blickkontakt zu seinem eigenen hund?

10 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Anstarren ist eine Sache, die Hunde lernen bzw. zum Teil schon mit in die Wiege gelegt bekommen haben.

Man sollte das m.M.n. von mehreren Seiten betrachten.

Hab ich einen Hund und starre diesen immer dann an wenn ich schimpfe und/oder schlage, so wird dieser selten den Blickkontakt zu mir suchen, deshalb ist es auch kontraproduktiv wenn viele behaupten man müßte den "dominanteren" Part übernehmen und ihn so lange anschauen bis er weg schaut. Das ganze ist schon unlogisch in sich, denn einerseits möchte ich ja das mein Hund gerade abgeleint draussen den Blickkontakt zu mir sucht, anderereseits aber gucke ich ihn so lange an bis er weg schaut, was denn nü? ;-)

Ein Hund der einen anderen Hund aber anstarrt, zeigt Drohverhalten er fixiert. Hunde aber wissen, dass wir einer anderen Art angehören, verhalten sich aber trotzdem so wie es ihr genetische Programm eben ihrer Art entsprechend vorgibt, d.h. starrt Dich ein Hund an und bleckt dabei die Zähne so ist das bestimmt nicht nett gemeint, wenn wir jetzt mal vom typischen Dalmatiner-Lächeln absehen ;-) wobei das auch ein anderer Ausdruck ist, als ein anstarren mit drohendem Hintergrund.

Meine ängstliche Hündin z.B. sucht oft und vermehrt meinen Blickkontakt, gerade in beängstigenden Situationen, schauen sie aber andere bzw. fremde Leute an, so schaut sie weg, sie beschwichtigt und hört das anstarren nicht auf, zeigt sie Meideverhalten.

Das ist ein gutes Beispiel dafür, dass ein Hund das anstarren von Natur aus erst einmal als bedrohlich empfindet.

Auch die Mimik wie von Dir schon angesprochen spielt eine große Rolle wobei auch diese zum Teil erlernt wird.

Auch hierzu ein Beispiel meiner ängstlichen Hündin.

Damalig hatte sie noch Angst vor Menschen die bei uns in die Wohnung kamen, meine Mom (ein Tiermensch vor dem Herrn würde niemals einem Tier etwas zu Leide tun) kam dann rein, beugte sich vorn über (auch das wirkt auf Hunde bedrohlich) hat die Augen weit aufgerissen und gelächelt und sagte: Ach komm doch mal her, ich möchte Dich sooo gerne mal knuddeln!

Meine Hündin hat direkt das Weite gesucht und wenn man das nun mal genauer betrachtet, so waren mehrere Signale in dem Verhalten meiner Mutter mit drin, die ihr zu ihrere sowieso schon vorhandenen Ängstlichkeit gegenüber Menschen noch mehr Angst machten.

Das vorn über beugen, das fixieren und das Lächeln mit gebleckten Zähnen.

Alles unter Hunden Drohverhalten, ja also was sollte meine Hündin daraus schließen, natürlich die frisst mich gleich ;-)

Das Verhalten des eigenen Halters kann der Hund innert recht kurzer Zeit sehr gut deuten und weiß was in welchen Situationen wie zu verstehen ist.

Somit ist ein anstarren bzw. der Blickkontakt zum Hund immer etwas gutes, aber eben auch nur dann, wenn er nichts schlechtes danach erfährt ;-)

Vielen Dank fürs Sternchen ;-)

0

Bei fremden Hunde wäre ich da vorsichtig, beim eigenen ist es immer was Anderes. Er kennt Dich und wird es akzeptieren bzw. es sogar nutzen. Es gibt sogar Rassen, die Blickkontakt suchen und dies als weitere Kommunikationmöglichkeit sehen, Staffs, Bulls aber auch die nordischen Rassen zählen dazu. Ich kommuniziere mit meinem auch über die Augen … und nichts weiteres ist es für uns, ein Kommunikationsmittel eben. Bei einem mir fremden Hund würde ich dies nicht tun - es gibt Hunde, die sehen das durchaus als Bedrohung.

Es ist ein bisschen davon abhängig, wie er in der Vergangenheit das "Anstarren" interpretiert hat! Wenn du ihn z.B. immer dann wenn du kurz davor bist ihn zu Schlagen, anstarren würdest, lernt er daraus, dass "Anstarren" durch dich etwas Bedrohliches ist. Wenn du immer dann, wenn du den Hund "Anstarrst" Party anbietest, lernt er, dass es etwas "Schönes" ist. Wenn der Hund sich unsicher darüber ist, was dein Starren zu bedeuten hat, wird er in aller Regel den Kopf abwenden, um dich zu beschwichtigen. Wichtig bei dieser Kommunikation ist, dass du "verlässlich" bist in dem was du tust und der Hund "erkennen" kann, was du damit meinst/kommunizieren willst. Solange er sicher weiß, dass es sich bei dir um keine "Drohung" handelt, wird er auch nicht darauf "reagieren". Was du mit "aggressiv" meinst, ist somit nur seine Bereitschaft, auf deine Drohung zu reagieren, sprich: "Sein Fell zu verteidigen"! Fremde Hunde sind in der Regel auch nicht anders! Sie unterscheiden sich nur darin, dass sie dich eben schlecht einschätzen können, weil sie dich nicht kennen! Für welche Art der Konfliktlösung er sich entscheidet, ist abhängig von seiner Vorerfahrung, seinem Charakter und der situativen Einschätzung der Bedrohung. Also nochmals zusammengefasst, wird ein Hund nicht "aus schlechter Laune" oder ähnlichem "aggressiv", sondern in erster Linie, weil er befürchten muss, dass etwas Negatives von dir ausgeht. Daher ist es immer gut, Missverständnissen im Vorfeld aus dem Weg zu gehen und einfach mal nicht "zu starren" bei fremden Hunden! :D Das ist im Übrigen bei uns Menschen auch nicht viel anders. Wenn du in der U-Bahn einem fremden Menschen lägere Zeit in die Augen schaust, wird er unter Garantie auch aggressiv reagieren, wenn er dein Verhalten nicht richtig einschätzen kann. Lächelst du ihn dabei dann an, (was im Übrigen auch eine Beschwichtigungsgeste ist!) versteht er, was du meinst und wird beruhigt sein.

Hallo,

es kommt ja nicht nur auf die Augen drauf an. Zwischen Hund und Mensch ist das sowieso nochmal eine andere Kisite als zwischen Hund und Hund. Bei unserem Minirudel, kann man gut erkennen, dass das starre in die Augenblicken, ein "Hau ab oder es knallt" heißt. Aber Augenkontakt zwischen den Hunden wird auch gesucht, wenn sie im Team "arbeiten" (z.B. auf der Suche nach dem Spielzeug), oder sich beim Rennen "absprechen" damit sie sich nicht gegenseitig umhauen. Sie schauen sich auch an, wenn sie kurz davor sind ein Jagdspiel zu veranstalten. Hunde sind sehr gut im "lesen" und im Gegensatz zu ihren wilden Verwandten, sind sie in der Lage unsere Mimik zu lesen und zu deuten, das bezieht sich auch auf den Blickkontakt. (Die meisten Hunde lassen sich einfach durch Blicke lenken, das würde nicht klappen, wennd er Hund einem nicht ins Gesicht schaut)

Unser Schäfer hat immer uns in die Augen gestarrt, dann zu seinem Schrank, wo die Knochen lagen, dann wieder zu uns, zum Schrank, usw.. Hat das manchmal gedauert, bis man ihn endlich verstanden hat! ;)

3

Unser Hund ist Weltmeister im Augenkontakt!! Er setzt sich sich vor mich hin und schaut mich an. Ich rede mit Ihm, und erlegt den Kopf schief und schaut mir weiter in die Augen. Das geht solange bis er mich endlich breitgeschlagen hat, und ich mit Ihm draußen seine geliebte Runde gehe. Er ist mir gegenüber nie dominant und regelrecht harmoniesüchtig. Es gibt aber auch Hunde, die eher den direkten Blickkontakt vermeiden, und die sich dadurch sehr unbehaglich fühlen. Bei einem fremden Hund sollte man allerdings den direkten Blickkontakt grundsätzlich vermeiden.

Ach, dein Hund hat auch "shapen" gelernt....:)....meiner auch...

2
@NoradieHexe

Darin hat er seinen Meister gemacht. Ich bin immer wieder erstaunt, wie ausdauernd er dabei sei kann.

2
@Anaschia

Ja, Ausdauer ist ja beim "Shapen" auch notwendig ;-) Menschen sind ja manchmal auch ein bisschen schwer von Begriff, lach...

2

Was möchtest Du wissen?