Darf man an einer katholischen messe teilnehmen wenn man evangelisch ist..?

9 Antworten

'türlich. Beobachte die anderen. Du musst aber nicht alles mitmachen, nur unauffällig bleiben. (Katholiken knien ganz oft, oder bekreuzigen sich, auch mit Weihwasser).

Warum sollst Du da nicht teilnehmen können? Ist doch derselbe "Verein" und jetzt, wo man sich der Ökumene verschrieben hat sowieso. Ich bin früher auch mal in eine evangelische Kirche zum Gottesdienst, wenn es sich ergeben hat. Und da war ich noch katholisch. :-D

Und wie wikipedia so schön formuliert: "Die Ökumenische Bewegung ist eine neuzeitliche Bewegung von Christen, die eine weltweite Einigung und Zusammenarbeit der verschiedenen Christlichen Kirchen anstrebt."

Du darfst an der katholischen Messe jederzeit teilnehmen, aber nicht zur Hl. Kommunion gehen, weil Katholiken und Protestanten hier ein anderes Glaubensverständnis haben.

Die Hl. Messe nennt man auch Messopfer oder Eucharistiefeier. Nach kath. Verständnis vollzieht sich bei der Wandlung die unblutige Erneuerung des Kreuzesopfers Jesus Christi.

Die Messe besteht aus Wortgottesdienst mit Schuldbekenntnis (Kyrie), Gloria, Glaubensbekenntnis(Credo),Lesungen, Evangelium, Predigt, Fürbitten

und der Opferfeier mit Gabenbereitung, Opferung, Wandlung, Sanctus, Agnus Dei und Kommunion und Dankgebet.

Aus kirchenrechtlicher Sicht sieht es so aus: Du darfst an der Messe teilnehmen, aber nicht die Eucharistie empfangen, also nicht zur Kommunion gehen, da es sich bei den Katholiken dabei um ein Sakrament handelt und das Verständnis der Bedeutung von Brot und Wein (der meistens nicht gereicht wird) ein anderes ist als in der evangelischen Kirche. Streng genommen müsstest du also sitzen bleiben, wenn alle nach vorne zum Priester gehen.

Ja, so ist das leider... Wenn du zur Kommunion gehst, weiss das aber keiner, dass er sie dir nicht geben "dürfte"

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@gamine

Ja, leider. Vielleicht hätte ich aber noch dazuschreiben sollen, dass die Priester auch niemanden abweisen dürfen. Wenn jemand also unbedingt die Eucharistie empfangen möchte und weiß, was er da zu sich nimmt (eben aus katholsicher Sicht nicht nur ein symbolisches Stück Brot, sondern tatsächlich Christi Leib), kann einen niemand dran hindern. Eine Gemeindereferentin hat mir erzählt, dass sie es in einer Stuttgarter Kirche sogar inzwischen so machen und alle einladen, die an das katholische Eucharistieverständnis glauben, auch wenn sie einer anderen Kirche angehören. (Es kann sich wohl kaum jemand mit allem in der eigenen Kirche identifizieren).

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dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. DH

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@Lachlan

Mal abgesehen davon, dass man sich ja nicht ausweisen muss, gibt es auch Priester, die das nicht so eng sehen....

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@icke01

Priester dürfen doch ohnehin niemanden abweisen, ganz gleich wie eng sie es sehen. Sie können einen höchstens nach der Messe um ein Gespräch bitten, wenn sie meinen, man hätte die Eucharistie nicht empfangen dürfen. So ist das kirchenrechtlich geregelt. Und das nicht kontrolliert wird, dürfte klar sein. Es geht wohl eher darum, ob man in der Kirche willkommen ist, wenn man ihr nicht angehört, zumindest habe ich die Frage so aufgefasst.

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@Sententia

Um verbreiteten Irrtümern über Protestanten entgegenzuwirken: Lutheraner glauben an die Realpräsenz Christi in den konsekrierten Gaben von Brot und Wein! Auch bei uns ist das Abendmahl ein Sakrament und kein "symbolischer" Akt. Laßt bitte die Definition des Abendmahls für evangelische Christen sein, wenn Ihr Euch nicht wirklich damit auskennt. Danke, q.

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