Haben Kinder von reichen Eltern bessere Chancen im Leben (Bildung, Erziehung)?

15 Antworten

Hallo!

Auch reiche Kinder können total verzogen sein und deswegen chronisch anecken, weil sie nicht wissen, was wichtig ist, was im Leben wirklich zählt und worin gutes und manierliches Miteinander mit anderen Leuten besteht ----> erinnere mich an einen aufmüpfigen, frechen Arztsohn aus meiner Grundschulzeit, der schon beleidigt war, wenn nicht er es gewesen ist, der den Takt vorgeben durfte. Ein übler Prahlhans und Aufschneider, der später nach der Grundschulzeit mit der Privatschule und dem Privattennislehrer prahlte wo er gekonnt hat^^ den haben alle gemieden: Er war der Inbegriff eines verwöhnten dilettantischen Laberkopfs, der alle provozierte & aneckte, ohne was zu können. Was er heute macht, weiß ich nicht, die letzte Info war dass er irgendwo studiert. Beliebt war der hier in der Gegend nie, weil er keine Form von Erziehung hatte & die Eltern nie Zeit für ihn hatten. Der saß stundenlang allein zuhause und wenn jemand da war, wurde er so sehr verwöhnt, dass er jede Bodenhaftung verlor.

Bildung ist in Deutschland grundsätzlich kostenlos und teure, elitäre Privatschulen müssen nicht per se besser sein. Von daher sage ich, dass es eher das Umfeld ausmacht: Ich kenne selbst Kinder aus eher "bildungsfernen" Familien, die was wurden, weil sie das wollten und es selber in die Hand nahmen.

Ob ein Kind besser lernt und "was Besseres" wird, wenn man es von kleinauf mit zu Klassik-Konzerten, Dichterlesungen, Kunstvernissagen und Museen schleppt, ist die andere Frage. Ich persönlich hatte das alles nicht und bin auch was geworden, mit dem ich zufrieden bin und mit dem es auch andere sind. Mein Opa gab sich sehr viel Mühe im Rahmen seiner Kräfte, es gab zwar keine Kulturreisen um die Welt und keine Sonntagstouren in elegante Museen und Ausstellungen, aber dafür kümmerte er sich um alles, hielt die Welt mit aller Kraft aufrecht um mir eine sichere Kindheit und Jugendzeit zu bieten ... und das war auch was wert: Dieser ganz besondere Zusammenhalt bei uns war viel mehr wert als ein halbherziger Besuch in Museum und Kirche, wo man auf "perfekte Familie" macht, ehe man hinterher wieder streitet und stresst.

Es kommt auf die Atmosphäre an, in der ein Kind aufwächst, nicht auf das Geld und die Bildung der Eltern. Was nutzen das Bankkonto und die Bildung der Eltern, wenn diese sehr kühl sind und kaum in der Lage, ihrem Nachwuchs menschliche Werte zu schenken?

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Man hat in all den Jahren einiges erlebt.

Das heißt, daß dieses TL;DR auf subjektiven Erfahrungen beruht und Deine Generalisierung unzulässig ist.

Die Realität ist eine andere. Entsprechende Studien haben das nachgewiesen.

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Reichtum spielt nicht wirklich eine Rolle, denke ich mal.

Aber es ist so, dass Eltern die selber eine gute Ausbildung haben und somit auch meist gut im Leben stehen, ihren Kindern mehr Wissens-Futter mit auf den Weg geben.

Also ihnen viel vorlesen, Museen besuchen, mit ihnen kochen, backen, bauen und den unbändigen Wissensdurst den Kinder haben stillen, in dem sie ihnen alles einfach erklären oder nachlesen, falls sie es selbst nicht wissen.

Von daher kriegen Kinder deren Eltern darauf eingehen mehr mit über als Kinder die kaum beschäftigt werden.

Eigentlich wäre dies allen Eltern zugänglich, es gibt Bibliotheken die einen sehr günstigen Jahresbeitrag haben oder auch in gewissen Museen sind die Kinder gratis bis zu einem gewissen Alter.

Auch Ausflüge in den Wald kosten nichts und man lernt viel wenn man beobachtet und erklärt.

So gesehen liegt es nur an der generellen Lebenseinstellung.

Auch Ausflüge in den Wald kosten nichts und man lernt viel wenn man beobachtet und erklärt.

Soll das ein Witz sein?

Das mag ja für Forstarbeiter gelten, aber nicht für einen zukünftigen IT-Fachmann.

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@SchakKlusoh

Ach was, Bäume kommunizieren Unterirdisch....sie haben ein riesen Netzwerk über ihre Wurzeln aufgebaut und halten so zum Teil auch Strümpfe einigermassen am Leben, weil dieser Platz wichtig ist, dass er belegt ist.

Mein Mann ist Elektro Ingenieur und vergleicht seine Programme die er schreibt, jeweils auch mit meinem Garten. So haben wir beide unsere Gärten die aber jeder von uns nutzt und zu Erkenntnissen kommt.

Wer nur auf einer Schiene sich Gedanken macht, der übersieht manchmal dass Dinge auch anders zusammenhängen können.

Ein Kind das lernt zu beobachten, zu verstehen wie Wachstum geht.....das kann dieses Wissen in jeden Bereich der späteren Berufswahl herüber nehmen und in seinen Denkprozess einbinden.

Da alles mit der wachen Beobachtung und der Verknüpfung von unterschiedlichen Elementen beginnt, um flexibel denken zu können.

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@Prinzessle
Mein Mann ist Elektro Ingenieur und vergleicht seine Programme die er schreibt, jeweils auch mit meinem Garten.

Ist das ein Euphemismus, daß er ´wie Kraut und Rüben´ programmiert?

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@SchakKlusoh

Vieles was er schrieb benutzt du jeden Tag. Er ist nun pensioniert, arbeitete aber vorher in der Entwicklung und wird heute noch von 4 Firmen zu Rate gezogen. Also arbeitet er immer noch ca. zu 50 Prozent

Er hört das nicht gerne aber in einer Firma in der wir immer noch zu Geschäftsausflügen und -essen eingeladen sind, wird er Einstein genannt.

Also bekommt wohl den Leuten seine Kraut und Rüben Programmierung. Respektive wird noch heute darauf aufgebaut.

Der Vergleich zu einem Garten ist nicht schlecht. Denn auch ein Garten ist in ständigem Wachstum. Es gibt Grundelemente darin, wie eine Pergola, ein Gartenhaus oder auch Bäume. Aber der Rest verändert sich, passt sich den jeweiligen Bedürfnissen aber auch den Eckpfeilern an.

Es gibt eben auch verschiedene Gärten, viele sind sehr langweilig und bedürfen dennoch mehr Aufwand als ein verschlungener Garten mit Pflanzen die mit Bedacht gesetzt wurden und darum ihre volle Pracht entwickeln können und man quasi keine Arbeit mehr damit hat.

Du egal von wo aus du startest rund laufen kannst auf Wegen die so angelegt sind, dass du an jeden Punkt des Gartens kommst ohne je umkehren zu müssen, um wieder zurück zu kommen zum Haus.

Eben ich spreche hier nicht von einem Garten der ein paar Soldaten Blumen hat und einen langweiligen Rasen oder diese schrecklichen, kahlen Steingärten, die diesen Namen schon grad gar nicht verdienen. Denn ein Steingarten wäre eigentlich schön mit ihren Bewohnern darin. Halt eben dann nicht so steril, sondern dynamisch.

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Da spielen mehrere Faktoren als einfach nur Geld eine Rolle.

Bei mir selber habe ich Folgendes beobachtet:

1.)

Ich versuche besser zu sein als mein Vater. Ich möchte, dass er stolz auf mich ist. Meine Ziele sind also recht hoch gesteckt und ich tue alles im diese zu erreichen.

Wäre ich in einer Familie groß geworden in der mein Vater arbeitslos wäre oder nichts erreicht hätte, dann wäre dieses Ziel schnell erreicht. Der niedrigste Beruf wäre schon besser als das was mein Vater hätte und er könnte stolz auf mich sein, weil ich ihn übertroffen hätte.

2.)

Bei mir nicht zutreffend aber mit Sicherheit auch ein Grund für den größeren Erfolg von "reichen" Kindern.

Eltern mit viel Geld haben die Möglichkeit ihre Kinder bei ihren Vorhaben zu unterstützen. Gehen sie zum Beispiel studieren, dann müssen sie keinem Nebenjob nachgehen und können sich voll auf ihr Studium konzentrieren.

Wollen sie sich Selbstständig machen können die Eltern sie dabei unterstützen oder die Kindern können später den Betrieb der Eltern (falls vorhanden) sogar übernehmen.

Ich verstehe nicht, warum immer das Beispiel Studium kommt. Das ist kein Garant um erfolgreich zu werden.
Bis zum Studium haben alle Menschen, zumindest in Deutschland die absolut gleichen Chancen.
Bei viele „reichen“ Freunden (reich ist relativ, welches reich ist hier eig. gemeint?) habe ich beobachtet, dass die Eltern umso weniger unterstützen, je mehr Geld sie hatten. Meine Frau zB hat Medizin studiert und 3 Jobs nebenbei gehabt, obwohl die Eltern es sich locker hätten leisten können.

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@Lord2k14

Das sind subjektive Erfahrungen. Man kann sie nicht generalisieren.

Wieviele Dax-Vorstände kennst Du, die keinen akademischen Abschluß haben?

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@SchakKlusoh

Worauf willst du eigentlich hinaus. Ich bin selbst mein eigenes bestes Beispiel. Bin von zu Hause mit 16 raus. Hab Ausbildung Beruf und Studium neben dem Beruf gemacht. Wenn man will schafft man das! Aber es ist einfacher andere für das eigene Versagen verantwortlich zu machen.

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@Lord2k14
Ich bin selbst mein eigenes bestes Beispiel.

Das sind subjektive Erfahrungen. Man kann sie nicht generalisieren.

Aber es ist einfacher andere für das eigene Versagen verantwortlich zu machen.

Das ist eine Unterstellung, die mehrfach widerlegt wurde.

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Bildung definitiv, da andere Finanzielle Mittel vorhanden sind für zum Beispiel ein Studium. Ich musste neben dem Studium arbeiten, jemand der das nicht muss, kann sich noch mehr auf sein Studium konzentrieren.

Erziehung spielt keine Rolle, da sind andere Kompetenzen gefragt.

Sehe ich ganz anders. Die Erziehung ist der ausschlaggebende Punkt. Schule und Ausbildung sind kostenlos. Wenn die Eltern jedoch ein Lodderleben vorleben, was soll das Kind daraus lernen?
Und ein Studium ist mittlerweile bezahlbar geworden und es gibt jede Menge Fördermöglichkeiten. Bafög, Wohngeld etc.

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@Lord2k14

Das denke ich auch - dass Armut vererbbar ist, hängt vor allem davon ab, dass Eltern aus niedrigen sozialen Schichten ihren Kindern häufig keine adäquaten Anreize geben und sie nicht motivieren, nach höherem zu streben. Es findet dort einfach eine andere Prioritätensetzung statt.

Wobei es sich dabei natürlich nur um Tendenzen handelt, grundsätzlich jat jeder die Chance sich anders zu entwickeln, positiv wie negativ.

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@DieKatzeMitHut

siehe etliche junge Leute hier bei GF : wir kommen doch prima mit HARZT IV und Mietfreiheit - warm- zurecht : lohnt sich da das kaputt machen ? Klamotten gibt dazu auch noch !

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@Lord2k14
Schule und Ausbildung sind kostenlos. ...Und ein Studium ist mittlerweile bezahlbar geworden und es gibt jede Menge Fördermöglichkeiten. Bafög, Wohngeld etc.

Ich habe unten widerlegt, daß dies zu einer Verbesserung der Chancengleichheit geführt hat. Der Anteil der Studenten aus unteren sozialen Schichten sinkt seit Jahren.

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Das trifft es ziemlich genau. Danke.

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... und selbst wenn Du einen guten Abschluß hast, hat der Andere einen Vater, der im selben Golfclub wie der Personalchef ist.

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@Lord2k14
Das ist nicht die Regel!
  1. Doch. Das habe ich auch in Links belegt.Wer dennoch Karriere macht, ist die Ausnahme.
  2. Hast Du dafür irgendeinen Beleg (ausser Deinen persönlichen Erfahrungen)?
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Statt hier subjektive Meinungen (subjetiven Unsinn) abzufragen, solltest Du besser entsprechende Studien lesen:

Doppelte Benachteiligung durch Sortierung nach Milieu: Kinder mit niedrigem sozioökonomischen Hintergrund besuchen der Studie zufolge oft Schulen, in denen die übrige Schülerschaft aus einem ähnlichen Umfeld stammt. Das Problem: Bleiben diese Kinder weitgehend unter sich, fallen ihre schulischen Leistungen in vielen Ländern schlechter aus, als wenn sie in eine Schule mit Kindern aus besser gestellten Familien gehen.

Schulen, die überwiegend von Kindern mit niedrigem sozioökonomischen Umfeld besucht werden, sind laut Studie oft schlechter ausgestattet als andere - finanziell, materiell, personell. Auch Schulklima, allgemeine Motivation und Disziplin seien oft weniger gut. All dies verstärke die "doppelte Benachteiligung".

https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/oecd-studie-zu-chancengleichheit-deutschland-holt-auf-a-1234411.html

Eliten haben mehr Einfluß. Egal ob in der Politik, der Kultur oder der Wirtschaft. Das heißt, die Kinder können die Netzwerke der Eltern nutzen. Zum Beispiel um eine Lehrstelle oder ein Praktikum oder Auslandsaufenthalte usw. zu bekommen.

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