Evangelium nach Barnabas - Echt oder Falsch? Was meint ihr?

12 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo BibelGeschichte,

bei Wikipedia habe ich nachgeschaut, und  es hat nicht lange gedauert, bis ich zu einer ähnlichen Schlussfolgerung gekommen bin wie du auch:

Meiner Meinung nach handelt es sich um eine der vielen, bis in die heutige Zeit andauernden Bestrebungen, das "Christentum" und  den "Islam" miteinander zu verschmelzen.

Sehr gut finde ich, wie schon durch deine sachkundige Fragestellung deutlich wird, deine gründliche Forschungsarbeit. Für deine weiteren Nachforschungen wünsche ich dir viel Erfolg. Beachte bitte, was der weise Salomon / Sulejman unter Gottes Inspiration schrieb:

PREDIGER 12, 12  (HFA)Mein Sohn, lass dich warnen! Es nimmt kein Ende mit dem vielen Bücherschreiben, und zu viel Lernen macht den ganzen Körper müde. 

13 Zu guter Letzt lasst uns das Wichtigste von allem hören: Begegne Gott mit Ehrfurcht, und halte seine Gebote! Das gilt für jeden Menschen. 14 Denn Gott wird Gericht halten über alles, was wir tun - sei es gut oder böse -, auch wenn es jetzt noch verborgen ist.

Grüße, kdd

Das Barnabas-Evangelium ist eine Fälschung. Es entstand in der Zeit in der die Mauren versuchten Spanien zu erobern, und die dort ansässigen Christen nicht zum Islam konvertieren wollten.

Oberflächlich gelesen ist der Inhalt auch ganz gut gemacht. Allerdings wurde dann im Detaill geschlampt. Römische Truppenstärken wurden falsch benannt, Orte aus dem Binnenland wurden zu Küstenstädte usw..

Ich habe Dir dazu noch ein kleines Kurzvideo eingestellt.

https://www.youtube.com/watch?v=YZhLTQeiJ9A

Gibt es denn überhaupt ein "echtes" Evangelium?

Die sind alle gefälscht und mit den Autorennamen fängt das schon an. Jedenfals ist kein einziges Evangelium im Original überliefert und an den vorhandenen wurde heftig rumgepfuscht und gefälscht. Das trifft allerdings auch auf den Koran zu.

Nun die 4 Evangelien des Matthäus, Markus, Lukas und Johannes, erzählen die selbe Geschichte und haben den selben Inhalt. Nur hier und da sind die Evangelien unterschiedlich ausführlich. Das die älteste (Markus) ist so 50-60 nach Christus enstanden, Matthäus und Lukas haben ihre so um 60-70 nach Christus geschrieben. Diese liegen also in der Zeit, wo es noch Augenzeugen gab. Der Apostel Petrus z.B. starb erst so um 62-65 nach Christus. Das Johannis Evangelium ist das älteste. Es wir auf 90 nach Crist us (manchmal aber auch 70-80) datiert. Diese unterscheiden sich kaum in der Darstellung des Christus. Alle älteren Evangelien (nach: Thomas,Maria Magdalena, Barnabas, etc.), welche außerdem einen anderen Christus darstellen, kann man als falsch bezeichnen.

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@BibelGeschichte

Das ist leider falsch. Die Autoren der kanonischen Evangelien sind genauso unbekannt, wie die der anderen Evangelien. Die Zuordnung zu Markus etc. erfolgte erst später durch die Kirche. Es gibt kein einziges authentisches Dokument, das Rückschlüsse auf den Verfasser zulässt. Es gibt auch kein einziges "Original" eines Evangeliums, aber von den selben Evangelien viele verschiedene spätere Versionen.

Dass sich die Darstellungen nicht groß unterscheiden liegt einfach daran, dass sie von Kaiser Konstantin so gezielt ausgewählt wurden, dass dem einfachen Volk der Lug und Betrug dahinter nicht gleich auffällt. Daraus zu schließen, da würde die Wahrheit drin stehen, ist einfach nur naiv. Das sind genauso Märchengeschichten, wie die apokryphen Evangelien.

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Obwohl das Alter nicht unbedingt etwas mit dem Wahrheitsgehalt zutun haben muss. Was Die Autorennamen angeht sind diese bei allen 4 kanonischen Evangelien korrekt angegeben. Die gnostischen Evangelien die erst später kamen, gab man den Namen bestimmter wichtiger, bekannter Personen z.B. Petrus, Maria Magdalena, Thomas, Barnabas. Diese können nur falsch sein, da die Evangelien eindeutig nicht mehr zur Zeit des Namensgebers angefertigt wurden.

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@BibelGeschichte

Dass die Autorennamen korrekt angegeben wären, bestreitet sogar die katholische Kirche bzw. die deutsche Bischofskonferenz, worüber sich allerdings einzelne Katholiken auch ziemlich aufregen können.

In der Einleitung zur katholischen Einheitsübersetzung steht sogar ausdrücklich, dass alle Evangelien nach 70 n.Chr., also lange nach dem Tod Jesu, verfasst wurden und dabei Jesus Prophezeiungen in den Mund gelegt wurden, die er so nie gemacht habe.

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Die Autoren gelten als unbekannt, das ist richtig. Es ist nur aus theologisch, historischer Sichtweise sehr einleuchtend, dass diese Evangelien auch wirklich von diesen schreiben sind. Da wir nicht zurück in die Vergangenheit reisen können, wird das wohl für immer ungelöst bleiben. Die vier angegeben Namen sind die einzigen Anhaltspunkte und passen zeitlich, als auch inhaltlich auf die 4 kanonischen Evangelien. Diese 4 Evangelien sind sich alle ähnlich. Alle anderen apokryphen Evangelien unterscheiden sich voneinander und auch von den 4 kanonischen Evangelien. Anzunehmen dort steht die Wahrheit drin ist also begründet. Kaiser Konstantin hat gut daran getan, dass andere Lügenwerk aus der Bibel fernzuhalten. Ich bitte um mehr Respekt gegenüber der Materie !

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@BibelGeschichte

Die Autoren sind unbekannt (frei erfunden), die Zeit der Abfassung ist unbekannt, aber du weißt, dass sie wahr sind und zu den genannten Autoren passen...toll.



"Die vier angegeben Namen sind die einzigen Anhaltspunkte und passen zeitlich, als auch inhaltlich auf die 4 kanonischen Evangelien."

Und diese Anhaltspunkte sind frei erfunden. Was da passen soll, ist allerdings schleierhaft. So wurde das Evangelium nach Matthäus in griechisch verfasst, der Apostel Matthäus konnte aber gar kein griechisch. Was da passen soll, ist also schleierhaft.



"Kaiser Konstantin hat gut daran getan, dass andere Lügenwerk aus der Bibel fernzuhalten. Ich bitte um mehr Respekt gegenüber der Materie !"

Und warum sollte man einem antiken Märchenbuch, das vielfach verfälscht wurde und in dessen Namen Millionen von Menschen umgebracht wurden, Respekt entgegenbringen? Das gehört auf den Müllhaufen der Geschichte. Und Konstantin suchte nicht die Wahrheit, der suchte seine Macht zu festigen und dafür war ihm jedes Mittel recht.

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Sich unsicher sein heißt nicht, etwas zu bestreiten.

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Mal davon abgesehen, dass es hier um etwas ganz anderes geht.

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Dumm daher geredetes, standard Atheisten Geschwätz bestehend aus Halbwissen und -warheiten. Mehr kann man dazu einfach nicht sagen. Aber nagut du musst es wissen. Mir ging es bei dieser Fragestellung um etwas ganz anderes. Aber richtige Antworten geben kann keiner von euch. Das muss auf die dümmste Art und Weise irgendein Dreck raus gehauen werden, nur um mal wieder einen Streit anzuzetteln. Aber das habt ihr ja gerne. Also mach ruhig so weiter. Noch einen schönen Abend

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BibelGeschichte@ was los , jemand gefunden der euren Märchen Buch in frage gestellt hat und viele Beweise hervorbrachte also der hat doch Mund tot gemacht

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Den Duden hälst du wohl auch für ein Märchenbuch oder was ?

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@BibelGeschichte

Der Duden ist zumindest teilweise durchaus mit der Bibel vergleichbar, er ist ein menschgemachtes Regelwerk. Geschichten habe ich darin bisher nur sehr wenige gefunden, insofern ist mir schleierhaft, wo du da Märchen entdeckt haben willst.

Außerdem erinnert er auch sehr stark an einige Bücher des AT, z.B. den beiden Büchern Chronik: viele Namen, wenig Handlung.

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@ Hamburger02,


damit jeder Leser erkennen kann, dass du nur polemisierst, habe ich einmal versucht, deine Behauptungen und die dafür von dir gelieferten Beweise einander gegenüber zu stellen. Mal sehen!


Aus deiner Antwort:

Gibt es denn überhaupt ein "echtes" Evangelium? Die sind alle gefälscht und mit den Autorennamen fängt das schon an.

Beweise: 0 


Aus deinem 1. Kommentar::

Die Autoren der kanonischen Evangelien sind genauso unbekannt, wie die der anderen Evangelien. Die Zuordnung zu Markus etc. erfolgte erst später durch die Kirche. Es gibt kein einziges authentisches Dokument, das Rückschlüsse auf den Verfasser zulässt. Es gibt auch kein einziges "Original" eines Evangeliums, aber von den selben Evangelien viele verschiedene spätere Versionen.

Dass sich die Darstellungen nicht groß unterscheiden liegt einfach daran, dass sie von Kaiser Konstantin so gezielt ausgewählt wurden, dass dem einfachen Volk der Lug und Betrug dahinter nicht gleich auffällt. Daraus zu schließen, da würde die Wahrheit drin stehen, ist einfach nur naiv. Das sind genauso Märchengeschichten, wie die apokryphen Evangelien.

Bis auf einen Satz (Es gibt auch kein einziges "Original" eines Evangeliums) alles bloße  Behauptungen, ohne Grundlage.


Aus deinem 2. Kommentar:

Dass die Autorennamen korrekt angegeben wären, bestreitet sogar die katholische Kirche bzw. die deutsche Bischofskonferenz, worüber sich allerdings einzelne Katholiken auch ziemlich aufregen können.

In der Einleitung zur katholischen Einheitsübersetzung steht sogar ausdrücklich, dass alle Evangelien nach 70 n.Chr., also lange nach dem Tod Jesu, verfasst wurden und dabei Jesus Prophezeiungen in den Mund gelegt wurden, die er so nie gemacht habe.

Dazu ein Wort zum Sonntag, Montag, Dienstag usw. von Jesus, aus Mt 15,14: 

Lasst sie, es sind blinde Blindenführer. Und wenn ein Blinder einen Blinden führt, werden beide in eine Grube fallen.


Soviel zu deiner Beweisführung.


Grüße, kdd


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@kdd1945

Aus dem wissenschaftlichen Portal der Deutschen Bibelgesellschaft (http://www.bibelwissenschaft.de):

Zum Matthäusevangelium:

"Wir müssen also davon ausgehen, dass der Verfasser des Evangeliums ein uns namentlich nicht bekannter Christ war, der erst später mit dem Jünger Matthäus identifiziert worden ist."

Zum Markusevangelium:

"Man muss daher davon ausgehen, dass das Evangelium von einem uns sonst unbekannten Christen verfasst worden ist, der möglicherweise tatsächlich Markus hieß."


Zum Lukasevangelium:

"Die älteste für uns greifbare Verfassertradition findet sich bei Irenäus von Lyon (ca. 180). Er nennt Lukas, den Arzt, der ein Begleiter des Paulus war, als Verfasser von Evangelium und Apostelgeschichte.
...
Heute geht man dagegen allgemein davon aus, dass das lk Doppelwerk nicht von einem Begleiter des Paulus abgefasst worden ist.
...
Auch das lk Doppelwerk ist also einem uns sonst unbekannten Christen zuzuschreiben."


Zum Johannesevangelium:

"Die älteste für uns greifbare Verfassertradition überliefert Irenäus von Lyon in seiner Schrift gegen die Häretiker. Danach ist Johannes, Sohn des Zebedäus, einer der zwölf Jünger Jesu, Verfasser des Evangeliums.
...
Sowohl die literarische Gestalt als auch das theologische Profil des Joh sprechen dagegen, dass ein Augenzeuge und Jünger Jesu sein Verfasser war."


Lasst sie, es sind blinde Blindenführer. Und wenn ein Blinder einen Blinden führt, werden beide in eine Grube fallen.


Besser könnte man Gläubige und Ihre Vorbeter nicht charakterisieren, danke dafür.   

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@Hamburger02

Für deine Sucharbeit zolle ich dir meine Achtung.

Beachte jedoch, wie vage die Formulierungen sind - zu Matthäus 

  • war sehr wahrscheinlich 
  • In der Forschung ist die Frage umstritten,
  • schreibt allem Anschein nach


Das Mt setzt die Zerstörung Jerusalems im Jüdischen Krieg bereits voraus (vgl. 21,41;22,7; 23,38). Die Entstehung des Evangeliums wird aus diesen Gründen meist in die Zeit zwischen 80 und 90 n.Chr. datiert.

Mein Kommentar zur Datierung:

Man stelle sich die Begeisterung der Leser und Hörer vor, wenn die Zeitgenossen Jesus als großen Propheten vorgestellt bekamen, der ja schon zwischen 80 und 90 n. Chr. veröffentlichen ließ, dass Jerusalem im Jahr 70 n. Chr. zerstört worden - wäre - würde - ist - sei  - ich weiß nicht.....(Ironie Ende)  - und dafür dann vor die Löwen, die Gladiatoren-Schlächter und dann noch abgefackelt werden?

Aber deshalb legen "deine" Bibelrateteams die Entstehung von: 

  • Mk auf kurz nach 70
  • Mt auf 80 - 90
  • Lk nach 90


Aber logisch, wenn man an göttliche Prophetie nicht glaubt, der Schöpfungsbericht als Parabel gesehen wird, genauso die Sintflut, der Turmbau zu Babylon undd Sodom und Gomorrha.

Dann hat David einen Zwerg auferweckt und Elija hat sich erst die Finger verbrannt und ist dann im Wassergraben ertrunken. Ach ja, vorher hat Mose den Suezkanal erst gebaut und dann wieder zugeschüttet. 

Und weil wir so klug sind erklären wir noch die Wunder Jesu und seine Auferstehung so, dass wir sie selber nicht mehr verstehen.

War vorhin doch nicht Ironie-Ende. Hab´ ich mich wohl heiß geredet. Es war nicht deinetwegen, auch nicht die Ironie. Das war gegen den gerichtet, der in 2Thess 2 beschrieben wird:



3...der Abfall, ...der Mensch der Gesetzlosigkeit3 ... der Sohn des Verderbens; 4 der sich widersetzt und sich überhebt über4 alles, was Gott heißt oder Gegenstand der Verehrung ist, so dass er sich in den Tempel Gottes setzt und sich ausweist, dass er Gott sei. 

Weiteres im Kommentar.


Grüße, kdd

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@kdd1945

Für deine Sucharbeit zolle ich dir meine Achtung.

Dafür nicht. Da ich sehr viel auf der Bibel rumforsche, kenne ich die einschlägigen Quellen. Bin bloß meistens zu faul, nochmal nachzuschlagen. Kann da auch die online-Veröffentlichungen der kath. Kirche empfehlen. Was man da so alles bei den alten Kirchenvätern liest, kann einem manchmal wirklich die Haare zu Berge lassen.

Wenn mir jemand mit 2Thess kommt, löst das bei mir einen Reflex aus: Evangelikaler und Papst.

Ach ja und danke dafür, dass du auf eine sachliche Ebene zurückkommst.

Was deine inzwischen gelöschten Ausführungen angeht: nichts genaues weiß man nicht und letztlich muss jeder selber sein Urteil finden. Inhaltlich hattest du die verschiedenen Positionen soweit ich das beurteilen kann, korrekt wiedergegeben, sehe aber vieles anders. Über Exegese möchte ich hier aber nicht diskutieren.

Meine Gesamtmeinung zur Bibel aufgrund eigener Erkenntnisse:
- sie ist Menschenwort und nicht Gotteswort
- sie ist eines der bedeutensten Werke der Weltliteratur (Auflage und Auswirkung)
- sie ist eines der am meisten überschätzten Bücher (inhaltlich)
- sie gehört in die Reihe großer philosophischer Werke (Bergpredigt)
- sie enthält bemerkenswerte Poesi (Hohes Lied der Liebe)
- sie enthält deutlich mehr historische Fakten, als bislang angenommen wird (die selbst den ZJ bislang entgangen sind)
- sie enthält erstaunlich präzise Fakten. In ihrer "göttlichen Interpretation" sind es jedoch Märchen. Im ausgehenden Mittelalter wurde in katholischen Schriften auch noch verbreitet, diverse Wetterphänomene seien auf die direkte Wirkung von Teufel, Dämonen und Gott zurückzuführen. Das halten wir heute für Märchen, aber 3000 Jahre früher sollen es keine Märchengewesen sein? Die ganz alten Israeliten hatten ja sogar noch Würfelsteine, um den Willen Gottes zu erfahren.
- sie ist ein mythologisches Werk vergleichbar mit dem Gilgameschepos oder der Illias von Homer. Wie wohl alle alten Mythen enthalten auch die Mythen der Bibel einen realen Kern. Dieser Kern wurde im Laufe der Überlieferung so ausgeschmückt, dass ein Lehrbeispiel daraus wird. Mythen müssen immer auch eine "Moral" enthalten. Und wo keine ist, wird sie eben dazugedichtet.
Nebenbei: neuere Forschungen haben ergeben, dass die Illias gar nicht von Homer stammt sondern von einem Zeitgenossen gleichen Namens. ;-)
- meine Lieblingsbücher sind übrigens die Propheten und die Offenbarung.

Und nochmal zur Eingangsfrage: aus meiner Sicht ist das Barnabasevangelium genauso als Mythos mit Moral zu betrachten, wie die Evangelien. Vielleicht mit noch mehr Fantasie und noch weniger Fakten.

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Warum konvertieren einige wenige Christen zum Islam, obwohl der Koran Fehler bezüglich des Christentums enthält?

Gerade Christen müssten doch erkennen, dass der Koran fragwürdige Angaben über ihren (ehemaligen) Glauben (und andere) enthält. Beispiele:

  • Christen werden im Koran auch als Beigeseller (5,72) dargestellt und man wirft ihnen vor Drei zu sagen (4,171), obwohl Christen strenge Monotheisten sind und auch Jesus nichts anderes lehrte (Matthäus 22,34-38).
  • Der Koran sagt: Und wenn Allah sagt: „O ʿĪsā, Sohn Maryams, bist du es, der zu den Menschen gesagt hat: ‚Nehmt mich und meine Mutter außer Allah zu Göttern!‘?“ (5,116) Kein Christ glaubt an drei Götter (Maria ist keine Gottheit) und sie ist auch kein Gegenstand der Dreifaltigkeit.
  • Auch wird Jesus im Koran zitiert, nur soll dieser (die Mutter der Schrift, 3,7; 13,39; 43,4) schon ewig bei Allah im Himmel existiert haben auf der wohlverwahrten Tafel (85,22). Wie soll dann Jesus darin zitiert worden sein? Auch wird erklärt, dass diese ursprüngliche Schrift an herausgehobene Propheten offenbart worden war, dann indes verfälscht wurde: Thora (Moses), Psalmen (David) und Evangelium (Jesus). Nur der Koran wurde nicht verfälscht. Allerdings wird hier ja ein geschichtlicher Ablauf erklärt, obwohl der Koran kein geschichtliches Buch sein soll.
  • Alle Evangelien der Bibel können demnach aus muslimischer Sicht nicht richtig sein, da sie alle nach Jesus entstanden sind und Jesus folglich keines dieser Evangelien offenbart bekommen haben kann. Aber dieses ominöse Barnabas-Evangelium wurde Jahrhunderte nach Jesus verfasst und in diesem prophezeite er das Kommen des Propheten Mohammed. Wieso berufen sich viele Muslime dann hierauf, wenn auch dieses Evangelium erst nach Jesus entstanden ist?
  • Der Koran lag also auf der wohlverwahrten Tafel, aber Verse wurden dann abrogiert (16,101; 2,106). Auch daran erkennt man doch, dass es eine geschichtliche Abfolge gab und dass der Koran nicht ewig schon bei Allah im Himmel gelegen haben kann.
  • Ferner hat Mohammed für bestimmte Situationen Verse offenbart bekommen, der Koran weist also einen Bezug zu Mohammeds Biographie auf.
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