Ist die Evolutionstheorie von Charles Darwin bewiesen?

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6 Antworten

Man muss unterscheiden können zwischen Evolution und Evolutionstheorie. Die Evolution ist ein Phänomen, das nachweislich existiert und beobachtbar ist, z.B. beim LTEE. Die Evolutionstheorie beinhaltet die Erklärung der Wirkunsgweise der Evolution. Wenn du mit deiner Frage also meintest, ob die Existenz der Evolution bewiesen ist, dann lautet die Antwort: Ja! Wenn deine Frage tatsächlich auf die Evolutionstheorie abzielte, lies die nächsten zwei Absätze.

Gemäß dem kritischen Rationalismus ist ein abschließender, 100%-iger Beweis (Verifikation) für eine wissenschaftliche Theorie nicht möglich, nur ihre abschließende Widerlegung (Falsifikation). An eine Verifikation können wir uns annähern, aber erreichen werden wir sie nie. Zwar werden die Thesen Darwins durch zahlreiche Experimente gestützt, aber trotzdem können wir uns nie völlig sicher sein, dass sie auch wirklich zutreffen.

Aber bis es eventuell zu einer Widerlegung kommt (es ist keine in Sicht), ist Darwins Evolutionstheorie, bzw. deren Weiterentwicklung, die Synthetische Evolutionstheorie, das gesicherte Modell zur Erklärung der Evolution, im Gegensatz zu z.B. Lamarcks Evolutionstheorie oder der Frankfurter Theorie.

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Es ist keine (einzelne) in sich geschlossene Theorie, deswegen kann sie nicht wirklich bewiesen werden. Kritiker der Evolutionstheorie werden immer etwas finden, was im Moment noch nicht erklärt werden kann oder widersprüchlich erscheint. Trotzdem gibt es kaum ein Theoriengebilde, für das es mehr und umfassendere Bestätigungen gibt.

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Jein. 

Evolution ist Fakt, dies bestreitet heute niemand mehr, der bei klarem Verstand ist. 

Darwins Theorie weißt einige Lücken auf und ist deswegen nicht mehr aktuell. Dies ist auch verständlich, Darwin verfügte schließlich nicht über das Wissen unserer Zeit, er wusste nicht wie Erbinformationen weitergegeben werden, wie Mutationen entstehen, wie alt die Erde ist, etc.

Aber eine um all diese Fakten (und noch einige hundert mehr) erweiterte Variante seiner Theorie ist auch heute noch aktuell, sie wird synthetische Evolutionstheorie genannt.  

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Ja und nein. Fast unsere gesamte Wissenschaft basiert darauf etwas anzunehmen und dann versuchen zu beweisen. Wenn das dann durch HINWEISE "bewiesen" ist, gilt es als bewiesen. 

Das gilt dann genau so lange, bis es irgendjemand eindeutig wiederlegt, bzw. Ungereimtheiten findet, die so gravierend sind, dass man die ganze "bewiesene" Theorie in Frage stellen kann. Dann beginnt das ganze Spiel von vorne. 


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Kommentar von Trashtom
18.02.2016, 13:30

Wenn das dann durch HINWEISE "bewiesen" ist, gilt es als bewiesen.

Unsere gesamte Wissenschaft basiert auf Beobachtungen und daraus folgernden Schlüssen. In weiterer Folge auch Ideen für neue Konzepte - stimmt, die sind nicht immer sofort richtig - darum nennt man das auch Forschung.

Was ist das überhaupt für eine Aussage? Du gehst ja auch nicht zu einem Schriftsteller der gerade die erste Seite von seinem Buch schreibt und sagst: "Was für ein sch*iß Buch".

Alleine die Tatsache, dass du deine verdrehten Theorien im WWW auf einem Computer oder vielleicht sogar vom Telefon aus hier verzapfen kannst, ist Fakten der Wissenschaft zu verdanken. Oder dass du nicht Angst haben musst an einem Schnupfen zu sterben. Oder dass du nicht wie ein Bekloppter rumläufst und sagst die Erde sei ne Scheibe.

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Nun ja, es ist nicht üblich in der Wissenschaft, von Beweisen zu sprechen. Das macht man mehr in der Justiz.

Wissenschaftliche Theorien werden belegt. Oder eben auch mal nicht.

Die Evolution, die Darwin als ein Naturprozess entdeckt hat, ist ein Fakt. Daran gibt es nichts zu deuten. Die Evolutionstheorie (ET), die versucht, dieses Naturprinzip zu verstehen, ist immer dem Vorbehalt der Falsifikation unterworfen. D.h., dass neue Erkenntnisse es erforderlich machen können, ältere zu verändern oder gar zu verwerfen.

Bei der ET ist aber die Fülle der Belege für deren Richtigkeit so überwältigend, dass nicht wahrscheinlich ist, dass ihre Erkenntnisse komplett falsch sein könnten. Wir können gerade bei der ET von einer durch Belege gesicherten Theorie sprechen.

Das ist das Beste, was menschliche Erkenntnis über die Realität erreichen kann. Mehr geht nicht.

Die Grundlagen der Theorie, die Darwin gelegt hat, sind seit 200 Jahren immer erweitert und bestätigt worden. Uns stehen heute Methoden zur Verfügung, von denen Darwin nicht einmal träumen konnte. Und alle diese neuen Methoden haben keine grundsätzlichen Widersprüche in der Theorie hervorgebracht.

Wir können, nein, wir müssen, heute die ET als korrekte Darstellung der Entwicklung von Leben anerkennen. Wer das nicht tut, hat sie entweder nicht verstanden oder führt etwas im Schilde.


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Ja , ist sie. Es gibt allerdings immer noch Leute - keine Wissenschaftler - die sie ablehnen. Aber die glauben auch, dass der Mond aus grünem Käse ist.

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