Darf mein Vermieter mir eine Satellitenschüssel verbieten?

22 Antworten

Sofern ein Antennenanschluss in der Wohnung vorhanden ist, kann der Vermieter es durchaus verbieten, eine Sat Schüssel zu haben. Das ist übrigens in den meissten Wohnanlagen so! Anderst ist der Sachverhalt, wenn du Ausländer bist und du einen Kanal in deiner Landessprache empfangen willst! Dann käme das Informationsrecht zu tragen und der Vermieter müsste eine Sat Schüssel erlauben.

http://www.cnet.de/39193971/wenn-der-vermieter-zickt-ultraflache-sat-empfaenger-und-andere-tricks/ "Nach einem Urteil des Landgerichts Hamburg hat jeder Mieter darüber hinaus das Recht, auch ohne Genehmigung des Vermieters eine mobile Satellitenanlage aufzustellen, wenn dadurch kein Eingriff in die Gebäudesubstanz erfolgt."

Du hast dir den Artikel aber schon durchgelesen?

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@qugart

Nach einem Urteil des Landgerichts Hamburg hat jeder Mieter darüber hinaus das Recht, auch ohne Genehmigung des Vermieters eine mobile Satellitenanlage aufzustellen, wenn dadurch kein Eingriff in die Gebäudesubstanz erfolgt. Das Festklemmen einer Flachantenne am Balkongeländer oder die Montage einer Parabolantenne auf einem Stativ auf dem Balkon ist also zulässig. Gegebenenfalls muss die Anlage aber eine Überprüfung auf Mobilität bestehen. Für die Durchführung des Koaxialkabels vom LNB in die Wohnung gibt es Flachbandkabel mit F-Kupplung. Damit kann man das Kabel durch den Tür- oder Fensterspalt verlegen.>

OK, ich kopiere dir nochmal einen wichtigen Abschnitt aus dem angegebenen Link.

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@konzato1

Gilt aber nicht (bzw. nur in Ausnahmefällen) wenn ein Kabelanschluss vorliegt.

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@qugart

Und wo siehst du das? Also das mit dem Kabelanschluß? Also dass ein vorhandener Kabelanschluß das Aufstellen einer mobilen Sat-Anlage, die in keinster Weise die Fassade beschädigt und in einem Sonnenschirmständer IM Balkon steht, verbietet?

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Seit über 20 Jahren laufen jetzt schon die Diskussionen, ob Satellitenschüsseln montiert werden dürfen oder nicht. Grundsätzlich ist das nicht erlaubt, wenn dabei die Fassade oder andere Teile des Hauses beschädigt werden können und wenn die Gesamtansicht eines Hauses beeinträchtigt wird. Wenn beispielsweise an einem 20 Parteien-Haus 20 verschiedene Schüsseln an 20 verschiedenen Stellen auf 20 verschiedene Arten angebracht werden, kann das der Hauseigentümer einfach nicht tolerieren.

Worüber es aber so gut wie keinen Streit gab, ist die Frage, wie Balkone genutzt werden dürfen. Klar ist: Nicht zur Müllablagerung, aber ansonsten gibt es kaum Einschränkungen. Wenn man also eine Stellitenanlage an einem Schirmständer montiert auf dem Balkon aufstellt, ohne dabei die Fassade anzubohren oder was am Geländer zu befestigen, kann das nicht verboten werden.

Wer hier den Rechtsanwalt beauftragt hat, wollte damit gleich die Maximal-Einschüchterungskeule auspacken. Ich würde wie folgt vorgehen: Frist nicht einhalten und abwarten, was passiert. Es kommt nicht gleich jemand vom Gericht und "klaut" die Sat-Anlage womöglich über eine Leiter vom Balkon. Dazu muss es erst einmal ein Urteil geben.

Erst wenn der Anwalt weitere Schritte unternimmt, würde ich selbst auch einen Anwalt einschalten.

Satellitenschüssel ragt über dem Balkongeländer, Vermieterin will mir das verbieten, geht das?

Hallo,

Habe meine Sat-Anlage mit Hilfe einer selbst zusammengebauten Stange mit einem Gewicht am Fuß auf dem Balkon aufgestellt , weil die Vermieterin es verbietet Löcher in die Aussenfassade zu bohren weder noch in dem Balkonboden, da ist sie auch im Recht laut Mietvertrag. Alles schön und gut. Heute kam sie angefahren, war total wütend auf mich, was das soll mit der Sat-Anlage, warum die Schüssel aus dem Balkon rausragt. Habe ihr erklärt, dass ich nirgends gebohrt habe, dass ich ein Gestell gebastelt habe, aber ich kann die Sat-Schüssel nicht in den Balkon stehen weil 1. der Balkon zwar lang aber schmal ist, dann würde man nicht mehr vernünftig durchkommen und 2. Ich dort keinen Empfang habe, weil der Balkon überdacht ist (Habe es getestet, empfange einfach kein Signal, hatte befürchtet, die würde deswegen evtl. wütend werden und wollte es im letzten Eck wo man wenigstens noch etwas Platz hat anbringen, Fehlanzeige). Jetzt hat die mich total angeschrien, das sieht optisch total bescheuert aus, der Mieter über mir hat es auch innerhalb des Balkons (Sein Sohn hat damals in unserer Wohnung gelebt und die hatten es auch versucht, ging nicht), ich soll das sofort entweder entfernen oder nach innen verlegen, dass man das nicht sehen kann, sie erlaubt dies nicht. In meinem Mietvertrag steht aber nichts dergleichen... Nur, dass ich keine Löcher bohren darf... Und das habe ich nicht. Kann die Verrückte mir was? Irgendwie kündigen oder so wenn ich mich weigere? Wäre nämlich nicht sehr cool, da wir ein kleines Kind haben und meine Frau schwanger ist und wir so schnell keine neue Wohnung finden könnten. Ich danke schon mal für die lieben und netten Antworten :)

Liebe Grüße Jeffrey

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