Botulinum in Gewürzgurken?

3 Antworten

Besonders bei selbst eingelegtem Obst und Gemüse besteht die Gefahr, dass sich das Botulinumtoxin bildet bzw. weiter ausweitet. Somit besteht die Gefahr auch auf Gewürzgurken. Durch den Essig ist die Gefahr zwar nicht ganz so hoch, aber immer noch gegeben.

Ich denke aber immer, dass man sich nun wirklich nicht vor allen Dingen im Leben schützen kann, welche irgendwo eine Gefahr darstellen könnten. Besser ist es, immer wachsam zu bleiben und bei Symptomen, die man nicht einordnen kann, zum Arzt zu gehen.

Du kannst Deine Gewürzgurken also einfach essen und solltest nicht direkt Angst vor dem Genuss haben. So wahnsinnig verbreitet ist das Botulinumtoxin nun auch wieder nicht. Und sollte es wirklich zu Symptomen kommen, dass Dir nicht gut ist, dann gehe zum Arzt. Tut man dies rechtzeitig, kann man das sehr gut behandeln.

Ich wünsche Dir alles Gute

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – med. Ausbildungen und 4 Semester Medizin, eig. Erfahrung

Trust me, da geht man nicht mehr zum Arzt. Das ist ein lebensgefährlicher Notfall, hier sollte man direkt Keywords (spezifische Symptome) beim Notruf nennen, da es sonst heikel wird. Es gibt aber gewisse Faktoren die eine zeitliche Dilatation erlauben oder eben nicht.

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@Novoa

Die Symptome sind nicht von Anfang an so extrem schlimm, dass direkt ein Notarzt gerufen werden muss. Zu Beginn ist es durchaus noch möglich, zum Arzt zu gehen bzw. besser gebracht zu werden. Ist einem allerdings sehr schlecht, bekommt man schlecht Luft und steht kurz vor der Ohnmacht, sollte man natürlich einen Notarzt verständigen. Das versteht sich von selbst.

Die ersten Symptome treten meist nach 12 bis 40 Stunden auf und zeichnen sich anfangs durch Kopfschmerzen und Magenschmerzen auf. Da ist es beim besten Willen noch nicht notwendig, den Notarzt zu verständigen, sondern man kann sich zum Arzt bringen lassen. Sobald jedoch Schluck- und Atembeschwerden hinzu kommen, verbunden mit Lähmungen, dann sollte man selbstverständlich direkt den Notarzt verständigen.

Und nur, um die Panik hier mal etwas abzuschwächen ... in Deutschland treten pro Jahr gerade mal 20-40 Fälle einer Botulinumtoxinvergiftung auf. Ich denke, das ist im Verhältnis zur Einwohnerzahl eine verschwindend geringe Menge. Natürlich sollte man trotzdem immer wachsam bleiben, aber auch keine unnötige Panik verbreiten.

Man kann aber auch Vorsichtsmaßnahmen treffen. Wölbt sich der Deckel eines eingemachten Produktes nach außen, sollte man das darin enthaltene Gemüse oder Obst schlicht und einfach nicht mehr essen. Auch wenn Gas beim Öffnen des Produktes entweicht, entsorgt man den Inhalt besser.

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Das Gift ist erstaunlich stabil (und auch deswegen so gefährlich). Es geht beim Kochen nicht kaputt und s hat eine Schutzhülle, mit der es die Magensäure überlebt. Die Bakterien die es erzeugen wachsen auch beim recht sauren pH von 4.6 noch.

Ich würde mal aus dem Bauch raus - ohne nachzuschauen wie stark sauer das Gurkenglas ist - sagen: Die Bedingungen in einem Gurkenglas das Luftdicht verschlossen ist machen dem Gift und vermutlich auch den Bakterien gar nichts aus.

Wenn man das Zeug nicht selbst eingelegt hat, sondern es noch innerhalb des Haltbarkeitsdatums ist und industriell abgefüllt und kontrolliert wurde ist das aber sehr, sehr, sehr selten.

Clostridium botulinum setzt etwas voraus und zwar die anaerobe Umgebung, und so hartnäckig wie die Clostridien sind würde ich aufpassen.

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