Chef hat mich in der Probezeit gekündigt weil ich keine Überstunden mehr machen will?


23.03.2020, 09:05

Habe diesen Monat auch schon 20 Überstunden gemacht.

17 Antworten

Dein Chef darf Dich normalerweise in der Probezeit sogar ohne Angabe von Gründen kündigen. Insofern klingt das korrekt, obwohl das natürlich trotzdem assozial ist.

Ich würde sonst darauf beharren, was in deinem Vertrag steht. Sonst soll der Chef nicht solche Verträge abschließen.

In der Probezeit darf er dich kündigen, ja. Es ist zwar legitim aber nicht sehr klug von dir gewesen, mit diesem Ansinnen nicht noch bis nach der Probezeit zu warten. In der Probezeit sollte man das ein oder andere schlucken und warten, auch wenn es schwer fällt.

In der Probezeit darf er dich kündigen, ja.

Kündigen darf er auch danach.

Im Übrigen hat das nichts mit der Probezeit zu tun, sondern damit, dass es in den ersten 6 Monaten des Arbeitsverhältnisses noch keinen Kündigungsschutz gibt (und danach auch weiterhin nicht in Kleinbetrieben) - ob mit oder ohne Probezeit.

Die Probezeit ist alleine von Belang wegen der Kündigungsmöglichkeit mit verkürzter Frist.

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Überstunden sind Alltag im Einzelhandel. In dieser Hinsicht hättest du einfach nur die Überstunden ableisten sollen, da Einzelhandel meist eine Ausbeutung der Mitarbeiter bedeutet. Ich möchte damit nicht den Einzelhandel schlecht machen, sondern sagen, dass im Einzelhandel immer so viel zu tun ist, dass man nicht um Überstunden rum kommt. Jetzt hast du die Möglichkeit, irgendwo anders einen Neuanfang zu starten.

Ich wünsche dir viel Glück bei der Suche und hoffe, dass du bald eine neue Stelle finden kannst.

Probezeit = kündigung ohne Angabe von Gründen beiderseits möglich ...

und dein Chef ist wohl der Meinung, das du bzw deine Arbeitszeit-‚moral‘ nicht mit seiner Erwartungshaltung harmoniert ...

deshalb sucht er sich lieber jemand anders und verzichtet auf deine Mitarbeit

das ist jetzt völlig wertfrei - ich weiß ja auch nicht, warum du soviel Überstunden machen musst... manchmal muss man den Grund dafür auch in der Leistungsfähigkeit des Mitarbeiters suchen...

ich weiß nicht ob das bei dir der Fall sein könnte, ich will mir da auch gar kein Urteil drüber erlauben ...aber theoretisch ist das möglich...

und das bei der aktuellen Lage ein erhöhtes arbeitsaufkommen im Einzelhandel vorkommt, sollte nachvollziehbar sein..,

Probezeit = kündigung ohne Angabe von Gründen beiderseits möglich ...

Die ordentliche Kündigung ist immer ohne Angabe von Gründen möglich.

Außerdem hat die Möglichkeit der ordentlichen Kündigung ohne konkreten Anlass nichts mit der Probezeit zu tun, sondern gilt - wegen des dann noch fehlenden Kündigungsschutzes generell in den ersten 6 Monaten des Arbeitsverhältnisses (danach auch weiterhin in Kleinbetrieben) - ob nun mit oder ohne Probezeit.

Die Probezeit ist alleine von Belang wegen der Kündigungsmöglichkeit mit verkürzter Frist.

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Wenn dein Chef in die Probzeitkündigung einen Grund reingeschrieben hat, dann hat er diese Kündigung angreifbar gemacht. Hier könntest du sogar einen Gang zum Arbeitsgericht riskieren.

Wenn er allerdings nur reingeschrieben hat, dass er das Arbeitsverhältnis beendet, kannst du nichts ausrichten.

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