Elektrolyse von Flusssäure?

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2 Antworten

Fluor hat eine wesentlich größere Elektronegativität als alle anderen Elemente, einschließlich Sauerstoff.

Wenn deshalb ein Fluorid-Ion sein "überflüssiges" Elektron abgibt, "klaut" sich das entstehende Fluor-Atom sofort ein anderes Elektron bei einem geeigneten Reaktionspartner, und das ist in wässriger Lösung fast immer ein Wassermolekül in der Nähe. Im Endeffekt ist es also der Sauerstoff, der ein Elektron abgibt. (Ob dieser Zwischenschritt über Fluoratome gemacht wird oder ob gleich der Sauerstoff die Elektronen abgibt, lässt sich nicht unterscheiden. Das Fluoratom - wenn es denn existiert - reagiert viel zu schnell, um sich nachweisen zu lassen.)

Bei Fluorwasserstoff und Kaliumfluorid gibt es keinen Reaktionspartner, der eher ein Elektron abgeben könnte (Wasserstoff und Kalium sind ja schon maximal ionisiert), deshalb bleibt dem Fluorid nichts anderes übrig, als sein sehr fest gehaltenes Elektron dann eben doch an der Elektrode abzugeben.

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Kommentar von Iamiam
17.10.2016, 02:11

schon wieder Du mit einer guten AW? alle Achtung!

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Kommentar von PFromage
17.10.2016, 09:02

Ich bin hier nicht ganz sicher, ob wirklich eine wasserfreie Lösung von HF in KF gemeint ist. Wenn nicht, dann könnte die höhere Konzentration der F- Ionen das Potential verändert haben (analog beim Amalgamverfahren von NaCl, wo man im Basischen arbeitet).

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Flusssäure ist die Lösung von Fluorwasserstoff in Wasser, also niemals wasserfrei.

Ob sich KF in wasserfreiem HF löst, weiß ich (auch) nicht.
Aber zumindest ist hier Fluor mit der OZ -1 das einzige, was oxidiert werden kann.
H hat ja gar kein Elektron mehr, und K gibt mit Sicherheit kein zweites ab, wegen der Oktettregel.

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