Ist es gültig wenn man sein Kind ohne Pfarrer selbst tauft?

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20 Antworten

Hallo Jasmin,

kirchenrechtlich betrachtet hängt das von der betreffenden Kirche ab (evangelisch-lutherisch, evangelisch-reformiert, evangelisch-freikirchlich, römisch-katholisch, orthodox...).

Taufe ist grundsätzlich auch die Aufnahme des Getauften in eine bestimmte Gemeinde bzw. Kirche. Darum findet eine Taufe in der Regel auch in einem öffentlichen Gottesdienst statt, und in der Regel hat jede Kirche ihre eigene Taufordnung. So ist meist auch eine bestimmte Taufformel vorgeschrieben ("ich taufe dich auf den Namen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes"), es wird ein Taufversprechen abgelegt, es gibt Taufpaten usw. Danach wird ein Taufschein ausgestellt, und die Taufe wird dokumentiert.

Die meisten Kirchen, die Kindestaufen durchführen, sehen unter bestimmten Bedingungen eine "Nottaufe" vor, die jeder Christ (und zum Teil sogar jeder Nichtchrist) vornehmen kann und die dann der Kirche nachträglich bekannt zu geben ist. Auch dafür gibt es meist Regularien.

Das geht aber nur, wenn das Kind möglicherweise nicht "ordentlich" getauft werden kann (z.B. bei Lebensgefahr). Ansonsten ist die Durchführung der Taufe meist an ein Amt bzw. eine Berufung gebunden (also der Pastor oder der Priester) und an eine bestimmte Taufordnung (Liturgie, Taufversprechen, Taufpaten usw.).

Deine Freundin sollte nun zu der betreffenden Kirchengemeinde gehen und ein Gespräch mit dem zuständigen Pfarrer führen. Der Pfarrer hat je nach Kirche, für die er tätig ist, bestimmte Möglichkeiten, mit dieser Situation umzugehen.

Wichtig ist im Grunde, dass die Taufe der betreffenden Kirche bzw. Gemeinde bekannt gemacht wird. Wenn die Kirche die Taufe anerkennt, wird sie ins Taufbuch eingetragen, und das Kind wird Mitglied der Gemeinde. In einer evangelischen Kirche wird dann Kind dann im passenden Alter konfirmiert.

Es ist je nach Kirche möglich, dass die Taufe nicht anerkennt wird. Aber das kann nur der jeweilige Pfarrer sagen.

Ich gehöre zu einer Kirche, die nur Gläubige tauft und als Mitglieder aufnimmt (Baptisten) - in seelsorgerlichen Ausnahmefällen nehmen wir Kindgetaufte als Mitglieder auf, wenn die Kindertaufe "ordentlich" stattgefunden hat (in unserer Gemeinde gilt als Faustregel "Kindertaufe in einer Mitgliedskirche der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen oder der Vereinigung Evangelischer Freikirchen"). Wir lassen uns also die Taufe (und bei Protestanten die Konfirmation, die zur Taufe gehört) bestätigen.

Grüße

Michael

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Kommentar von Jasminzina1
11.12.2015, 20:27

danke für deine ausführliche antwort

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Es ist nicht einfach, mit einem Andersgläubigen verheiratet zu sein. Aber wo die Liebe fällt...

Also zum einen: Wenn die Taufe "im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes" vollzogen ist, ist das Kind getauft. Ob ein Pfarrer oder eine Pfarrerin das für die Kirchenbücher anerkennt, muss die Freundin im Gespräch ausprobieren.

Was ich problematisch finde, ist die Heimlichkeit dem Ehemann gegenüber. Da hätte ich es besser gefunden, dem Kind beides zu vermitteln: Der Vater muslimischen Glauben und die Mutter christlichen Glauben, und wenn das Kind religionsmündig ist, kann es sich selbst überlegen, ob es sich beschneiden oder taufen lassen will. Das ist einfach ehrlicher.

Gott steckt niemanden in die Hölle, nur weil er nicht getauft ist.

Aber man macht sich die Hölle auf Erden, wenn man zueinander kein Verrtrauen hat und aus dem Glauben ein heimliches  Machtspiel macht. Mich erinnert das ein wenig an die Geschichte von Jakob und Esau. Da hat die Mutter auch einsame Entscheidungen getroffen und den Vater hinters Licht geführt. 

An der Stelle ist auch der rechtliche Hinweis unter

http://www.ekd.de/glauben/taufe.html

wichtig. Dort heißt es:

Kann ich mein Kind gegen den Willen des anderen Elternteils taufen lassen?

Gegen den Willen entweder des Vaters oder der Mutter ist die Taufe des Kindes nur möglich, wenn dieser Elternteil nicht das Sorgerecht inne hat. Ist die Ehe z.B. geschieden, liegt das Sorgerecht aber gemeinsam bei Vater und Mutter, setzt die Ausgestaltung der gemeinsamen elterlichen Sorge Einvernehmen voraus in Angelegenheiten, die für das Kind von erheblicher Bedeutung sind. Dazu gehört auch die Taufe. Können sich die Eltern nicht einigen, kann (schlimmstenfalls) das Familiengericht angerufen werden.

Eltern können sich aber zuvor auch allein oder besser noch gemeinsam an eine Erziehungs- und Familienberatungstelle wenden. Oft hilft auch ein klärendes Gespräch mit dem Pfarrer oder der Pfarrerin.

Die beiden haben in meinen Augen dann eine Chance, wenn sie gegenseitig ihren Glauben respektieren. Er ihren und sie seinen. Und wenn sich dem Kind gegenüber keiner mit Gewalt durchsetzt.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang sicher auch der § 1627 des bürgerlichen Gesetzbuches:

http://dejure.org/gesetze/BGB/1627.html

§ 1627
Ausübung der elterlichen Sorge

Die Eltern haben die elterliche Sorge in eigener Verantwortung und in gegenseitigem Einvernehmen zum Wohl des Kindes auszuüben. Bei Meinungsverschiedenheiten müssen sie versuchen, sich zu einigen.

Eine heimliche Taufe ohne das Einverständnis des Vaters geht also gar nicht, wenn sie das gemeinsame Sorgerecht haben. Wenn der Vater kein Sorgerecht hat, wäre das wohl von der rechtlichen Seite weniger das Problem - aber immer noch von der Seite des gegenseitigen Vertrauens.

Da die beiden offenbar nicht verheiratet sind, kann sich die Freundin sicherlich auch beim Jugendamt beraten lassen.

Unter

https://www.ekd.de/download/ekd_texte_86.pdf

findet sich eine Arbeitshilfe der Evangelischen Kirche in Deutschland, die auf einige Probleme im unterschiedlichen Eheverständnis hinweist (ab Seitge 55). In dieser Hinsicht sollte sich die Freundin gut informieren und ggf. auch Beratung bei ihrem Pfarrer/ihrer Landeskirche suchen.

Unter

https://www.ekd.de/download/taufbegehren_von_asylsuchenden_2013.pdf

gibt es eine weitere Broschüre, die zwar mit dieser Frage direkt wenig zu tun hat. Dort sind aber recht aktuell Ansprechpartner genannt, an die sich die Freundin mit ihren Fragen wenden kann.

Und das sollte die Freundin auf jeden Fall für sich tun, im besten Fall aber gemeinsam mit ihrem Freund.

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Kommentar von nachdenklich30
13.12.2015, 23:30

Mal schreibe ich"Freund", mal "Ehemann": "Freund" und "Vater des Kindes" scheint wohl richtig zu sein, oder?

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Meiner Überzeugung nach zählt am Ende was ihr Kind glaubt und ob das Kind sich irgendwann selbst frei entscheidet Jesus nachzufolgen und eine Beziehung zu ihm aufzubauen.

Die Taufe ist m.E. gültig sofern das Kind diese später im Glauben als seine Taufe anerkennt.

Es braucht weder Priester, Pastor oder sonstiger Geistlicher mit Theologischer Ausbildung um jemanden zu taufen. Es bedarf nur einer Gläubigen Person die eine andere Gläubige Person im Namen Gottes tauft.

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Dazu muss man zunächst einmal klären, was die Taufe eigentlich ist. Und da gibt es durchaus verschiedene Ansätze/Herleitungen.

Halten wir es mal mit Petrus:

[Die Taufe] dient nicht dazu, den Körper von Schmutz zu reinigen, sondern sie ist eine Bitte an Gott um ein reines Gewissen aufgrund der Auferstehung Jesu Christi (1.Petrus 3,21)

Nun kann ein kleines Kind natürlich nicht um so etwas abstraktes wie ein reines Gewissen im Namen Jesu bitten. Kinder sind ohnehin, ganz im Geiste des Evangeliums, noch "unverdorben" und rein.

Genau deshalb kann man zum Thema Kindstaufe auch eine zwiespältige Meinung haben: Sie ist gewissermaßen ein "Formfehler". Korrekterweise müsste die Taufe eine Gläubigentaufe sein (prominente Verfechter davon sind z.B. die Baptisten, die die Taufe ja schon im Namen führen), d.h. der Täufling sollte den Taufakt bewusst und aus freien Stücken für sich annehmen. Das setzt ein gewisses Alter und eine geistige Reife zwingend voraus.

Die Kindstaufe ist dennoch gängige Praxis und hat (notwendigerweise) eine etwas andere Zielsetzung im Sinn: Die Eltern/Taufpaten bitten im Grunde stellvertretend für den Täufling um das oben angesprochene reine Gewissen. Quasi zu Erziehungszwecken, d.h. sie bitten darum, dass sie bei der Erziehung (insbesondere der Erziehung zum Glauben) alles richtig im Sinne Christi machen.

Eben weil die Taufe formal vom Täufling (bzw., bei der Kindstaufe, von den Eltern/Paten) angestoßen werden muss, ist der Taufakt (die Sache mit dem Wasser und dem Publikum) als solcher nur schmückendes Beiwerk. Es braucht dafür eigentlich keinen Pfarrer, keinen Gottesdienst, keine bestimmten Wortformeln. Das Tauffest ist somit nur gesellschaftliches/kirchliches Drumrum. Und genau deshalb darf auch problemlos jeder gutmeinende Mensch eine Taufe vornehmen: Weil dabei faktisch gar nichts passiert - es wird nur eine bereits bestehende Idee öffentlich gemacht.

Soviel zur geistlichen Seite, d.h. soweit es Gott und den Glauben betrifft.

Kirchenrechtlich ist eine (kirchliche) Taufe natürlich auch mit dem Eintritt in die Gemeinde verbandelt, d.h. ein Verwaltungsakt. Dafür sind entsprechende Regeln einzuhalten, die die jeweilige Kirche bestimmt. Was das angeht kann diese Taufe ggf. ungültig sein - da müsste deine Freundin sich an den Pfarrer bzw. das zuständige Pfarramt wenden. Kirchenmitglied werden kann das Kind i.d.R. nur, wenn beide Elternteile (bzw. alle Sorgeberechtigten) zustimmen. Das hat nichts mit Glauben zu tun, sondern ist ganz normales Verwaltungsrecht, wie ein Vertragsabschluss. "Heilsnotwendig" ist eine ordentliche Kirchenmitgliedschaft natürlich nicht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Taufe

In diesem Sinne: Um das Seelenheil von sich und ihrer Tochter braucht deine Freundin nicht besorgt zu sein. Jedenfalls nicht mehr als vorher auch. Der Wille wurde bekräftigt, das alleine zählt schon. Kirchenmitglied ist die Tochter dadurch aber jetzt nicht geworden (wie auch, die Kirche weiß ja von nichts)!

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Kommentar von ArchEnema
11.12.2015, 12:18

Ups, das Kind. Das weibliche Geschlecht habe ich mir zusammenfantasiert. ;-)

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Wenn sie mit diesem Akt "das tun wollte, was die Kirche tun will" ist die Taufe gültig.
Von dem was du geschildert hast, ist das mit Sicherheit nicht der Fall. Es steht ihr aber frei, im regelmäßigen Gebet Ihr Kind der Barmherzigkeit Gottes anzuvertrauen. Wie sie die religiöse Erziehung handhabt, muss sie mit dem Kindesvater abklären.

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Kommentar von Jasminzina1
11.12.2015, 11:22

meinst du wegen einer christlichen erziehung wäre sie nicht gültig?

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Kommentar von Eselspur
11.12.2015, 11:51

neuen n, es war kein Notfall und es war heimlich, er ist keine Absicht gewesen, dass das Kind als Christ in der Kirche leben kann. Taufe ist nach katholischem Verständnis kein magischer Akt, sondern ein Sakrament.

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Kommentar von Eselspur
11.12.2015, 15:46

Ich weiss nicht, ob "funktionieren" ein stimmiges Wort ist... Gott hat aus Liebe seinen Sohn in die Welt gesand, Jesus Christus. Er ist das Heil der Menschen und er bringt das Heil:Er ist das URSAKRAMENT. Jesus hat Menschen in seine Nachfolge gerufen, aus denen ist die Kirche entstanden, das GRUNDSAKRAMENT. Diese Kirche spendet sieben Sakramente, das heisst es gibt sieben Handlungen, mit der die Kirche mit all ihrer Autorität dahinter steht: hier ist Gott mit Gewissheit erfahrbar. Konkret zur Taufe: wenn ein Erwachsener zum Glauben an Jesus Christus gekommen ist und sich taufen lassen will oder gläubige Eltern oder die Taufe für ihr Kind wollen oder es befürwortet, dass ein Taufpaten sich um die religiöse Erziehung kümmert, können die Kirche um die Taufe bitten. Die Kirche vollzieht durch einen ihrer Amtsträger, in der Regel durch einen Diakon oder Priester.

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Kommentar von Eselspur
11.12.2015, 15:49

Nottaufen sind in Notsituationen, also bei Lebensgefahr möglich. Diese können der zuständigen Pfarre gemeldet werden, es werden bestimmte Riten in der Kirche vollzogen und ein Taufstein wird ausgestellt. wenn irgendwer jemand Wasser über den Kopf gießt.. Nicht böse sein, das ist mit Sicherheit KEIN Sakrament.

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Kommentar von Eselspur
11.12.2015, 21:36

weiss nicht, was "kein Glaube" heißt, wer kann das schon beurteilen?

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Eine Taufe ist gültig, wenn sie durch Übergießen mit Wasser und die Formel: "Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes" gespendet wird. In einem Notfall kann jeder gültig die Taufe spenden, wenn die Absicht besteht, das Kind christlich zu erziehen. Diese Intention ist wichtig, weshalb vor jeder Taufe ein Gespräch mit den Eltern geführt wird. Eine Nottaufe muss aber auch dem zuständigen Pfarramt gemeldet werden, weil die Taufe zugleich die Eingliederung in die christliche Gemeinschaft (Kirche) ist. Normalerweise werden dann in einer eigenen Feier die Riten nachgeholt, die nicht erfolgt sind, etwa die Fragen an die Eltern und Paten, die Salbung mit Chrisam, die Übergabe der Taufkerze und die anderen Gebete. Die Taufe wird dann in das Taufbuch eingetragen und man bekommt eine Urkunde als Nachweis, dass man als Getaufter auch Zugang zu den anderen Sakramenten der Kirche hat wie Abendmahl/Erstkommunion, Firmung, Ehesakrament.

In dem von dir geschilderten Fall handelt es sich nicht um eine Nottaufe, weil keine Lebensgefahr bestand. Auch dann hätte deine Freundin dem Pfarrer davon Meldung machen müssen.Offenbar ist es deiner Freundin wichtig, dass ihr Kind vor Gott getauft ist, wobei die kirchliche Mitgliedschaft für sie weniger wichtig ist. Das kann man so nicht akzeptieren. Christus hat der Kirche Vollmachten verliehen, durch die Er wirken will und dazu gehört auch die gültige Spendung der Sakramente. Eine Taufe ohne nachfolgende christliche Erziehung macht keinen Sinn.

Die Angst um das Kind ist unbegründet, da nach kirchlicher Lehre niemand ohne persönliche Schuld verloren gehen kann und Christus für alle Menschen gestorben ist. Es wird also für ein im ungetauften Zustand verstorbenes Kind einen Weg zum Himmel geben.

Deine Freundin befindet sich in einer inneren Zerrissenheit zwischen ihrem Partner und ihrem christlichen Glauben, den sie ihrem Kind nicht vorenthalten möchte. Sie hat eine gute Absicht und Gott weiß das.Sie wird sich aber entscheiden müssen zwischen ihrem Ja zu Jesus Christus oder ihrer Verbindung zu einem Moslem, der ihr diese Freiheit nicht gestatten will. Das kann sie auf Dauer nicht glücklich machen.

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Kommentar von nachdenklich30
13.12.2015, 23:39

Ich habe durchaus mir Muslimen zu tun gehabt, denen unsere freiheitlich demokratische Grundordnung und unsere Religionsfreiheit wichtig sind. Gerade auch im Blick auf eine Freundin/einen Freund oder auf einen Ehepartner. 

Und ich kann mich an die Ansprache des muslimischen Vaters der Braut auf ihrer Hochzeit erinnern, die von gegenseitigem Respekt getragen war und die religiösen Entscheidungen der Tochter und des Schwiegersohns im Blick auf die Enkel mittragen würde.

Ich halte es überhaupt nicht für zwangsläufig, dass der Freund ihr die Freiheit nicht gestatten will. Das kommt auf den konkreten Freund an.

Und was Christus betrifft: Der hat seinen Glaubensgenossen so oft Heiden als Vorbild hingestellt, dass er die beiden jedenfalls nicht vor die Entscheidung stellen wird. Paulus sagt zu Recht in 1. Kor 13,13: Glaube ist sehr wichtig. Aber noch wichtiger als der Glaube ist die Liebe.

Jetzt ist nur die Frage, ob der Freund das auch so sieht.
Und wie seine Freundin ihm gegenüber klarmachen möchte, dass auch sie das so sieht. Denn ihre heimliche Taufe spricht erst einmal eine andere Sprache. Leider.

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Das scheint ja eine junge Mutter sehr gespalten zu sein. Darum ist es auch so wichtig, dass man keine Ehe/Verbindung mit einem Ungläubigen/Andersgläubigen eingeht.

http://www.soundwords.de/artikel.asp?id=6215

Sie muß nicht verzweifeln, aber sie muß sich entscheiden, wem sie ihr Herz schenken möchte. Sprüche 23,26 Gib mir, mein Sohn, dein Herz, und laß deine Augen Gefallen haben an meinen Wegen!

Dem Kind passiert in den nächsten Jahren nichts, sollte es sterben, auch wenn es nicht getauft ist. Taufe errettet nicht. Solange das Kind noch so klein ist und nicht selber entscheiden kann, geht es nicht verloren.

Wie will sie ihr Kind erziehen? Heimlich christlich und offen muslimisch?

Du siehst, die Probleme werden damit nicht weniger werden. Es fängt nicht erst im Kindergarten an, sondern in der Familie. Dieses Kind bekommt die  Konflikte der Eltern mit und dabei wird es ihm nicht gut gehen, denn er und seine Familie werden auf sie  Druck ausüben, um das Kind in ihrer Richtung zu lenken.

Schlussendlich hoffe ich für sie, dass sie die richtige Entscheidung trifft, denn ich gehe mal davon aus, dass er sie nicht geheiratet hat - was auch so typisch für Muslime ist, die religiös von den Familien gesteuert werden. Die Frau wird kaum die Chance haben, in dieser Familie wirklich Fuß zu fassen, wenn sie sich weiterhin gegen ihre Religion stellt. lg

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Grundsätzlich gilt, dass eine Taufe ohne Glauben im biblischen Sinn wertlos ist, weil sie einen Menschen nicht zum Christen macht. - Die Taufe ist stets eine Folge des Glaubens, auch wenn manche Kirchen anders handeln.

Dazu kommt noch, dass deine Freundin vermutlich selbst nicht gläubige und praktizierende Christin ist, da ihr seitheriger Lebensverlauf sonst wahrscheinlich andere Bahnen genommen hätte. - Doch damit will ich nicht richten. Wenn ich damit jedoch recht habe, dann ist ihre eigenmächtige Taufe im doppelten Sinn ungültig bzw. wertlos.

Wäre sie dagegen gläubige Christin, dann dürfte sie, obwohl es nicht gängiger Praxis enspricht, nach der Bibel auch taufen, denn dies ist nicht nur Pfarrern bzw. Priestern vorbehalten, sondern jedem im Geiste "wiedergeborenen" Christen bzw. Gläubigen. Wichtig ist allein dass der Täufling selbst gläubig ist und getauft werden will, was bei einem Kleinkind geistig noch gar nicht vorhanden sein kann.

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Nottaufen sind zwar durchaus gültig, aber die oder der Taufende,  sind meist Hebammen (auf Wunsch der Mutter bzw. Eltern) und die sind verpflichtet es der jeweiligen Kirche bzw. Pfarramt zu melden. Wenn deine Freundin nicht verheiratet ist, bzw. das alleinige Sorgerecht hat, dürfte sie auch keine Probleme bekommen. Einfach mal beim Pfarramt anrufen und nachfragen und denen mitteilen dass diese Angelegenheit vertraulich behandelt wird. Taufschein kann sie dann abholen und landet nicht in der Post.

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Kommentar von Jasminzina1
11.12.2015, 11:04

aber hebammen sind auch normale menschen das ist das was ich nicht verstehe dann kann ja jeder andere auch taufen

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"Gegen den Willen entweder des Vaters oder der Mutter ist die Taufe des Kindes nur möglich, wenn dieser Elternteil nicht das Sorgerecht inne hat."

https://www.ekd.de/glauben/taufe.html

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in einer guten beziehung sollte geben und nehmen ca ausgeglichen sein, so das vertrauen auch beider seiten wachsen kann?

wenn wegen religionen einseitig heilichkeiten vorhanden sind dann frage ich micht wie da das vertrauenverhältnist aussieht?

ist da nicht viel mißrauen vorahnden und zwar nicht einseitig? beide wollen ihren wuschen duchsetzen?

auch wenn man sich sonst sich vertauen sollte, ist doch damit eine sehr grosser riss in der tasse der ehe?

und das auf kosten des kinderes? wie soll es da vertauen entwickeln?

ich bin rein richter aber ich wollte so mein kind nicht grosszeihen wollen?

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Selbst taufen kann sie nicht, da ist die Taufe leider "ungültig" Sie muss ja im Taufregister aufgenommen werden. 

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Kommentar von Jasminzina1
14.12.2015, 16:15

und wenn sie sie melden würde wäre sie gültig so?

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Zumindest ist es nicht anerkannt, da man bei einer Taufe in das Taufbuch eingetragen wird und eine Taufurkunde erhält, die man für später (Erstkommunion, Firmung...) immer wieder braucht.
Wieso kann sie das Kind nicht taufen lassen?

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Kommentar von Jasminzina1
11.12.2015, 10:40

ja das weiss sie aber sie hat angst um ihr kind und ihr mann ist halt dagegen.sie möchte halt nur wissen ob es vor gott gillt 

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Ob man das nun selber macht oder einen Pfarrer beauftragt, kommt aufs selbe hinaus. Ist beides für das Kind absolut belanglos.

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Bei Muslimen ist vieles möglich... Jeder sollte es einem Kind schon bei der Geburt, gesetzlich wenn nicht anders möglich, überlassen ab einem bestimmten Alter selbst darüber zu entscheiden!

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Ja. Diese Taufe ist gültig, da sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes erfolgt ist. Bei dieser Handlung bedarf es nicht unbedingt und zwingend eines Geistlichen.

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Kommentar von Jasminzina1
11.12.2015, 10:49

danke für deine antwort

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dazu must den pfarrer fragen?

es ist doch schön wenn wer in eine gemeinde aufgenommen wird?

aber es ist eigenlich noch nötig die konformation oder die kumunion.

aber wie auch immer jeder relgigion die nicht dem menschen die freiheit gibt was er glauben kann und wie ist doch sehr bedenklich. auch wenn die dabei sehr unterwürfig tun?

es gibt in D ein lied.

somit ist jede relgion freu auch denn es gursus gibt die das verbeiten wollen?

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Die Taufe ist im chrsitlichen Sinne als eine Art "Nottaufe" gültig.

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Kommentar von Jasminzina1
11.12.2015, 10:38

wäre das eine nottaufe?

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Kommentar von hummel3
11.12.2015, 15:06

@Schelm

Ich muss deine Antwort leider korrigieren. Die Handlung der Mutter entspricht keiner Nottaufe!

Man sollte sich nicht Dinge aus Bibel und Kirchenpraxis zurecht biegen, von denen man keine Ahnung hat.

Zudem ist eine Nottaufe einer wahrscheinlich selbst "Ungläubigen" an einem geistig noch unmündigen Kind im doppelten Sinn sinnlos.

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Welcher Kirche gehört die Mutter an? Dort wird man sie über den Sinn der Taufe aufklären. 

Ursprünglich erhielt das Kind seinen Vornamen erst an der Taufe. 

Heute steht nur noch das Versprechen von Eltern und Paten im Vordergrund, das Kind im Glauben dieser Kirche zu erziehen. Dazu müssen sie alle dieser Kirche angehören, Ausnahmen ausgenommen. Das Versprechen nimmt der taufende Pfarrer ab.

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Kommentar von Grammatikus
01.01.2016, 01:53

Eine Rückmeldung wäre nett.

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Nein natürlich nicht. Sie wurde nicht geweiht.

Beide Relligionen sind sehr schön der Christentun umd Muslim.

Beide Prädigen den Frieden und haben offt die selben Ansichten.

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Kommentar von Jasminzina1
11.12.2015, 10:39

aber nottaufen sind ja auch gültig soweit ich gelesen habe und da wurde ja auch niemand geweiht

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