Heute morgen hats geknallt in meinem Zimmer....2 Glühbirnen sind explodiert! Ursache?

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ich tippe darauf, dass die birnen, sorry lampen, einfach durchgebrannt sind. irgendwann haben derartige leuchtmittel den punkt erreicht, wo der draht an einer stelle so dünn wird, dass er beim nächsten einschalten durchbrennt.

der kalte leuchtfaden hat einen 5- 10 mal kleinren innenwiderstand als der warme. daher...

dass es beide gleichzeitig erwischt hat, kann auch aus der spannungs/stromspitze resultiren, die die erste lampe beim übern jordan gehen verursacht hat.

dass bei so was die sicherung fliegt, das kann schon duchaus passiren. dass die lampe selbst ex oder implodiert, ist auch möglich, aber eher unwarscheinlich...

lg, anna

Das ist völlig normal, passiert in meinem Haushalt auch ab und zu mal. Glühlampe wechseln und Sicherung wieder ein dann ist wieder alles i.O. Auch eine Glühlampe hält nicht ewig!

Manchmal passiert so etwas eben. Wenn sich eine Glühlampe verabschiedet passiert dies in der Regel beim Einschalten mit einem kurzen hellen Blitz und aus die Maus.

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Aber in seltenen Fällen knallts halt auch mal. Wenns beim Abnippeln der Lampe die Sicherung raushaut, floss wohl plötzlich ein extrem hoher Strom oder es wurde sogar direkt ein Kurzschluss ausgelöst.

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Ist bei Bekannten auch einmal passiert. Dumm nur, dass die eine geschlossene Glocke (mit 5 mm dickem Glas) hatten. Denn die hatte anschließend unten ein hübsches großes Loch...^^

Die Glühbirnen sind nicht explodiert, sondern wenn dann implodiert. Und das kann schonmal vorkommen, vor allem wenn die Birnen schon etwas älter sind. Muss aber nicht zwingend so sein.

Wenn ein alt hergebrachtes Leuchtmittel in Form einer Glühlampe mit Wolfram-Glühfaden durchbrennt kann es unter bestimmten Umständen (Lage der Glühbirne, Stelle an der der Leuchtfaden bricht, Art und Menge der Gasfüllung) zu einem Kurzschluss kommen, der übrigens bei qualitativ hochwertigen Leuchtmitteln durch eine in die Lampe integrierte Feinsicherungen begrenzt wird, bevor der LS fällt (diese Sicherung ist für den Laien kaum erkennbar in den in Glas eingegossenen Zuführungen oder im Gewindeteil untergebracht).

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Der Kurzschluss entsteht ganz banal durch einen Lichtbogen. Die Induktivität der Wendel spielt dabei keine Rolle, da der Plasmakanal alleine durch das Auseinanderziehen der Wendel schon vorhanden ist, und nicht mehr extra gezündet werden muss.

Beim Abreißen des Glühfadens wird der Lichtbogen durch die Federwirkung der Wendel auseinander gezogen, es wird also der Heißwiderstand des Glühwendels durch die Funkenstrecke abgelöst. (Bricht der Glühfaden an mehreren Stellen gleichzeitig, kommt es meistens zu keinem Lichtbogen.)

Wie z.B. in einer Xenon Entladungs-Blitzröhre oder einer Funkenstrecke hat dieser Lichtbogen eine bestimmte Brennspannung. Da aber das 230 Volt Netz eine extrem niedrige Impedanz hat, kann die Betriebsspannung nicht auf die Brennspannung zusammenbrechen und stellt daher einen heftigen Kurzschluss dar, bis eben der LS oder die Sicherung auslöst.

Der Lichtbogen kann derart heftig ausfallen, dass es regelrecht zu einer Explosion des Leuchtmittels kommen kann, welche Bruchstücke in der Umgebung verteilt.

Bedingt durch den niedrigen Kaltwiderstand und dem damit verbundenen sehr hohen Einschaltstrom (bis zu 13x Nennstrom) wirken sich auch noch zusätzliche mechanische Kräfte auf einen bereits an einer Stelle markant geschwächten Glüh-Wendel aus und eine gealterte Glühbirne brennt daher vorzugsweise beim Einschalten durch.

Abfolge: der Glühwendel ist kalt, bekommt einen Stromschlag durch den Einschaltvorgang, gerät in Schwingung, erhitzt sich während er noch schwingt auf Nenntemperatur, erhält damit seine wesentlich geringere Warmfestigkeit und wird an einer bereits vorher geschädigten Stelle abgerissen. Ob es dann zur Lichtbogenbildung und damit Kurzschluss kommt: siehe oben.

Sehr schön erklärt. DH!

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