Du sollst dir kein Bild zum Anbeten machen,wie ist das Gemeint?

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13 Antworten

Gerade die Katholiken haben reichlich Bilder zum Anbeten. Viele sieht man vor Figuren oder Abbildern von irgendwelchen Heiligen zu eben diesen Heiligen beten. Das kommt einem mehr wie Polytheismus vor, da ja auch je nach Situation zu verschiedenen Heiligen gebetet wird.

Sie verstoßen also offensichtlich gleich gegen mehrere Gebote, nur stört es niemanden.

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Es geht darum, dass Gott nicht darstellbar ist. Man kann darin schon die Unbegreifbarkeit für den Menschlichen Verstand hineininterpretieren.

Man muss sich allerdings zum Verstehen dieses Gebotes in die Zeit hineinversetzen, aus der das Gebot stammt. Damals waren die verbreitetsten Religionen polytheistische Weltanchauungen, also mit mehreren Göttern in unterschiedlichsten Aufgabenbereichen. Gute Beispiele sind die Götter aus der griechischen Mythologie wie Zeus, Athene und Artemis, oder der altägyptische Pantheon um Isis, Osiris und Horus. 

Natürlich war es in diesen Religionen üblich, die verschiedenen Götter bildlich darzustellen und diese Bildnisse dann anzubeten. Das Bilderverbot grenzt also den monotheistischen Glauben (an nur einen Gott) von diesen Religionen ab: als Jude, Christ oder auch Moslem darfst du Gott nicht malen oder eine Skulptur von ihm bauen, und erst recht darfst du so eine Skulptur (Götzenbild) nicht anbeten.

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Vogelscheuchen im Gurkenfeld (Jeremia 10, 1-5)


An etwas zu glauben ist keine Frage der Quantität (die Masse hat recht) sondern der Qualität (der Wahrheit). Von daher ist, wenn man es genau nimmt, der allgemeine Glaube an einen ''Gott'' kein Indiz für eine himmlische Zukunft. Es geht schlicht und ergreifend um Wahrhaftigkeit und nicht um Begrifflichkeiten oder gar Gegenstände, denen man aufgrund ihrer zugedachten oder offensichtlichen Eigenschaften, etwas Himmlisches andichtet. In Indien sind Kühe heilig und irgendwie göttlich, im alten Ägypten hat man die Sonne angebetet (teils auch heute noch), im türkischen Mekka verehrt man ein Stück eines schwarzen Meteoriten und sieht die Stadt selbst als Zentrum des Universums. Man baut kleine und große Altäre für Phantasiegötter und opfert ihnen Gaben und allerlei sinnlose Aufmerksamkeit. Viele Menschen haben heutzutage ihren Talisman und Glücksbringer, ihren Hosentaschengott. Zu behaupten, nur im Mittelalter oder vor tausenden von Jahren lebten die Menschen quasi ''hinter dem Mond'' entbehrt jeder Grundlage und trifft nicht zu.

Vielleicht sind die Menschen heutzutage mehr abergläubisch als früher. Entsprechend haben somit bestimmt mehr ''moderne'' Menschen ihre Vogelscheuchen im eigenen Gurkenfeld, als wir denken. In Psalm 115, 3-8 schreibt David: ''Unser Gott ist im Himmel; er kann schaffen, was er will. Ihre Götzen aber sind Silber und Gold, von Menschenhänden gemacht. Sie haben Mäuler und reden nicht, sie haben Augen und sehen nicht, sie haben Ohren und hören nicht, sie haben Nasen und riechen nicht, sie haben Hände und greifen nicht, Füße haben sie und gehen nicht, und kein Laut kommt aus ihrer Kehle. Die solche Götzen machen, sind ihnen gleich, alle, die auf sie hoffen''. Die beschriebenen Eigenschaften passen hervorragend auf eine Vogelscheuche und nicht selten wird man das, was man ansieht und worauf man hofft.

Das Gurkenfeld kann im übertragenen Sinne für uns heute auch unser Konto, das Haus, das Auto, der Fernseher, das Hobby, die Aktien oder sogar die eigene Familie sein. Man kann mit Gott überhaupt nichts am Hut haben, und dennoch das ganze Haus voll mit Götzen und allerlei Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen (Vogelscheuchen) haben, um seine Besitztümer und Gesundheit, Absicherungen, Familie, Pläne (Gurkenfelder) gegen Verluste zu schützen. Aber auch wenn man gläubig ist, kann man sein Vertrauen auf Dinge setzen, die einer Vogelscheuche im Gurkenfeld nicht unähnlich sind. Manche haben Plaketten, Heiligenbilder, Rosenkränze, Kreuze, Reliquien aller Art, ohne die sie nicht aus dem Haus gehen. Manche haben ihren Glauben auch schön gebunden, meterlang im Regal stehen, und verfügen über christliche Bücher ohne Ende.

Im Grunde kann alles zur Vogelscheuche mutieren und zum Götzen werden - sogar die Bibel selbst, wenn man meint, es geht auch ohne Glauben und nur mit Wissen, Position, Erfahrung und Organisation. Manche schaffen es sogar, wie in dem Märchenfilm ''der Zauberer von Oz'', daß die Vogelscheuche lebendig wird, indem sie lebendige Menschen zu Götzen machen. Das passiert nicht nur Ungläubigen mit Popstars und Fußballspielern, sondern auch manchen Christen, die andere Gläubige so toll finden, daß sie manchmal vergessen, wer der Urheber ihres Heils ist!? Wir sollten keine Vögel erschrecken um unsere Gurken zu retten, sondern dem lebendigen Gott vertrauen und Jesus Christus im Herzen haben, der in allem der Weg, die Wahrheit und das Leben ist (Johannes 14,6).

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Hallo,
nun - der Text ist so nicht gegeben, aber inhaltlich so gedacht. Er ist auf die damalige Situation zugeschnitten, da viele Götter verehrt wurden oder auch ihre Darstellungen aus Holz oder Stein (auch als Tiere !), teils auch unter den Juden.
Das "Bildnisverbot" hatte also einen eindeutigen Anlaß oder Hintergrund.
Für die Ausweitung dieses "Bilderverbotes" wie sie teils im Judentum, im Islam und auch vielen Konfessionen aus der Reformation (auch Sekten) gelehrt wurde gibt es dagegen keinen Handlungsbedarf. Für Christen schon garnicht da die mosaische Gesetzgebung durch die Botschaft Jesu abgelöst wurde.
Erweitert könnte man dieses Verbot aber auch so verstehen, daß man sich kein "Bild", keine (falsche) Vorstellung von Gott machen sollte, da keiner ihn ergründen kann.
Man sollte die ersten 3 (Ver-) Gebote aber nicht getrennt betrachten. Sie besagen, daß es nur einen Gott gibt, dem die Ehre zusteht.
Gruß Viktor

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Man soll sich nicht zum Abziehbild irgend eines Stars machen , oder versuchen , diesen zu kopieren .

Jungs z.B. eifern Fussballstars nach , und haben keine anderen Horizonte .

Mädchen sehen ein Model bei Heidi Klum , und hungern sich bis zu dessen Körpermaßen.

Allen diesen Fanatikern , entgeht das Wesentliche im Leben , nämlich , nicht der Mittelpunkt des Universums zu sein , sondern ein Mensch ...einfach ein Mensch wie Du und ich  !

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Man soll sich nicht daran versuchen, sich vorzustellen, wie Gott aussieht. Niemand mit unserem menschlichen Verstand hat diese Vorstellungskraft. Es wird immer scheitern. Somit würdest du immer den falschen  anbeten mit einem Bild im Kopf. 

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Kommentar von hauseltr
12.05.2016, 10:54

Wieso das? Er schuf den Menschen nach seinem Ebenbilde!

1.Mose 1.26

Was bedarf es da einer Vorstellungskraft?

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2.Mose 20,4-5a Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem,was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist: Bete sie (die durch das Bildnis zu Götzen gemachten) nicht an und diene ihnen nicht!

Es dürfte sich um dieses Zitat handeln. Alles was wir uns zum Abbild (Idolum) machen, und das "Schubladendenken" ist hier wohl nur ein populäres Beispiel.



2.Korinther 12,3-4 Ich kenne jemand, einen Diener Christi, der vor vierzehn Jahren bis in den dritten Himmel entrückt wurde; ich weiß allerdings nicht, ob es mit dem Leib oder ohne den Leib geschah, nur Gott weiß es. Und ich weiß, dass dieser Mensch in das Paradies entrückt wurde; ob es mit dem Leib oder ohne den Leib geschah, weiß ich nicht, nur Gott weiß es.
Er hörte unsagbare Worte, die ein Mensch nicht aussprechen kann.


Wo man hört "unsagbare Worte, die ein Mensch nicht aussprechen kann." dort gibt es auch ein Problem mit unserem Vorstellungsvermögen. Schon, dass Gott verschiedene Namen zur Anbetung hat, zeugte immer Verblendete Verhängnisse. Die Idee, nur das eigene "Bild" wäre das Wahre. Orthodox, katholisch und die vielen evangelikalen Abspaltungen und Gruppen. Gott aber stiftete den Koran mit gleicher Berechtigung wie die Schriften der Hebräer und der Bibel.


EvPhil Spruch 11 Die Namen, die man den (weltlichen) Dingen gibt, verursachen eine große Irreführung.  Denn sie wenden ihren Sinn ab von den Feststehenden zu den Nicht-Feststehenden. Und wer ,Gott' hört, erkennt nicht das Feststehende, sondern er hat das Nicht-Feststehende erkannt. So verhält es sich auch mit (den Namen) der ,Vater' und der ,Sohn' und der ,Heilige Geist' und das ,Leben' und das ,Licht' und die ,Auferstehung' und die ,Kirche' [und] allen anderen (Namen): Man erkennt nicht die Feststehenden, sondern man erkennt die [Nicht-]Feststehenden, [außer] man hat das Feststehende kennengelernt. Die Namen, [die gehört werden], sind in der Welt [... ( 54.1) täuschen. Wenn] sie im Äon wären, so würden sie in dieser Welt niemals als Namen benutzt werden, noch würden sie unter die weltlichen Dinge eingereiht. Sie haben ihr Ende im Äon.


Entrückt im dritten Himmel endeten für den Bekannten des Paulus, diese weltlichen Dinge, wie die Bilder unserer Vorstellung. Das Feststehende ist wohl das Ewige, Unveränderliche.

Aber die Wahrheit hat einige Namen in dieser Welt hervorgebracht unseretwegen, weil es nicht möglich ist, sie ohne die Namen kennenzulernen. Eine einzige ist die Wahrheit. Sie ist vielfältig - und zwar unseretwegen, um zu belehren über diese Sache allein in Liebe durch viele.
 





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Stell dir mal vor du hast ein Kind.

Das Kind stolpert und sein Knie blutet. Laut weinend rennt es zu einem Blatt Papier oder einem Stück Holz oder einer Statue und sucht sich dort Trost und Hilfe. Und nennt den Gegenstand womöglich noch Mama!

Oder es bekommt von dir etwas geschenkt. Staat dir zu danken, rennt es in sein Zimmer und dankt der Kerze.

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Anime, vielleicht kannst du aus´dieser spöttischen Beschreibung Jesajas oder des Psalmenschreibers etwas für euer Refarat gebrauchen.

Jesaja 44: 13 Der Zimmermann spannt die Schnur und zeichnet mit dem Stift. Er behaut das Holz und zirkelt es ab und macht es wie eines Mannes Gestalt, wie einen schönen Menschen; in einem Hause soll es thronen. 14 Er haut Zedern ab und nimmt Kiefern und Eichen und wählt unter den Bäumen
des Waldes. Er hatte Fichten gepflanzt und der Regen ließ sie wachsen.
15 Das gibt den Leuten Brennholz; davon nimmt er und wärmt sich; auch zündet er es an und bäckt Brot; aber daraus macht er auch einen Gott und
betet's an; er macht einen Götzen daraus und kniet davor nieder.
16 Die eine Hälfte verbrennt er im Feuer, auf ihr brät er Fleisch und isst den
Braten und sättigt sich, wärmt sich auch und spricht: Ah! Ich bin warm
geworden, ich spüre das Feuer. 17 Aber die andere Hälfte macht er zum Gott, dass es sein Götze sei, vor dem er kniet und niederfällt und betet und spricht: Errette mich, denn du bist mein Gott!

Psalm 115:2 Warum dürfen die Völker höhnisch fragen: "Wo bleibt er denn, ihr Gott?" 3 Unser Gott ist im Himmel, und alles, was er will, das tut er auch! 4 Doch ihre Götter sind nur Figuren aus Silber und Gold, von Menschenhänden gemacht. 5 Sie haben einen Mund, aber reden können sie nicht; Augen haben sie, doch sie können nicht sehen.6 Mit ihren Ohren hören sie nicht, und mit ihren Nasen riechen sie nichts.7 Ihre Hände können nicht greifen, mit ihren Füßen gehen sie nicht. Aus ihren Kehlen kommt kein einziger Laut!

Das Kreuz anzubeten gehört in die gleiche Kategorie!

Viel Erfolg!


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Du sollst dir kein Bild zum Anbeten machen,wie ist das Gemeint?

Wenn du genau hinsiehst , steht es doch schon da , wie es gemeint ist ;)

Es heisst aber auch , das Gott kein Bild ist , das man anbeten kann..., denn es ist unser teil Gottes in uns , aus dem wir kommen ( Die Quelle und der Ursprung allen Seins ), dem wir gedenken und wieder  erinnern müssen...

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Es geht um "Götzenbilder" wie zB in Ägypten die Statuen von Göttern.

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Das bedeutet, wir sollen nichts anbeten, das  unserem ewigen Vater symbolisiert oder irgendein himmlisches Objekt darstellen soll.

Also: Beten wir unseren ewigen Vater "im Geist" (Joh.4,24) an und keine "Bilder", die Menschenwerk sind (Offb.9,20).

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Heiligenbilder und Heiligenverehrung sind nichts anderes als Götzendienst.

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