Hab ich die Evolutionstheorie von Darwin so gut zusammengefasst?

3 Antworten

Nein, hast du nicht.

Darwin hatte seinerzeit keine Ahnung, was Gene sind. Von Mutation hatte er auch noch nie etwas gehört. Außerdem solltest du deine Grammatikfehler ausbügeln: "weitervererbt" wird zusammengeschrieben und "Gene" ist ein Pluralwort, sie "werden" also weitervererbt.

Wie du es besser machen könntest:

Darwins Evolutionstheorie bestand aus zwei Teilen: Erstens der Abstammungslehre, zweitens der Selektionslehre. Dabei ging Darwin - zutreffend - davon aus, dass sich bestimmte Körpermerkmale bei einer Spezies immer weiter verstärken und ausprägen, wenn diese für die Individuen, die dieses Merkmal tragen, einen besonderen Vorteil bedeutet. Diese Theorie entwicklete er nach der Untersuchung der nach ihm benannten Darwin-Finken auf den Galapagos-Inseln: Vögel, die einander sehr ähnlich sind und sich nur anhand ihrer Schnabelform unterschieden - also eben eines bestimmten Anpassungsmerkmals an die auf der jeweiligen Insel vorkommende Nahrung.

Dadurch, dass bestimmte Individuen also besser imstande sind, Nahrung zu suchen, sparen sie wiederum bei anderen Lebensbereichen Energie ein. Sie entkommen ihren Fressfeinden schneller und finden schneller Partner zur Fortpflanzung. Dadurch, dass sie sich also häufiger und erfolgreicher fortpflanzen als die Individuen ohne das vorteilhafte Merkmal, vererben sie ihren Vorteil weiter an die nächste Generation, während das "unvorteilhafte" Erbgut aus der Population nach und nach verschwindet (Aussterben ist wieder etwas anderes; Aussterbeprozesse gehören zwar auch zur Evolution, aber damit hat sich Darwin eher weniger beschäftigt.)

Darwin ging außerdem davon aus, dass bestimmte Tiere nicht separat durch eine einmalige Schöpfung, sondern durch Abstammung von einer Urspezies hervorgingen und dass die besagten Finken also allesamt Nachfahren einer einzigen Vogelpopulation und damit sehr eng miteinander verwandt sind. Und nicht nur das: Überhaupt alle Lebewesen seien durch fortwährende Entwicklung aus einer einzigen Urspezies entstanden.

Diese Abstammungstheorie fand bereits zu Darwins Lebzeiten große Zustimmung und Anerkennung. DieTheorie der natürlichen Auslese wurde aber zu Darwins Zeit scharf angegriffen und nicht akzeptiert, erst viele Jahrzehnte nach seinem Wirken kam auch die Selektionstheorie zu wissenschaftlicher Anerkennung.

Woher ich das weiß:Hobby – Jahrelange Begeisterung für die Natur und ihre Bewohner.

Ich habe leider nur 30 sek für die Zusammenfassung

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@Regentropfen01

Dann ganz kurz:

Darwin fand heraus: sich ähnelnde Arten gehen auf gemeinsame Vorfahren zurück, diese Theorie nennt man heute Abstammungslehre; und außerdem fand er heraus, dass sich bestimme Körpermerkmale als Anpassung an die Umwelt entwickeln, wofür die natürliche Auslese verantwortlich ist - die Selektion.

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Hi, das ist leider nicht alles von Darwin.

Darwin kannte keine Gene, Mutation oder Rekombination, deswegen kann man es nicht unter seinem Fähnchen verkaufen, du musst näher an seiner Theorie dran bleiben, Gruß

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Biologielehrer SI/II a. D.

auf Darwin gehen im Grunde zwei Theorien zurück, die "Deszendenztheorie" und die "Selektionstheorie".

1.) Deszendenztheorie: Gleichbedeutend: Abstammungslehre.

Die Mannigfaltigkeit des Lebens auf der Erde ist das Ergebnis eines langen, immer noch andauernden Prozesses, der als Evolution der Organismen bezeichnet wird.

Darwin war ein Fan der Idee der Evolution, aber damals war diese Idee noch recht jung und nicht anerkannt, wie heute. Man dachte bis Darwin, wenn man mal von Lamarck absieht, dass die Arten so wie sie jetzt zu beobachten sind, seit Anbeginn der Welt bestünden. Dies deckte sich mit dem Schöpfungsbericht der Bibel. Anzunehmen, dass die Arten veränderlich seien oder sogar aus anderen hervorgegangen sein könnten, deckte sich nicht mit dem angenommenen Schaffen Gottes und war etwas ungeheuerliches, was zu Proteststürmen gerade in den Reihen der übermächtigen Kirche führte.

Darwin hat seine Ideen allerdings aus Beobachtungen abgeleitet, er bereiste jahrelang die Welt und beobachtete aufmerksam die Natur. So konnte er zu der Überzeugung gelangen, dass im Verlauf der Evolution sich die heutige Formenvielfalt der Lebewesen aus wenigen, primitiven und niedrig organisierten Ahnformen entwickelt haben muss.

Diese Deszendenztheorie oder Abstammungslehre geht klar auf Darwins Kappe, auch wenn es andere Verfechter gab, war er einer der prominentesten.

Nun ging es darum, die Triebkraft dieser Entwicklung zu beschreiben. Warum kam es zu dieser Entwicklung, in der Arten sich verändern und neue Arten entstehen? Was ist die Ursache der Evolution?

Die dazu entwickelte Theorie ist die

2.) Selektionstheorie.

In natürlichen Gruppen von Lebewesen einer Art (sog. Populationen) besteht ein teils erheblicher Nachkommenüberschuss, es werden viel mehr Nachlommen produziert, als letztlich überleben, die erblich bedingt variieren, also leichte Unterschiede in ihren Merkmalsausprägungen zeigen, von denen die bevorzugt überleben, deren Eigenschaften an die Umwelt besser angepasst sind, als ihre Konkurrenten.

Die Lebewesen stünden in einem ständigen Wettbewerb miteinander, um günstige Lebensbedingungen, um Nahrung und um Geschlechtspartner. Das führe dazu, dass sich vorteilhafte Merkmale, allmählich ausbreiten und an die Nachkommen weitergegeben werden. Es handele sich um eine natürliche Auslese (Selektion) durch die Lebensbedingungen der Natur, die die Evolution in Gang setze.

Darwins Hauptwerk "Die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl" schlug zur damaligen Zeit (1859) ein wie eine Bombe, weil es die Leute, die bisher weitestgehend nur an die Überlieferungen der Bibel glaubten, in Aufregung versetzte und zu leidenschaftlichen Diskussionen angeregt wurden, ob diese kühnen Hypothesen, abgeleitet aus den Beobachtungen der Natur, denn wahr sein könnten.

D.h. auf Darwin gehen diese beiden Theorien zurück Deszendenztheorie und Selektionstheorie, die du zusammenfassen solltest, wenn es ein Referat über Darwin sein soll. Good luck, Gruß, Cliff

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Ergänzung oft ist es kein Aussterben, ungünstige Eigenschaften bleiben in niederer Individuenzahl erhalten.

Und es fehlt, wie dad zur Artenbildung führt.

Geographische Trennung von Populationen, oder aber Ausweitung in eine neue ökologische Nische, samt Anpassung der Untergruppe, führt schließlich zur Bildung getrennter Arten.

Woher ich das weiß:Hobby – Neben Chemie (Studium) ... jede ist mein Hobby.

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