Darf mein Vermieter den neuen WG Partner ohne triftigen Grund ablehnen?

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8 Antworten

Wir sind beide Studenten, daher Bürgen meine Eltern für unsere Wohnung. Nun muss meine Freundin aus wirtschaftlichen Gründen ausziehen und hat fristgerecht den Vertrag gekündigt. 

Gemeinsame Mietverträge können nur gemeinsam gekündigt werden, eine Teilkündigung ist unwirksam:

http://www.mietrechtslexikon.de/a1lexikon2/l1/lebensgemeinschaft.htm

Auch mein Vorschlag nun alleiniger Hauptmieter zu sein, und meinen Partner als Untermieter einzutragen, wurde abgelehnt.. ein neuer Vertrag muss ja so oder so aufgesetzt werden. Ist das rechtens? 

Der Vermieter kann darauf bestehen, dass Du und Dein ehemaliger Mitbewohner gemeinsam kündigt.

Und dann muss er mit Dir keinen neuen Mietvertrag abschließen.

Selbst wenn Du jetzt alleine wohnen bleibst, gilt immer noch die gesamtschuldnerische Haftung und die Pflicht zur gemeinsamen Kündigung; falls Du mal ausziehen willst!

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Wozu soll dein Vermieter einen fest angestellten gut verdienen Mitbewohner ablehnen? Wenn es dein Lebensgefährte ist, kann der Vermieter ihn gar nicht ablehnen.

Einen neuen Mietvertrag müsst ihr ja sowieso erstellen, da ja die Mitbewohnerin aus der Haftung heraus gefallen ist.

Dann bildet ihr eben KEINE WG mehr.

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Kommentar von xxanonymaxx
24.06.2016, 14:25

Ich habe keine Ahnung, warum er sich da so quer stellen muss. Zumal uns auch die Zeit davon rennt, er hatte sich über einen Monat Zeit genommen die Unterlagen zu sichten. Ich kann die Zustimmung also einklagen?

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Hallo,

dem Vermieter sollte immer mitgeteilt werden wer einzieht. Zieht der Ehepartner, eingetragener Lebenspartner, Eltern oder ein Kind ein, ist dafür keiner Erlaubnis des Vermieters notwendig. Die Untervermietung muss meistens aber sowieso immer erlaubt werden (sofern „berechtigtes Interesse“ vorliegt, z.B. Az. 422 C 13968/13). Außer der

Vermieter kann schwerwiegende Gründe gegen den Untermieter vorbringen. Beispielsweise der Untermieter ist unzumutbar oder die Wohnung wäre überbelegt. Sollen nur einzelne Räume untervermietet werden (beispielsweise eine WG mit einem Hauptmieter) muss dem der Vermieter zustimmen sofern ein „berechtigtes Interesse“ besteht (z.B. aus finanziellen Gründen oder aus persönlichen Gründen). Bei einer nicht erteilten Erlaubnis kann die Untervermietung oft auch eingeklagt werden. www.immobilien-einblick.de/untervermietung

Grüße

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Für rechtens halte ich das Verhalten nicht. Die Kündigung wird unwirksam sein, einer von einigen kann eben nicht kündigen.

Studenten haben hier bei den Gerichten einen "Sonderstatus". Wenn einer auszieht, darf meist ein anderer dafür einziehen. Frage einfach mal bei Euch vor Ort, wie das Gericht diese Spielchen sieht.

Viel Glück.

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Kommentar von schleudermaxe
25.06.2016, 21:01

Vielleicht hilft ja auch der BGH:

Der Bundesgerichtshof räumt Mietern das Recht ein, eine Wohnung teilweise unterzuvermieten. Das Gericht wies die Revision einer
Wohnungsgesellschaft zurück und entschied, dass der Vermieter
wegen der verweigerten Untervermietung Schadenersatz leisten muss.   

Der Gerichtshof begründete seine Entscheidung mit der im Arbeitsleben verlangten Mobilität und Flexibilität.

Daraus resultiere mehr denn je ein
Anspruch auf die Untervermietung einer Wohnung.

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Also, grundsätzlich müssen beide Hauptmieter kündigen und der Vermieter kann mit dem verbleibenden Mieter (und einer neuen Partei) einen neuen Mietvertrag machen.

Eine Kündigung nur eines Mieters geht nicht.

Das solltet ihr in erster Linie klären. Wenn der Vermieter bereit ist nur mit dir einen Mietvertrag zu machen...

Der Zuzug eines Lebenspartners kann nicht so einfach verwehrt werden. Dafür müsste aber kein neuer Mietvertrag gemacht werden. (Außerdem siehe Problem 2 Mieter).

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Es ist seine Wohnung. Und er alleine entscheidet wen er da wohnen haben möchte. Wenn er ihn nicht einziehen lassen will, sucht euch doch gemeinsam eine neue Wohnung. Rechtens ist das natürlich. Wenn er nicht will, dann will er nicht. 

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Kommentar von xxanonymaxx
24.06.2016, 14:30

Da  ist so nicht ganz richtig, es gibt Einschränkungen. So muss ein triftiger Ablehnungsgrund vorliegen. 

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Ja leider. Der Vermieter hat das recht der freien Mieterwahl.

Da bleibt nur Kündigen und eine andere gemeinsame Wohnung zu suchen.

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Ja er darf es, denn es wird entweder einen neuen Mietvertrag bzw. eine ergenzung im Mietvertrag geben

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