EURE Meinung! Atomkraftwerke ja oder nein?

Das Ergebnis basiert auf 12 Abstimmungen

Nein, es soll keine AKWs geben 42%
Ja, es soll AKWs geben 33%
Ich verstehe beide Meinungen 25%
Ich interessiere mich nicht dafür 0%

29 Antworten

Gegenfrage: Was helfen Dir unsere Meinungen für einen Vortrag über Kernenergie?
Meinungen sind Meinungen und können im besten Fall auf Fakten beruhen und gut begründet sein, aber sie sind nicht selbst Fakten und für einen Vortrag nur soweit relevant, als dass es dort auch um Meinungen über die Kernenergie gehen könnte.
Für den Sachteil sind allenfalls - gute - Argumente relevant und brauchbar.

Die Risiken und das Abfallproblem wurden ja schon angesprochen. Die Abfälle werden noch Jahrmillionen strahlen, und es gibt bisher kein überzeugendes Endlagerkonzept. "Strahlen" bedeutet allerdings auch, dass sie eines abgeben: Energie.
So skeptisch ich selbst der Kernenergienutzung gegenüber stehe, so bescheuert finde ich den meist rein ideologisch aufgeladenen Diskurs über alles, was mit der Ausnutzung von Nuklearreaktionen als potenziellem Energielieferanten zu tun hat.
Es sollte ausschließlich um die Frage gehen, ob und, wenn ja, wie es möglich ist, solche möglichst sicher, und d.h. vor allen Dingen in fehlertoleranter Weise zu nutzen und intelligente Methoden der Nutzung sich noch der Abfälle zu finden.

Es gibt keinen teureren Strom als Atomstrom, wenn man alle Kosten kalkuliert.

Atomstrom ist nur deshalb konkurrenzfähig, weil der Steuerzahler die Risiken und Kosten trägt und nicht die AKW-Betreiber.

Das fängt mit dem Haftungsrisiko an. Da die Versicherung für einen GAU zu teuer wäre, dann würde alleine dadurch der Strom etwa 10x so teuer, übernimmt die Allgemeinheit das Risiko, für Schäden nach einem GAU aufzukommen. Das sieht man z.B. an Fukushima. Da muss auch der japanische Staat für die Schäden aufkommen, weil Tepco nicht genügend Geld dafür zurückgelegt hat. Und an die horrenden Gewinne der Vorjahre, die die Aktionäre eingestrichen haben, kann und will keiner rangehen. Das ist das alte Prinzip: Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren.

Der zweite Punkt, der Atomstrom unbezahlbar macht, sind die Entsorgungskosten. Die werden auch auf die Allgemeinheit umgelegt, weil die Betreiber sonst auf der Stelle pleite wären. Da wird die Tage ja auch über diesen faulen Kompromiss der Regierung mit den Betreibern berichtet. Die Betreiber sollen einmalig 23 Mrd Euro bezahlen und dafür übernimmt der Steuerzahler das gesamte Risiko und die Kosten für die Entsorgung. Auch hier haben wir wieder das selbe Spiel: die Aktionäre haben sich in den vergangenen Jahren dumm und dämlich verdient, rücken davon aber nichts mehr raus. Jetzt, wos teuer wird, sind plötzlich nicht mehr die Aktionäre sondern der Steurzahler zuständig. Auch hier wieder das bekannte Spiel: Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren. 

Insgesamt sind AKWs ein einziger Beschi... am Steurzahler, von dem finanziell nur die Investoren, die sogenannten Heuschrecken, profitieren. Die Bevölkerung trägt aber das Risiko und die Kosten.

Dem ist nicht hinzuzufügen
DH !

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Ich bin dafür. Es gibt zur Zeit leider keine effizientere Technologie, die so stabil Strom erzeugt. Wenn man sich mal Windkraft und Solar anschaut so benötigt allein die Herstellung der gesamten Anlagen so viel Strom wie sie vermutlich ihr ganzes dasein produzieren. Das Atomkraftwerke ein Risiko darstellen idt natürlich ein Problem, was nicjt vernachlässigt werden darf. Aber würde man jetzt die Menschen, die vermutlich zu Tode gekommen sind, durch die Verschmutzung von Kohlekraftwerken oder die Vögel, die von Windkraft zersäbelt wurden, vergleichen, dann würde man evtl. auf eine ähnliche Todesrate kommen.
Die Endlagerung des Atommülls ist natürlich aktuell das viel größere Problem. Ich sehe das jedoch so, dass Menschen eh seid eh und je alles und jeden verschmutzen. Da macht das eher den geringsten Teil aus (siehe Verschmutzung der Meere durch plastik etc, Sondermüll in Afrika, Luftverschmutzung) , vor allem wenn man den Nutzen an dem relativ sauberen Strom sieht.

Fazit: Atommüll hat große Nachteile, ist aber im Moment das Beste was wir haben und hoffentlich nicht mehr so lange unsere Übergangslösung.

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Wenn man sich mal Windkraft und Solar anschaut so benötigt allein die Herstellung der gesamten Anlagen so viel Strom wie sie vermutlich ihr ganzes dasein produzieren.

Das ist einfach falsch.

Monokristalline-PV: 40 Monate (ca 3,3 Jahre). Bei einer Lebensdauer von realistischen 20 Jahren ist das ein Witz. Und das bei deutschen Wetterbedingungen. In Südeuropa rechnet es sich nach 2 Jahren. Und das gilt für die Technologie, die die längste Amortisationszeit hat.

Windkraft: 3-23 Monaten. Also spätestens nach weniger als 2 Jahren amortisiert sich eine Windturbine energetisch. (Bei einer Lebensdauer von ca. 30 Jahren (wenn ich mich richtig erinnere).

http://www.volker-quaschning.de/datserv/kev/index.php

Nebenbei bemerkt: Quaschning ist kein Öko-Spinner, der hier schöne Zahlen veröffentlicht, sondern angesehener Ingenieur und Professor an der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW in Berlin.

http://energlobe.de/archiv/ressourcen/erneuerbare/energetische-amortisation Lest mal den Abschnitt über energetische Amortisationszeit von fossilen Kraftwerken und Atomkraft.

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Nein, es soll keine AKWs geben

Atomkraftwerke sind eine Sackgasse und eine unnötige Gefahr für alle.

Es gibt ausreichend Alternativen, weshalb es für mich selbstverständlich ist, diese Gefahr zu beseitigen.

Leider sind (oder waren zumindest) Atomkraftwerke für die Betreiber Gelddruckmaschinen, weshalb sie sich so stark wie möglich gegen den Ausstieg wehren.

Nein, es soll keine AKWs geben

Nein, es soll keine AKWs geben.

Viel zu gefährlich, denke nur mal an einen Terror-Anschlag, der GAU schlechthin. Ausserdem, wohin mit dem hochradioaktive Atommüll? Der radioaktive Abfall strahlt mehrere Millionen Jahre, das ist einfach unverantwortlich. Noch immer ist die Politik auf der Suche nach einem geeigneten Endlager. Man sollte viel mehr den Strom aus Wind-, Wasser- und Sonnenenergie nutzen.

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