HILFE, mein Sohn ist in die NPD eingetreten, was soll ich tun?

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15 Antworten

Hallo lensor,

das ist eine schwierige Frage. Mit dem Eintritt in die NPD hat dein Sohn einen Weg eingeschlagen, den sich wohl kaum ein Elternteil für sein Kind wünscht. Wenn du ihm helfen willst, musst du zuerst herausfinden warum er dort eingetreten ist und was ihn bewegt. Gab es ein bestimmtes Erlebnis? Will er vielleicht nur bewusst oder unbewusst auf Konfrontation zu dir und deiner Tochter gehen? Immerhin scheint Politik bei euch ein Thema zu sein, in dem zumindest deine Tochter klar Position bezogen hat. Oder war es ein langsamer Prozess in seinem Bekanntenkreis, der jetzt einfach im Parteieintritt mündete?

Für den Umgang mit dem Thema wird es jedenfalls einen Unterschied machen, ob dein Sohn tatsächlich hinter dem Gedankengut der NPD steht oder er einfach ebenfalls irgendwo und irgendwie politisch Position beziehen will und dabei die Konfrontationshaltung dir, deiner Tochter oder anderen gegenüber im Vordergrund steht.

Was ihr meiner Meinung nach auf jeden Fall tun solltet, ist das Gespräch mit ihm zu suchen. Auf keinen Fall aber auf aggressive, vorwurfsvolle oder rechhaberische Weise. Dass ihr enttäuscht seid, kann dabei ruhig herauskommen, vor Allem sollte es aber darum gehen, deinen Sohn zu verstehen und eine vertrauensvolle Gesprächsbasis zu schaffen. Denn nur dann kann man über ein vermutlich sehr emotionsgeladenes Thema offen miteinander reden. Vorteilhaft wird natürlich auch sein, Argumente und Gegenargumente parat zu haben. Wenn er in dem Gespräch also mit in der NPD gängigen Ausländer- oder Staatsfeindlichen Thesen argumentiert, ist es gut, eine Antwort darauf zu haben.

Viele Grüße

Jens

Das ist eine Phase die wieder vorbeigeht.Der Junge ist 17,hat eine aeltere Schwester,die vielleicht leicht bevorzugt wird.Dann ist oder war da die Schule bei der er nicht so zu Wort kommt mit Lehrern an die er keine Fragen hat,also Frust schiebt er vor sich her und das machen die Aussenseiter sich zu Nutze,das imponiert ihm,da will er mitmachen und dazugehoeren,hat eine Stimme, wird gehoert,fuehlt sich stark und kommt auf eine Bahn die Fatal werden kann.Als Vorschlag darauf schlage ich eine Familientherapie vor um die Kommunikation untereinander zu verbessern und das Vertrauen wieder zu staerken.Das wird er brauchen,wenn er von diesen Leuten wegkommen will die ihn dafuer als Verraeter abstempeln werden.Viel Glueck.

Auf keinen Fall ausgrenzen.

Mach ihm, möglichst mit Familie, klar, dass er von euch geliebt wird, auch wenn ihr ihn weder verstehen, noch seine Motive nachvollziehen könnt, geschweige denn seine Ansichten teilt. Alles andere würde ihn nur noch weiter in die Arme der Rattenfänger treiben und der Weg zurück zur Vernunft könnte durch Trotz erschwert oder gar unmöglich gemacht werden. Daher kann ich nur raten ihn nicht auf seinen politischen Irrweg zu reduzieren, sondern ihn in darin zu unterstützen, wo er sich kritsch mit seinem eingeschlagenen Weg auseinandersetzt. Das kann einige Zeit dauern, weil alles Neue spannend und toll ist. Aber es kommt immer der Punkt, wo man bemerkt, dass bei weitem nicht alles Gold ist was glänzt. Und an diesem Punkt, darf der Gesprächsfaden zu euch noch nicht abgerissen sein.

Sehr gute Antwort!

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NImm ihn ernst und mach ihm die Grenzen klar. Das heißt besonders, keine Polit-Propaganda in der Gaststätte und schon gar keine Kameraden-Treffen o.ä.

Das ist erstmal das, was Dich betrifft. Daß er einen Irrweg eingeschlagen hat, muß er selbst rausfinden. Angriffspunkte bietet die NPD genug, aber bloß nicht auf die Gutmenschen-Tour kommen! Da ich mal davon ausgehe, daß Du mit den Aktivitäten Deiner Tochter einverstanden bist, schätze ich, daß Dein Sohn eine möglichst starke Gegenreaktion versucht hat. Jetzt mit den NSDAP- und NSU-Verbrechen zu kommen würde das sicher noch verstärken. Die Angriffspunkte, die ich meine, sind eher die innere Verfassung der NPD, besonders ihr völliges Versagen, ihre Finanzen in Ordnung zu halten - nix mit Zucht und Ordnung - oder daß man nie weiß, ob da ein echter Kamerad oder ein Spitzel vor einem steht. Mit der NPD in Bayern kenne ich mich nicht weiter aus, aber bei uns im Landesverband - der sowieso ziemlich dünn ist - sind hauptsächlich Vorbestrafte und Scheintote, und darunter dann wahrscheinlich auch noch VS-Leute...

Immer wieder die Aussprache suchen und die Auffassungen Ihres Sohnes ernst nehmen, auch wenn es schwer fällt. Aufklärung über die Vergangenheit der Partei. Kontakt zu anderen betroffenen Eltern aufnehmen.

http://www.jugendhilfeportal.de/startseite/suche/?tx_fkpcore_search[q]=Rechtsextremismus

wenn er schon einer gehirnwäsche unterzogen ist wird er zu einer belastung für die ganze familie und sicherlich auch fürs geschäft. ich persönlich würde bis zum äussersten gehen als vater wenn er sich bei einem gespräch nicht besinnt.

Hi, erst mal das Positive: er lebt, er ist gesund, munter, nicht rauschgiftsüchtig, kein Verbrecher (das wird er hoffentlich bei dieser "Verfassungsschutzpartei" auch nicht werden) - und das ist schonmal viel wert. Er wird irgendwann entweder wieder austreten und/oder ein V-Mann werden. Zudem ist man Bayern weitgehend national gestimmt, da hat man zumeist noch ein Mindestmaß an Toleranz. Auch ist die NPD (noch) nicht verboten. Und das Unerlaubte, die Tabu Überschreitung reizt die Jugend. Warte mal ab, was der Sohnemann schulisch oder lehrstellenmäßig auf die Reihe bringt. Es sind die schlechtesten Früchte nicht, an denen Wespen nagen. Biete dem Sohn stets ein gastliches Elternhaus, mehr kannste momentan nicht tun. Es bietet Dir als Vater zudem die (ungewünschte) Chance, Weltpolitik und nationale Politik aus mind. 2 Blickwinkeln zu sehen. Aber diskutiere nicht zuviel mit ihm. Irgendwann kommt der Sohn sicherlich zur Vernunft und wird "bürgerlich". Ich hoffe für Dich sehr, daß es Dir als Vater nicht ähnlich wie jüngst Frau Drygalla geht (Sippenhaft wegen Freund), Du also seinetwegen boykottiert würdest bzw. die Gaststätte, Auto und Wohnhaus sowie der Sohn selbst gar Anschlägen Andersdenkender ausgesetzt wären. Gruß Osmond

"irgendwann wieder austreten" -- dazu ist es jetzt schon zu spät.

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laß ihn doch. wenn er drogen nehmen würde oder ein punker sein würde, dann wäre das viel schlimmer!

Nee das wäre besser

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Ich fürchte, du kannst nur hoffen, dass dein Sohn von allein merkt, was für ein menschenverachtender Verein das ist.

schlepp ihn in ein kz. zeig ihm was ausländer hass bewirken kann....gibt es hintergründe warum er da eingetreten ist? z.b verspricht/erhofft er sich was davon? viel glück!

Ich gehe davon aus, daß ein 17-Jähriger in einem KZ gewesen ist oder zumindest entsprechende Filme gesehen hat.

"Das eine war die NSDAP, die ist 1945 verboten worden. Die NPD wurde 1964 (?) gegründet! Was hat die mit Auschwitz zu tun? Ihr werft doch alles in einen Topf, wel euch nichts besseres einfällt! Zeig mir, wo die NPD KZs fordert!" - Was willst Du gegen so eine Argumentation machen?

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@Parsifal271

bist wohl auch ein Mitglied der NPD!? wie schon gesagt, es soll zeigen was dieser Hass anrichten kann/konnte. Die NPD ist doch nicht besser. Ich denke, dass Die NSDAP nur andere "Möglichkeiten" hatte.

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@karinah

"bist wohl auch ein Mitglied der NPD!?" - Herzlichen Glückwunsch, die antrainierten Reflexe funktionieren bei Dir wirklich fabelhaft. Nein, ich bin weder Mitglied der NPD noch habe ich sie jemals gewählt.

"wie schon gesagt, es soll zeigen was dieser Hass anrichten kann/konnte. Die NPD ist doch nicht besser" - Schon klar, aber damit kommt man nicht weiter. Die NPD bietet Antworten, die bei einem Teil der Wählerschaft auf fruchtbaren Boden fallen. Die Antworten gilt es zu entzaubern und da bringt es nichts, auf Ereignisse in der Geschichte zu verweisen - die Linkenwähler interessiert es auch nicht, daß da mal Mauer, Stasi und Stacheldraht war.

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Rede mit ihm darüber und frage, warum er bei der NPD ist. Was sind seine Gründe und dann kannst du es ihn vielleicht ausreden

Es ist hoffentlich nur eine Trotzphase , um sich vom konserativen Familienclan abzugrenzen ?

In dem Alter hängen die Jungs gern ihr Fähnchen in den Wind , der garantiert aus anderer Ecke -, als aus d e r der eigenen Familie weht !

Treibe ihn nur nicht mit Vorwürfen ( ..und Jammern über die Existenz Eurer Kneipe ) aus dem Haus .

Aber achte darauf , dass der braune Mob sich nun nicht in Eurer Kneipe etabliert !

Trotzphase... Wenn man bei denen wieder raus will, ist man seines Lebens nicht mehr sicher, und die Familie auch nicht!

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laß deinen sohn doch und zwinge ihm nicht deine spd auf. deine haltung ist arrogant und selbstherrlich. die deutsche jugend ist schließlich unsere zukunft!

Du hörst dich an wie ein Nazi NAZIS RAUS

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ich hoffe keiner von deinen gasten liest das

hmm es ist eine merkwürdige sache bei euch in deutschland mit dem ganzen nazi zeug.. ich bin ausländer in österreich und hier ist sowas verboten.

da ich ein serbe bin und mich in serbien auskenne ist mir dieser ganze nazi kram nichts neues... dort gibt es zuhauf nazi-parteien und nationalisten...

was du tun kannst ?

ihm versuchen zu erklären warum nazis dumm sind?

ihm versuchen zu erklären das er sich unnötig gefahren aussetzt?

ihm versuchen zu erklären das der staat die NPD nur erlaubt hat um die nazis besser im griff zu haben...

nunja ... momentan fällt mir nicht mehr ein aber ich meld mich fals meine birne noch was ausbrütet...

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