Frage bzgl. Runterschalten bei Schaltgetriebe?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
...in der Fahrschule wurde mir gesagt, dass das Getriebe bzw. die Kupplung Schaden nehmen kann, wenn man beim Runterschalten Gänge überspringt, also z.B. vom 4. in den 2. Gang schaltet

Das stimmt grundsätzlich, allerdings nur, wenn man es falsch macht. Führt man einen Drehzahlangleich durch (diesen machen manche neuere Fahrzeuge sogar automatisch), oder gibt, noch besser, "Zwischengas", ist ein Schaden nicht zu befürchten, weil dann die Reibarbeit zwischen Schwungrad und Kupplungsscheibe, bzw. an den Synchronringen verringert, bzw. im Optimalfall quasi auf null gesetzt wird. Denn das Problem beim Überspringen von Gängen sind die großen Drehzahlunterschiede.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Du musst beim Hoch- oder Runterschalten sowieso immer erst in den Leerlauf. Und es schadet weder dem Getriebe, noch der Kupplung. Das einzige, was du dabei zerstören kannst, ist der Motor.

Naja, je größer der Gangsprung, desto größer die Reibarbeit an Kupplung und Synchronringen. Es sei denn, man macht einen Drehzahlangleich

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@checkpointarea

Die Kupplung ist ja dann sowieso offen, wenn der Motor ein Bein raustgesteckt hat. Das fällt dann kaum noch ins Gewicht.

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@hotrod66

Das war mein Punkt. Gang überspringen = größerer Drehzahlsprung = mehr Reibarbeit für Synchronkörper und Mitnehmerscheibe der Kupplung. Das kann bei ungeschickten Fahrern und häufigem Stadtverkehr durchaus im Bereich von 100.000 km relevant werden, wie gleich mehrere, mir bekannte Fiat Panda 1.2 des Lieferdienstes einer Pizzeriakette, bei welcher ich für eine längere Zeit tätig war, anschaulich zu berichten wissen. Bei einem war der Ring sogar bläulich angelaufen, wobei ich hier eher von mutwilliger Fehbehandlung ausgehe.

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OK, es ist mir im Prinzip ja egal, was zerstört werden kann. Wenn es der Motor ist, ist es ja auch Grund genug, keine Gänge zu überspringen. Es ist ja auch nicht mein Stil oder meine Absicht, einen oder gar mehrere Gänge zu überspringen. Meine Frage bezieht sich nur auf Situationen, wo ich (als jemand der nicht so häufig fährt dass er irgendwann mal ein richtig guter Fahrer wird) es nicht vermeiden kann. Was macht man da am besten? Oder muss ich mir keinen Kopf machen, wenn das nur in Ausnahmesituationen mal passiert? Fahre ja auch nicht häufig, auch nicht wenn die Pandemie irgendwann vorbei ist und ich öfter ins Büro muss.

Es wäre super, wenn "Zwischengas" oder Drehzahlangleich erklärt werden könnten. Ist das in so einer Situation, wo man schnell runterschalten muss überhaupt möglich? Danke nochmal! :-)

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@kmz1984

Wenn's schnell gehen muss, einfach auskuppeln und bremsen.

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Ich mache auch fahrschule und möchte gerne auch wissen

Ich empfehle dir den Link von "ProxiCent", da ist alles gut beschrieben.

Kurzfassung: Gänge beim hochschalten überspringen ist meist kein Problem, lohnt sich aber eigentlich nur bei PS-starken Motoren.

Gänge beim runterschalten überspringen ist so eine Sache, es kommt darauf an: denn wenn die Drehzahl zu hoch ist, dann kann das schlimmstenfalls den Motor zerstören.

Beispiel: Autobahn mit 130 km/h im 6. Gang und dann einfach in den 2. oder 3. Gang schalten: absolut tödlich für 99% aller Motoren

Auf eine Ampel im 4. Gang zurollen, immer langsamer werden und die Drehzahl ist bereits bei nur 1000 bzw 1500 U/min und dann bei ca. 20-30 km/h in den 2. Gang schalten: kein Problem

Besonders Fahranfängern empfehle ich es aber nicht, Gänge zu überspringen. Das erfordert etwas Gefühl und Erfahrung, beides fehlt in der Regel

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