Darf ein Muslim Ungläubige anlügen?

...komplette Frage anzeigen

14 Antworten

Taqiyya ist ja hier bereits erwähnt worden. Empfehlung über die Auslegung: At-taqiyya fi'l-Islam, von Sami Mukaram.

Die klassische Auslegung - zum Vergleich - findet sich in der Shari'a. Darin heißt es, dass die Anwendung der Lüge auch Pflicht werden kann. Diesbezüglich mag erstaunen, dass die Shari'a, die Lüge sehr restriktiv erlaubt.

Unter Berücksichtigung was die Shari'a ist, wird verständlich, warum Muslime nur bei Gefahr für Leib und Leben lügen dürfen.

Vor islam. Gerichte haben sie gefälligst eine vorgegebene Wahrheit zu bestätigen, denn sie dürfen ja nur in o.g. Fällen lügen. Willkommen in der Inquisition der Moderne.

Sure 3:28 wird gerne verwendet.

Ibn Kathir kommentierte die Sure; Ibn Kathir ebenfalls, und zitierte dafür Abu Darka, ein Gefährter Mohammeds bereits als Prophet. Ein Auszug: "Lasst uns einige Personen anlächeln, während wir im Herzen sie verdammen."

Die Sache Taqiyya wurde immer konkreter, denn die Welt drehte sich weiter.

'Abdullah al-Qurtubi und Muhyi' Abu d-Din ibn al-Arabi gaben entsprechende Erweiterungen. Zusammenfassend: Die Lüge versetzt den Muslim nicht im Zustand des Unglaubens, wenn er die Lüge nicht von Herzen anwendet. Kann angewendet werden - ohne Einschränkung.

Es wird gerne gesagt, die Lüge sei nur während Kriegszustände erlaubt.

Hierzu muss gesagt werden, dass der Muslim alleine darüber entscheidet, was Krieg und wann Krieg ist.

Alle vier sunnitische Schulen z.B., sind sich darin einig, dass Krieg dann gegeben sei, wenn Muslime Ungläubige bekämpfen, nachdem die Ungläubige gerufen worden sind, den Islam anzunehmen, Tribut zu zahlen oder sich zu unterwerfen, und sich den Einladungen verweigern.

Zum Thema werden auch Sure 9,4, Sure 66,2 usw genannt.

Dann gibt es noch die Lüge durch Unterlassung. Wenn jemand Sure 5,32 zitiert und den Rest vergisst, zum Beispiel.

Dazu noch die Hadithen. Bukhari 49,857, Bukhari 84, 64-65.

Das berühmte Handbuch für Muslime, bekannter als Reliance of the Traveller. Dort, Seite 746, 8.2.

Und so weiter und so fort...

Dass das Instrument Lüge eine wichtige Stelle im Leben einnimmt, zeigt sich dadurch, dass die Lügen in Kategorien eingeteilt werden:

Taqiyya
Kitman
Tawriya
Taysir
Darura
Muruna

Möge also jeder selbst für sich entscheiden, ob es erlaubt ist oder nicht. An Material mangelt es nicht.

p.s.: Ja, darf er.

1

Nein Lügen gehört zu den größten Sünden und ist nur in den seltensten Fällen wie z.b Krieg erlaubt z.b du bist gefangen genommen und sagst deinem gegner eine falsche Informationen um sie in die irre zu führen. Welche Religion dein gegenüber hat spielt dabei keine Rolle außer es bekämpfen sich Muslime denn das ist ebenfalls haram schließlich kann man sagen das lügen auf jeden Fall verboten ist

Ja, es ist richtig, dass Muslime die Ungläubigen auch anlügen dürfen.

Nach der offiziellen Auslegung dürfen sie das jedoch nur, wenn es um ihr eigenes Wohl, z. B. Leib und Leben geht. Die Praxis zeigt aber, dass viele diese Regel bedenkenlos erweitert haben. Sie lügen auch schon um jedes eigenen Vorteils wegen. 

Das sind vermutlich aber solche, welche die Religion des Islam nicht verstanden haben, oder sich nur oberflächlich Muslime nennen, aber keine sind.

Wie wäre es mal das Wort Andersgläubige zu benutzen, die gibt es neben Atheisten (und selbst Atheisten haben bestimmte Dinge die sie sich vorstellen bzw. glauben) ja auch noch. Ich denke in unserer Zeit in der wir als Gemeinschaft zusammenleben wäre das ein Minimum an Akzeptanz anderen Glaubensrichtungen gegenüber. Ich denke so mancher Moslem würde sich auch nicht freuen ständig Texte über sich lesen zu müssen, in denen er als Ungläubiger bezeichnet wird. Zumal das ja auch noch eher abwertend betrachtet wird und nicht als bloße Aufteilung.

0
@Kuro48

@Kuro48

Ich entschuldige deinen Einwand, weil ich erkenne, dass du dich mit dem Islam nicht besonders auszukennen scheinst. Übrigens ein Fehler vieler Menschen Deutschlands und Europas! 

Es ist die Sprache des Islam, des Koran noch genauer, welche den Begriff "Ungläubige" im besonderen geprägt hat.

Nur darauf bin ich eingegangen, wie offenbar der Fragesteller schon zuvor. Es gibt übrigens noch einen weiteren abwertenden arabischen Begriff für Nichtmuslime: "Kuffar". Aber den finde ich auch nicht besonders freundlich, obwohl er ca. 500 Mal im Koran erscheint. 

Deinen Vorschlag finde ich ansonsten gar nicht so schlecht in unserer so gutmenschlichen Zeit. - Du kannst ihn ja versuchsweise einmal in verschiedenen islamischen Gremien einbringen und auf eine generelle Änderung drängen. - Wünsche dir viel Erfolg dabei! 

2
@hummel3

Deine Mühe, den Islam zu erklären, solltest du dir für den Koranunterricht aufheben. :)

0

Um diese Frage beantworten zu können sollten wir uns unseren Propheten (s.a.v.) anschauen und seine Begleiter. Hat unser Prophet in seinem noch so schwerem Leben jemals gelogen: nein.

Hat Hz. Bilal (radialluh´an) als er gefoltert wurden von seinen Besitzern, weil er Muslim war,  gelogen das er keiner sei: nein. Obwohl er freigelassen worden wäre wenn er dies getan hätte.

Ich glaube, dass diese Beispiele und das Wissen, dass das Lügen im Islam zu den großen Sünden gehört hat dir gezeigt, dass ein Muslim einen Anderen (egal ob gläubig oder nicht gläubig) niemals anlügen sollte.

Esselamu alejkum
Ein Muslim lügt nichtmal dann wenn es schlecht für ihn wäre die Wahrheit zu sagen .
Unter extremen Umständen ( wie etwa wenn es um dein Leben geht ) darfst du lügen .

Natürlich.

Das passiert auch täglich.

Der Fachbegriff ist dafür Taqiyya. Die Taqiyya ist die erlaubte Lüge im Islam, die dann anzuwenden ist, wenn sie dem Islam nützt.

Taqiyya kommt aus dem Arabischen, und bedeutet soviel wie Verhüllung.

Man nimmt dem Betrachter durch die Taqiyya die Sichtweise auf das Offensichtliche.

Bekannt und typisch die Aussage:

Der Islam bedeutet Frieden. Der Islam ist eine friedliche Religion.

Betrachtet man den Islam historisch, dann findet sich im Islam nur eine seit Entstehung unerfreuliche Expansion.

Nein das ist fast komplett falsch man darf keine lüge über den islam erzählen damit sie einem anderen gefällt wo hast du das her?!

1
@Sarudolf

Naja....das ist dann aber auch ein absolut stichhaltiger Beweis wenn man Wikipedia, bei dem dann so ziemlich jeder seine Ergüsse als Wissen bringen darf, heranzieht. 

Insbesondere amüsiert bei solchen Artikeln, dass das ja eher ein schiitisches Ding ist mit der Taqiyya und Sunniten gar nicht betrifft. Die Lügen prinzipiell nicht.

....und wo ist jetzt der Fehler im Detail ???

Taqiyya = arabisch = sunnitisch

Taqiyya = nicht persisch = nicht schiitisch

ups.....tja....dumm gelaufen.

3
@Sarudolf

Wikipedia ist keine Quelle, die von Muslimen akzeptiert wird, weil Muslime dort nicht schreiben können. Es werden dort nur Lügen von Nichtmuslimen über den Islam verbreitet. Das ist keine neutrale Informationsquelle über den Islam!

1
@AbuAziz

@AbuAziz

Es werden dort nur Lügen von Nichtmuslimen über den Islam verbreitet. Das ist keine neutrale Informationsquelle über den Islam!

Das ist dann die übliche Argumentation, wenn's "eng wird" mit der Widerlegung. - Nicht wahr AbuAziz?

3
@AbuAziz

Jeder kann dort schreiben. Auch Muslime. Hast du Zahlen über die Anzahl der Muslime unter den Wikipedia Autoren? Hast du IRGENDWAS, was deine Behauptung unterstützt?

Ich erkläre dir mal eine Sache über Wikipedia: Die meisten der Autoren sind politisch links ausgerichtet. Links wie bei den Parteien, die gegen Rechts, Rassismus und Islamophobie vorgehen. Bevor du das nächste mal haltlose Behauptungen aufstellst solltest du dich zuersteinmal über das Thema informieren.

3

Auch 1988Ritter könnte sich seine Islam-Erläuterungen für die Koranschule aufheben.

1
@Ruehrstab

Nö....das ist wichtig das die Menschen hier viel über den Islam erfahren.

1

ein muslim darf NIE lügen (aber auch er ist eben nur ein schwacher mensch)

Es gibt das Prinzip der Taqqya, das aber eigentlich nur von Shiiten angewandt wird.

Dies besagt, dass der Muslim unter dem Grund, dass er Angst um sein Leben hat, über seine Religion lügen darf, bzw. sie verheimlichen.

Es ist im Quran festgelegt, ist aber kein Muss, sondern es ist freigestellt.

Ich denke, die meisten Muslime, würden lieber für ihre Religion sterben, als zu lügen nur um zu leben. Da die Belohnung dafür das Paradies ist.

Aber im allgemeinen ist es Verboten Ungläubige zu belügen. Denn unser Prophet Mohammed (saw) sagte ungefähr :Der Muslim ist der, vor dessen Zunge und Hand die Menschen sicher sind.

Es gibt das Prinzip der Taqqya, das aber eigentlich nur von Shiiten angewandt wird.

Ich kenne aber auch genügend "Sunniten", welche dieses Prinzip sogar aus ganz niederen, menschlichen Beweggründen für sich in Anspruch nehmen.

Wahrscheinlich sind das aber wieder "nur die Schlechten" unter den vielen Guten.

3
@hummel3

oh das wusste ich nicht, dass das welche machen.

Ich weiß nur, dass das im Islam verboten ist zu lügen und Menschen jedoch immer Ausreden finden um ihren Gelüsten zu folgen.

Ich sage nur wie es eigentlich sein sollte. Und natürlich will ich auch nicht gegen Shia hetzen, das ist eh alles politisch motivierte Streiterei, bei der ich mich nicht einmische.

0

Das sollter jeder für sich selbst entscheiden, besser ist es natürlich zu lassen. Egal ob mit oder ohne Religion

Assalamu ‘Alaikum

Nein natürlich nicht ! Du Must egal ob Moslim oder nicht die Menschen gleich behandeln !

Ein Muslim sollte nicht Lügen. Der Prophet Muhammad saw sagte einst: Wer betrügt, ist nicht von uns!

Da hätte er sich mal selbst nach richten sollen.

5
@SibTiger

Bitte beweise mal deine Aussagen. Einfach etwas behaupten kann jeder Trottel.

0
@SibTiger

@SibTiger


Ich halte den "Propheten" für einen Schwindler.

Ich übrigens auch! - Seine Biographie, sein Lebenswerk beweist dies für mich und jeden kritischen Betrachter eindeutig.

3
@AbuAziz

Ich habe im keine Behauptungen aufgestellt, die ich beweisen müsste, sondern lediglich eine  Meinung geäußert.

Ganz im Gegensatz übrigens zu Deinem Propheten.

2
@SibTiger

Im übrigen kann ich auf das bekannte islamkritische Zitat von Voltaire verweisen, dessen Sichtweise ich weitgehend teile.

2

Wenn es dem Islam dient, dann wird aus der Lüge Wahrheit OMG

Nein. Generell dürfen Muslime NICHT lügen, . Lästern o. Der art. Egal ob der andere nicht gläubisch ist:)

außer es ist Not und willst streitereien oder so vermeiden, dann darf man lügen:)*

1
@koreafan

Nein, dann darf er/sie auch nicht lügen.

Beispiel: Eltern legen sich um acht schlafen, man verspricht den Eltern um neun wieder da zu sein und kommt aber erst um ein Uhr nachts nach Hause. Sagt man jetzt die Wahrheit wenn die Eltern einen fragen, bekommt man Ärger. Also darf man Lügen? Nein.

Wenns um Leben und Tod geht wäre es vielleicht in Ordnung zu lügen, aber ansonsten nicht.

0

das hatte ich versucht zu sagen. -.

1

Ganz einfach: Man lügt nicht.

Um das zu verstehen, braucht man doch keine Reliigion!

Was möchtest Du wissen?