Brauche Hilfe bezüglich Feuchtigkeit und Schimmel in einem Anbau

6 Antworten

Ihr müßtet zunächst mal das was "zugemacht wurde" anständig isolieren (vermutlich sind das auch ganz dünne Wände, oder?) und dann die Möglichheit um Heizen zu können, vorsehen. Vieles ist wahrscheinlich fachlich falsch ausgeführt. Die Leute haben früher einfach mal was gebaut - ähnlich wie in einem Hinterhof in Palermo... Zieht euch einen Fachmann zu Rate, der euch beraten kann, wie man da noch halbwegs was Anständiges draus machen kann.

Was können wir tun, damit das endlich vorbei ist???

Den Raum. wie auch immer, beheizen. Den Schrank und die Kommode so weit wie möglich von der Außenwand weg stellen und, falls nicht vorhanden, auf Füße. Das ermöglicht die Luftzirkulation hinter und unter den Möbeln. Ganz wichtig bei solchen Räumen.

Und jetzt bei der zwar kalten aber sehr trockenen Außenluft regelmäßig, aber nicht Dauerlüften.

Ist schon besser aber nicht dolle. Heizlüfter helfen auch nicht.

Das es schon besser geworden ist zeigt ja das die Heizlüfter doch helfen. Für solche Sachen brauch es Geduld.

es ist wichtig, die Aussenwände des "verschimmelten" Anbaus gegen Wärmeverlust zu isolieren und zwar möglichst an der Wandaussenseite.

Das liegt ganz einfach daran, dass im Inneren eine Dampfsperre liegt und die warme Luft aus anderen Räumen des Hauses auf den kalten Wänden des ungeheizten Raumes kondensiert. Denn warme Luft kann mehr ab solute Feuchtigkeit aufnehmen als kalte, also gibt es Kondensat, wenn die warme Luft im Inneren des Hauses abkühlt.

Notwendige Maßnahmen:

  1. Dampfsperre entfernen

  2. Raum heizen.

Alles andere ist bauphysikalischer und bau- und mietrechtlicher Unsinn.

Schimmel – nasse Wände? Probleme mit dem Vermieter/Eigentümer?

Wasser an der Innenseite von Fensterscheiben wird festgestellt, wenn sich diese Feuchtigkeit aber in/an der Tapete/Wand festsetzt, wird der Folgeschaden als Schimmel erst deutlich später feststellbar.

Warum kommt es zu Feuchtigkeit in den Räumen? Generell ist durch die Ausatmung, die Verdunstung von Blumenwasser, Kochwasserdampf … immer eine Verdunstung von Wasser in den Räumen vorhanden. Nachts verliert jede Person bis zu einem Liter Flüssigkeit durch Schwitzen, Atmung …

Warum schlägt sich die Feuchtigkeit an den Fenstern/Wänden nieder? Je nach Lufttemperatur kann die Raumluft nur bestimmte Wasserdampfmengen aufnehmen. Bei 0 Grad sind das etwa 4 Gramm, bei 20 Grad etwa 17 Gramm pro Kubikmeter. An kalten Flächen (z. B. Fenstern) schlägt sich die Raumfeuchtigkeit dann nieder. Das gleiche passiert, wenn man gegen einen Spiegel ausatmet: er beschlägt.

Jeder kann sich an Erzählungen seiner Großeltern erinnern, die davon berichten, dass man im Winter noch Eisblumen an der Innenseite der Fenster hatte. Damals wurden dicke Decken vor die Fenster gehängt. Oft froren die Decken dann an den Fenstern fest. Auch konnte durch dicke Vorhänge, die abends zugezogen wurden, die Kälteausstrahlung der weitgehend ungedämmten Fenster verringert werden.

Heute hat kaum jemand noch dicke Vorhänge vor den mehrfach verglasten Fensterscheiben, deren Fläche auch erheblich größer geworden ist als früher. Die Innentemperatur an den Mehrfachverglasungen ist so in vielen Fällen deutlich über den (in Altbauten) weniger gedämmten Außenwänden. Daher sollte die Temperatur an allen Innenflächen der Räume bei recht kalten Wänden (mit einem Infrarotthermometer) überprüft werden.

Was ist zu tun? In kleinen Schlafräumen (unter 14 m² und 2,45 m Raumhöhe) reicht die Luftmenge von ca. 35 m³ gerade einmal, um bei einer Raumtemperatur von 15 Grad die Menge von 400 ml Verdunstungsflüssigkeit aufzunehmen. Bei 50 % Luftfeuchtigkeit sind aber schon 200 ml in der Luft vorhanden, bevor man dort schlafen geht! Der Rest (alles, was über die weiteren 200 ml verdunstet wird,) muss sozusagen an das Fenster oder an/in die Wand. Dort wird er bei einer verputzten Innenwand auf den ersten Zentimetern der Wand aufgenommen, wenn die Tapete, Farbe dampfdurchlässig ist. Bei 2 Personen kommen schon Feuchtigkeitsmengen von mehr als einem Liter zusammen! Dann ist höchste Vorsicht geboten! Im Laufe des Tages dann wird diese Feuchtigkeit dann – nur bei ausreichender Belüftung – fast vollständig wieder abgegeben.

Es kann also nur eine ausreichende Stoßlüftung am frühen Morgen für eine Lufterneuerung und damit eine deutliche Senkung der Luftfeuchtigkeit (unter 55 %) sowie eine angemessene Beheizung von mindestens 15-16 Grad über den ganzen Tag Abhilfe schaffen. Eine permanente Abluftanlage verbraucht nicht mehr als 20 Watt/Std. (also ca. 10 Cent/Tag) und ist z. B. bei innenliegenden Bädern die richtige Lösung!

Das Führen eines Heiz-/Lüftungstagebuchs ist erforderlich. Dazu sind die Temperaturen in Raummitte (einen Meter über dem Boden), die Temperaturen an den Wänden/Decken und am Fenster zu messen und die Lüftungszeiten sowie die Luftfeuchtigkeit im Raum (vor und nach dem Lüften) zu notieren.

Nur mit solchen Aufzeichnungen könnte ein Vermieter davon überzeugt werden, dass ein Baufehler vorliegen kann. Für Baufehler und deren Abhilfe ist der Eigentümer zuständig – für die auf falsche Lüftung/Heizung zurückzuführenden Beschädigungen zahlt der Mieter!

Datum/Uhrzeit Raumtemperatur Wandtemp. 1 Wandtemp. 2 Luftfeuchtigkeit gelüftet von… bis…

Danke schon mal für die Antwort. Das Haus ist ja uns also mit Vermieter haben wir da keine Probleme.

Was noch zu erwähnen wäre: Wir haben letztes Jahr die Türe um Balkon entfernt und zugemauert. Weiter wurde das ganze Haus neu verputzt und gestrichen. Vielleicht liegt es nun daran, das alles dicht ist und keine Luft mehr reinkommt.

Weiter hatten die Vormieter nie Probleme mit Schimmel oder Feuchtigkeit. Auch die Oma nicht, die dort viele Jahre dort wohnte. Also ein Baulicher Mängel kann ausgeschlossen werden.

EInen Gutachter werden wir erst dann holen, wenn nix mehr hilft. Die Ursachen sind denke ich die fehlende Heizung und/oder die neuen Fenster. Aber wenn ich es wüsste, wäre ich nicht hier:-)

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@Speedbird1

Vielleicht liegt es nun daran, das alles dicht ist und keine Luft mehr reinkommt.

Gut möglich. Entgegen der weit verbreiteten Meinung ist gut abgedichtet oder gedämmt nicht immer gut. Besonders bei alten Gebäuden.

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