"Der Wille ist stark, das Fleisch ist schwach ..."

16 Antworten

Da Alkoholismus eine Krankheit (Sucht) ist, ist es nicht alleine mit dem Willen getan. Gerade in einem solchen Fall hilft nur eine Rundum-Therapie, am besten mit der Hilfe eines Arztes. In diesem Fall hat es auch nicht unbedingt etwas mit Egoismus zu tun.

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Eine Krankheit, die einem etwas sagen will, nur dieses kapieren die Alkoholiger nicht. GALLARIAOY

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@GALLARIAOY

Jedes Krankheitssymptom hat auf der seelischen Ebene seine Bedeutung und beginnt auch erst in der Seele, bevor es sich manifestiert. Und nicht nur die Alkoholiker, sondern sehr viele Menschen, ignorieren diese Zusammenhänge.

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Der Spruch heißt im NT wörtlich MK 14,38 und Mt 26/41 "Der Geist zwar ist willig, das Fleisch aber schwach". Hier ist die Frage, ob - wie oben nicht korrekt zitiert - "Geist" mit "Wille" gleichzusetzen ist. Ich denke nein, denn ein Wollen, das aus dem Fleische, sprich aus der Begierde kommt ist nicht gleich einem Wollen, das aus dem Geist kommt. Man muss davon ausgehen, dass weder Markus noch Matthäus den Schopenhauer kannten oder vorausahnen konnten.

Jetzt ist die Fragestellung so, dass man sagen muss, dass hier verschiedene Welt- und Menschenbilder gemischt sind. An manchen Stellen des NT ist eine deutlicher Dualismus von Geist und Körper zu spüren und der eine ist der 'Feind' des andern. Dieser Dualismus wird so heute - außer in der Esoterik - nicht mehr vertreten.

Sowohl bereits im Hellenismus Epikur wie später der klassische Ökonom des Liberalismus Adam Smith waren der Auffassung, dass jeder sein eigenes Glück sucht. Doch waren beide der Meinung, das Menschen auch mit Vernunft ausgestattet sind, die in Erwägung zieht, dass wir als Menschen Wesen in Gemeinschaft sind und Wesen, die ihr Handeln umsichtig (nicht Geist allein) unter Kontrolle haben. Das scheint nicht mehr der Fall zu sein. Warum?

Einmal wird unsere Gesellschaft immer mehr zu einem großen Ameisenhaufen und offensichtlich ist Selbstidentität nur gegen die tägliche Praxis der Massengesellschaft möglich. Welche tatsächliche Rolle hier z.B. die Bewusstseinsverdrehung durch Werbung spielt, ist noch zu klären, einer Werbung, die den Menschen Massenprodukte als individuelle Heilsbringer vorgaukelt. Wir sind umstellt davon. Die ungeheuere Präsenz diverser Medien wie Fernsehen (z.B. mit den Soaps), Zeitungen, Werbung, Kino, Internet, eingelullt sein in schwärmerische Schlagertexte, gibt der virtuellen Spiegelung des Selbst und der Welt eine neue Qualität von Realitätsferne. Selbst die materielle Kontrolle von Wertzunahme und -abnahme - früher über Geld geregelt - wird immer mehr durch Medien wie die Karte, Abos, Ratenzahlungen zu einer virtuellen, leicht zu verdrängenden Angelegenheit. Wenn früher die Kasse leer war, musste man leihen. Heute wird überzogen, in Ratenkäufen und Abos werden Verpflichtungen kontolllos angesammelt, teils wird manchen die Höhe der Gesamtverbindlichkeiten erst bewusst, wenn der Gerichtsvollzieher vor der Tür steht. Ich bin der Meinung, dass sich durch diese Verstärkung der virtuellen Scheinwelt Handeln und Verantwortung immer mehr entkoppeln. Das ist insgesamt über die gesamte Gesellschaft die Hauptursache der Finanzkrise und wird noch weitere Krisen mit sich bringen, privat und gesellschaftlich. Interessant ist, dass ausgerechnet der Philosoph Thomas Metzinger, der viel über Fortschritte auch der Gehirnforschung arbeitet, in einem Appell darauf aufmerksam macht, wie wichtig es in Zukunft wird, das eigene Selbst zu bewahren und zu schützen, da es von allen Seiten umstellt und occupiert zu werden droht. Er zählt noch Drogen und Psychopharmaka zu den 'Angreifern'. Wenn ich hin und wieder den excessiven Gebrauch von Handys beobachte, muss ich sagen: Manche müssen ihr Ich aussaugende Aliens nicht aus dem Weltraum erwarten, sie haben sie ständig am Ohr!

Die Aussage in der Bibel ist, wie eine Nachprüfung ergeben hat, an der Stelle (Markus-Evangelium 14, 38 und Matthäus-Evangelium 26, 41) etwas anders. Es heißt: τὸ μὲν πνεῦμα πρόθυμον, ἡ δὲ σὰρξ ἀσθενής (der Geist ist bereitwillig, aber das Fleisch ist schwach). Das mit „Geist“ übersetzte Wort πνεῦμα kann auch „Hauch“, „Atem“ oder „Seele“ bedeuten, das mit Fleisch übersetzte Wort σὰρξ könnte auch mit „Leib“ oder „Körper“ wiedergegeben werden. Es geht um Einschlafen trotz einer Absicht zum Wachbleiben (der Körper ist für Müdigkeit anfällig).

Trotz eines Erkennens der ungünstigen Auswirkungen und eines Wunsches, vom dem schädlichen Verhalten wegzukommen, sein Handelns nicht zu ändern, ist eher Anzeichen einer Willensschwäche. Egoismus ist kein gut passender Begriff, wenn eine echte Absicht zur Änderung besteht. Egoismus ist eine Ich-Bezogenheit (das lateinische Wort „ego" heißt „ich"). Eigenliebe in dem Sinn, sich selbst zu lieben und für sich zu sorgen, kann eine gute Grundlage sein, auch andere Menschen lieben zu können und sich um ihr Wohlergehen zu kümmern. Ein nicht rücksichtsloser und schrankenlos gieriger Egoismus ist kein Gegensatz zu Altruismus. Das schlechte Verhalten widerspricht einem wohlverstandenen Eigeninteresse.

Körperlich hat beim Alkoholkonsum eine vermehrte Ausschüttung von Dopamin und Endorphinen eine Wirkung, die kurzfristig angenehme Seiten hat, und ein Aufhören kann zunächst einmal mit Entzugserscheinungen verbunden sein.

Wenn ein Wissen vorhanden ist, das zu einem Urteil führt, was wirklich gut ist, aber der Wunsch nach Veränderung nicht umgesetzt wird, wendet eine Person ein Wissen nicht an. Es ist nicht voll innerlich angeeignet und bleibt wie ein abstrakt aufgesagter Satz. In der Handlungssituation wird das Wissen nicht konkret herangezogen. Die Person führt sich nicht die ungünstigen Folgen konkret und mit Einzelheiten deutlich vor Augen. Menschen unterliegen in einer Blickverengung dem verführerischen Anschein der Begierde, wobei die Vernunft die Leitung verliert. Wahrnehmung, Vorstellungen und Denken sind einseitig auf verlockend erscheinende Gesichtspunkte (bzw. unangenehme Seiten gegenteiligen Verhaltens) fixiert, alles andere tritt in den Hintergrund. Andere Einflüsse schwächen das Urteil der Vernunft und die Person lässt eine Untergrabung durch mit der Vernunft konkurrierende Einflüsse zu stark zu.

Zur Überwindung ist es nützlich, Blickverengung zu vermeiden, Standhaftigkeit des Willens zu entwickeln und sich ein Wissen als vollen Besitz anzueignen. Bei zwanghaftem Handeln kann eine Hilfe durch andere erforderlich sein (Entzug, unterstützende Therapie). Eine Einsicht in Verhaltensursachen (was sind die Beweggründe des Verhaltens, welche Situationen sind besonders gefährlich) kann bei der Vermeidung helfen.

Ist meine Ausarbeitung ok?

Inwiefern ist das Gute uneingeschränkt?

Bereits im ersten Satz des Textes stellt Kant seine These vor die lautet: " Es ist überall nichts in der Welt, ja überhaupt auch außer derselben zu denken möglich, was ohne Einschränkung für gut könnte gehalten werden, als allein ein guter Wille".

Kant möchte mit dieser These darlegen, dass es nichts gutes auf der Welt gibt, was nicht eingeschränkt ist, außer der gute Wille.

Kannt ist der auffassung, dass ein guter Wille das höchste Gut sei.

Die Eigenschaften, die früherer Zeit als Tugenden gehalten wurden, hält Kant für Charaktereigenschaften. Sie können sowohl zum Guten als auch zum Bösen verwendet werden.

Ein Beispiel dafür wäre der Mut, er ist gut, kann aber zu Übermut führen, was im nachhinein nicht mehr gut ist, weil der Wille dahinter nicht gut ist.

Er argumentiert außerdem, dass die Eigenschaften des Temperaments in mancher Absicht gut sind. Er stellt jedoch gegenüber, das wenn der Wille beziehungsweise der Charakter nicht gut ist, sie ebenfalls nicht gut sind.

Kant behauptet in seiner Argumentation, dass Leidenschaften, Selbstbeherrschung und nüchterne Überlegungen nicht nur im hinblick auf die Absicht gut sind, sondern auch ein Teil der inneren Werte der Menschen ausmachen. Er widerspricht dieser Aussage wieder in dem er sagt, dass sie ohne einen guten Willen höchst böse werden können.

Kant definiert in seiner Argumentation ebenfalls den Begriff des guten Willens. Er sagt der gute Wille sei an sich gut, nicht erst dadurch, dass er gute Werke vollbringt.

Was Kant in seiner Argumentation nicht Aufgeführt hat ist die praktische Vernunft. Er bezieht sich also nicht dadrauf welches Handeln als gut oder als böse gehalten wird. Er geht nähmlich davon aus, dass die Menschenvernunft bereits wüsste was gut oder böse ist.

Am Ende stellt sich die Frage, was Kant mit dem Ausdruck, dass etwas uneingeschränkt für gut gehalten werden kann, meint.

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Nehmen wir mal an, Gott hat uns erschaffen ...welchen Zweck hat es?

hallo c:

zuerst einmal möchte ich sagen, dass ich nicht religiös bin, also ich glaube nicht an Gott. Aber das spielt jetzt keine Rolle.

Nehmen wir mal an, Gott hat die Erde/Welt erschaffen (wobei dann die Frage auftaucht, wer dann Gott erschaffen hat..?)

Warum soll er uns erschaffen? Welchen Zweck hat er davon? Warum erschuf er die Menschen? Wozu sind wir da? (nicht auf die philosophische Frage bezogen, wieso wir existieren.., sondern in Bezug auf Gott..)

Wieso würde er Menschen erschaffen wollen, denn es gibt ja so viele schlechte Menschen, die für so viel schreckliches verantwortlich sind....wieso würde er das wollen? Natürlich sind es nicht auf alle Menschen bezogen..aber Menschen sind geldgierig, machtbesessen.., egoistisch..

Warum hat Gott die Menschheit erschaffen?

liebe grüße

lichterspiele

PS: Noch eine Frage nebenbei.. , wenn Gott allmächtig ist, wieso lässt er dann all das Leid, die Kriege & weiteres auf der Welt zu?

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Darf man sich nach dem fasten befrieden?

Guten Tag, dies hier geht an die muslimischen Freunde. Ich weiß,dass es allgemein verboten ist. aber das ist eine natürliche Sache von uns Männern, es ist schwer sowas zu unterdrücken. Ich würde mich über eine Antwort freuen. Ansonsten möge Allah eure Fastenzeit annehmen und eure Sünden vergeben.

Ich mein das so, dass ich nach dem selbstbefrieden weiter fasten darf am nächsten Tag. ich hab es ein bisschen zu schwach formuliert, tut mir Leid.

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Ist es komisch nur Pommes im Restaurant zu essen?

Sorry für die dumme Frage aber ich gehe bald ins Restaurant (mit Leuten die icu nicht besonders gut kenne) und die Sache ist dass ich griechisch nicht mag und allgemein kaum Fleisch esse...ist es komisch wenn ich nur Pommes bestelle und alle anderen voll die exotischen Gerichte?

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Was hat das Leiden der Tiere für einen Sinn?

Dabei mein ich das in diesem spirituellen Sinne. In der Esoterik-Szene sagt man ja, dass man sich selber sein Leiden aussucht, damit man daran wächst. Das heißt, dass man z.B aus Liebeskummer lernt loszulassen, durch den Tod Verwandter lernt zu akzeptieren etc. aber was hat das Leiden der Tiere für einen Sinn? Was hätte es im Leben für einen Sinn von irgendwelchen Tierquälerin verbrannt, gequält und gefoltert zu werden? Lernt man daraus was? Natürlich nicht. Mein leidet einfach nur unvorstellbar gewaltig, kann mir das jemand bitte erklären? Und nein, ich will bitte keine Antworten von Atheisten, die mir schreiben "Es ist halt so", sondern ich möchte eine philosophische Theorie, vor allem von den ganzen "Gläubigen".

Würde mich sehr auf Antworten freuen LG Adolf69

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Was denkt ihr über Nahtoderfahrungen und das Leben nach dem Tod ?

Ich beschäftige mich derzeit mit diesem Thema , da ich das Buch von Dr. Eben Alexander lese : Ein Neurochirurg der nach seiner Zeit im "Himmel", als sein Gehirn nach einer bakteriellen Meningitis klinisch "funktionsunfähig" war, über seine Erfahrungen spricht.

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Eines meiner Probleme mit Nahtod Erfahrung und Leben nach dem Tod Allgemein (v.a die Auffassung von "Abrahamischen Religionen") ist die Sonderstellung des Menschen. Es rückt den Menschen in ein "besonderes Licht" , obwohl wir doch nur ein Produkt der Evolution sind . Wann haben wir aufgehört Tier zu sein ? Gar nicht ! Weil wir immer noch eines sind und deshalb müsste der Himmel, das Jenseits und alles andere spirituelle ja für JEDES Lebewesen gelten und doch werden Himmel und Das Leben nach dem Tod immer als etwas menschliches dargestellt. Wie funktioniert das Jenseits für andere Lebewesen ? Für Bakterien ? Pflanzen ? Reptilien?

Auch die zwei anderen "Kränkungen der Menscheit"(die kosmologische von Kopernikus und die psychologische von Freud) entziehen dem Menschen ja seine Sonderstellung!

Wie ist eure Meinung zu dem Thema ?

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