Wieso gehen so viele studieren?

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11 Antworten

Ich denke das hängt vom Studienfach bzw. der Ausbildung ab, wie viel man verdient.
Macht man z.B. eine Ausbildung zum Bankkaufmann, hat man gute Aufstiegsmöglichkeiten, um dann später gut zu verdienen.
Studiert man z.B. etwas mit Kultur, oder Werbung, verdient man relativ schlecht, dafür, dass man Zeit und Geld in ein Studium gesteckt hat.
Es geht natürlich auch andersherum und tatsächlich verdient man mit einem Hochschulabschluss durchschnittlich mehr.
Meiner Meinung nach sollte man bei der Berufswahl nicht nach Geld gehen. Man kann auch von einem Beruf im Handwerk leben. Was bringt es einem, wenn man 8 oder 9h am Tag unglücklich in seinem Job ist, und sich dann am Ende des Tages endlich dem Konsum mit dem vielen verdienten Geld zu widmen. Studien belegen, dass das langfristig nicht glücklich macht.
Ich denke viele gehen auch studieren, weil sie darin eine "Verlängerung der Schulzeit" mit viel mehr Freiheiten sehen und einfach noch das Leben genießen wollen, bevor sie arbeiten gehen und sich endgültig für EINEN Beruf entscheiden.
Ein anderer Grund könnte auch sein, dass man studieren geht, um seinen Status in der Gesellschaft zu steigern. In unserer heutigen Leistungsgesellschaft wird ein Hochschulabsolvent viel höher angesehen, als ein Handwerker. So kriegt man evtl. auch mehr Frauen bzw. Männer ab. ;)
Letztendlich hat jeder seine eigene Intention. Und nur zu studieren, um seine Freiheiten zu genießen und Party zu machen, ist letzlich auch nur ein Klischee. Studieren ist leider nicht mehr das, was es mal war, aber das ist auch stark fächerabhängig. Chemie ist da was anderes als BWL.
Jeder muss mit seiner Entscheidung letztendlich selber klarkommen.

LG MrsGinger

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Eine normale Ausbildung würde reichen, stimmt schon. Ob man durch ein Studium am Ende wirklich mehr Geld verdient, dass sei auch mal dahin gestellt. Natürlich hängt das auch vom Studienfach ab.

Viele gehen studieren, einfach um Student zu sein. Das Fach ist dann zweitrangig. Man sucht sich etwas, was nicht zu schwer ist und hofft, dass man später etwas damit anfangen kann, wie zum Beispiel mit BWL.

Manche gehen auch studieren, weil sie sich wirklich für das Fach und das Studium interessieren.

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Wenn man studiert verdient man mehr Geld und hat bessere Aufstiegsmöglichkeiten. Das ist zwar vielleicht nicht Fall, wenn man Kulturwissenschaften o.Ä. studiert, aber bei den für die Wirtschaft relevanten Studiengängen schon.

Wenn selbst Bachelor-Absolventen irgendwann in ihrer Karriere feststecken und nicht mehr nach oben kommen, was glaubst du wie es bei der Ausbildung ist?

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Ich finde die Einstellung, ob man studieren geht oder nicht sollte man nicht mit dem Geld begründen, sondern mit der persönlichen Neigung, was man später machen möchte.

"Praktische" Tätigkeiten sind meistens eher in Richtung Ausbildung angesiedelt (Schreiner, Elektroniker, Bäcker). Forschende oder Entwickelnde Tätigkeiten sind in der Regel nur auf Basis eines Studiums möglich.

Ebenso sind hochqualifizierte Tätigkeiten (Medizin) nicht mit einer Lehre möglich.

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Es geht beides. Studium und schlechter Job oder Ausbildung und guter Job. Je nachdem was einem liegt und was man möchte.
Nach einem Studium bekommst du eher einen Job mit mehr Verantwortung und entsprechender Erwartungshaltung der Geschäftsführung.
Machst du eine Ausbildung wirst du erstmal ein normaler Malocher mit weniger Verantwortung und es bedarf keiner Führungsqualitäten deinerseits.

Wichtig!! Wenn dann Ausbildung, dann in der Industrie.
Hier hast du Tariflöhne, übertarifliche Zulagen, Betriebsräte und eine Gewerkschaft. Der Lohn dementsprechend (doppelt) so hoch wie im Handwerk.

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Kommentar von Falkensinn
10.07.2016, 14:24

OKy also gibt im Handwerk keinen Betriebsrat ? o.O 

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Kommentar von Madmullet
10.07.2016, 14:30

Doch schon, aber dazu muss der Betrieb aus 5 Wahlberechtigten Personen bestehen.
Das sieht der Chef eher nicht so gerne. Genau so wenig wie die dazugehörigkeit einer Gewerkschaft.
In der Industrie ist das ganz klar geregelt und eine Selbstverständlichkeit. Genau wie die regelmäßigen Lohnerhöhungen und 30 Tage Urlaub. Bei Kontischicht sogar 34 Tage.
Ich arbeite mit Kontischicht in einem Mittelständischen Unternehmen mit über 1000 Angestellten.
Schlechter Realschulabschluss, guter Gesellenbrief als Schlosser.
Monatliches Brutto nicht unter 4000€.

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Kommentar von Madmullet
10.07.2016, 14:34

Mit Schichtarbeit und heißen Std (Stahlwerk).

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genau die Frage hat mir mal der dicke Fleischer in der Nachbarschaft gestellt: "Die wollen alle bloss noch studieren, und keiner will mehr was lernen."

Aber mach dir nicht so viel Gedanken, die aussichtsreichsten Fächer haben so nen hohen Numerus Clausus, dass die mit schlechteren Noten eh nur noch n Studienplatz als Turnlehrer oder Zeichenlehrer kriegen oder eben dann nen Sitzplatz im Warteraum beim Jobcenter.

Wenn de ne Lehrstelle suchst, dann kannste erstmal 500 Bewerbungen schreiben, kleine Handwerksbetriebe bilden gar nicht mehr aus und die grossen Ausbilder-Firmen sind längst aus DE abgehauen nach Shanghai oder Südchina

Und die paar Ausbildungsbetriebe, die suchen sich mit der Pinzette die besten Realschüler raus, und mitm Hauptschulabschluss mit lauter Dreier und Vierer ist nüscht mit Lehrstelle, da gehste denn jobben bei McDonalds für 450.- pro Monat oder im Call-Center Handy-Verträge auf Provi zu verkoofen.

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Als Akademiker ist die Chance, später viel Geld zu verdienen eben höher. Außerdem muss man für manche Berufe eben studiert haben.

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Eine gute Ausbildung kann immer noch einiges bringen, aber manchen liegt die Arbeit im Studium auch mehr und statistisch gesehen verdienen Studierte im Schnitt halt schon noch mehr als Facharbeiter mit Ausbildung.


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Das mit dem viel Geld verdienen halt ich mal für ein Gerücht.

Wenn jetzt so viele das selbe Studieren kann es passieren das die Nachfrage so groß ist und das Angebot sehr klein.

Dato der Chef kann sich billige und auch gute Studenten aussuchen.

Mal so Grob gesagt.

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Ja natürlich reicht eine Ausbildung. Vor allem gibt es gerade einen Mangel an Handwerkern eben weil so viele Studieren gehen oder irgendwelche Büro Jobs machen.

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Kommentar von Falkensinn
10.07.2016, 14:21

Mir würde zwischen 2200 bist 3000 € Netto reichen um gut zu leben.

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Viele wissen nicht genau was die machen wollen. 

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