Ich habe das Gefühl, ich komme bei Menschen nicht gut an :(

3 Antworten

mir geht es ähnlich. vor nem jahr hatte ich auch ne gute clique und so und jez hab ich nur noch eine beste freundin. ich glaube wir müssen einfach selbstbewusster auftreten :)

Hallo Du, manchmal spüren die Mitmenschen das, dass Du unter Druck stehst. Ich behaupte mal, dass Du bei jedem Treffen denkst "Hoffentlich melden die sich wieder. Ich bin doch okay, oder? Bin ich das?". Und das strahlst Du auch aus. Und andere Menschen nehmen das auch wahr. Vielleicht kannst Du versuchen, etwas lockerer zu werden? Du hast immerhin wahre Freunde im Leben, das haben viele Menschen nicht. Wenn es also mal nicht klappt mit einem Kontakt, hast Du ja immer noch die wahren Freunde. Das könnte Dir den Druck vermindern. Oder Du fragst einfach direkt nach. Manchmal sind es ganz plausible Gründe, oder Gründe, an die Du gar nicht gedacht hast.

Es gibt ein hoch interessantes Buch "Tipping Point". Da werden die Menschen genauer betrachtet. Nach der "Sortierung" (die dürfte für Dich interessant sein), gibt es Menschen mit großen Dateien an Personen. Man kennt sich eben, aber die Verhältnisse sind sehr locker. Es ist nicht tragisch sich mal ein paar Jahre nicht gesehen zu haben. Man bleibt so etwa im Bild.

Und es gibt die, mit den festen Bindungen. Häufig haben die einen kleinen aber dafür um so festeren Bekanntenkreis. Man kennt sich sehr gut und würde sich vermutlich auch Dinge erzählen, die man anderen nicht erzählt. Nehmen wir eine Krankheit oder finanzielle Sorgen als Beispiel.

Das ist also erst einmal eine Frage der Mentalität. Einer führt gern oberflächliche Gespräche, was es hier und da neues gibt. Andere möchten auch das wie und warum erfahren.

Mache Dir keine Gedanken über die Anzahl der Leute die Du kennst. Auch nicht im Vergleich mit anderen. Es ist unwichtig.

Was aber auffällt ist Deine Sichtweise. Du möchtest Interesse der anderen für Deine Person haben. Vermutlich sollen sie Dich auch mögen, vielleicht sogar gern haben oder lieben. Ich meine das jetzt ganz unerotisch, obwohl da sicher auch was passieren dürfte.

Leute die viele Leute kennen sind an den anderen interessiert. Nicht an sich. Sie haben immer was interessantes zu berichten, da ihnen dauernd Leute was erzählen. Sie filtern es und geben in einem Gespräch (wo es angebracht ist) diese Erfahrungen weiter oder stellen Verbindungen her.

Ich vermute mal, dass Du noch ziemlich jung bist. Vielleicht 14 bis 16. Bleib locker. Übe zuhören. Was erzählen die anderen. Frage nach, was interessant an ihren Erzählungen ist. Wenn Du Leute aus der alten Clique triffst, stell Dich nicht hin und erzähle was Du gemacht hast.

So blöd es ist. Die meisten Menschen hören nicht gern zu. Sie reden viel lieber über sich. Nutze das einfach. Wenn Du merkst, dass da ein Mensch auch an Dir interessiert ist, dann schalte um. Versuche von Ihm mehr zu erfahren über gemeinsame Interessen. Umgekehrt wird die Person es auch probieren. Und wenn es da wirklich Schnittmengen gibt, die Chemie auch noch stimmt, dann wird man sich wieder treffen.

Oder es bleibt eine lockere Bekanntschaft. Freunde wird man im Leben nie mehr als eine Hand voll gehabt haben. Wenn überhaupt. Und vergesse Deine Freunde nicht. Sag ihnen nicht, dass sie Dir nicht ausreichen würden. Genieße auch diese Zeit mit diesen Freunden.

Menschen merken vielleicht nicht wenn jemand lügt, aber man fühlt sich unwohl wenn jemand auf der Suche nach was anderem ist.

Wünsche Dir alles Gute und verdreh Dich nicht. Was nutzen 300 Telefonnummern im Kalender, wenn man sie nicht für beide Seiten sinnvoll einbringen kann?

damke.... bin aber schon 28 =))) aber guter Beitrag....

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@FitnessOrange

Okay, Alter kann man aufgrund von Fragen schlecht schätzen. Mit einer kleinen Variante würde ich den Text von vorhin stehen lassen. Guck Dir wirklich mal das Buch an "Tipping Point". Ist gar nicht auf Deine Situation gemünzt, sondern darauf wie Menschen ticken.

Leider ist meine Seite noch nicht wieder im Netz, da meine ich nämlich was zum Thema "Ich als Marke" gemacht zu haben. Es ist nämlich vollkommen egal, warum man bei anderen eine Wirkung erzielen will und welche. Man kann es sich erarbeiten. In jedem Fall bedeutet dieses dann doch eine Veränderung Deiner Persönlichkeit.

Die Frage musst Du Dir also erst selber beantworten: Bist Du mit Dir einverstanden? Also wenn Du auf etwas angesprochen wirst, was Du gemacht hast. Bist Du dann der, der objektiv sagen würde "auweia" oder "das mache ich wieder so, es war okay". Wobei ich nicht meine, jemand kommt und sagt "Du hast mein Auto zu Schrott gefahren, was knallst Du da mit 120 um die Kurve in der Spielstraße".

Nein, einfach Deine Lebensentscheidungen. Du hast diesen oder jenen Beruf. Du bist oder bist nicht im Verein xy. Wenn Du mit Dir im Frieden bist, dann lasse die anderen einfach. Nehme die Beobachterposition in der nächsten Zeit ein und überleg warum sich die Leute so verhalten. Dir und auch anderen gegenüber.

Übrigens: Niemand gefällt allen. Und ich kann Dir gar nicht sagen wie viele Menschen ich in meinem Leben nur einmal getroffen habe. Da entsteht natürlich die Spannbreite zwischen wenigen Minuten und täglich viele Stunden. Letztere habe ich endlich vor drei Jahren wiedergefunden. Also bleib locker.

Wenn Du aber mit Dir selber unzufrieden bist, dann fange an, an Dir zu arbeiten. Ich habe das bisher immer im Hinblick auf Selbständigkeit gemacht. Allerdings geht es da auch immer an das innerste Sein. Grundüberzeugungen, Meinungen, Vorurteile usw. Dich bei so einem Prozess begleiten zu lassen ist durchaus möglich. Wobei ich vermutlich wegen der anderen Schwerpunkte da nicht Deine Wahl wäre. Zudem kostet das richtig Geld. Auf der anderen Seite dauert es natürlich länger wenn man allein versucht den Weg zu finden.

Vielleicht sagt Dir die Gemeinschaft der Freimaurer etwas. Mal abgesehen was so alles über die erzählt wird, möchte ich Dir drei Dinge von denen erzählen (ich bin also keiner, aber es hilft):

  • Freimaurer betrachten sich selber wie einen Mauerstein für so eine mittelalterliche Kirche. Da gibt es die Steine in der Mauer, es gibt Ecken, dann diese Gewölbe und Bögen jeweils aus verschiedenen Steinen, es gibt schmückende Steine usw. Sie betrachten jeden Menschen als unbehauenen Stein und wenn man mit der Arbeit beginnt kann oft nicht einmal der Steinmetz wissen an welcher Stelle dieser Stein am Ende der Bearbeitung seinen Dienst versieht.
  • Diese Arbeit am Stein dauert beim Menschen ein Leben lang.
  • Man kann aus einem Stein keinen Schmuckstein machen, wenn er keiner ist. Aus dem Stein der den Platz an der Mauerecke hat, keinen im Gewölbe. Jeder nach seiner Art ist wichtig für das gesamte Gebäude. Für die Funktion, die Statik oder oder oder

Dieses von den Freimaurern mal weiter gesponnen: Deshalb passen auch nicht alle Steine zu einander. Der Schlussstein vom Gewölbe wird immer die vier Steine haben, die das Ende der Bögen bedeuten. Was will er auch mit anderen Nachbarn anfangen?

Vielleicht doch noch ein paar Tipps. Zusammenfassend: Sei nicht fremdbestimmt, dann läufst Du anderen hinterher. Die wollen auch keine Kopien um sich haben. Außer sie sind selbst welche. Sei mit Dir im Reinen, dass ist die erste Regel und die Anzahl der Freunde, die Zahl von Bekannten, die Zahl von Leuten die man grüßt - kommt alles von allein.

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