Down beibringen, aber wie?

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7 Antworten

Jagdverhalten ist ein sogenanntes selbstbelohnendes Verhalten. Offensichtlich hatte dein Hund schon oft Gelegenheit dazu. Es ist fast unmöglich, einem Hund das abzutrainieren.

Und wenn du ihm tausend mal Down beibringst, im entscheidenden Moment hat der Hund Durchzug in den Ohren.

Einen solchen Hund kann man nicht mehr frei in die Natur mitnehmen. Er sollte mindestens eine 15 m Schleppleine haben, auf die man noch drauftreten kann. Und selbst damit muß man noch höchst aufmerksam sein, damit man die Anzeichen bemerkt, wenn er gleich wieder losspurtet.

Bitte denk mal dran, daß Wildtiere auch ein Lebensrecht haben. Selbst wenn er sie nicht erwischt, sie werden aufgescheucht, können nicht ruhen, haben Streß und Todesangst.
Leider ist dein Hund nicht der einzige mit solch undiskutablen Benehmen, und die Tiere können mehrmals am Tag aufgeschreckt werden.

Und last not least, bedenke, daß ein Jäger berechtigt ist, einen wildernden Hund auf der Stelle zu erschießen.

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Ein Wunderheilmittel ist ein Down nicht denn meistens wirst du davon in (älteren) Büchern zur Jagdhundeausbildung lesen. Früher wurde das aber mit "Starkzwang" antrainiert, also Stachelhalsband, Gerte, Tele bis hin zu "Schuss mit Schrot über den Hund" antrainiert. Da lernte der Hund mit auf das Down abzuliegen oder sonst...

Da das dankenswerter Weise heute nichtmehr so gemacht werden darf wird es schwierig einen Hund der schon wiederholt Jagderlebnisse hatte sicher zu bremsen. Die Motivation ist durch die Erfolge einfach so hoch dass er schwer werden wird da einen ausreichenden Gegenreiz zu setzen.

Wenn du es probieren willst ist es unbedingt nötig dass dein Hund von jetzt an konsequent keinerlei Möglichkeiten mehr hat zu Jagen und den Adrenalinschub zu erleben. Also Schleppleine dran, mindestens für die nächsten 18 Monate kannst du rechnen.

Dann parallel dazu erstmal das Kommando Down antrainieren so dass der Hund wie beim Platz auf einmaliges Kommando sofort schnell abliegt. Der Kopf sollte auf den Boden (um den Blickkontakt zum Wild besser zu unterbrechen). Das baut man ganz normal mit runterführen mit Leckerli und dann später ABbau der Hilfen auf. Wenn das so gut sitzt dass der Hund im Haus und danach auf ner ruhigen Wieder sofort  zusammenklappt kannst du langsam anfangen das mit leichten Jagdreizen zu üben.

Je nachdem wofür sich dein Hund interessiert kann das sein dass du einen Ball wegrollst, später wirfst und das down gibst während der Hund hinterher läuft. Schleppleine zur Absicherung dran und sofort bremsen wenn er nicht nach 2 Sek. nach dem Kommando liegt.

Dann weiter steigern indem der Hund schon schneller läuft, weiter weg ist etc. Immer nur soviel steigern dass die Trieblege noch so ist dass du zum Hund durchdringst. Er muss sich nach und nach angewöhnen auch bei immer stärkeren Ablenkungen das Down zu zeigen, das klappt aber nur langsam und nicht wenn du gleich mit ner extremen Ablenkung/Jagdreiz kommst.

Du kannst auch mit einer Reizangel arbeiten, ggf. mit Helfern. Wenn der Hund hinter der Beute an der Reizangel sicher ablegbar ist kannst du weiter steigern. Ich hab sogar mal mit nem falschen "Hasen" aus dem ferngesteuerten Auto mit Fellüberzug gearbeitet.

Mit genug Übung und Kreativität kann man viele Hunde so nach und nach dran gewöhnen auch bei Wild noch ansprechbar zu bleiben.  Der Aufwand ist aber hoch und es wird immer Reize geben die für einen triebstarken Jagdhund zu viel sind. Ich würde immer zur Sicherheit anleinen wenn mit Wild zu rechnen ist.

Wenn dir der Hund während oder nach dem Training wieder hinter nem Wild abgeht bist du bestenfalls 10 Schritte zurück im Training, schlimmstenfalls wieder bei Null. Also musst du auch wenn es klappt immer achtsam bleiben dass es keine Erfolge mehr gibt.

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Kommentar von MiraAnui
09.03.2016, 20:42

Den jäger den ich kenn hat down mit einem stock trainiert... ging der kopf hoch gabs eins mit dem stock suf den Schädel...absolute steinzeit..

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dein hund gehört an die leine...den das wird früher oder später ernst enden und sicher teuer für dich...wen dein hund ein verkehrsunfall verursacht musst du für die ganzen kosten aufkommen oder auch für wildschaden,wen du pech hast erwischt der jäger deinen hund...ein jagdhund der jagd und schon erfolg gehabt hat wirst du nie davon abbringen können, bei jeder gelegenheit flizen zu gehn...leinenzwang, freilauf nur noch in umzäunten areal

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Hallo, warum hast du einen Jagdhund? 

Diese Rassen macht nur dann Sinn wenn sie Jagdlich geführt werden. Dann leben diese Hunde ihre Bestimmung aus. 

Du musst dir eine gute Hundeschule suchen. Dort wird man dir beibringen das Verhalten deines Hundes umzulenken.

Das wird eine Lebenslange Aufgabe.

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Wie bereits geschrieben, sollte der Hund gar nicht erst  zu hetzen beginnen.

Das also vorrangig  üben - Abrufen!

Ansonsten gilt bei Down: Es ist die Notbremse des Hundes Es soll ihn eigentlich vor Gefahren bewahren - es hat schon viele Hunde vor dem Tod bewahrt!

Und nebenbei, auch wenn es hier wieder einmal so dargestellt wird:
Auch in der Jagdhundausbildung wird heute weder mit Gerte, noch mit Tele oder sonstigen "Hilfsmitteln" und Prügeln das Down beigebracht.
Schlimm, daß sich die alten Geschichten so lange halten!

Wenn man bedenkt, daß anno dazumal nicht nur Jagdhunde, sondern auch ganz "gewöhnliche" Hunde, Haushunde, Hofhunde ein Leben unter aller *au hatten, ist es mehr als fragwürdig, das Thema heute alleine den Jägern anzuhängen.

Nochmals: Es geht absolut ohne Zwang, dem Hund Down beizubringen, ebenso einfach und schnell wie Sitz oder Platz - OHNE Gewalt.
Ausdauer und  Ruhe seitens des Hundeführers ist auch hier allerhöchstes Gebot!

http://www.setter-rita.net/Hundeerziehung.down.htm

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Es gibt Hunde, die bei einer Fährte oder Beute nicht mehr zu stoppen sind. Daher muß du VORHER den Hund abrufen. Das müsst ihr beide lernen, am besten in einer guten Hundeschule.

Jagdhunde haben ihren Instinkt und den kann man nicht so einfach wegerziehen, wenn es ihn "gepackt" hat. Ist aber auch von Hund zu Hund verschieden.

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Kommentar von Glueckspilz5593
09.03.2016, 19:09

den Rückruf bin ich am trainieren mit einer Pfeife...... es ist wirklich schwierig

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