Energiesparender: Wasser zum Nudelkochen im Topf oder im Wasserkocher erhitzen?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

wie hier schon mehrmals gepostet ist erst einmal die Erwärmung des Wassers auf eine bestimmte Temperatur mit dem Wasserkocher am billigsten, weil die wenigsten Verluste entstehen. Für die reine Erwärmung des Wassers (ohne Berücksichtigung der Verluste) ist es völlig egal womit man das Wasser erwärmt. Um ein 1kg (Liter) Wasser um ein Grad C zu erwärmen braucht es 0,001163 kWh, für einen Temperaturunterschied von 15 auf 100 Grad C demnach ca. 0,1kWh ein 1500 Watt Wasserkocher sollte das daher in 4 Minuten schaffen.

Mit einer gleich starken Herdplatte wird man (auf einen Liter bezogen) kaum unter 6 Minuten kommen. Der Wirkungsgrad dürfte sich (bei schon qualittativ hochwertigen Töpfen und geschlossenem Deckel) im Bereich von 60% (Widerstandsheizung) bis 80% (Induktionsherd) bewegen. Der Verlust liegt demnach bei 0,02 bis 0,04kWh pro Litzer Wasser nur für die reine Aufheizzeit und rechtfertigt es durchaus im Wasserkocher zu erwärmen und dann umzufüllen.

Sicherlich kommt jetzt das Argument, dass ja jetzt der Topf erwärmt werden muss, dass darf man aber nicht überbewerten, denn Stahl bzw. Edelstahl hat eine sehr geringe spezifische Wärmekapazität. Für einen X6Cr17 kann man etwa 460 J/(kgxK) veranschlagen das ist ein Neuntel dessen was für Wasser gilt. Ein Topf mit einem Gewicht von 500 Gramm verschlingt eine Energie von 0,0083 kWh wenn man ihn einmalig von Raumtemperatur auf 150 Grad C erwärmt, ist also im Vergleich zu den Abstrahlungsverlusten zu vernachlässigen.

Die Verluste in der Erwärmphase für das Wasser ergeben sich aus der Umgebungserwärmung der Herdplatte und aus der Abstrahlung durch den Topf, zu einem sehr kleinen Teil aus der Erwärmung des Topfes selbst.

in den Wasserkocher kein kaltes, sondern warmes/heißes Wasser einfüllen - spart nochmal Energie.

Der Energieaufwand zum Erhitzen von Wasser im immer der gleiche. Entscheidend bei deiner Frage viele Energie verloren geht. Beim Wasserkocher geht wenig Energie verloren, das das Heizelement direkt wirkt. Bei Herd muss erst die Herdplatte, dann noch der Topf erhitzt werden. Dies muss aber, da du hinterher ja die Platte und den Topf zum garen benötigst, trotz "vorheizen" des Wassers im Wasserkocher zusätzlich erfolgen. Der Energieaufwand ist daher insgesamt höher.

Genau. DH!

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das einmalige Erhitzen der Herdplatte dauert in etwa 20 Sekunden und bedeutet für eine 1500 Watt Platte demnach ca. 0,0083kWh das Erwärmen eines Topfes mit einem Gewicht von 500 Gramm von Raumtemperatur auf 150 Grad C kostet ebenfals rund 0,0083 kWh. Die eigentlichen Verluste entstehen nicht durch das Anwärmen sondern durch den Wärmeverlust durch Abstrahlung und Querverteilung der Wärme und die liegen für die Erwärmung von 1 Liter Wasser auf Siedetemperatur bei ca. 0,04 kWh - also deutlich über den gesamten Anwärmverlusten. Bei Induktionsherden fällt die Querverteilung durch die Platte weitgehend weg und die noch verbleibende Einsparung lohnt dann kaum den Umweg über den Wasserkocher.

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Noch besser ist es, die Nudeln gleich mit dem kalten Wasser aufkochen.

Nudeln dann 10 Minuten stehen lassen und basta!

Tipp von einem Fernsehkoch: klappt!

werde ich mal ausprobieren. klingt interessant. danke :)

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Welche Sorte Nudeln waren es denn, die der Fernsehkoch genommen hat?

Fadennudeln. Maccaroni, etc???

Da ist ein ordentlicher Unterschied in der Kochzeit.

VG

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Immer im Wasserkocher, der Energieverlust durch (nicht vorhandene) Herdplatte, Wasserdampf etc. ist viel geringer...

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