Englisch Referat über die Englische Geschichte in 3 Minuten

8 Antworten

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Das wurde schon öfter versucht:

"1066 and All That: A Memorable History of England" (Methuen Humour Classics), W C Sellar

Wenn ich mich noch recht erinnere dann kann man die Englische Geschichte reduzieren auf:

-55 Cäsar versucht, Britannien zu erobern

+43 Claudius erobert Britannien für 350 Jahre (kann man weglassen)

ab 450 Angelsächsische Besiedlung (Wenn man will, kann man hier Alfred den Großen erwähnen, Horsa und Hengist würde ich weglassen)

1066 Das kann man NICHT weglassen

1215 Great Charter

1509 bis 1547 Heinrich VIII den kann man auch nicht weglassen, statt der Regierungszeit kann man auch sein 6 Frauen nennen (Katharina von Aragon, Ann Boleyn, Jane Seymore, Anna von Kleve, Catrhine Howard, Cathrine Parr)

1588 Die Armada: Die Spanische Flotte wird durch einen Sturm vernichtet und die Mehrzahl der Englischen Seeleute stirbt an eine Epidemie

1620 Mayflower

1754-63 Siebenjähriger Krieg: England legt in Nordamerika und Indien den Grundstein für das Empire

. 4. Juli 1776 Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten. Kann man weglassen, weil streng genommen keine Englische Geschichte, stattdessen:

1769 James Watt erhält das Patent auf eine verbesserte Dampfmaschine.

Das 19. und 20.Jahrhundert ist in England etwas unübersichtlich, wie fast überall in der Welt.

1877 Victoria wird zur Kaiserin von Indien gekrönt

1962 Dr. No mit Sean Connery in der Hauptrolle als James Bond

1973 Großbritannien wird Mitglied der EU

Wenn man fünf Minuten hätte, dann sollte man noch erwähnen:

um 2000 v.d.Z Stonehenge

um 1190: Richard Löwenherz, Robin Hood und den Sheriff von Nottingham

1595 William Shakespeare schreibt Romeo und Julia

1837 Charles Dickens schreibt Oliver Twist

1940 Deutsche Luftangriffe auf Coventry

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Schönes Beispiel!

Aber man könnte ebenso gut den gesamten "vor"-britischen Teil weg lassen, weil er zur römischen Geschichte gehört... oder auch

die Namen von Heinrich VIII Frauen weg lassen, denn wichtiger ist hier, dass durch ihn die Anglikanische Kirche entstanden ist.

Und mit "The Defeat of the Spanish Armada" wird das Ende der Vorherrschaft Spaniens und Portugals auf den Weltmeeren eingeleitet: Britannia rules the world. Damit Welthandel, Wohlstand, in der Folge Blüte von Kultur und Wissenschaft!

P.S. Ich finde die Aufgabe sehr gut. Und ich vermute, dass keiner von euch vieren sie schaffen wird. Aber das macht nichts. Das Ziel ist, solche Ereignisse zu fokussieren, die wiederum wichtig für die weitere Entwicklung des Landes sind. Das ist geschichtliches Denken.

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@nichtvongestern

Wenn es wirklich die Aufgabe war, die britische Geschichte in maximal drei Minuten abzuhandeln - und ich bezweifle das, denn der Fragesteller sagt selbst, daß das Referat in vier Teile aufgeteilt wurde - dann halte ich das nicht für eine sehr gute, sondern für eine hirnrissige Aufgabe.

Das ist auch nicht "geschichtliches Denken" - das ist unter den gegebenen Umständen bestenfalls Geschichte auf dem Niveau einer Quizsendung.
Oder so etwas in dem Stil wie "Alle Shakespeare-Dramen, in zehn Minuten vorgetragen".

Wenn jemand tatsächlich in der Lage sein sollte, "die" wichtigen Ereignisse derart zu fokussieren und zu konzentrieren, dann muß sich dieser Jemand bestens in der englischen Geschichte auskennen. Das kann man aber in einer schulischen Situation (zum Beispiel Referat Mittelstufe) kaum erwarten.

(Die namentliche Nennung der sechs Frauen Heinrichs VIII. gehört jedenfalls nicht unbedingt zu einem derart eingedampften ZahlenDatenFaktenWirrwarr.)

Gruß, earnest

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@earnest

Du hast vollständig Recht, dass man sich für die Aufgabe bestens auskennen muss. Denn die allergrößte Schwierigkeit besteht im Weglassen :-(

In so einem Schnelldurchgang muss man sich aber nicht nur extrem fokussieren, sondern auch an seine Zuhörer denken - können die überhaupt folgen? Was haben sie denn - halbwissend - überhaupt an Haken, an die man etwas hängen kann.

Das ist bei englischen Schülern logischerweise etwas anders als bei deutschen. Briten hätten wahrscheinlich ein engeres Verhältnis zur "Virgin Queen", zum "once and future king", zu "Bonnie Prince Charlie" oder "The Bruce William Wallace".

ich glaube, es gibt keinen Deutschen, der nicht mal von Heinrich VIII gehört hat. Ganz klar war Charles II wichtiger, aber er würde untergehen in einem Kurzreferat, Oranier her oder hin.

Und dann sollte man auch Ironie da sehen wo sie gemeint ist :-)

Inwieweit Kultur-, Technik-, Musik- und Literaturgeschichte reingehört, ist natürlich unklar. England ist keine "Musiknation".

Und ein Ereignis im 20. Jh. zu wählen ist für eine Zeit, in der das Imperium verloren ging nicht wirklich einfach. ich halte meine zwei Ereignisse für einigermaßen charakteristisch. Sie spannen den Bogen von 55 V.d.Z. :-)

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@DonDeSilva

Ehrlich gesagt, ich finde es auch etwas zu heftig für den Englischunterricht. Das von mir befürwortete didaktische Prinzip ist in der Muttersprache schon schwierig genug.

Aber so nach und nach hat sich ja auch herausgestellt, dass die Frage nicht präzise gestellt war. VIER Schüler/innen sollen in jeweils 3 min "Die englische Geschichte" umreißen. Insgesamt stehen also 12 min zur Verfügung. D,h, ALLE müssen sich zunächst einigen, was diese enorme Abstraktion denn überhaupt enthalten soll, und sich dann darüber einig werden, welchen Abschnitt wer übernehmen wird. Der letzte Teil sollte relativ einfach sein...

Klar, die Aufgabe ist eine Herausforderung. Aber diese sollte seitens der Pädagogen auch entsprechend begleitet werden. Die Schüler/innen vor ein "NICHTS" zu stellen ist Mist. Die Lehrkraft sollte spätestens ab der 9. Klasse offen beschreiben, welchem Ziel eine bestimmte Aufgabe dient.

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Die Aufgabenstellung ist zwar zum Haareraufen, aber letztlich lernt man dabei eines: Ein Thema auf das Essentielle begrenzen. Konzentriere dich auf die Meilensteine der englischen Geschichte. Tritt ein Stück von dem Wust an Fakten und Zahlen zurück, beschränke dich auf die Ereignisse, die England am stärksten geprägt haben, weise darauf hin, daß das natürlich nur ein winziger Ausschnitt sein kann, finde die Quintessenz. Das ist gar nichtmal so schwer.

Für Dich als Kenner der englischen Geschichte vielleicht nicht...

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@earnest

Dabei geht es doch nicht um Kenner oder nicht, sondern um die Fähigkeit, sich kurz zu fassen. Das ist letzten Endes nicht anders als nach einem gelesenen Buch die Schüler zu bitten, das Gelesene auf einer Seite zusamenzufassen.

Zu Zeiten, in denen sich historische Zahlen und Fakten kinderleicht online recherchieren lassen (bis zu einem gewissen Grad jedenfalls) ist die Aufgabenstellung nichtmal so sonderlich absurd. Statt sich in epischer Breite etwas Fremdrecherchiertes vortragen zu lassen, fragt der Lehrer nach der Fähigkeit, das Relevante zu erkennen. Das muss ja - bis zum Vortrag - auch nicht auf´s Englische zugeschnitten sein.

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@Jerne79

Es geht eher um die Fähigkeit, das Wichtige vom Unwichtigen zu unterscheiden und das Wichtigste herauszufiltern.

Diese Fähigkeit herauszubilden - auch bisher weitgehend unbekannte Themen betreffend - ist eine der wichtigen Aufgaben von Schule. Darin sind wir uns sicher einig.

Aber diese Fähigkeit in der Mittelstufe quasi vorauszusetzen- zudem kombiniert mit einer Fremdsprache! - halte ich für eine Überforderung.

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Hallo,

selbst wenn ihr 4 euch die Stichpunkte, die Bswss schon genannt hat, untereinander aufteilt, sind insgesamt 12 Minuten viel zu wenig, um über die englische Geschichte zu referieren. Sprecht nochmal mit eurer/m Englischlehrer/in.

AstridDerPu

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