasen erforderlich, eventuell noch eine Bildgebung > Abdomensono, um die Leber besser zu beurteilen.
Vor allem löst man mit Alkohol keine Probleme. Jeder Mensch trauert individuell. Wenn man mit der Trauer nach dem Tod von geliebten Menschen nicht alleine zurecht kommt, ist eine Trauergruppe eine gute Option. Man lernt Menschen kennen, die Ähnliches erlebt haben. Auf Grund dessen ist ein gegenseitiger Austausch/Gespräche sehr hilfreich.
Feiern auf Hochzeiten oder Geburtstagen? Dazu benötige ich mit Sicherheit keinen Alkohol.
Falls von Interesse! Ich ekle mich vor Alkohol und trinke keinen. Ein Familienangehöriger, der sehr jung an den Folgen von Alkoholkonsum verstarb, hat für immer gereicht. Diagnose: Oesophaguskarzinom, mit Metastasen in Pulmo, Leber und Peritoneum.
Ich kann auch bei positiven Ereignissen keinen Vorteil erkennen. Ich bin 58 und war nie betrunken, allenfalls etwa angeheitert. Als ich 14 war, bekam ich Silvester einen Lachflash, weil ich wohl ein oder zwei Gläser Sekt zuviel intus hatte. Im Studium gabs mal einen Abend, wo ich merkte, dass mir etwas schummerig wurde, woraufhin ich sofort mit dem Trinken aufhörte und die Runde verließ. Ansonsten trank ich nur zu Betriebsfeiern mal 1-2 Gläser Rotwein und seit 24 Jahren ist auch das vorbei.
Man muss die Runde nicht verlassen, um nichts mehr zu trinken. Damals wars spät und am nächsten Tag wartete Arbeit auf mich und ich war sowieso müde. Niemand ist gezwungen, „mitzutrinken“. Wer trinkt, tut das, weil er nicht widerstehen kann und die Folgen unterschätzt oder in Kauf nimmt.
Doch du kannst ja die Alkohol-Trinkenden bei solchen Feiern darauf aufmerksam zu machen, dass sie sich dadurch mehr schädigen anstatt gesunden. Du aber denkst: "Sollen sie doch machen, was sie wollen. Ihr Problem und nicht deines"
Hier gehts doch nicht um andere, sondern um mich, der hier zu seiner Einstellung zu Alkohol gefragt wurde. Und wer läuft bitte auf einer solchen Feier herum, und hält andere vom Trinken ab? Das tut man dann, wenn man bemerkt, dass jemand die Kontrolle über sein Verhalten oder seine Koordination verliert und vorhat. mit dem Auto heimzufahren.
Nicht ganz, wie du meinst. Bei mir etwas anderes. Schon einige Jahre besuchte mich eine Nachbarskatze so gut wie jeden Abend. Nur seit einigen Wochen überhaupt nicht mehr. Erfuhr ich mittlerweile, dass sie von einem Auto angefahren wurde und deswegen verstarb. Ich vermisse sie sehr, mit ihren großen wilden und ehrlichen Augen. Kam sie nicht nur zu mir, wegen Fressie und Leckerlies, das weiß ich mit Gewissheit. Mit ihrem Tod stirbt auch in mir etwas
Jedesmal, wenn ich ihr was hinstellte, bedankte sie sich erst, bevor sie anfing zu fressen. Und wie bedankte sie sich zuerst? Sie ließ sich erstmal von mir streicheln, dann frass sie. Hilfsbedürftige Menschen dagegen essen erst und dann bedanken sie sich, falls sie es überhaupt tun.
Danke.gkeichfalls.Doch auch du sollst wissen, dass wir von Tabuthemen Wichtiges im Leben lernen können. Sie immer nur meiden oder tot schweigen, keine gute Idee..Hoch lebe die Wahrheit, sie lebe.hoch.
Meinte Mal jemand in seinem Song, dass auch Alkohol ein Samariter in der Not sei oder sein kann.
Davon ganz abgesehen: Nicht die Liebe ist stärker als die Droge, sondern die Droge ist stärker als die Liebe. Und das kann ich dir als auch euch beweisen.
Hängt alles mit allem zusammen. Auch der fernste Stern beeinflusst dich, wie du ihn.
Früher war trinken viel normaler als heute. Heute wenn ich jemanden mit einem Bier sehe, denke ich, dass der Probleme hat, sonst würde er sich nicht berauschen.
Bei negativen Ereignissen ist es durchaus sinnvoll. Mir hat dieses trinken beim Tod meines Lebensfefährten sogar mein Leben gerettet! Allerdings muss man aus diesem Sumpf auch wieder rauskommen, wie bei anderen Problemen auch.
Bei positiven Ergeinissen weiß man halt das man ein Problem hat
Wer aber verlässt schon die Runden von Hochzeitsfeiern, Geburtstagsfeiern, Betriebsfeiern, Weihnachtsfeiern ect. wenn sich dort auch Kandidaten befinden, die sich betrinken - und oft nicht wenige davon? Sie feiern mit ihnen lustig und fröhlich gemeinsam sogar weiter