Gedicht Geschichte Völkerwanderung?

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2 Antworten

Das ist eine Ballade "Das Grab im Busento" von August Graf von Platen, in der romantisierend die Bestattung des Westgotenführers Alarich I. beschrieben wird. Die Westgoten hatten Rom eingenommen und geplündert, Alarich war nun Herrscher dort. Die Goten trauerten ihm nach, er mußte nun in Italien begraben werden, fern der eigentlichen Heimat im Balkan (410 n. Chr.). Er wurde im Fluß Busento begraben. Dazu soll angeblich der Fluß umgeleitet worden sein, damit man sein Grab nie findet.

Es geht um den Tod des westgotischen Königs Alarich in Süditalien am Fluss Busento. Alarich hatte als energischer und geschickter Anführer seiner Westgoten jahrelang im Kampf mit den Ost- und den Weströmern gelegen, war auf langen Kriegszügen durch Griechenland und Italien gekommen und hatte 410 Rom erobert, eine für das Römerreich schockartige Katastrophe. Sein Ziel war, Aufnahme im Römerreich und Land zu bekommen, was die Kaiser ablehnten. Noch recht jung starb er dann 410, bevor er die reiche Provinz Africa angreifen konnte.

Das Grab im Fluss ist nicht historisch; erst später kam diese Sage auf, in der dem strahlenden Helden die treulosen Römer entgegengesetzt wurden. Platen griff im 10. Jh. diese Sage auf und nutzte sie im nationalen Sinn: Germanen positiv, die "Welschen" (Römer, Italiener, Franzosen) habsüchtig.

Trotz der klischeehaften Handlung hat das Gedicht seinen sprachlichen Reiz, v. a. der Beginn und das Ende.

Hey, vielen Dank, aber was genau ist jetzt die Aussage des Gedichts und was ist das für dich für eine Stimmung ?

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@LinaMeyer12378

Aussage: Edle und treue Germanen schaffen zu Ehren ihres Königs das scheinbar Unmögliche

Stimmung: Anfangs unheimlich, düster, melancholisch, gegen Ende pathetisch, opernartig.

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@eiapopeia

Könntest du mir noch sagen, wie hier die Goten und Römer dargestellt werden ?

Die Goten würde ich sagen sehr loyal ihrem König gegenüber und sehr stark..

die Römer werden eher negativ dargestellt, daher auch die „Umleitung“ des Flusses, damit das Grab vor römischen Truppen geschützt ist. Was würdest du sagen ?

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Korrektur: im 19. Jh. nicht im 10. ...

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