Eskalierte Doktorspiele in der Kita wie weit dürfen Eltern gehen?

38 Antworten

Guten Morgen zu dieser etwas gewöhnungsbedürftigen Frage an diesem ohnehin schon trüben Donnerstag!

Zwei Fünfjährige - ein Mädchen und ein Junge - sollen andere Kinder an den Geschlechtsteilen verletzt haben. Nach übereinstimmenden Berichten ist von Doktorspielen die Rede, die eskaliert sind. Dabei sollen die Fünfjährigen Stöcke in Vagina und Anus von Mädchen eingeführt haben. 

Wie kann es sein, dass so etwas ungestört passieren kann? Auch interessant wäre, weshalb umstehende Kinder nicht Alarm schlugen? Herrscht immer noch dieses Klima des Schweigens und der Angst in katholischen Einrichtungen, wie vor 30/40 Jahren - reicht es dieser "Glaubensgemeinschaft" nicht, was damals den Kindern angetan wurde und sie für ihr Leben geschädigt hat?

Eltern und Erzieher müssen Kindern beibringen, was richtig und falsch ist - basta!

Wirklich kein schönes Thema - kommt trotzdem gut durch den Tag!

Viele Grüße an die gesamte Community!

Ich finde es gut,wenn die Frage mit der größten Reichweite auch dicke Bretter bohrt und nicht nur was isst,trinkst,hörst,liest Du immer und immer wieder abfragt.

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@stormy

gute Frage war für mich bisher immer eine Ratgeber-Community - kein politisches Forum, udavu

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@Spassbremse1

Mit der GUGUMO und der Zulassung als Ausnahme des Chat als Frage hat sich Support eine Laus in den Pelz eingefangen.Die GUGUMO als Punktetankstelle und der klägliche Support Versuch durch "sportliche Begrenzung auf 100 hilfreich/danke Punkte" ist imho wollen aber nicht können.

Chat gehörte bei Euch immer ins Forum,bis die "Oberbusseler" Support mit Mails bombardierten und diese als Akt der Begrüßung eine imho falsche Entscheidung trafen,denn fair geht anders.

Erklär mir mal als langjähriger GF Nutzer warum man für ein schlaffes Guten Morgen Pläuschchen so viel mehr Punkte "abgreifen kann" als für eine seriöse andere Antwort bei der man hilfreich sein will.

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Gehe absolut konform mit dir Spassbremse! Liebe Grüße

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@verreisterNutzer

Ich bin ja entsetzt, was der Berliner Senat für seine Kitas beschlossen hat bzw., was bereits umgesetzt wird - siehe der Kommentar von User Pollux HH hier in diesem GuGuMo- Thread:

@Spassbremse1

Ich denke, daß es damit zu tun hat, daß insbesondere z.B. in Berlin die Kitas von der Behörde dazu aufgefordert wurden, solche Doktorspiele möglichst frühzeitig in den Kitas durchzuführen inkl. gegenseitigen Anfassens der Genitalien (auf Anleitung durch die Betreuer). Das ist behördliche Aufforderung zu Kindesmißbrauch. Wenn man hier nicht herunterspielte, müßte man auch diese "progressive Methode der sexuellen Kindeserziehung" angemessen juristisch bewerten (was dann aber auch bedeutete, daß eine Berliner Senatorin wegen Aufforderung zur sexuellen Mißhandlung von Kindern zu verfolgen wäre). Gerade der Spiegel ist solchen progressiven Erziehungsmethoden gegenüber regelmäßig äußerst aufgeschlossen.

Übrigens dürfte die Kita nicht einmal in Erwägung gezogen haben, den Eltern der Täter zu kündigen. Auch eine spannende Art der Gewichtung.

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@Spassbremse1

War doch gar nicht mal so schlecht,das dieses Thema mal in großer Runde angesprochen wurde,denn wie,wo,wann ich urlaube,was ich an Musik so höre,was ich lese und sogar über das Lieblingswetter wurde ja bereits am digitalen Frühstückstisch zT sogar mehrfach geplaudert.

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@Spassbremse1

Ich kann sowieso nicht nachvollziehen, was diese frühkindliche Sexualerziehung für einen Sinn haben sollte - dass sind kleine, unbekümmerte Kinder, die durch Spielen, Basteln, Zeichnen, Aufenthalt im Garten mit Spielen, lernen sollen, sich mit anderen Kindern zu integrieren und arrangieren, also das Sozialverhalten zu erlernen.

Diese frühkindliche Sexualerziehung verursacht bei völlig unbekümmerten Kindern, denen das Geschlecht des anderen völlig egal ist, auf einmal gewisse Hemmnisse dem anderen Geschlecht gegenüber. Sie sind viel zu jung, um dass verstehen und verarbeiten zu können.

Wir hatten, glaube ich, in der 4. Klasse Sexualunterricht und meine Mutter hat uns auch schon über die "Unterschiede", als wir gefragt haben, aufgeklärt - dass war völlig vernünftig und in Ordnung.

LG

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@Spassbremse1

Bewertest Du nun Tagesfragen wie diese bei denen "Fleisch am Knochen ist " immer noch als "unpassend" ?

Sollte die Frage mit der größten Reichweite wirklich nur für hab Dich lieb,ich Dich auch "Foren Chat" genutzt werden ?

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@stormy

@ udavo: Nochmal: es gibt Menschen, die bei bestimmten Themen emotional rot sehen und das gehört nicht in den guten Morgen Chat meiner und vieler anderer Meinungen nach.

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Moinmoin,

also erstmal finde ich kann man aus dem Artikel nicht herauslesen was denn nun WIRKLICH passiert ist. Ich mein es wird kaum "gegen den Willen" passiert sein, denn die Kinder mussten sich da dafür ausziehen.

Ich frage mich allerdings, wie das möglich war, ohne das es jemand mitbekommen hat...

Was ich absolut nicht begreife ist, das die "Opfer" ja offenbar ALLE kein wirkliches Vertrauensverhältnis zu den Eltern haben, denn sonst könnten sie ihnen ja sagen, wer die beiden waren.

Wichtig wäre ja auch zu wissen: Haben die Kinder das überhaupt als was besonderes empfunden, oder waren die "Verletzungen" für sie nicht anders als andere Schrammen die man sich beim Spielen holt? Kinder denken ja noch nicht so Sexuell wie Erwachsene. Wir fanden es als Kinder einfach interessant, das Jungs da was anderes haben als Mädchen, und haben uns gegenseitig angeschaut, aber das hatte nix mit Sex oder so zu tun.

Daher glaube ich, das es den Kindern selbst eher schaden könnte, wenn nun so ein riesen Wind darum gemacht wird. So wird aus einer Sache die sie vielleicht gar nicht als schlimm empfunden haben plötzlich etwas monströses, was sogar so schlimm ist, das sie nun all ihre Freunde verlassen müssen...

Versteht mich nicht falsch, sowas sollte natürlich nicht passieren, und man sollte dafür sorgen das es nicht wieder passiert, aber ohne so einen riesen Wind darum zu machen, den die Kinder voll mitbekommen...

Ein interessanter und auch für mich als Vater durchaus nachvollziehbarer Gedankengang. Ich finde absolut, dass das Wohl der Kinder im Vordergrund stehen muss. Wenn man ihnen durch das "Aufarbeiten" der Vorfälle mehr schadet, als durch die Vorfälle selbst, ist es die Sache definitiv nicht wert. Aber das ist für unsereinen, der diese Geschichte nur aus diesem Artikel kennt, nicht nachvollziehbar.

Eines jedoch würde ich aber in jedem Fall empfehlen, nämlich eine Erziehung, in der die Kinder lernen was "richtig" und "falsch" ist. Meine Tochter ist z.b. erst 3 aber sie weiß, dass alles, was durch die Unterhose verdeckt wird nur für sie ganz allein ist und dass niemand sonst sie dort berühren oder gar damit rumspielen darf und dass sie es mir auf jeden Fall sagen sollte, falls das doch mal passiert.

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@ps1980

Auf jeden Fall, aber da haben ja offenbar auch die "Opfereltern" versagt. ICH hätte meiner Mutter sowas wahrscheinlich sofort erzählt, so wie deine Tochter das auch tun würde.

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@ps1980
Meine Tochter ist z.b. erst 3 aber sie weiß, dass alles, was durch die Unterhose verdeckt wird nur für sie ganz allein ist und dass niemand sonst sie dort berühren oder gar damit rumspielen darf und dass sie es mir auf jeden Fall sagen sollte, falls das doch mal passiert.

Mit der Devise tust du ihr keinen gefallen, zumindest wenn du das falsch angehst. Das mag gut gemeint sein, doch im schlimmsten Fall erziehst du sie zu einer Tabu und Dauer Scham Frau. Das Geschlecht ist was normales, wichtig ist nur ihr beizubringen wo die Grenzen sind. Ich sage mal so, einiges ist gerade für Teenager kein Problem, Eltern machen es aber zu einem. Warum, unter anderem weil ihnen Geschlecht = Tabu beigebracht wurde. Nebenbei, ab einem Gewissen alter kommt Scham von ganz allein.

Einem Kind sagen das es so was sagen soll ist ebenso, nett gemeint, doch allein wertlos. All das beteuern nutzt nichts wenn das Kind weiß/gelernt hat das wenn es kommt und was Melden will Papa oder Mama, egal ob Schuld oder nicht ihr die Hölle auf Erden machen, siehe schwangere Teenager.

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@PlueschTiger

Das stimmt schon. Ich habe selbstverständlich auch vor meine Tochter altersgerecht aufzuklären bzw. habe ich auch schon damit begonnen. Die grundlegendsten Vorgänge, wie Kinder gezeugt werden, konnte ich ihr mithilfe eines entsprechenden kindgerechten Buches auch schon gut erklären. Sie weiß somit schon ziemlich viel über Sexualität und das ist bei uns auch wirklich kein Tabuthema. Aber meine Tochter ist erst 3 und da ist wohl klar, dass sie noch nicht alles so im Detail verstehen kann. Aber mit der Zeit wird auch ihr Verständnis zu diesen Themen wachsen.

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also erstmal finde ich kann man aus dem Artikel nicht herauslesen was denn nun WIRKLICH passiert ist.

Also ich finde, das hier reicht - du hast keine Kinder, stimmt's?

Zwei Fünfjährige - ein Mädchen und ein Junge - sollen andere Kinder an den Geschlechtsteilen verletzt haben. Nach übereinstimmenden Berichten ist von Doktorspielen die Rede, die eskaliert sind. Dabei sollen die Fünfjährigen Stöcke in Vagina und Anus von Mädchen eingeführt haben. Eltern hatten die Verletzungen bemerkt und die Kita-Leitung alarmiert.
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@Spassbremse1

Nein, aber ich war selbst mal Kind, und wir haben uns im KiGa auch gegenseitig angefasst. Die Kinder da sind eindeutig zu weit gegangen, aber das gibt es bei anderen Spielen auch immer wieder. "Eingeführt" kann viel bedeuten, und was genau sind nun "Stöcke"? Kleine Ästchen von wenigen Millimetern oder Zentimeterdicke "Prügel"? Was für Verletzungen gab es? Kleine Kratzer oder echte Wunden?

Das alles kann man aus dem Artikel nicht heraus lesen, ich fände es aber äußerst wichtig!

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@Deamonia

ich halte absolut nichts von diesen Verharmlosungen, deamonia. Und ich glaube nicht, dass mir ein Außenstehender meine Denkweise im Bezug auf meine Kinder und Enkelkinder erklären muss.

Wehret den Anfängen - das gilt insbesondere, wenn es um die Unantastbarkeit des Körpers eines Kindes auf dem Weg zur Persönlichkeit geht.

Niemand, egal wie alt er/sie ist, muss sich von einem/einer anderen an intimen Stellen berühren bzw. traktieren lassen. Und dass viele Kinder gar nicht wissen, worum es da geht, macht es noch schlimmer.

Wer zahlt die Behandlung eventueller Infektionen oder die Spätfolgen unerkannter Infektionen, zu denen u. a. Unfruchtbarkeit gehört?

Es gibt anständige Elternhäuser und es gibt unanständige.

Aufgabe von Erziehern, Lehrern usw. ist es, das zu erkennen und schnellstens zu handeln und nicht zu vertuschen!

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@Spassbremse1

Wo hab ich denn hier bitte versucht dir deine Denkweise zu deinen Kindern zu erklären? Du siehst echt Gespenster!

Ich verharmlose auch nicht, und halte auch nichts von verharmlosung, aber ebenso wenig halte ich etwas von Überdramatisierung und Hexenjagd.

Wer zahlt die Behandlung eventueller Infektionen oder die Spätfolgen unerkannter Infektionen, zu denen u. a. Unfruchtbarkeit gehört?

Nu mach mal Halblang, vielleicht war es auch nur ein Kratzer am Po, und der wird kaum unfruchtbar machen. Vielleicht war es auch was wirklich schlimmes, aber das wissen wir eben nicht.

das gilt insbesondere, wenn es um die Unantastbarkeit des Körpers eines Kindes auf dem Weg zur Persönlichkeit geht.

Wenn es darum geht, dürften Kinder gar nicht mehr miteinander spielen, da sie sich dabei immer verletzen können. Mir hat sogar mal ein Freund aus versehen einen Zahn ausgeschlagen, und stell dir vor, er war weiterhin mein bester Freund!

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https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/handy-verbot-smartphone-erst-ab-14-regierungsberaterin-stoesst-mit-ihrer-forderung-auf-breite-ablehnung/23994308.html

Als ich die Meldung hörte,Handy ab erst 14 J dachte ich was ist das denn wieder für ein verfrühter Aprilscherz.

Es ist tatsächlich so,das im Kindergarten/Grundschule harte Pornos auf dem Handy die Runde machen,was dann zu solchen Nachahmungtaten führt.

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@stormy

Wobei das auch nichts bringt, wenn sie dafür Zuhause Zugriff auf Tablet, PC und Co haben.

Meiner Meinung nach würde eine Sperre reichen, das z.B. nur von den Eltern freigegebene Webseiten besucht werden können.

Was mich eher stört, ist das jetzt auch tagsüber ganz ungeniert Sextoy Werbung kommt, da braucht man sich doch nicht wundern, wenn Kinder auch mit Sexspielzeug spielen wollen, oder?

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@Deamonia

Das begrenzen der Seiten ist eine Idee, doch Probleme machen mitunter schon Browser bei denen mal eben mit jedem Update die Einstellungen zerschossen und zurückgesetzt werden. Zudem Pornoseiten, wenn man keine strickte Seiten Begrenzung nimmt, verstecken sich auch unter harmlosen Namen. Zugegeben es gibt in einigen Bereichen auch einfache oder sogar strickte ab 18 Kontrollen bei solchen Seiten, letztere sehr selten.

Die Werbung die du ansprichst ist an sich kein Problem, ein Problem wird sie erst durch Eltern, welche die Aufklärung vernachlässigen.

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Ich mein es wird kaum "gegen den Willen" passiert sein, denn die Kinder mussten sich da dafür ausziehen.

Da wäre ich mir nicht so sicher. Kinder lassen sich durchaus auch zu Dingen "überreden", die ihnen eigentlich nicht behagen.

Aber der Gedankengang hinter deiner Antwort ist auf jeden Fall nicht verkehrt.

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@Filou2110

Klar, mit freiwillig (unter Kleinkindern) meinte ich jetzt eher, das sie wohl kaum mit Gewalt dazu gezwungen wurden, und wenn ein Kleinkind ein anderes zu etwas überredet, würde ich erstmal nicht von "gegen den Willen" sprechen, hoffe du verstehst wie ich das meine...

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Versteht mich nicht falsch, sowas sollte natürlich nicht passieren, und man sollte dafür sorgen das es nicht wieder passiert, aber ohne so einen riesen Wind darum zu machen, den die Kinder voll mitbekommen...

Ich habe auch eher das Gefühl das die Suche nach den anderen Kindern eher von dem eigentlichen Thema ablenken soll, dem wie das passieren konnte und wer seinen Job dort nicht richtig gemacht hat.

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Ich lese hier auch zum erstenmal von dieser Angelegenheit.

Der Wunsch auf Herausgabe von Namen entspringt m.E. erstmal der Fassungslosigkeit, aber zugleich auch einer Hilflosigkeit der Eltern gegenüber solchen Taten. Sicher war ihnen nicht klar, dass Kinder nicht selbst und deren Eltern ebenfalls nicht straffähig sind.
Diese Schuld strafrechtlich allein an der Aufsichtspflicht von Kita-Personal festzumachen, wird der Sache aber nicht gerecht, obwohl das Aufstocken des Personals um eine Aufsichtsperson hier schon zeigt, dass die Kirche als Kita-Träger immerhin sensibilisiert ist.
Schwierig jetzt, wo die Fronten so festgefahren sind, dass die Kündigung der Kita-Plätze die Eltern der missbrauchten Kleinkinder trifft und die Öffentlichkeit das Thema bereits vereinnahmt hat. 

Mit Kindern in dem Alter kann man nicht umgehen wie mit Straftätern - dagegen trifft deren Eltern(haus) als Vorbilder eine Schuld, insofern als sie nicht verhindert haben, dass diese kleinen Kinder direkt auf solche Ideen kommen konnten: Stichwort: Sozialisierung. 

Ich meine, wenn Kinder mit Erwachsenen egal was fernsehen dürfen, dann ist – je nach (TV-/Video-)Sehgewohnheiten - das Kind schon in den Brunnen gefallen: In ihrer Entwicklung imitieren Kinder beim Spielen gern Erwachsene - und sowas wie 'Doktorspiele' ist in einer bestimmten Entwicklungsphase ziemlich 'normal' im Sinne von verständlich: da wird die Welt erkundet, in jeder Hinsicht.
Dass da jetzt eine Verrohung erkennbar ist, zeigt wieder, welche Vorbilder die Kinder hatten: durch die Verletzungen, von denen die Rede ist, bilden Kinder auch das ab, was sie in ihrer Familien und durch deren Sehgewohnheiten übernommen haben.

In diesem Alter, wo noch kein Kind sich der Tragweite seiner Handlung bewusst ist und noch nichts abstrakt bewerten kann, sind Lob und Tadel/Strafe somit die einzigen Korrekturmaßnahmen. Und wenn ein Kind mal Beachtung für sein Tun bekommen hat - egal, ob gelobt oder geschimpft wurde - wiederholt es das gern immer wieder: Hauptsache Aufmerksamkeit.

Früher – so weiß ich es von meiner Mutter, die Kindergärtnerin war – wurde nicht so ein Aufhebens daherum gemacht, damit das eine Kind die Episode auch wieder vergessen und sie sich nicht zu tief in die Erinnerung eingraben konnte. Der 'aktivere' Teil bei Doktorspielen bekam pädagogische Sanktionen bzw. verschärfte Erziehungsmaßnahmen (Strafen oder Erziehungsheim).

Auch heute ist es an den Eltern, per Erziehung zu vermitteln, was 'man' tut oder nicht.

 Da es keine gesamtgesellschaftlichen Zuordnungen im traditionellen Sinn mehr gibt, sind die Zeiten gutbürgerlicher Erziehung nicht mehr der Normalfall: das, was als 'normal' betrachtet wird, ist ins Schwanken geraten, und die derzeitige Entwicklung bietet nur noch 'Herausforderungen', um es mal im neudeutsch-euphemistischen NLP-Sprech auszudrücken!

Da beneide ich die Richter nicht, die in diesem Dilemma von Grenzüberschreitung rechtlichen, moralischen und Haftungsfragen hier Recht sprechen müssen - und die Kirche ist auch noch involviert! Bis das alles sortiert und nach Straffähigkeit gewichtet wurde, und das bei sich hochschaukelnder öffentlicher Empörung - eine ganz schwierige Aufgabe!

Klar - jetzt beim Lesen eurer Antworten kommt mir erst der Gedanke an Smartphones als mögliche Quelle des 'Wissens' Fünfjähriger .... furchtbar!

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@catchan

Ja, nicht? Kinder sind nun mal kleine Forscher, das gehört in einem bestimmten Alter irgendwie dazu. Da müssen sie und die Eltern halt kurz durch, c'est la vie. Aber es diesem Fall ist es halt schwierig wegen der Aufsichtspflicht ....

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@Spielwiesen

Bei so etwas durch zu müssen ist eigentlich nicht möglich, da hier sexueller Kindesmissbrauch unter Kindern vorliegt. Die Folgen bleiben dieselben.

Da habe ich schon Verständnis für die Eltern.

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@catchan

Ja, ich habe auch Verständnis für die Eltern, nur würde ich dem Delikt keinen Namen aus der Welt der Großen geben. Naja, das ist schon ein schwieriges Thema, wenn man allen gerecht werden will.

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@Spielwiesen

Man muss die Namen kennen, um beispielsweise das Jugendamt über diesen Fall informieren zu können.

Zudem will man als Eltern doch Gewissheit, dass die Übeltäter die Kita verlassen haben.

Da die Kita hier auf ganzer Linie versagt, ist das Handeln der Eltern sehr gut nachvollziehbar.

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@catchan

So hart - bei FÜNFJÄHRIGEN??

Da fällt mir doch glatt die (US-)Geschichte von einem kleinen Jungen ein, der in der Schule doch Anstoß erregte, weil er sich ständig vorn in den Schritt griff und auch nicht davon abzubringen war. Deshalb sollte er in ein Erziehungsheim für sexuell auffällige Jugendliche kommen. Bis eine Nachbarin der Mutter sagte, sie solle ihrem Jungen doch mal Slips eine Nummer größer kaufen - was diese auch tat - und prompt musste der Kleine nicht mehr da hinfassen und die kneifenden Beinabschlüsse lockern. Soweit die Geschichte, wie meine (französische) Freundin in den USA sie mir mal berichtet hat.
Mein Stichwort: die Proportionen wahren!

Jetzt könnten mir Helikoptereltern natürlich unterstellen, ich würde mich für Sexualtäter einsetzen! Dann nur zu!

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@Spielwiesen

Das Einschalten des Jugendamts ist nicht hart. Ganz im Gegenteil.

Aber wenn jetzt nicht eingegriffen wird und beigebracht wird, dass sexuelle Übergriffe ein absolutes Nö-Go sind werden die 5-jährigem das auch als 50-jährige machen.

Dein Beispiel hinkt. Bei dir fasst sich der Junge selbst an. In der Frage hingegen wird sexueller Kindesmissbrauch geschildert.

Dass die Täter selber noch Kinder sind, macht es für die Opfer nicht besser.

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obwohl das Aufstocken des Personals um eine Aufsichtsperson hier schon zeigt, dass die Kirche als Kita-Träger immerhin sensibilisiert ist.

Das sehe ich anders, die Kirche als Kita-Träger hat in diesem Fall total versagt. Der erste Fall wurde nicht an den LVR gemeldet sondern erst der zweite, aus der danach stattgefundenen Beratung in der die Personaldecke bemängelt wurde folgte die einstellung einer zusätzlichen Erzieherin.

Es hätte aber schon nach dem ersten Fall offensichtlich sein müssen, dass man mit mehr Personal einen Wiederholungsfall verhindern könnte.

Aber offensichtlich übersteigt das Gewinnstreben der katholischen Kirche, der Sorge um das Wohlergehen der ihr anvertrauten Kinder.

Für mich ist die Einrichtung zu schließen

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@IQhaipdling

Außer dem verlinkten Artikel kenne ich keine weiteren Hintergründe - was du anregst, klingt schlüssig.

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@Spielwiesen

Außer dem verlinkten Artikel kenne ich keine weiteren Hintergründe

Ich auch nicht

Aber im Artikel steht, dass es in den Gesprächen mit dem LVR um eine bessere Personaldecke gegangen ist, somit muss die Einstellung später erfolgt sein

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@IQhaipdling

Ja, so habe ich das in meiner Antwort ja auch formuliert. Für andere Deeskalationsmaßnahmen ist es wohl schon zu spät, denke ich. Traurig, wenn das jetzt alles auf dem Rücken der Kindergärtnerinnen ausgetragen wird. Deren Beruf müsste viel mehr respektiert und besser entlohnt werden, und Personalmangel an dieser Stelle kann halt - bei der Kreativität der Kleinen - zu solchen Vorfällen führen.

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@IQhaipdling

Die eigentliche Frage die aufkommt, wenn das bereits einmal war: Woher kommt das? Klar da ist dann durchaus verständlich das man nun die Kinder Finden will welche das waren. Wenn da von Schlagen geschrieben wurde und das eine kirchliche Kita ist, dann kommen ganz seltsame Gedanken in mir auf, Gedanken die gen Mittelalter Kirchenmethoden gehen. Vielleicht lebt ein Kind das in der Kita das aus was es selbst zu hause erfährt. Das wäre vielleicht im Zusammenhang mit der Kirche ein noch größerer Skandal.

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