Feuchtigkeit aus altem Haus in schlechter Lage bringen, wie?

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4 Antworten

Problem bei erdnahen Wohnungen/Häusern ist häufig eine hohe Luftfeuchtigkeit.

Das  muß nicht ein Baumangel sein, sondern ein ganz einfach physikalisches.

Warme Außenluft trifft auf kühlere Luft in den Räumen.

Die warme Luft von außen ist sehr feucht und schlägt sich an allem was kühler ist in den Räumen nieder.

Kondensiert und so entsteht die hohe Luftfeuchtigkeit.

Der Regen hat aufgehört, bin gerade am Lüften, jetzt habe ich inzwischen 78%.

Ganz großer Fehler.

Lüfte erst am späten Abend wenn es draußen kühler als in der Wohnung ist oder am frühen Morgen.

Kommentar von kummelkummel
28.05.2016, 16:47

Danke! Endlich mal eine etwas konstruktivere Antwort! Gibt es noch weitere Möglichkeiten, Tipps und Tricks, wie ich die Luftfeuchtigkeit reduzieren kann? 

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Grundsätzlich ist es so, dass in den wärmeren Monaten die Luftfeuchtigkeit höher ist als im Winter. Bei Regen steigt sie nochmals an. Daher sollte man die Wohnung immer lüften, wenn es etwas kühler, morgens früh und abends.

So lange kein Schimmel in der Wohnung neu auftritt, ist das kein Mietmangel. Sie wussten vor Anmietung, dass es ein altes Haus ist schattig liegt. Es bleibt nur übrig, das Haus gut zu lüften und ab Herbst auch zu heizen.

Weiter kann man darauf, dass im Haus nicht so viele Pflanzen gehalten werden, denn das erhöht nochmals die Luftfeuchtigkeit. Bad und Küche müssen immer sofort nach Gebrauch bei weit geöffnetem Fenster belüftet werden. Keine Kipplüftung, denn die Fenster bleiben i.d.R. lange so geöffnet und die Fensterlaibungen kühlen aus, wodurch Schimmel entstehen kann.  

Kommentar von kummelkummel
29.05.2016, 10:59

Hallo, ja, ich habe VOR dem mieten gewusst, dass die Lage eher ungünstig ist. Habe allerdings nicht damit gerechnet, dass ich in der Wohnung eine Luftfeuchtigkeit bis 80% erreiche. Das Haus war meine Info nach eine ganze Weile leer gestanden. Unten wurde eben das nötigste renoviert (wobei, immerhin war es E-Strich, Boden, Wände und Küche), dem Vermieter konnte über Feuchtigkeit nichts sagen, da er das haus geerbt hat und ja es einfach auch nicht wusste. Schimmel gab es wohl noch keinen hier. 

Was wirklich total doof ist: im Bad ist KEIN Fenster. Dort sind nur so "durchsichtige" (Glas?)Steine verbaut an der Stelle an welcher normalerweise ein Fenster hingehören würde. Ist aber fest verbaut, man kann nichts öffnen. Lediglich ein kleiner Lüfter ist da welcher angeht wenn man das Licht anmacht. Aber ist man fertig mit der Dusche geht der ja auch wieder aus...

Dann öffne ich die Türe vom Bad zum Hausgang (Treppe nach oben). Dort messe ich nie die Luftfeuchtigkeit, allerdings unten in Wohnzimmer/Küche und oben in dem Zimmer direkt nach der Treppe. 


Wenn es sowieso eine feuchte Jahreszeit ist und vielleicht noch geregnet hat und ich dusche, dann klettert es wirklich auf besorgliche 80% hoch. Die Türen zu den Räumen (angrenzend zum Hausgang/Treppe) halte ich natürlich geschlossen und normalerweise öffne ich das Fenster im Hausgang (befindet sich aber oben, unten gibt's keins) damit die Luft rauskann. Das habe ich auch gemacht, wenn es draußen wärmer war...


Oh und der gesamte Wohnbereich des Hauses befindet sich überirdisch, also es ist keine Kellerwohnung.


Jetzt versuche ich natürlich mit allen mitteln die Luftfeuchtigkeit zu reduzieren, da ich nicht sofort wieder ausziehen möchte. Ich wohne jetzt etwa 4-5 Monat dort. Eigentlich ein nettes plätzchen wenn nicht manche Dinge nerven würden, aber mindestens ein jahr will ich jetzt doch noch bleiben bevor der Stress erneut losgeht bzgl Wohnungssuche.

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So lange die Ursache nicht beseitigt  wird, kann man da nichts machen. Wenn durch  Baumängel Feuchtigkeit ins Mauerwerk  gelangt, muss diese Stelle erst einmal in Ordnung gebracht werden. Alte Häuser haben viele Kältebrücken  wo sich Kondenswasser ebenfalls schnell ansammelt.

Kommentar von kummelkummel
28.05.2016, 16:32

Haja haja super was soll ich nun tun? :D das Haus ist an die 100 Jahre alt^^ unten neu renoviert, oben nicht. Aber Luftfeuchtigkeit ist immer schlecht

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Hat das Haus einen Keller oder wohnst du praktisch teilweise unterhalb der Erdoberfläche ringsumher?

In dem Fall schlägt sich alle Feuchtigkeit vom Kochen, Duschen usw. immer an den Stellen ab, die vom Erdreich umgeben sind (Kellerwohnungseffekt).

In der Garage und unserem Keller, alles vor 20 Jahren erbaut, verwende ich diese Auffangbehälter mit extra erhältlichen Granulatkissen darüber. Die sind bezahlbar. Gibt es hin und wieder bei Aldi und Lidl.

Erst werden die Kissen steinhart durch die Feuchtigkeit, dann tropft es runter und das Granulat wird immer weniger. Vorsicht beim Wegkippen, die Brühe ätzt alles Pflanzliche weg, sehr scharf. Natürlich auch Hautkontakt vermeiden.

Du brauchst natütlich für jeden Raum einen. Es sind auch keine Schmuckstücke.

Miss doch mal wie feucht im Verhältnis die Außenluft gegenüber innen ist. Bei annähernder Gleichheit kämpfst du wahrscheinlich gegen Windmühlen, sonst könntest du ja kaum noch ein Fenster aufmachen.

Bei Hitze aber immer erst abends richtig lüften, wie hier schon beschrieben. Feuchtigkeit aus warmer Luft schlägt sich sonst innen nieder.

Das begreift unser Vermieter auch nicht, der entfernt sogar im Sommer immer ein Vorkellerfenster, weil wir es tagsüber geschlossen hielten. Soll er, ist ja sein Haus.



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