Hat euch der Panikhaken schon mal was gebracht?

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14 Antworten

Der Panikhaken soll auch dann nicht von selber aufgehen, wenn das Pferd voll rein rauscht. Dafür ist er gar nicht konzipiert. Seine Idee ist es, dass man mit einem Griff ein Pferd aus einer blöden Situation befreien kann ... nur, wenn eine Situation für ein Pferd blöd ist, wird man an seinen Kopf nicht wirklich hin kommen.

Eine Möglichkeit, wo ich die Dinger mir im Einsatz vorstellen könnte, wenn es sie aus hochwertigem Material gäbe und nicht nur in Billigguss, wäre, den Panikhaken z.B. in einen Anbindering einklinken und das Seil ins Halfter binden. DANN nämlich kommt man leichter hin, weil man das dem Pferd abgewandte Seilende erreichen muss.

ABER: Dieses Billigzeug bricht spröde und es schießen tausend kleine Splitter durch die Gegend, die zum Teil schwere Verletzungen hervorrufen. Und alleine das führt bei mir dazu, dass sowas nicht in Gebrauch ist.

Was man auch relativ leicht lösen kann und somit eine Anbindemöglichkeit ist, sind die Schnappschäkel aus dem Segelsport (da wird meist ein ganz dünnes Reepschnürl als Lösehilfe eingezogen, sodass man gar nicht direkt ran muss, wenn man das vorher ordentlich verlegt, dass das Pferd nicht selbst drauf tritt und sich damit befreit. Von Equest gibt es sowas wie den Segel-Schnappschäkel ohne Löseschnürchen, sondern mit Taster unter dem Begriff "Carathaken" ... allerding auch in Nickel. Hochwertiger als der Alltags-Panikhaken ist der auf alle Fälle, man spart sich die Granatsplitter mit dem, doch ist er auch schwer, was man bei Anwendungen wie der Verwendung im Führ- und Bodenarbeitsseil bedenken muss.

Ich schwöre inzwischen auf Messingkarabiner jeglicher Form, die sind hinterher zwar auch kaputt, aber sie ziehen sich unter der Last weich und langsam auf. Das nur, wenn die Last wirklich groß ist und das Aufziehen nicht die schlechteste Lösung ist. Es gibt wenigstens keine Sekundärverletzungen an Mensch und Tier.

Was ich zum Anbinden schon immer ablehne und auch gelernt habe, dass man das nicht macht, sind Halfter. Das sind Zäumungen zum führen, doch nicht zum anbinden. Zum Anbinden hatte man früher schon Halsringe und auch ich bin wieder zurück gegangen auf diese, weil hier eine Überlast weitaus weniger Belastend für die Halswirbelsäule der Pferde ist. Das beidseitige Anbinden macht es nicht besser, was die Belastung angeht und ist meiner Beobachtung nach eine Entwicklung aus einer Zeit, wo man sich nicht mit der Erziehung der Pferde beschäftigen mag und sich eine Möglichkeit suchen muss, nicht immer zwischen Pferd und Wand zu landen beim Putzen. Meine Pferde sind, wie ich es gelernt habe, so erzogen, dass sie frei stehen und ich sie nur kurz am Halsring anbinde, wenn ich kurz weg muss. Weiß nicht nicht von vornherein, dass es nicht lang dauert, bitte ich jemanden, beim Pferd zu bleiben oder bringe es nochmal in seine Herde.

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Kommentar von LyciaKarma
31.01.2016, 21:35

Danke! Das mit dem Halsriemen hab ich mir auch schon überlegt, allerdings lehnt sich mein Pferd noch am Halfter an. Ohne Halfter ist er verunsichert. Vielleicht gehe ich das aber nochmal an.

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Hallo,

ja einmal. Einmal wars nicht mein Pferd, Jungpferd hat auf einem Turnier den Anhänger zerlegt und hing halb über der Trennwand, Strick um Hals und die Beine geknotet - kein vor -kein zurück mehr möglich. Dank des Panikhakens konnte ich wenigstens den Strick losbekommen, so dass das Tierchen sich wieder halbwegs selbstbefreien konnte und wir den mit vereinter Kraft irgendwie aus dem Anhänger gepult haben.

Mein "Alter" war als ungpferd nicht anzufassen und hat auf GRund dessen ein Halfter auf der Weide getragen - ein billigteil das schnell reißen sollte - denkste. Auf der Weide lag vergraben ein altes Ackergerät (war logischerweise nich bekannt), und ist von den Junghengsten ausgegraben worden - Pferd hat sich mit dem HAlfter drin verhakt - Halfter riss nicht. War kein schöner Anblick. (Hat nichts mit dem Panikhaken zu tun, sollte nur verdeutlichen, dass auch Halfter nicht unbedingt reißen)

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Nein, hat er noch nie - ich habe da dieselben Geschichten erlebt wie du, einmal ist mir das Sch... Teil selber auf meine Hand gesprungen, das tat ordentlich weh. Dabei ging das Teil immer auf, wenn sich das Pferd geschüttelt hat - dann war er wirklich einmal in Panik, ging der natürlich nicht auf. Nur dann halt an meiner Hand. 

Ich selber nutze nur noch Stricke mit Karabiner - bevor der Panikhaken auf geht, zerspringt er und dann kann das auch ein Karabiner sein. Der geht nicht auf, wenn man mal das Pferd maßregeln muss, und ähnliches und wird nicht gefährlich. 

Mein Tipp: Schau nach Stricken mit ganz normalen Karabinern dran - Equiva hat da viele von!

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Panikhaken haben die angewohnheit grundsätzlich nur dann aufzugehen, wenn er es nicht soll. Bspw wenn man am Strick ruckt, dann öffnet der sich wunderbar. 

Bei angebundendenen Pferden reißt eher der Strick oder das Halfter als dass der Panikhaken aufgeht. Kenne leider auch einen Stallburschen, dem es den Daumern zertrümmert hat. Jetzt hat er nur noch 9 Finger... 

An den meisten Stricken sind Panikhaken dran, deshalb komm ich da irgendwie nicht wirklich drum herum. Und welche mit Karabiner zu finden ist ja schon ne Odyssee wenn man auch noch einen griffen Strick dran hängen haben will. Wirklich gute Stricke sind selten. Zum Spazierengehen nehme ich deshalb gerne das Rope mit einem Bullsnap. Zum Anbinden werde ich mir einen speziellen Verbinder kaufen, der keinen Panikhaken hat sondern Klettverschluss in der Mitte, welchen man im Fall der Fälle schnell lösen kann. 

lange Rede, kurzer Sinn: Nein, die Dinger haben mir noch nie was gebracht

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Kommentar von Punkgirl512
31.01.2016, 15:12

Equiva hat da eine sehr tolle Auswahl an griffigen Stricken, sowohl dicke als auch dünne, die mit Karabiner ausgerüstet sind. Man kommt also auch sehr gut um Panikhaken herum ;)

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Kommentar von Baroque
31.01.2016, 16:15

Equiva boykottiere ich aufgrund der "Tipps", die sie so verbreiten und von denen ich noch keinen gesehen habe, der nicht schädlich für Pferde ist. Da muss ich denen kein Geld geben.

Meine Seile kaufe ich allesamt im Segelladen oder im Bergsport und baue mir da dann die Karabiner ein, die ich drin haben möchte. Am liebsten knote ich die ein, sodass ich das Seil ohne Karabiner in die Waschmaschine geben kann. Seitdem habe ich wahre Handschmeichler mit genau dem Schwingungs- und Dehnungsverhalten, das mir für die jeweilige Anwendung taugt und muss nicht immer mit PP mehr oder weniger unzureichender Flechtung auskommen. Die Karabiner kaufe ich einzeln bei meinem Sattler oder Reiterladen oder eben wo ich sie bestellen kann.

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Nein. Und ich versuche auch,so gut wie nie welche zu nutzen. Aber leider muss man halt manchmal welche verwenden.
Ich würde nen ganz normalen Strick mit Karabiner. Die Dinger tuen auch total weh,wenn man den aufmacht/zumacht und die gehen immer falsch auf. Wie oft ist bei uns im Stall schon einer frei gewesen,weil dieser doofe Panikhacken gerissen ist.
Ich halte davon nichts und würde sie niemandem empfehlen.

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Nein - und ich halte von Panikhaken gar nichts. Ich kaufe lieber ein relativ billiges Halfter, das im Notfall reist, als einen Strick mit Panikhaken. Ich habe nur Stricke mit normalem Karabienerhaken.

Ein Panikhaken ist mal wärend der Hängerfahrt gerissen - somit gibt es diesen Schrott bei mir nicht mehr.

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Ich persönlich habe keine Panikhaken, ganz einfach aus den Grund dass wenn ich mein Pferd mal kürzer nehmen muss und es zieht dass dann sofort der haken aufgeht und dass für Pferd und Mensch sehr gefährlich sein kann. Wir haben nur in der Stallgasse (gleichzeitig der Putzplatz) haben wir feste anbindeseile und die sind mit Panikhaken damit wenn die Pferde in Panik geraten dass man sie schnell lösen kann (Offenstall)

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hey

ich binde nur mit panikhaken an. hat mir bzw zwei pferden schon arg geholfen. beide male anbinder umgehauen, pferd mit halbem anbinder auf dem weg nach timbuktu. ohne panikhaken hätten sich beide pferde irgendwann selbst das genick zerschossen. so konnte ich relativ "gefahrlos" einmal ziehen und sie waren frei...
das erlebnis brauch ich nun nicht noch n drittes mal,aber obwohl unsere anbinder inzwischen vernünftig gebaut wurden, binde ich trotzdem nur mit panikhaken an.
:)

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Kommentar von LyciaKarma
31.01.2016, 21:37

Wie kommst du denn bei einem Pferd in Panik noch an das Halfter ran? Kann mir das gerade nicht so vorstellen. 

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Kommentar von Viowow
31.01.2016, 21:48

habs bei dem einen geschafft, ihn per stimme so zu beruhigen das er kurz innegehalten hat. die sekunde hab ich genutzt. hätte auch schiefgehen können... bei dem anderen hingen eh schon 5 leute dran, der hatte quasi keine chance mehr.XD. aber auch das war eine sch...situation. naja, beide pferde haben sich seitdem nicht mehr gegen einen möglicherweise morschen anbinder...

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Kommentar von Viowow
31.01.2016, 21:48

*gelehnt

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Also einmal, da wollte sich meine ehemalige Reitbeteiligung einfach so wälzen als sie in der Halle angebunden war und hing dann einfach am Strick also sie lag schon halb aber ihr das Halfter war noch dran... Wir konnten aber schnell den Panikhaken öffnen... das war knapp!

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Kommentar von LyciaKarma
04.02.2016, 14:53

Wieso kann man bei euch in der Halle anbinden? Dafür gibts ja Putzplätze.. 

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Von "was Gebracht" kann ich nicht reden...letztens ist meiner RB das Pony zwei mal abgehauen (ist zum Glück immer zum Stall) der Panikhaken ist nicht aufgegangen - er ist jetzt in Zwei Stücken!

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Kommentar von LyciaKarma
01.02.2016, 06:44

Ich dachte, du hast deine RB rausgeschmissen?

Man führt ja auch nicht mit Panikhaken.. man bindet damit an, wenn überhaupt. 

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Kommentar von DCKLFMBL
01.02.2016, 09:41

Ich habe seit ein paar Wochen eine neue RB

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Ja, mir hat er schon zwei mal was gebracht, aber ich kenn ne Ausweichmöglichkeit für dich 😉 ich such mal ob ich ein Bild finde. Das sind so Plastikringe, die sich einfach öffnen. wenn also dein Pferd beim anbinden relativ ruhig steht hält das, wenn es sich erschrickt bzw daran zieht geht es auf und der Strick ist von Halfter los.

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Kommentar von Baroque
01.02.2016, 22:58

Ich kenn die Dinger ... gehen mit weniger Zug auf als man braucht, um eine Shampooflasche zu öffnen ... ein Witz, um ein Pferd anzuhängen, da kann ich es gleich frei stehen lassen.

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Wie du schon gesagt hast, wenn der Panikhaken aufgehen sollte ist er nicht aufgegangen. Also ich muss ehrlich sagen, gebracht hat er mir noch nichts...

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Ja, mir hat er schon mehrmals was gebracht und ich nutze  eher einen Panickhacken  als eine Karabiner.

Wenn dass Pferd mal auf der  Weide los schießt oder wo auch immer und einen fast über den Haufen rennt, dann ist  pferd mit einem Handgriff befreit und triit nicht noch auf den strick.

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Kommentar von LyciaKarma
31.01.2016, 21:36

Wie kommst du bei einem losrennenden Pferd an den Panikhaken, wenn ich fragen darf? Kann mir das grad schwer vorstellen. Führst du direkt am Halfter oder wie? 

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Bei Loesdau gibt's was ähnliches. Ich schau später ob ich's finde

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