Extreme Matheschwäche, Verdacht auf Dyskalkulie?

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5 Antworten

Zunächst musst Du zwischen Rechnen und Mathematik unterscheiden. Zum Rechnen gibt es Taschenrechner, Excel & Co. Die machen das für Dich. Also selbst wenn Du eine Rechenschwäche hast, musst Du nicht schlecht in Mathe sein.

Leider gibt es in der Schule immer noch einen besonderen Fokus auf die Schwächen der Schüler, anstatt sich auf die Stärken zu konzentrieren und in Deutsch eine absolute Koryphäe zu werden, nimmt man Nachhilfe in Mathe. Mit dem Ergebnis vielleicht ein mittelmäßiger Mathematikergebnis zu erzielen. Und das nur, weil die Schule einen zum Verlierer abstempelt, wenn die Zahl nicht kleiner als 5 ist.

Ich wette mit Dir, dass es noch keine persönliche - also außerschulische - Lebensituation bei Dir gab, in der Du Probleme wegen Diskalkulie hattest. Es wird immer eine Lösung gegeben haben, in der Du mögliche Schwierigkeiten beim Rechnen auf die eine oder andere Weise kompensiert hast.

Wenn Du nach einer Bestätigung suchst, nicht rechnen zu können, wirst Du die ganz sicher finden und Du wirst immer eine Ausrede parat haben, warum Du wieder mal etwas nicht machen konntest, weil Du ja Dykalkulie hast.

Gruß Matti

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Kommentar von yacofred
02.05.2016, 23:43

Lieber Kuhlmann26, Was ist denn der Unterschied zwischen Mathe und Rechnen? Hat das denn nichts miteinander zu tun? Wie wird denn dieser Unterschied zum Stolperstein für Schüler? Doch nicht mangels eines Taschenrechners? Wie löse ich denn eine Sachaufgabe mit dem Taschenrechner, wenn ich die Bedeutungen nicht verstanden habe oder sie für irrelevant halte? Inwiefern wäre es eigentlich erstrebenswert, gute Mathenoten durch gutes Rechnen zu erreichen, ohne dabei von Mathe etwas zu verstehen? Wenn Dyskalkulie ein Rechtfertigungsbegriff ist, sollte man dann seine Benutzung den betroffenen Schülern als Ausrede um die Ohren schlagen oder vielleicht mal was kritisches zum Zweck der Schule sagen? Was wäre Deine Expertenantwort auf solche Fragen?

Gruß yacofred

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wie hast du mit 5,2 bestanden ?

ich habe auch Probleme bei dem loesen solcher aufgaben, beim rechnen benutzte ich meine finger zum zaehlen.

ich personlich glaube nicht das du dyskalkulie hast, du schreibst du kannst dich durch schlichtes auswendig lernen im Gymnasium durchschlagen, - mathe ist jedoch nicht schlichtes auswendig lernen und entspricht klaren gesetzen der Logik und Strukturen.

vielleicht liegt es auch nur an deinem lernen, falschen lernen, fehlendem Interesse, oder denken das sich dieser Ordnung entziehen will.

bei Mathe musst du viel ueben da hilft nicht lernen oder einpragen

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Kommentar von Liquidchild
02.05.2016, 11:26

mit "durchschlagen" meine ich gerade noch auf eine 4/5 kommen um nicht sitzenzubleiben :D Ab 2 Fünfen oder einer sechs im Jahreszeugnis muss man wiederholen. Da Mathe eigentlich mein einziges Problemfach ist, musste ich bis jetzt noch nicht wiederholen. Ich brauch auch immer meine Finger zum zählen und kann mir Zahlen eben nicht vorstellen, also ohne taschenrechner geht überhaupt nichts. Deswegen dachte ich, vielleicht ist das Dyskalkulie?

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Schau mal hier in dem Link, vielleicht gibt es sowas auch bei dir, wo du hingehen kannst.

http://www.legasthenie-stuttgart.de/rechenschwaeche.html

Haben die Lehrer das nie bei dir bemerkt oder dass deinen Eltern das aufgefallen wäre?

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Kommentar von Liquidchild
02.05.2016, 11:15

Nein die Lehrer haben das nicht bemerkt, ich hab die Klassen ja bis jetzt immer bestanden, da hat das dann auch niemanden mehr interessiert

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Hi Liquidchild,

welche Vorteile sollten das denn sein, wenn Du ein Testergebnis vorlegst? Da wäre ich vorsichtig. Auch ein Nachteilsausgleich dient nur dazu, dass man Dich weiterhin mit durch die Prüfungen schleppen kann, ohne Versprechungen für gute Noten. Das nützt der Schule, die Dich weiter bewerten kann, aber Dir nichts mehr beibringen muss - sie gibt ja Nachteilsausgleich, hahaha! Den Schaden bei Misserfolg musst Du weiterhin selbst tragen und auch noch akzeptieren, dass man Dir nachsagt, es läge nun doch eindeutig und ausschließlich an Dir ?!

Rechenschwäche und Dyskalkulie sind Begriffe, die in einer schulischen Konkurrenz den Verlierern bescheinigen, dass sie irgendwie doch auch krank waren und man sie daher mit Mitleid und Schonung behandeln müsse (eigentlich). Das bedeutet auch, dass in der Schule niemand Dir wirklich helfen wird und auch niemand dafür vorgesehen oder ausgebildet wurde, Deine Defizite zu erkennen und zu beheben. Das ist der Stand des schulischen Elends.

Ein Test wird Dir also nichts nützen. Folgendes könnte helfen:

1. Eine förderdiagnostische Untersuchung Deines mathematischen Denkens (Lernstandsanalyse), die Deinen mathematischen Wissensstand genau analysiert.

2. Eine Rechenschwäcchetherapie oder Matheförderung, die entlang an einer solchen individuellen Diagnose Dein mathematisches Wissen neu aufbaut (Rechenschwächetherapeuten oder ein guter Förderschullehrer könnten das machen).

schau mal hier:

http://www.rechenschwaecheinstitut-volxheim.de/knol-google.pdf

Gruß yacofred

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Das hört sich sehr nach Dyskalkulie an. Mit Dyskalkulie fehlt einem die Zahlvorstellung, gerade die einfachen Plus- und Minusaufgaben gelingen nicht.

Du kannst zu einer Dyskalkulietrainerin gehen. Die macht mit dir einen Test und kann dir mit einer alternativen Pädagogik helfen, dass du Mathe verstehen kannst.

Ein Dyskalkulietraining dauert durchschnittlich eineinhalb Jahre und wird mit anschaulichem Material und so, dass es auch Spaß macht, durchgeführt.

In welchem Bundesland wohnst du denn? Du kannst auch nach einer Dyskalkulietrainerin googlen unter: http://www.dyskalkulietrainer.com/

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