Globulis zur Geburtseinleitung

14 Antworten

Hallo, ist es möglich Globulis zur Geburtseinleitung direkt vor den Muttermund zu legen?

Reinlegen kannst du sie sicherlich. Eine Wirkung kannst du jedoch nicht erwarten, da Globuli lediglich Placebos sind.

Ich las nämlich, dass das manche so machen, doch das erschien mir ungewöhnlich

ungewöhnlich und überflüssig.

Ich denke das ein homöopathisches Mittel seine Wirkung auch entfalten kann wenn es vor den Muttermund gelegt wird. Ob das besser und sinnvoller ist kann ich nicht unbedingt sagen. Bei den Schüsslersalzen ist es auf jeden Fall so, das es auch auf den betreffenden Stellen als Salbe aufgetragen wird. Das erhöht die Wirkung tatsächlich. Aber Schüsslersalze sind Nidrigpotenzen die noch Wirkstoffe enthalten. Bei Hochpotenzen wie eine C30 wird es keinen Unterschied machen.

Auf keinen Fall empfehle ich eine Selbstbehandlung. Es gibt viele Hebammen die sich auskennen mit homöopathischen Mitteln die den Geburtsvorgang unterstützen. Da kannst du dich erkundigen ob dies in deiner Wünschklink angeboten wird.

Eine Geburt zu einem gewünschten Zeitpunkt einleiten finde ich nicht gut, egal ob das homöopathisch oder anders gemacht wird. Wenn es dem Kind im Mutterleib gut geht sollte man einfach abwarten und der Natur ihren Lauf lassen. Bei meinem letzten Kind war ich schon fast 42 Jahre alt. Als ich über dem errechneten Termin war haben mir einige Ärzte zugeredet ob ich nicht doch etwas wehenförderndes nehmen will. Eine Hebamme hat dann gesagt das Geburten meistens einfacher laufen wenn keine entsprechenden Medikamente gegeben werden. Die Geburt war dann 11 Tage nach dem errechneten Termin. Die Wehen waren nicht ganz regelmäßig, wenn ich von der letzten Wehe noch etwas erschöpft war, war der Abstand zur nächsten Wehe etwas größer. Ich hatte eine schnelle einfache Geburt.

Natürlich gibt es auch Frauen die wirklich eine Wehenschwäche haben. Da sollte man dann eingreifen wenn es absehbar ist das es dem Kind schaden würde. Sinnvoll wäre es in solchen Fällen wenn die Frau spätenstens in der Schwangeschaft eine sogenannte homöopathische Konstituonsbehandlung beginnen würde. Damit wäre dann zur Geburt optimalste Mittel gefunden. Natürlich weis man das vorher manchmal nicht, man könnte sich erkundigen ob in der Familie schon Geburtskomplikationen aufgetreten sind. Ein guter Homöopath findet dann durch Befragung über die gesamten symtome heraus, ob es sinnvoll ist eine Behandlung zu machen.


uteausmuenchen  14.11.2013, 12:54

Ob das besser und sinnvoller ist kann ich nicht unbedingt sagen.

Das kann niemand, weil eine spezifische Wirksamkeit einer homöopathischen Hochpotenz bei keinem Präparat und keiner Anwendungsart eindeutig nachweisbar ist. Wo also keine spezifische Wirksamkeit nachweisbar ist, ist auch die Wirksamkeit nicht vergleichbar.

Bei den Schüsslersalzen ist es auf jeden Fall so, das es auch auf den betreffenden Stellen als Salbe aufgetragen wird. Das erhöht die Wirkung tatsächlich.

Klar. Zum Placebo kommt die entzündungshemmende Wirkung der reinen Vaseline zum Einsatz. Eine darüberhinausgehende Wirksamkeit ist aber auch für kein Schüßler-Salz nachgewiesen.

Aber Schüsslersalze sind Nidrigpotenzen die noch Wirkstoffe enthalten.

Aber bei D6 oder D9 keineswegs in pharmakologischer Dosierung. Schüßlersalze basieren ja auf der (medizinisch falschen) Annahme, jede Erkrankung im Körper beruhe auf Meíneralstoffmangel, den es mit den Salzen auszugleichen gilt. Nur enthält ein einziges Glas Trinkwasser von den gängigen Schüßler-Salzen mehr als die Salze in D6/D9 in wirklich großzügiger Dosierung. Einen Mineralstoffmangel kann man aber nur durch Zuführen des Mineralstoffes ausgleichen. Das sollte eigentlich logisch sein.

Bei Hochpotenzen wie eine C30 wird es keinen Unterschied machen.

Der Wirkstoff ist jedenfalls sicher nicht mehr in den Globuli enthalten. Allerdings würde ich mir persönlich kein medizinisches Urteil zutrauen, ob der Milchzucker den Säure-/Basenhaushalt im Muttermund verändert oder das Risiko einer Pilzinfektion der Scheide durch die Anwesenheit verdaubarer Kohlehydrate erhöht. Solche realen Risiken werden in der Glaubensmedizin gerne außer Acht gelassen. Man sollte daher einen Arzt fragen, ob diese Form des Placebos Risiken brigt.

Sinnvoll wäre es in solchen Fällen wenn die Frau spätenstens in der Schwangeschaft eine sogenannte homöopathische Konstituonsbehandlung beginnen würde.

Die Behauptung, dass diese Maßnahme sinnvoll sei, kannst Du doch sicher durch einen Link in die Fachliteratur (Studie) belegen. Wenn keine entsprechende fehelrfreie Studie die Behauptung stützt, finde ich es gewagt, solche unbelegten Aussagen als medizinische Tipps zu verbreiten. Gelinde gesagt.

Marigoldi  16.11.2013, 15:28
@uteausmuenchen

Ich habe leider keine Zeit hier stundenlang nach Studien zu suchen. Ich weis das du sie auf jeden Fall zerpflücken wirst und irgendein Detail findest warum diese Studie anfechbar sein sollte. Und wenn es nur die Zustimmung der Probanden und ihre positive Einstellung gegenüber der Homöopathie ist. Was aber in keiner mir bekannten Studie wirklich ein Thema ist ob der Proband nun eine positive oder eine negative Erwartungshaltung gegenüber der Behandlung hat. Wäre sicher interessant da in jedes Studiendesign aufzunehmen. Hier noch eine Studie die uteau münchen bereits kennt. Aber ich will ja dem Fragestelller eine Antwort geben und nicht meinen Komentar immer wiedergegenüber uteausmünchen rechtfertigen. http://www.carstens-stiftung.de/artikel/homoeopathie-bei-weiblichen-fruchtbarkeitsstoerungen.html

uteausmuenchen  17.11.2013, 01:50
@Marigoldi

Ach Marigoldi,

Hier noch eine Studie die uteausmünchen bereits kennt.

Richtig. Und sie ist grob fehlerhaft.

Aber ich will ja dem Fragestelller eine Antwort geben und nicht meinen Komentar immer wiedergegenüber uteausmünchen rechtfertigen.

Und warum verlinkst Du dann eine Studie, die a) mit Geburtseinleitung nichts zu tun hat und b) von der ich Dir bereits ausführlich erklärt habe, dass sie grob fehlerhaft ist. Warum empfielst Du auf Basis bekannt falscher Belege? Erkläre das lieber der Fragestellerin...

Hier Studie und Einwände:

http://www.carstens-stiftung.de/wissen/hom/pdf/klin_gerhard_tpk.pdf

  • Die Studie ist winzig, rund 20 Patientinnen pro Gruppe - und allein damit schon nicht sehr aussagekräftig, was die Autoren sogar bestätigen, indem sie sagen, dass ""unsere Arbeit nicht geeignet ist, einen Wirksamkeitsnachweis für homöopathische Therapie zu erbringen"".

  • Sie ist nicht randomisiert. Den homöopathisch behandelten Patientinnen wurden einfach hormonell behandelte zugeordnet.

  • Die Studie ist nicht verblindet.

  • In der Homöopathiegruppe befanden sich ausschließlich Patientinnen, die dieser Behandlung zugestimmt hatten. Wir können also zusätzlich zur fehlenden Verblindung noch ergänzen, dass alle Patientinnen in der Homöopathiegruppe der Homöopathie gegenüber positiv eingestellt waren. Sie waren quasi "handverlesen".

Fehlende Randomisierung und Verblindung gelten normalerweise in medizinischen Studien allein als schwerer Mangel.

  • Es gibt keine Placebogruppe. Wir wissen also nicht, welche der beobachteten Ergebnise auch ganz ohne Behandlung möglich gewesen wären. Die zweite Gruppe der Patientinnen erhält konventionelle, hormonelle Therapie.

Laut Aussagen der Autoren sind die Gruppen bezüglich aller für die Studie relevanten gleich. Doch ist das keineswegs so eindeutig durch die Daten belegt, wie es zunächst den Anschein hat.

Wie die Autoren schreiben, spielt das Alter der Patientinnen eine empfindliche Rolle sowohl bei ihren Chancen auf eine Schwangerschaft als auch bei ihrem Risiko, eine Fehlgeburt zu erleiden.

Aus Tabelle 1 geht hervor, dass beide Gruppen tatsächlich auch eine ähnliche Altersstruktur haben. Tatsächlich werden in beiden Gruppen gleich viele Frauen schwanger. - Und damit hört die Information auch schon auf. Wir erfahren nicht, welche Patientinnen aus den beiden Gruppen schwanger wurden; für die weiteren Ergebnisse wäre es aber sehr wichtig, das zu wissen:

In der Gruppe der hormonellen Behandlung erleiden 4 Frauen eine Fehlgeburt. Hier wäre es also extrem interessant für die Beurteilung dieses Ergebnisses zu erfahren, wie denn das Alter der jeweils 6 Patientinnen gewesen ist, die schwanger wurden. Warum enthalten uns die Autoren der Studie so eine wichtige Information vor? Gerade nachdem sie selbst gesagt haben, dass es bei höherem Alter der Patienten häufiger zu Abbrüchen kommt.

Darüberhinaus verwundern aber die Ergebniszahlen ganz allgemein:

Im Text heißt es über die Homöopathiegruppe ""Insgesamt 10 Frauen hatten einen Uterus myomatosus oder hormonelle Störungen"". In Tabelle 1 finden sich in der Homöopathiegruppe jedoch nur 4 Frauen mit Myomen und 4 mit Hormonstörungen. Wo sind die anderen 2? Laut dieser Tabelle gab es in der hormonell behandelten Gruppe 1 Patientin mit Myom und 2 Patientinnen mit Hormonstörungen.

Bei den Ergebnissen (Tabelle 2) besserten sich jedoch angeblich in der Homöopathiegruppe die Hormonstörungen bei 3 von 6 Patientinnen (obwohl es laut Tabelle 1 nur 4 von ihnen gab), in der hormonell behandelten Gruppe bei Null von 6(!) Patientinnen (obwohl es laut Tabelle 1 nur 2 von ihnen gab). Wie kann das sein?

Laut Tabelle verschwanden in der Homöopathiegruppe 2 der 4 Myome, in der Vergleichsgruppe das einzige eingangs vorhanden Myom. Doch wie kann es überhaupt sein, dass in der Homöopathiegruppe viermal so viele Myome eingangs vorhanden waren? Laut Autoren stimmten die Gruppen in allen für die Studie relevanten Werten überein - und bei den Behandlungserfolgen bei den Myomen handelt es sich um einen Ergebniswert. Wie können sich hier die angeblich so gleichen Gruppen um einen Faktor 4 unterscheiden??

Und noch ein Zuckerl: Wenn Du auf obigen Link gehst, wirst Du feststellen, dass eine Seite der Studie fehlt - die Seite 314. Ich habe die Seite inzwischen gelesen, ich kümmere mich ja um Deine Einwände. Ich zitiere von der versehentlich fehlenden Seite (wie wollen ja nichts unterstellen, nicht wahr?)

"Selbstverständlich ist damit nicht bewiesen, dass die Schwangerschaften in der Homöopathiegruppe auf der Wirksamkeit der homöopathischen Mittel beruhen. Es ist durchaus auch denkbar, dass ein Placebo-Effekt vorliegt bzw. die intensive Beschäftigung des Arztes mit dn psychischen und somatischen Besonderheiten der Patientin diesen günstigen Einfluss hatte. Wie wir in einer früheren Studie zeigen konnten, waren spontane Schwangerschaften bei allen Arten von Hormonstörungen möglich."

Klingt für mich ganz anders als die Darstellung der KVC..

uteausmuenchen  17.11.2013, 01:54
@uteausmuenchen

Und nur um darauf hinzuweisen, dass es mir aufgefallen ist, Marigoldi: Du bist nicht auf einen einzigen fachlichen Einwand meines obigen Kommentars eingegangen und hast folgerichtig auch keinen entkräftet.

brido  18.11.2013, 07:54
@uteausmuenchen

Er attackiert nicht frontal sondern seitlich, sodass manche sein Verhalten für eine "Meinung" halten. Leiser Spott, Ablenkung, Verdeckung der wichtigen Beiträge durch spam (Kurze nichtssagende multiple Meldungen, Artikel aus der Systempresse, oder Originaldokumente vom System (Propaganda), oder mutet den usern Ausführungen zu, die mit dem Thema nichts zu tun haben.

Hoppalla2013  18.11.2013, 14:08
@brido

Zu dem Kommentar fällt mir folgendes ein:

Er attackiert nicht frontal sondern seitlich, sodass manche sein Verhalten für eine "Meinung" halten. Leiser Spott, Ablenkung, Verdeckung der wichtigen Beiträge durch spam (Kurze nichtssagende multiple Meldungen, Artikel aus der Systempresse, oder Originaldokumente vom System (Propaganda), oder mutet den usern Ausführungen zu, die mit dem Thema nichts zu tun haben.

Bennykater  18.11.2013, 15:50
@brido

@brido

Ach brido, dies ist der dritte wortgleiche, sinnfreie Kommentar von dir, der hier in gf heute auftaucht. Wieviele davon hast du denn noch gestreut? Sonst hast du keine Argumente? Bloß persönliche Angriffe? Sehr dünn.

Marigoldi  19.11.2013, 18:05
@Bennykater

In der Kritik zur Studie in dem obrigen Link steht das die Frauen die dann homöopathisch behandelt wurden in der Regel schon eine Hormontherapie hinter sich hatten. Also sie hatten zuerst der Schulmedizin vertraut. Von einem Placeboeffekt kann in diesem Zusammenhang nicht die Rede sein.

Eine Studie mit Placebos bei der Geburtshilfe wäre übrigens grob fahrlässig. Entweder es ist ein Notfall vorhanden und eine Behandlung notwendig, oder es wird keine Behandlung durchgeführt. Im Notfall kann man nicht Placebokontrollierte Studien machen.

uteausmuenchen  20.11.2013, 11:46
@Marigoldi

Marigoldi

wurden in der Regel schon eine Hormontherapie hinter sich hatten. Also sie hatten zuerst der Schulmedizin vertraut. Von einem Placeboeffekt kann in diesem Zusammenhang nicht die Rede sein.

Bitte noch einmal genau lesen! Es waren die Worte der Studienleiterin, die ich zitiert habe, nicht die eines bösen Homöopathiegegners. Die Studienleiterin selbst weist darauf hin, dass es sich um Placeboeffekte gehandelt haben kann. Es geht in dieser Thematik sehr viel über psychologische Einflüsse, wie gut die Paare entspannt mit dem Problem umgehen. Und da kann ein vertrauensvolles Gespräch und das Gefühl, jetzt mit der Wunschtherapie behandlt zu werden, sehr viel bringen.

Vielleicht solltest Du Dich umfassender mit dem Thema Placeboeffekt befassen, ganz unabhängig von der Homöopathie...?

Ich verlinke mal das pdf eines sehr guten Vortrags zum Thema...

http://www.mraz.de/Qualitatszirkel/placebo_Mestel.pdf

Marigoldi  20.11.2013, 15:30
@uteausmuenchen

Mit dem Placeboeffekt sollten sich vielleicht die Schulmediziner befassen wenn er, nach eurer Ansicht, gleich hohe Erfolge in dieser Studie hat wie die konventionelle Behandlung. Besonders die Schulmediziner die behaupten das Homöopathie nur Placeboeffekt ist sollten sich damit befassen. Da gibt es wohl keine Studie bei Kinderlosigkeit.

uteausmuenchen  21.11.2013, 22:40
@Marigoldi

@ Marigoldi

Mit dem Placeboeffekt sollten sich vielleicht die Schulmediziner befassen

=) Scherzkeks! Was glaubst Du, wer den Placeboeffekt entdeckt hat...? Und ja, die Medizin erforscht den Placeboeffekt sogar sehr intensiv. Hier ein interessanter Link dazu:

http://www.zdf.de/Abenteuer-Forschung/Die-Wirkung-des-Nichts-22862654.html

wenn er, nach eurer Ansicht, gleich hohe Erfolge in dieser Studie hat wie die konventionelle Behandlung

Lesen, Marigoldi, lesen: Das waren nicht "wir" (wer immer das sein soll), sondern die Autorin der Studie, die schrieb "Es ist durchaus auch denkbar, dass ein Placebo-Effekt vorliegt bzw. die intensive Beschäftigung des Arztes mit dn psychischen und somatischen Besonderheiten der Patientin diesen günstigen Einfluss hatte."

Dass die Autorin keine Placebogruppe in die Studie eingebaut hat, ist wohl kaum der evidnzbasierten Medizin anzulasten anzulasten, sondern allein dem Studiendesign der von Dir verlinkten Studie.

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