Entschuldigt die Frage aber bereut es hier jemand sein baby NICHT abgetrieben zu haben?

108 Antworten

Hey ich verstehe dein Problem gut, kann mir auch vorstellen dass du unsicher bist. Aber ich finde das du nicht abtreiben solltest in dir ist ein Lebewesen und wenn dein Freund zu dir hält kann es ganz schön sein. Ich bin nicht betroffen aber kenne ganz viele Junge Mamis die sich sehr unsicher waren das Kind dann behalten haben und es der größte Stolz ist. Ich finde wenn dein Freund hinter dir steht und mit seinen 20 Jahren ist er reifer als Jungs in deinem alter ist das was besonderes und ich kann mir nicht vorstellen, dass du es bereuen würdest ich kenne nur eine Person die abgetrieben hat und die Macht sich die ganze Zeit Vorwürfe. Ich bin mir sicher du findest dem richtigen Weg viel Glück!:)

Wie ihr das immer schön redet ich verstehe das nicht.

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Zu alledem kann ich nur sagen: Die Entscheidung muss die betroffene, hier junge, anscheinend reife und intelligente Frau selber fällen und keiner kann ihr diese Entscheidung abnehmen, egal welcher Meinung man ist und welche Argumente man bringt. Das ist kein Thema für eine öffentliche Diskussion, sondern Privatsache. Für die eigene Entscheidung muss man die Verantwortung tragen und mit den Folgen leben, doch Niemand hat das Recht, über jemand anderen, aufgrund einer Entscheidung zu solch einem Thema, zu urteilen! Es gibt für alle Optionen Vor- und Nachteile, aber wer sich das gründlich überlegt, wird mit seiner Entscheidung schlussendlich zufrieden sein, so wie das hier Deamonia ist, oder wie jemand, die jetzt vielleicht glückliche Mutter ist, obwohl das Leben nicht so gekommen ist, wie sie sich das vorgestellt hat... Leben kann man nicht planen und nicht voraussehen, weder eigenes noch fremdes, sonst wüssten wir ja alle schon, wie's ausgeht, wüssten alle schon, was wahr und richtig ist, und die Spannung des Lebens wäre dahin.

Hallo Lillimausi123,

erst einmal tut es mir leid, dass Du Dich mit dieser Frage quälen musst. ABER: Bitte denke gut darüber nach. Lasse Dich gerne beraten, aber lasse Dich nicht beeinflussen.

Ich habe eine sehr gute Freundin, die, als sie 18 war und gerade ihr Fachabitur machte, von ihrer ersten großen Liebe schwanger wurde. Sie war nie eine Person, die Kinder wollte. Ihr hätte ich es auch nicht zugetraut, wenn ich ehrlich bin - also, jemals Mutter zu sein, meine ich.

Ihr Freund - aus einem anderen Kulturkreis - wollte, dass sie das Kind bekommt. Er riet ihr dazu, es zu bekommen, weil sie dann eine kleine, glückliche Familie sein würde. (Eigentlich wollte sie erst einmal studieren - sie hat noch keine abgeschlossene Berufsausbildung gehabt.) Da sie diesem jungen Mann sehr verfallen war und dachte, er würde sie dann noch mehr lieben und auf alle Fälle bei ihr bleiben, bekam sie das Kind.

Nun hat sie es und sie bereut es. Ich weiß, dass sich das grausam liest. Aber sie war jung und ist es immer noch. Sie hat noch nicht ihre Jugend ausgelebt gehabt und der Freund kümmert sich einen Dreck um sie oder das Kind. Sogar auf Unterhalt musste sie ihn verklagen - das läuft alles vom Jugendamt aus noch.

Weißt Du - Du solltest Dir erst einmal klar darüber sein, ob Du das Kind willst. Wie sieht es in Dir aus? Mache Dir keine Gedanken darüber, was andere denken. Denke Dir nur: Will ich das? Will ich Verantwortung für ein Lebewesen übernehmen? Ein Leben lang? Denn darauf wird es hinauslaufen.

Lass' Dir gesagt sein, dass Du in der Anfangszeit zu nichts anderem kommen wirst. Es sei denn, Du gibst es sofort in die Kinderkrippe. Du wirst nachts aufwachen, weil es Hunger hat und gestillt/mit der Flasche gefüttert werden will. Oder weil es eine frische Windel braucht. Manchmal wirst Du nicht herausfinden, warum es weint. Und manchmal braucht es einfach Deine Nähe, ein paar beruhigende Worte.

Du wirst also wenig Schlaf haben, weil manche Säuglinge vlt. durchschlafen, aber sehr viele nicht. Oder nur anfangsweise. Du wirst aufpassen müssen, wenn es laufen lernt. Du wirst es beschützen müssen, vor all den Gefahren, die da draußen lauern und Dich mit Kindergärtnerinnen und Lehrern sowie Kinderärzten herumschlagen müssen.

Natürlich ist ein Kind lieb und süß. Aber bist Du wirklich bereit? Geh in einen dm oder Rossmann oder so. Guck Dir an, was Windeln und Babynahrung kosten. Milchpulver, Brei und auch Kleidung. Alles sehr, sehr teuer. Selbst, wenn Du finanzielle Unterstützung erhältst und auch Eltern hast, die Dir ab und zu das Kind abnehmen: DU bleibst die Mama. DU trägst die Hauptverantwortung für das Kind. Die wird Dir keiner abnehmen.

Diese Freundin, die ich habe - die mit dem Kind - hat auch eine Mutter, die ihr oft das Kind abnimmt. Aber sie weiß, dass sie letztlich die Verantwortliche ist. Keine Parties, keine Freunde. Gerade in Deinem Alter haben die Leute nichts mit Kindern am Hut. Die wollen feiern, Bier trinken, Party machen, Shoppen gehen - das wird so ziemlich alles wegfallen.

Ich sage das alles nicht so negativ, um Dich zu etwas zu überreden. Ich sage Dir das nur, weil man in Deiner Lage sich nicht bewusst ist, was alles auf einen zukommt. Babies sind knuffig und süß, ja. Aber sie bergen eine Verantwortung, die teilweise ältere Frauen, bzw. Erwachsene fertig macht.

Bitte denke gut darüber nach. KEINER kann Dir diese Entscheidung abnehmen. Denn KEINER ist dafür verantwortlich. Es ist DEIN Leben. Egal, was Du tust - Du musst mit den Konsequenzen leben. Du wirst das Kind aufziehen müssen und dafür Sorge tragen, dass es ihm an nichts fehlt. Nicht irgendwer anders.

Ich weiß, dass sich viele leicht reden. Blabla, es ist doch ein Leben, töte es nicht. Es geht sie nichts an. Hörst Du?! Ich denke nicht, dass Du das Kind zur Adoption freigeben wollen würdest. Du wüsstest nie, ob es dem Kind wirklich gut geht. Also bitte entscheide Dich gut und richtig. Hast Du den Rückhalt? Willst Du es wirklich? Oder ist es nur, weil alle sagen, dass Du es behalten sollst?!

Ich wünsche Dir sehr viel Kraft. Du wirst eine Entscheidung fällen. Und egal, ob sie "richtig" oder "falsch" ist - DU wirst diejenige sein, die mit allem, was darauf folgt, zurechtkommen muss.

Falls ich etwas für Dich tun kann, bitte schreib mich jederzeit an.

LG

UwahX

ich kann deine frage auch nicht aus sicht eines elternteils, der es bereut, ein kind bekommen zu haben, beantworten. aber ich kann sagen, dass ich mir als kind gewuenscht habe, ich waere abgetrieben worden und ich kenne eine reihe leute, die sich das fuer sich heute noch wuenschten.

das ist folge davon, dass diese menschen sich nie erwuenscht gefuehlt haben und mitunter tatsaechlich zu hoeren bekommen "ich wuenschte, ich haette dich damals abgetrieben", von daher GIBT es offensichtlich eltern, die im nachhinein bereuen, ihre kinder bekommen zu haben.

das muss fuer dich aber nichts heissen, denn deine grundeinstellung dem kind gegenueber ist ja anscheinend erst einmal positiv und die deines freundes auch. kann sein, dass ihr wunderbare eltern werdet. ganz sicher weiss das freilich niemand vorher.

ich moechte hier auch gar nicht der buhmann sein, aber natuerlich besteht auch die moeglichkeit, dass du spaeter mal bereust, nicht abgetrieben zu haben. nur andererseits bereut man im leben immer einiges und nur weil man etwas bereut heisst das nicht, dass man das ergebnis daraus (in diesem fall das kind) ebenfalls bereut.

Also ich bin der meinung eine antreibung is abartig .... Es gibt andere möglichkeiten wie adoption und sonst was ... Hab jetzt selber vor 1 woche das 3. kind verloren und ich versteh einfach nicht wie leute so ein geschenk einfach "umbringen " sorry für den ausdruck ... Aber das kind kann nichts dafür das leute nicht verhüten können ... Es mag möglich sein das es passiert aber dann sollte man auch mit den konsequenzen leben !

Seit meiner Fehlgeburt im Oktober verstehe ich so Leute auch noch weniger. Wer tut sowas freiwillig? Wer will sowas freiwillig mit erleben?

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Nur weil DU ein Kind möchtest und es nicht bekommst kannst du nicht moralische Erwartungen an andere stellen. Wenn das Kind mit einer Mutter aufwächst, die es schlägt und vielleicht sogar hasst, dann denkt man sich doch auch "wie kann man so ein Geschenk misshandeln?" und würde sich wünschen, dass die Frau es lieber zur Adoption freigegeben hätte. Und wenn man dann von einem 13jährigen aus dem Kinderheim seine kriminelle Jugendkarriere aufgelistet bekommt und ihm beim Erzählen darüber zuhört, wie es dazu kam, dass er im Heim gelandet ist, weil seine Eltern ihn nicht mehr wollten und wenn man dann auch noch weiß, dass dieser Junge niemals die Chance haben wird, sich wirklich mit allem Drum und Dran gewollt zu fühlen, völlig bedingungslos, dann denkt man sich "wie kann man so ein Geschenk nur so vernachlässigen und ablehnen?" und "dann hätte die doch lieber abtreiben sollen" - es gibt viele Gründe, nicht nur egoistische, die für eine Abtreibung sprechen und es gibt viele Gründe, ebenfalls nicht nur egoistische, die dafür sprechen, ein Kind zu behalten. Mit den Konsequenzen leben bedeutet manchmal eben auch abtreiben und mit den Konsequenzen der Abtreibung leben, aber Abtreibung ist keinesfalls Mord, sonst ist Fleisch essen auch pauschal Mord.

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@Janiela

DH für Deine sachliche Anmerkungen,

ich bin zudem der Meinung an .. frauschmidt123 & Famousbarbiie Famousbarbiie

Fehlgeburten sind natürliche sinnvolle Selektionen, unser Planet ist schon überbevölkert und reguliert seine Bevölkerung nach seinen Gesetzen.....

m.l.G. ;)h

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@himako333

Das hat nichts mit Abtreibungen zu tun, aber sag mir eine Angelegenheit, in der die Menschen versucht haben, etwas "natürlich zu regulieren", die nicht in eine Katastrophe ausgeartet wäre. Was du geschrieben hast, ließe sich genausogut interpretieren als: -Begründung für eine Plutokratie/Diktatur -Begründung für, ist allerdings bloßer Geiz, Menschen in Entwicklungsländern nicht zu unterstützen, sondern einfach sterben zu lassen -Begründung für alle Verbrechen der NS-Zeit Dieser Kommentar wird wahrscheinlich gelöscht, und ich glaube und hoffe, dass du das nicht so gemeint hast, aber es ist so. Zitat der Nationalsozialisten: "Die Juden sollen geeignet untergebracht werden, wobei zweifellos ein Großteil durch natürliche Verminderung ausfallen wird." Interessanterweise vergessen sämtliche Vertreter von solchen Sozialdarwinisten die kleine Tatsache, dass es evolutionär nun mal unsere größte Stärke ist, dass wir uns umeinander kümmern können. Jede Gesellschaft, die solche Fürsorge nicht zulässt, schwächt sich zwangsläufig selbst. Aber ich habe mich mit dem Thema befasst, weil es eben eine Zwickmühle für diese Weltsicht ist, in der es keine einfache Lösung gibt, und mir deswegen die von dieser schweren Entscheidung Betroffenen leidtun.

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Du kannst deinen Mutterinstinkt nicht Pauschal auf alle Frauen übertragen! Soll man lieber ein Kind bekommen das man nicht will, und das sich dann immer ungeliebt fühlt als abzutreiben?

Ich habe z.B. null Mutterinstinkt. Ich wusste schon als kleines Kind das ich keine Kinder will, hatte mit 19 eine Abtreibung und würde es jederzeit wieder tun.

Ich habe absolut keine Probleme damit, auch mit 30 nicht. Ich habe nicht eine einzige Träne vergossen deswegen, und ich bin eigentlich ein extrem emotionaler Mensch. (Als letztes Jahr eines meiner Frettchen gestorben ist habe ich Wochenlang jeden Tag geweint)

Ich will damit einfach sagen das es eben auch Frauen gibt die keinen Kinderwunsch verspüren, ja die sogar nicht einmal sonderlich gut mit Kindern klar kommen. Für solche Frauen ist eine Abtreibung ein leichtes, da es nichts zu bereuen gibt.

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