"In ein paar Jahren wirst als Handwerker reich"?

14 Antworten

Also zunächst mal wirst Du als angestellter Handwerker niemals reich. Da Du von Stundenlohn redest, nehme ich an, dass dies auf Dich zutrifft.

Wenn Du selbständig bist und einen eigenen Betrieb hast, dann kann das anders aussehen. Die wirschaftliche Lage ist derzeit so, dass alle Handwerksbetriebe, die nicht gerade einen schlechten Ruf haben, völlig ausgelastet sind. Somit kann man sich mit dem richtigen Einsatz (nicht 40 Std-Woche) einen gewissen Wohlstand erarbeiten. Echt reich, im Sinne von "meine Villa, meine Jacht, mein Ferrari, ..." wird man durch ehrliche Arbeit aber niemals.

Verstehe die Aussage auch nicht.

Das, was man an Handwerkertätigkeiten benötigt ändert sich ja nicht gross. Die Arbeiten und ggf. auch der Anspruch an den Handwerker....aber nicht die Häufigkeit.

Gerade als Schreiner sehe ich es eher umgekehrt. Solange du nicht wirklich als "manufaktur" z.B. möbel per Hand baust, wird auch der Beruf immer mehr automtisiert. Was Maschinen heute können, weisst du ja sicher besser als ich.

Ich denke mal, wirklich "gut" verdienen wirst erst, wenn du entweder den Meister machst oder halt eben in einen Bereich gehst, indem du a) nicht durch eine Maschine ersetzt werden kannst und b) eben auch für Ästhetik bezahlt wirst. (Möbel, Innenarchitektur, Massarbeiten etc.).

Aber das als Aussenstehender, vom Fach selbst hab ich keine wirkliche Ahnung.

Aber warum man in Zukunft Handwerker häufiger braucht als heute, verstehe ich nicht...weder weniger noch mehr..?

Nee, Handwerker werden nicht mehr gebraucht als heute, aber es gibt eben immer weniger. Und was die Automatisierung angeht, die kann nur bedingt Menschen ersetzen. Alles aus Holz rund um Gebäude, ist wahnsinnig oft Maßarbeit, da kannst du mit Fließbandproduktion nichts anfangen, auch erkennt und macht keine Maschine die Arbeit alleine. Fachwerk reparieren, Türstock setzen, Leimbinderbalken zurichten, Feuertreppe am Kindergarten bauen, Stützbalken in einer Scheune erneuern...mit Automatisierung geht da nix.

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@Geistwesen

Es geht ja nicht um vollautomatisierung oder Fliessbandarbeit.

Aber mit der Richtigen Maschine macht heute halt einer die Arbeit, die sonst vllt. drei erledigen mussten.

Säge- und Fräsmaschinen, die sogar der Azubi mit den richtigen Zahlen füttern kann, statt dem meister, der händisch millimeterarbeit verrichtet :D

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@Uulzos

Das stimmt, aber es ist wie beim Autofahren; um das was die Maschinen besser werden, werden die Menschen unfähiger und die Zahl derer, die bloß noch Knöpfe drücken und auf Displays klotzen können, steigt stetig.

Gefühl fürs Material, Feinmotorik, Koordination, Phantasie, Improvisationstalent, Gefühl für den Faktor Zeit(im Leben dauert es fünfmal solange wie in der Reportage vorm Bildschirm) => alles Fehlanzeige.

Wer zukünftig noch echt was kann, dem stehen rosige Zeiten ins Haus.
Deswegen stellen jetzt schon viele Chefs lieber Menschen aus Schwellenländern ein(Rumänien, Bulgarien...) weil die nicht nur billiger sondern auch nicht so zivilisationsversaut sind. Die kennen noch Landwirtschaft und wissen von daher wie anpacken geht, können arbeiten und haben mehr Geschick, weil sie aufgewachsen sind ohne Handy, Tablet, PC, Dauerfernsehen.

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Das sind immer so Sprüche wo durch das Land geistern.

Wer weiss was dann ist.

Als Geselle wirst Du nie reich.

Ggg wenn Du den Meister machst, Starkapital hast und selbständig bist.

Aber die Selbstständigkeit hat auch so ihre Tücken, Risiko ,Sozialabgaben für Selbständige

Mitgliedsbeiträge für HWK etc.

Naja, für bestimmte Handwerker gilt das ja heute schon.

Mein Bruder ist Dachdecker. Er erzählte im Sommer schon, das die für das ganze Jahr ausgebucht sind und keine neuen Aufträge mehr annehmen.

Der verdient recht gut. Etwa so viel wie ich mit Berufsausbildung und zusätzlichen hochschulabschluss für den ich aber 4 Jahre lang den Großteil meiner Wochenenden und Urlaub geopfert habe.

Dafür arbeitet der aber bestimmt keine 8 Stunden am Tag, sondern weitaus mehr. Hat also wenig Freizeit.

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@Welchesthema

Er ist normaler Arbeitnehmer.

In den Sommermonaten machen die einige Überstunden die im Winter bei schlechtem Wetter wenn sowieso nicht gearbeitet werden kann wieder abgebaut werden.

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Versuch mal einen Handwerker zu bekommen! Wir bauen gerade um-viele haben vor Ostern nichts mehr frei. Die Betriebe nehmen horrende Preise. Manche machen erst gar kein Angebot, weil sie den Auftrag gar nicht annehmen wollen.

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