Elterlichen Betrieb ohne Ausbildung übernehmen?

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9 Antworten

Also, nachdem ich alle Antworten, und deine Kommentare dazu gelesen habe, muss ich dir sagen, das ich ir ganz dringend rate deine Ausbildung abzuschießen.

Ich erkläre dir auch gerne warum:

Du sagst, deine Mutter soll dir alles beibringen, das geht aber nicht. Deine Mutter kann unmöglich alle Themen die ihr in der Schule durch nehmt im Kopf haben, und sie dir noch im laufenden Betrieb, also Quasi "Nebenbei" erklären.

Ebenso könntest du dir das ganze niemals so nebenbei alles merken. Klar glaubt man in der Berufsschule bei vielem "Das brauch ich niemals" aber irgendwann braucht man es dann eben doch.

Außerdem ist die Ausbildung deiner Mutter schon länger her, und Gesetze und Verordnungen können sich geändert haben, da ist es schon sehr klug von deiner Mutter, das sie will, das du aktuelles, und kein veraltetes Wissen lernst.
Außerdem würde keiner prüfen, ob du dir alles richtig gemerkt hast, was im schlimmsten Fall echt übel enden kann.

Mit dem "nichts zu verlieren" das siehst du ebenfalls falsch. Es gibt eine Menge für sie zu verlieren, und das auch, wenn man "Vergebene" Einarbeitung von dir nicht mit zählt:

Zum einen setzt sie bei ihren Mitarbeitern ihren Ruf, ihr Image, als gute Geschäftsführerin aufs Spiel, wenn sie einen ungelernten, insbesondere wenn es ein Familienmitglied ist, auf den Geschäftsführerposten vorbereitet. Sowas wird dann schnell als Vetternwirtschaft angesehen, und DU wirst generell weniger ernst genommen werden.

Denn was würdest du als Mitarbeiter von einem Chef halten, der mal in der Firma gearbeitet hat, dann ne Ausbildung woanders angefangen und abgebrochen hat, dann wieder in die Firma kommt, und weil es dann doch nicht klappt, wieder was anderes macht, bevor er irgendwann mal die Firma erbt?

Ebenso siehst du es zu leicht, das deine Mum sich dann ja einfach einen anderen GF suchen könnte. Einen Geschäftsführer stellt man nicht mal eben so von extern ein, so etwas dauert schon etwas länger, ebenso wie die Einarbeitung. Es dauert Jahre, bis man einem externen soweit vertraut, ihm das Geschäft komplett zu übergeben, und vielleicht ist es ja auch ein großer Wunsch deiner Mutter, das die Firma unter der Leitung der Familie bleibt?

Außerdem denkt deine Mutter sicher auch an deine Zukunft, falls es mit dem Unternehmen mal bergab geht, sollst du halt eine vernünftige Ausbildung, und einen guten Lebenslauf haben (2 abgebrochene Ausbildungen machen sich gar nicht gut!)

Übrigens hab ich mit 27 nochmal eine Kaufmännische ausbildung gemacht, mit 24 bist du mitnichten zu alt dafür ;)

In meiner Firma ist es übrigens so, das DER Sohn des Cheffes, der als einziger seine Ausbildung nicht straight durchgezogen hat, auch der einzige ist, der von den Mitarbeitern nicht ernst genommen wird. Er wird eher belächelt, als Typus "von Beruf Sohn", und das willst du doch sicher nicht für dich oder?

Was stört dich denn an deiner Ausbildung so krass? Ist es die Schule, ist es die Firma, oder der Berufszweig? Kannst du evtl wechseln?

LG
Crissi

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Wieso sagst du, dass deine Mutter nichts zu verlieren hat?? Das ist ja schlichtweg gelogen und genau da liegt der Hase im Pfeffer. Sie hat eine Firma aufgebaut und genau diese droht sie zu verlieren, indem sie nicht irgendein Hilfsarbeiter einstellt, sondern ein Geschäftsführer (nämlich dich), der nicht das nötige kaufmännische Know-How hat um die Firma erfolgreich weiter zu leiten..... Denk da mal drüber nach.

Gruß

Henzy

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Kommentar von Tygar
11.08.2016, 03:40

Danke henzy für die Antwort. 

Ich wollte mit dem "nichts zu verlieren" ausdrücken, dass man es doch probieren könne. Über eine Übernahme der Firma sollte man ja auch in ganz ferner Zukunft drüber nachdenken und ist auch kaum Thema. 

Ich möchte ja kein Hilfsarbeiter sein, sondern ihr Wissen an mich übergeben bekommen. 

Darüber hinaus habe ich das auch so gemeint, dass wenn es mit ihr und mich nicht klappt, sie ja auch später einen externen etc Geschäftsführer suchen kann. Somit hätte sie nichts verloren. Das meine ich damit 

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Deine Mutter ist deine potentielle Arbeitgeberin, also kann sie auch die Bedingungen für deine Einstellung festlegen. Ob du sie speziell überzeugen kannst, weiss ich nicht, das hängt von ihrem Charakter ab.

Darf ich fragen, was zu bis jetzt gemacht hast? Ich halte es für sinnvoll, eine Ausbildung (Studium) in diesem Bereich zu haben, bevor man ein Unternehmen übernimmt.

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Kommentar von Tygar
11.08.2016, 03:05

Hallo und danke für deine Antwort. 

Ich habe direkt nach meinem Schulabschluss eine Lehre zum Restaurantfachmann begonnen, was mich aber nicht ausgefüllt hat. Vor allem wegen den Arbeitszeiten. Diese habe ich nach einem Jahr abgebrochen und ein halbes Jahr später den Physiotherapeuten angefangen und natürlich auch abgeschlossen. 

Zusätzlich habe ich natürlich auch immer im Familienbetrieb gearbeitet. 

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im regulärenfall sollte die Eltern ergo deine Mutter den Nachwuchs diesbezüglich zu animieren, dass diese in die Fußstapfen der Eltern treten.

ergo, mach ne Kaufmännische Ausbildung und setze noch ne Fortbildung drauf in Betriebswirtschaft.

Auch wenn es noch bissel Zeit ist, je früher du anfängst desto besser kannst du dich einarbeiten. weil je mehr Durchblick du hast, desto weniger geld verlierst du.

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Du solltest den Wunsch deiner Mutter erfüllen und dich für eine Ausbildung entscheiden. Außerdem wird es dir guttun, eine andere Firma kennen zu lernen und andere Luft zu schnupper, als in der Firma deiner Mutter.

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Um einen Betrieb wie eine "Friseurkette" leiten zu können ist es unbedingt notwendig genaue Kenntnisse im kaufmännischen Bereich zu haben. Es genügt nicht, zu glauben man könne das alles. Deine Mutter hat Recht. - Man fragt sich WARUM es dir bei der Ausbildung nicht gut geht? Kannst du das Problem finden und lösen? Gibt es eine andere Schule bzw. Möglichkeit die Ausbildung zu machen? - Da musst du dein Problem anpacken. Wünsche dir viel Glück!

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Du wirst denn mütterlichen Betrieb viel weiter bringen wenn du weißt wie es andere machen.

Das was dir deine Mutter beibringen kannst, kannst du nach deiner Ausbildung auch lernen.


und wenn du es nicht schaffst die Ausbildung dort abzuschliessen naja ....

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Kommentar von Tygar
11.08.2016, 03:02

Hallo Nordstrombi,

Vielen Dank für deine rasche Antwort im Voraus :)

Die Frage bezieht sich eher darauf, ob es für mich Sinn macht 2-3 Jahre eine neue Ausbildung anzufangen, wo ich zB in der Zeit kaum Geld verdiene und meiner Meinung nach auch einfach Zeit verschwende. 

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du bist 24, hast bis dato garnichts gemacht und willst in der firma "arbeiten"? als was ? hilfskraft zum saubermachen? mach endlich deine ausbildung und dann wirst du sehen, ob deine mutter dich als gut genüg empfindet um dich einzuarbeiten. wie willst du ohne jegliche kenntnisse im hintergrund eine firma führen? das geht ja garnicht.

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Gut, in 15 Jahren kann viel passieren.

Auf alle Fälle musst du dich weiterbilden.

Auf alle Fälle eine kaufmännische Ausbildung ist angesagt.

Auch lasse dich langsam von deiner Mutter in den geschäftlichen Dingen gut einarbeiten.

Klar, gibt es viel zu verlieren, das Geschäft darf nicht den Bach runtergehen.

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