Gibt es auch "negative" Nahtoterfahrungen? ("hölle") usw

25 Antworten

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Negative Erfahrungen sind selten, aber es gibt sie. Da ich dazu schon mal viel Text gepostet hatte, verlinke ich nur: http://www.gutefrage.net/frage/links-zu-nahtoderfahrungen-suizid-gesucht

Ich finde es zwar gut, dass auch neu Interessierte hier antworten ("Mir sind ausschließlich Nahtoderfahrungen mit "Leben läuft vor den Augen ab" und "weißes Licht" bekannt."), aber das ist doch nur ein winziger Ausschnitt des Erfahrungsspektrums und gutefrage kann mehr ;)

Eine statistische Auswertung, welcher Art Erfahrungen vorkommen, hänge ich al Tabelle an (Bildanhang Tabelle, Quelle: Zeitschrift "Transpersonale Psychologie und Psychotherapie" 2/2005, Artikel "Nah-Todeserfahrungen" von Michael Schröter-Kuhnhardt, Heidelberg

 - (Tod, tot, negativ)

Wer mit wissenschaftlichen Anspruch an die Sache rangeht, sollte sich vorab informiern, was bereits belegt ist: http://www.near-death.com/evidence.html

Zuguterletzt noch ein Buchtipp: "Pim van Lommel - Endloses Bewusstsein: Neue medizinische Fakten zur Nahtoderfahrung" (2009)

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Nachdem ich doch noch mal Tante Google kontaktiert habe, bin ich auf Blog und Buch von Nancy Evans Bush gestoßen: http://www.dancingpastthedark.com/book/

Hier geht es zum großen Teil um die negativen Nahtoderfahrungen, die auch deshalb so unbekannt sind, weil die Erfahrenden nicht gerne darüber reden - der Störfaktor soziale Erwünschtheit bei "hey, ich war bereits mit einem Fuß in der Hölle" ist groß - ganz abgesehen, von der Belastung der Erinnerung daran.

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Sehr schöne, fundierte Antwort, danke!

Ein literarisches Beispiel ist bei Charles Dickens zu finden, "A Christmas Carol".

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Vielen Dank für solch diesen äußerst interessanten und qualifizierten Beitrag, sventheman.

LG, Achim

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Danke für den Stern und die Userfeedbacks!

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Ja, diese Erfahrungen gibt es, auch wenn sie, je nach Autor, nur wenige Prozent ausmachen. Entgegen landläufiger Legenden treten sie nicht vorwiegend bei Suizidversuchen auf, sondern etwa gleichverteilt bei allen Arten von Todesnähe-Situationen, also auch bei Unfällen, Erkrankungen. Möglicherweise gibt es leichte Häufungen, wenn psychisch wirksame Medikamente oder Drogen im Spiel sind, aber das wäre dann keine Nahtod-spezifische Wirkung, sondern einfach die Wirkung der Droge. Umgkekeht dominieren z.B. laut Kenneth Ring (1984, "Heading towards Omega", aus dem Gedächtnis) positive Erfahrungen unabhängig der Nahtod-Umstände (inkl. Suizid) im Rahmen der statistischen Daten gleichermaßen.

Dass in der Literatur oft behauptet wird, dass Suizidversuch-NDEs fast immer negativ seien, hat einen ganz anderen Grund: Man will etwaige depressive Leser vom Suizid abschrecken. Ich vermute schon seit vielen Jahren, dass es einen Kodex gibt ähnlich dem Suizid-Abschnitt im deutschen Pressekodex, laut welchem die Medien nur in Ausnahmefällen und nur äußerst zurückhaltend über Suizide berichten sollen, um den "Werther-Effekt" zu vermeiden. Solche Ammenmärchen zu verbreiten, wie Raymond Moody es tat, ist dennoch unverantwortlich, weil damit auf den Gefühlen der Hinterbliebenen herumgetreten wird. Ehrlicherweise sollte man sagen: Zwar deuten Nahtoderfahrungen auf ein fast immer positives Schicksal nach dem Tod hin (und zwar auch bei Suizid!), aber einen Beweis liefern sie nicht.

Ich fand meine nur begrenzt spaßig, würde sie aber auch nicht als 'Hölle' bezeichnen.

Es kommt vielleicht darauf an, was man selbst "braucht", um die Richtung zu korrigieren.

Ja, die gibt es. Einige Menschen meinten, dass sie nicht "das weiße warme Licht" sahen, sondern sich in diesem Augenblick kalt und verlassen fühlten. Häufig bei Menschen, die fast in einem kalten See ertrunkten wären ist das passiert. Ob es die kälte des Wassers, ein schlechtes Gewissen oder eine negative NTE ist kann niemand sagen.

ich empfehle Reinkarnationssitzungen zu machen, am besten wenn Du dafür eine CD organisierst ( Doreen Virtue ) In den Sitzungen ist es möglich den eigenen Tod in einem vergangenen Leben zu erfahren und die Gefühle davon zu erleben, allerdings nur die im Gehirn stattfinden, der Körper bleibt unberührt von jeglichem Schmerz.

Der Tod bzw der Austritt der Seele aus dem Körper soll sehr angenehm empfunden werden und man kann dann den eigenen Körper liegen sehen und betrachtet die Sterbesituation von oben, so wie es bereits in vielen Filmen gezeigt wurde.

Man schwebt dann über dem verstorbenen Körper und ist nicht in der Lage den anwesenden mitzuteilen dass sie nicht trauern müssen weil es dir als Seele gut geht und keine Schmerzen mehr da sind.

Um selber herauszufinden also die Reinkarnationssitzungen machen. Ist sehr entspannend und ich bin sicher es löst viele Probleme auf die man sich unnötig macht.

Allerdings wird es nicht gleich in der ersten Sitzung klappen weil Du nur soviel zu sehen bekommst wie Du verkraften kannst. Dein Unterbewußtsein wacht über Dich und Du brauchst keine Angst haben etwas furchtbares dabei zu erleben.

Probiere es aus und staune

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