Gibt es einen Mehrwert durch Maschinen?

3 Antworten

Was Marx als Mehrwert definiert ist der Teil des Produktpreises, der übrig bleibt, nachdem Materialkosten und Arbeitslohn (bzw. Lebenserhaltungskosten des Arbeiters und seiner Familie) abgezogen wurden.

Die Machine nimmt in dieser Überlegung bereits den Platz des konstenten Kapitals ("C") ein, sie ist also nicht primär Produzent vom Mehrwert, sondern Kostenfaktor der Produktion, womit sie, je nachdem, wie hoch ihr prozentualer Anteil am Gesamtpruodukt in Reallation zum variablen Kapital (sprich der menschlichen Arbeit oder "V") indirekten Einfluss auf die Größe des Mehrwerts hat, ihn aber nicht produziert.

Marx hat vor 150 Jahren geschrieben, kannte dementsprechend noch keine Computertechnik etc. und musste also davon ausgehen, das die Maschine primär Arbeitswerkzeug des Arbeiters ist, weil es Arbeiter zu ihrer Bediehnung bedarf, ohne die nichts hergestellt werden kann, was in der rein mechanischen Produktion auch zurtifft. Demnach ist die Maschiene in keinem Fall Produzent vom Mehrwert, sondern Produktionsmittel, dass den Anteil des Mehrwerts am Wert des Gesamtproduktes zwar tendenziell beeinflussen, diesen aber nicht selbst erzeugen kann.

Für den Einfluss wiederrum gilt nach Marx und auch diese Überlegung ist nachvollziehbar, dass der Amteil des Mehrwerts am Gesamtprodukt tendenziell steigt, wenn der Anteil des konstanten Kapitals gegenüber dem des variablen Kapitals in der Erzeugung des Arbeitsproduktes zunimmt, oder einfacher:

Die Gewinnspanne steigt tendenziell an, je mehr Anteil des Arbeitsproduktes durch Maschienen statt durch Menschen geleistet wird, weil deren Erhaltungs und Energiekosten tendenziell geringer sind, als die der Arbeiterfamilie, gemessen an der Produktionseffizienz.

Mehrwert erzeugen, könnten Maschinen lediglich, wenn sie ohne jede Menschliche Bediehnung selbstständig produzieren könnten, was sie zu seiner Zeit ncht konnten (in Zukunft werden sie es vielleicht in größerem Umfang können). Im Gegensatz dazu kann der Mensch aber eben sehr wohl ohne Maschine arbeiten, nur eben mit deutlich geringerer Produktivitäts- und Arbeitseffizienz.

Dennoch ist es die Menschliche Arbeit, die den Wert einer Ware durch die verarbeitung von Rohstoffen bildet, ob dies mit Hilfe von Maschinene geschieht oder ohne, die Maschinen wiederrum sind lediglich Werkzeuge, die nicht vollständig eigenständig arbeiten können und da liegt dr qualitative Unterschied.

Deswegen produzieren Maschienen nach Marx selbst keinen Mehrwert, sondern sie dienen nur als Mittel der Produktion des selben, in der Hand menschlicher Arbeiter, die weiterhin die eigentlichen Produzenten sind, während die Maschinen lediglich durch Verschleiß Wert einbüßen.

Was diesen Zusammenhang betrifft, war das in seiner Zeit sicherlich sehr scharfsinnig und man kann das so stehen lassen. Ob das für die heutige Zeit wo man immer weiter ist auf dem Weg zur Vollautomatisierung und zur digitalen Steuerung sind, ist eine andere Frage. Um es tatsächlich in dieser Ausführung zu widerlegen, sprich Maschinen zum Produzenten von Mehrwert in dieser Logik zu machen, würde es der Entwicklung einer tatsächlich vollkommen autonomen KI bedürfen. Ob das wiederrum möglich ist, da bin ich überfragt.

Hallo, der Begriff "MEHR(-)WERT" trägt die Antwort bereits in sich.

Alle das was wir bewegen, um Handel zu betreiben, beinhaltet also "MEHRWERT"

Zu deine Frage, wenn der Handelnde Mensch Güter, welcher Kategorie auch immer, kauft und verkauft, wird durch den "MEHRWERT" aufgewertet, so also auch bei einem Maschinen-Handel, auch hier ist der "MEHRWERT" sprichwörtlich ein wichtiger Faktor. Jo.

Nein, das können sie nicht, denn es sind ja nur Werkzeuge, Nur über lebendige Arbeitskraft kann Mehrwert generiert werden.

Mal ein ganz simples Beispiel: Ein Arbeiter benutzt für seine Arbeit einen Spaten. Nun kann man unmöglich hingehen und den Spaten als Mehrwertquelle ansehen, vielmehr die durch den Spaten gesteigerte Arbeitskraft des Arbeiters, der so vergrößerten Mehrwert schafft.

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